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Fahrzeug- und Trailer-Tests
Wer gerne noch einen kultivierten und sparsamen Dieselmotor in Verbindung mit einer sanft schaltenden Automatik beschaffen möchte, bevor der Zwang zur Elektromobilität greift, ist mit dem Kompakt-SUV Hyundai Tucson 1.6 CRDi bestens bedient. Er bietet vier Fahrgästen ordentlich Platz, ist trotz 19-Zoll-Rädern komfortabel gefedert und verwirrt nicht durch Spielereien bei der Bedienung. Das gilt sicher auch für die Varianten mit Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieben
Ein Transformations-Transporter erster Güte ist der elektrische T1-Wiedergänger. Die tolle Optik befördert aber auch zeitgemäße Technik, sodass die Argumente für den T7 Multivan ausgehen - so lässig, leise und leicht und durchaus effizient lässt sich der E-Bulli bewegen. Im Jahr 2023 gilt: Wenn schon Bus, dann Buzz.
Endlich auch rein elektrisch – der Astra Electric basiert zwar nicht auf einer reinen E-Plattform, kann aber durchaus mit ID.3 und Co. mithalten. Ab 45.060 ist der Kompakte ab sofort in der fast vollausgestatteten GS Version bestellbar. Im Herbst kommt der für die Taxibranche interessantere Kombi.
Der batterieelektrisch angetriebene Nissan Ariya ist mit großer 87-kWh-Batterie und Frontantrieb eine gute Basis für ein Taxi oder einen Mietwagen, den man über INTAX bestellen kann. Sein Raumangebot ist sehr gut, das Fahrwerk komfortabel, die Reichweite zwingt nicht zum Schleichen auf längeren Autobahnetappen und bei frühlingshaften Temperaturen lädt er auch recht schnell. Das Navi und die Sprachbedienung sind allerdings verbesserungsbedürftig.
Der Vollhybrid Nissan X-Trail e-Power hat einen ungewöhnlichen Antrieb. Er wird immer von einem oder im Falle des getesteten Allradmodells von zwei Elektromotoren angetrieben, während der Dreizylinder-Benziner über einen Generator den Strom dafür entweder direkt liefert oder in der Batterie speichert. Aufgeladen wird sie auch über das Rekuperieren. Das Fahren mit einem Pedal ist möglich. Als Fünfsitzer bietet der X-Trail den Fahrgästen viel Platz und einen gut nutzbaren Kofferraum. Sein Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt. Für den Test stand die Ausstattungsvariante N-Connecta zur Verfügung, die bestens zum Taxi- oder Mietwagen-Einsatz passt.
Nach dem Elektro-SUV bZ4X und dem aufgefrischten kompakten Kombi Corolla Touring Sports ergänzt Toyota seine Taxi-Palette um den sehr kompakten SUV Corolla Cross. Es gibt ihn zwar auch mit Allradantrieb, aber der Frontantrieb der getesteten Ausstattungsvariante Team Deutschland dürfte den Anforderungen der meisten Taxi- und Mietwagenbetriebe genügen. Sie bekommen einen recht sparsamen Vollhybriden mit leisem Antrieb, komfortablem Fahrwerk und einem angenehmen Arbeitsplatz für Fahrerinnen und Fahrer. Beim Raumangebot für die Fahrgäste und ihr Gepäck muss man allerdings gegenüber dem deutlich größeren RAV4 Abstriche machen.
Die zweite Generation des Minivans bietet ordentlich Platz für Fahrgäste, ein komfortables Fahrwerk, einen ergonomischen Arbeitsplatz und einen vernünftigen Elektroantrieb. Nur beim Kofferraum muss man Abstriche machen.
Der Nissan Townstar Kombi ist vom Renault Kangoo abgeleitet, eng verwandt mit dem Mercedes-Benz Citan II und konkurriert mit dem VW Caddy 5 sowie dessen Zwilling Ford Tourneo Connect. Mit dem einzig lieferbaren 1,3-l-Vierzylinder-Benziner und nur mit 6-Gang-Schaltgetriebe wäre er eine geräumige und komfortable Basis eines Taxis oder Mietwagens, sobald die Umrüster für ihn ein Wegstreckensignal für die Konformitätserklärung bekommen. Achtung: Bislang kann man ihn und seine beiden Verwandten nur als Mietwagen einsetzen, der vom Einbau des Wegstreckenzählers und der Alarmanlage befreit ist.
Der Hyundai Staria Signature sieht nur von vorn futuristisch aus. Dank langem Radstand und großem Innenraum bietet er viel Komfort und einen angenehmen Arbeitsplatz mit bequemem Sitz und vielen praktischen Ablagen. Seine Kombination aus 2,2-l-Dieselmotor und 8-Gang-Wandlerautomatik macht ihn zu einem leisen und recht sparsamen Taxi oder Mietwagen. Schade nur, dass es den Staria bislang nur als opulent ausgestatteten Siebensitzer für VIP-Shuttles gibt.
Der Ford Mustang Mach-E hat vom Raumangebot und vom Komfort her das Zeug zum Taxi oder Mietwagen. Mit zwei Batteriegrößen und Reichweiten, Heck- oder Allradantrieb bietet das Programm genügend Wahlmöglichkeiten. Für den Test von taxi heute in der sonnigen zweiten Juli-Hälfte 2022 stellte Ford die Variante mit Heckantrieb und großer Batterie zur Verfügung. Ihre Leistung beträgt 198 kW/269 PS und die Reichweite der 75,7-kWh-Batterie gibt Ford nach dem WLTP-Zyklus mit bis zu 440 Kilometern an, aber auf dem Display wurden nach dem Laden auf 100 Prozent höchstens 393 Kilometer angezeigt.
Die Reichweite eines Stromers hängt – genauso wie beim Verbrenner - stark vom Fahrstil ab. Ein Redakteur der Schwester-Zeitschrift VISION mobility fuhr zu einem Termin von München nach Graz – etwa 400 Kilometer einfache Strecke. Auf der Hinfahrt sehr gemächlich, zurück so schnell wie möglich.
Der geräumige Elektro-SUV mit Allradantrieb und großer Batterie ist dank seines hohen Komfort-Niveaus eine gute Basis für einen Mietwagen, wenngleich er nicht sonderlich sparsam mit dem Strom umgeht. Das ergab der Test des Modells Audi e-tron advanced 55 quattro 300 kW.
Der Opel Insignia Sports Tourer ist mit 2-l-Dieselmotor und 8-Stufen-Automatik eine feine Basis für ein Taxi oder einen Mietwagen. Sein Raumangebot, seine Ergonomie, sein Fahrkomfort und der sparsame Motor müssen sich hinter dem Auslaufmodell E-Klasse nicht verstecken. Das ist das wichtigste Ergebnis des taxi heute-Tests, für das Opel leider nur ein ziviles Modell zur Verfügung stellen konnte.