Großraumtaxis: Auch der VW Crafter wird geliftet

Wie die vorgepreschte Presseabteilung von MAN informieren nun auch die Spätzünder von Volkswagen Nutzfahrzeuge über eine im Frühjahr 2024 greifende Modellpflege.

Wie MAN zeigt auch Volkswagen Nutzfahrzeuge nur eine Darstellung des neuen Cockpits und verrät noch nichts über äußerliche Merkmale der neuen Crafter-Generation. (Foto: Volkswagen)
Wie MAN zeigt auch Volkswagen Nutzfahrzeuge nur eine Darstellung des neuen Cockpits und verrät noch nichts über äußerliche Merkmale der neuen Crafter-Generation. (Foto: Volkswagen)
Dietmar Fund

Sehr zum Unverständnis des auch für den großen Transporter VW Crafter engagierten Taxi-Ansprechpartners von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Joachim Flämig, hat MAN mit mehreren Wochen Vorsprung über die Modellpflege beim MAN TGE informiert, der bis auf die Markenembleme mit dem Crafter baugleich ist. Am 2. November 2023 kam auch eine Pressemitteilung von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Sie ist in einem Punkt genauer als die von MAN: Der Vorverkauf beginne im April 2024, heißt es bei den Hannoveranern etwas präziser als bei den Bayern. Während schon MAN über das neue Cockpit mit einem Infotainment-Display mit 10,2-Zoll- oder optional 12,9-Zoll-Diagonale informiert hat, schieben die Hannoveraner die Information nach, dass bei dem bereits aus dem Elektromodell VW ID. Buzz bekannten Infotainment nun auch die Slider für die Temperatur und die Lautstärke beleuchtet sind. Außerdem soll die Online-Sprachsteuerung auf natürliche Sprachbefehle reagieren. Serienmäßig soll ein digitales Cockpit eingebaut werden.

Statt eines Handbremshebels gibt es demnächst eine elektronische Feststellbremse, die ebenso Platz vor dem Mittelsitz der Beifahrer-Doppelsitzbank frei macht wie der Wählhebel der 8-Gang-Automatik. Er ist jetzt wie im VW ID. Buzz als Lenkstockhebel ausgebildet, bei dem man die Fahrstufen durch Drehbewegungen einlegt. Die manuelle Schaltung bleibt aber an Ort und Stelle.

Angekündigt werden auch diverse für den Crafter neue Fahrerassistenzsysteme. Serienmäßig kommen der Front Assist mit Radfahrer- und Fußgängererkennung, der Spurhalteassistent, die Verkehrszeichenerkennung und eine akustische Einparkhilfe für den Heckbereich. Optional bestellbar werden unter anderem ein „Moving-Off-Informationssystem“, das beim Anfahren vor Menschen vor dem Fahrzeug warnen soll, und ein Abbiegeassistent, der bei Gegenverkehr automatisch bremsen solle.

Antriebsseitig bleibt es bei den 2-l-Dieselmotoren, die aus ihren vier Zylindern 103 kW/140 PS, 120 kW/163 PS oder 130 kW/177 PS holen. Für die Varianten mit Heckantrieb ist eine neue 8-Gang-Automatik angekündigt, während es beim Front- und beim Allradantrieb bei der alten bleibt.

Bei den Varianten ist von einem Kombi nicht die Rede. Dem Vernehmen nach gibt es darüber Gespräche mit einem namhaften Umrüster, der die Umrüstung von Kombis mit zwei verschiedenen Dachhimmeln extern, aber trotzdem als Ein-Rechnungs-Geschäft erledigen könnte.

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