Lieferwagen, Vans und Transporter
Auch der Begründer der Hochdachkombis erhält das Stellantis-Facelift und mit ihm das neue Markengesicht, neues Infotainment und Digital-Interieur. Er kommt nur als E-Version, mit etwas mehr Reichweite.
Ford zündet die nächste Stufe der Van-Offensive: Der neue Custom ist ein gefälliges Fahrzeug, das mehr Praktikabilität, besseres Handling und Konnektivität mit modernem Antrieb verbindet. Der BEV kommt leider erst nach Diesel und PHEV. Wir fuhren im Rahmen des „International Van of the Year“ den Diesel Probe.
Das fünfsitzige Elektrotaxi VW ID. Buzz hat einen vernünftigen Antrieb und bietet vier Fahrgästen bequeme Sitzplätze und einen riesigen Kofferraum. Wenn man wie empfohlen immer nur bis 80 Prozent lädt, bietet der 77 kWh-Akku allerdings nur Reichweiten deutlich unter 300 Kilometern. Dafür lädt der ID. Buzz an Schnellladern recht zügig.
Bis die komplett neue, rein elektrische Van.EA-Architektur so weit ist, dauert es bis 2026. Der Vito nebst seiner Elektro-Variante eVito muss die Brücke bilden mit einem kleinen Update. Das bringt immerhin zeitgemäße Konnektivität mit dem MBUX-System in Serie – und moderne Fahrerassistenz.
Ein Transformations-Transporter erster Güte ist der elektrische T1-Wiedergänger. Die tolle Optik befördert aber auch zeitgemäße Technik, sodass die Argumente für den T7 Multivan ausgehen - so lässig, leise und leicht und durchaus effizient lässt sich der E-Bulli bewegen. Im Jahr 2023 gilt: Wenn schon Bus, dann Buzz.
Die kompakten Transporter erhalten im Sommer ein optisches und funktionales Facelift, das ein neues Infotainment vorsieht. Die strategische Ausrichtung sieht die forcierte Elektrifizierung ab 2026 vor.
Mit dem eCitan fährt Mercedes-Benz ein weiteres Derivat auf Basis des Renault Kangoo vor und will bei Handwerk, Handel und Logistik punkten mit für die Stadt ausreichend Reichweite, 22 kW-AC-Lader und dem traditionell dichten Servicenetz. Die Edelversion EQT und der Kombi haben allerdings einen großen Haken - und mangels Wegstreckensignal sind sie und ihre Verwandten von Renault und Nissan noch immer nicht als Taxi oder Mietwagen umrüstbar.
Wie die Fahrvorstellung zeigte, hat die neue Variante des Hyundai-Transporters Staria gute Anlagen für einen Einsatz als Großraumtaxi oder Mietwagen, auch wenn es von Hyundai zur Taxi- und Mietwagen-Nachrüstung noch nicht Handfesteres als eine Absichtserklärung gibt. Der Fahrgastraum ist geräumig und wegen der auf Schienen verschiebbaren Bänke flexibel nutzbar. Sogar auf der ebenfalls verschiebbaren Beifahrer-Doppelsitzbank können es größere Menschen eine Weile aushalten. Sitze ausbauen kann man allerdings nicht.
Der siebensitzige VW Multivan 2,0-l-TDI SCR mit langem Überhang hat viele gute Anlagen für den Einsatz als Taxi oder Mietwagen. Er bietet mit seiner 7-Gang-DSG-Automatik und einem fein abgestimmten Fahrwerk ein hohes Maß an Fahrkomfort. Ein- und aussteigen kann man so kommod wie im Vito und damit deutlich bequemer als im Auslaufmodell T 6.1. Vorne kann man tolle Sitze mit AGR-Gütesiegel haben und im Fond ist die Sitzanordnung auf Schienen sehr variabel.
Einen Vorteil hat der Wechsel auf die EMP-2-Plattform von Stellantis für den Doblo schon mal: Ab sofort gibt's ihn als Elektromodell. Beim Cargo kommen noch Diesel und ein Benziner. Beim Kombi ist "E" der einzige Antrieb. Und der passt auch meist. Ein direkter Vergleich.
Bei der ersten längeren Tour besticht der futuristische E-Bulli mit top-Effizienz, Performance, Handling, Komfort und Assistenz – schwächelt aber bei Alltagswerten wie Nutz- und Anhängelast sowie Volumen.