Testnotizen: Der VW ID. Buzz ist ein komfortables Elektrotaxi

Der Fünfsitzer ist vernünftig motorisiert, lädt an Schnellladern rasch und verlässlich und bietet viel Platz. Wer nur auf 80 % lädt, wird aber bald zum Laden aufgerufen.

Für Transfers zu Hotels oder Kulturzentren wie dem Wasserschloss Loifling (Foto) ist der VW ID. Buzz schon als Fünfsitzer gut gerüstet. (Foto: Dietmar Fund)
Für Transfers zu Hotels oder Kulturzentren wie dem Wasserschloss Loifling (Foto) ist der VW ID. Buzz schon als Fünfsitzer gut gerüstet. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Mit 150 kW/204 PS, dem 77 kWh-Akku und dem für ein Elektrotaxi typischen hohen Drehmoment ist das VW ID. Buzz-Taxi auch im Eco-Modus vernünftig motorisiert und flott genug beim Überholen und beim Einfädeln. Dank einer Ladeleistung von bis zu 170 kW kann man das Elektrotaxi bei sommerlichen Temperaturen an leistungsfähigen Schnellladern in einer knappen halben Stunde von rund 13 bis 19 % wieder auf 80 % laden und damit der Lade-Empfehlung auf dem Touchscreen zur Schonung des Akkus folgen. Da bei 20 % Rest-Reichweite eine Aufforderung zum Laden im Fahrer-Display aufploppt, kommen so aber nur nervenstarke Naturen auf mehr als 270 Kilometer Reichweite. Wer vor einer langen Fahrt 100 % als Ladegrenze einstellt, soll bis zu 424 Kilometer weit kommen. Auf der Autobahn sollte man dann aber unter der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h bleiben. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des taxi heute-Tests mit einem fünfsitzigen Taxi-Testwagen, den Taxi-Ansprechpartner Joachim Flämig für zwei Wochen zur Verfügung gestellt hat.

Das bislang nur als Fünfsitzer lieferbare Fahrzeug bot dank der längs verschiebbaren, asymmetrisch geteilten Sitzbank viel Knie- und Kopffreiheit für große Fahrgäste und einen bequemen Zustieg sowohl vorn als auch an den beidseitigen Schiebetüren. Der Kofferraum dahinter ist so geräumig, dass die Unterbringung einer Zweier-Sitzbank in der dritten Reihe kein Problem sein dürfte. Sie ist für 2024 geplant und soll den ID. Buzz zum Sechssitzer mit der Sitzanordnung 2-2-2 machen. Diese Variante würde sich gut für Schülerfahrten eignen, bei dem man mit der Reichweite und der mit 529 Kilogramm nicht allzu üppigen Zuladung des Dreitonners auskommen dürfte.

Das Fahrwerk ist mit seiner 19-Zoll-Mischbereifung ausgewogen abgestimmt und auch die Lenkung des wegen des Hinterradantriebs sehr wendigen Elektrotaxis wusste zu gefallen. Leider hat Volkswagen Nutzfahrzeuge bei der Bedienung zugunsten modischer Effekte seine Vorbildstellung in punkto Ergonomie verspielt.

Interessierte Leser und Leserinnen können detaillierte Testnotizen im Downloadbereich dieser Meldung als pdf-Datei herunterladen. Der ausführliche Testbericht ist für die Ausgabe 9-10/2023 eingeplant.

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