Die Zeitschrift VISION mobility richtet sich an mobilitätsbegeisterte Menschen bzw. Flottenmanager und begleitet den Technologiewandel in Sachen Automotive und Mobilität.
Wenn zum Teil auf dem Gehweg parkende Fahrzeuge Fußgänger behindern, kann sich die zuständige Straßenverkehrsbehörde nicht mehr auf ihren Ermessensspielraum berufen, sondern muss einschreiten.
Null Bedenkzeit – bei Schrittgeschwindigkeit oder stillstehendem Verkehr müssen Verkehrsteilnehmer auf Straßen mit mindestens zwei Fahrstreifen in eine Richtung ohne Verzug den Weg für Einsatz- und Rettungskräfte freimachen – so die Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 20.9.2022.
159 Parkverstöße und 15 Geschwindigkeitsüberschreitungen innerhalb eines Jahres – das war auch den Richtern zu viel, die in ihrem Urteil eine mangelnde Fahreignung attestierten.
Wer auf eine vierspurige Straße auffährt, sollte mit dem Spurwechsel anderer rechnen. Überholer sollten besser nicht an einer Einfahrt wieder auf die rechte Spur wechseln.
Die Tankstellenkette HEM hat knapp 3.000 Personen über 18 Jahre zum richtigen Verhalten von Autofahrern bei Rettungseinsätzen befragt – ein Ergebnis der Untersuchung: Jeder Zehnte hatte im Zusammenhang mit einem Einsatzfahrzeug mindestens einmal einen Unfall.
Besonders in Durchfahr-Waschanlagen kommt es darauf an, dass am Fahrzeug keine Teile abgerissen werden können. Das geht aus zwei Gerichtsurteilen hervor.
Den Vorwurf eines vorsätzlichen Geschwindigkeitsverstoßes sah das OLG Zweibrücken im vorliegenden Fall nicht begründet und hob mit seinem Beschluss vom 11. Juli 2022 ein zuvor vom Amtsgericht Kaiserslautern gefälltes Urteil wieder auf.
Auch wenn an der Einfahrt Schilder auf die Gültigkeit der StVO hinweisen, kann man sich nur auf Zu- und Abfahrten auf die sonst üblichen Vorfahrtsregeln verlassen, hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden.
Wer zum Beispiel als Taxi- oder Busfahrer in der Probezeit ein einmonatiges Regelfahrverbot abwenden möchte, muss einen drohenden Arbeitsplatzverlust konkret nachweisen. Sonst kann die Staatsanwaltschaft Einspruch erheben.
Auch der Geschäftsführer eines als GmbH geführten Taxibetriebs kann seine Taxifahrer anweisen, nach einer Fahrtenbuchauflage ein Fahrtenbuch zu führen.
Ein regelhafter Vorrang eines der beiden bisherigen Fahrstreifen besteht nicht – so hat der Bundesgerichtshof am 8. März 2022 abschließend in einem Fall mit dem Az. VI ZR 47/21 geurteilt.
Auch in einer verkehrsberuhigten Zone haften der Fahrgast und der Taxibetrieb, wenn es beim Aussteigen zu einer Kollision mit einem vorbeifahrenden Fahrzeug kommt.
Zu schnelles Fahren, falsches Parken und die Behinderung von Radlern werden jetzt härter geahndet, während sich das Risiko eines Fahrverbots kaum vergrößert hat.
Wenn ein Landwirt neben einem parkenden Fahrzeug mäht und dessen Fahrer nicht davor warnt, muss er ihm einen Steinschlag-Schaden ersetzen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden.
Auch Fahrer und Fahrerinnen von Taxis und Mietwagen müssen jetzt noch mehr aufpassen, um ihren Geldbeutel nicht zu gefährden. Die Grenzen für Fahrverbote wurden aber nicht abgesenkt.
Der Verkehrsgerichtstag in Goslar setzt sich im Januar 2022 unter anderem mit größeren Spielräumen für die Verhängung von Bußgeldern und Fahrverboten auseinander. Das könnte auch für Taxi- und Mietwagenbetriebe interessant werden.
Das Oberlandesgericht Celle hat einem Autofahrer, der im Stau auf eine Autobahn auffahren wollte, nach einer Kollision drei Viertel des Schadens zugerechnet.
Auch Fahrer und Fahrerinnen von Taxis und Mietwagen müssen jetzt noch mehr aufpassen, um ihren Geldbeutel nicht zu gefährden. Die Grenzen für Fahrverbote wurden aber nicht abgesenkt.
Wenn man nach einer auf Gelb umgesprungenen Ampel auf die Kreuzung fährt, kann man unter Umständen auch noch wegen überhöhter Geschwindigkeit belangt werden.
Das Landgericht Lübeck hat einem selbst fahrenden Taxiunternehmer nach einem unverschuldeten Unfall zugesprochen, wegen einer lang dauernden Ersatzteillieferung mehrere Wochen lang ein Ersatztaxi anzumieten.
Wer an einer Leitplanke entlangschrammt und nicht bei der nächsten Möglichkeit zum Anhalten die Polizei und die Versicherung informiert, riskiert seinen Kaskoschutz.
Wer trotz 1,1 Promille Alkohol im Blut keine Ausfallerscheinungen hat, kann zu einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung gebeten werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.