IAA Mobility 2023: The Power of Magna – safer, cleaner, better

Der Zulieferer präsentiert sich auf der IAA in den Zukunftstechnologien gut aufgestellt und gibt auf der Pressekonferenz den Produktionsstart seines Gen5-Frontkameramodulsystems bekannt.

Senior Vice President Jörg Grotendorst erläutert die Möglichkeiten des neuen Powertrains von Magna.| Foto: T.Kanzler
Senior Vice President Jörg Grotendorst erläutert die Möglichkeiten des neuen Powertrains von Magna.| Foto: T.Kanzler
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Thomas Kanzler)

Vice President Europe Uwe Geissinger betont die Wichtigkeit der Automobilindustrie für Europa. Magna sei einer der größten Automobilzulieferer und -fertiger der Welt und sei in den Schlüsseltechnologien führend. Auch die Produktion solle in seinen Augen in Europa gehalten werden – Magna baue in einem Joint Venture mit LG in Ungarn gerade ein neues Werk für E-Motoren und schaffe europäische Arbeitsplätze.

Car oft he Future

Das Auto der Zukunft gebe es laut Senior Vice President Jörg Grotendorst eigentlich gar nicht. Vielmehr gebe es viele Fahrzeuge der Zukunft, vom Micro Car über autonome Shuttle und Trucks vielleicht auch urban air taxis oder supercars. Die Individualisierung nehme zu, immer wichtiger sei die Konnektivität und die Umweltfreundlichkeit. Hier setze Magna auf die E-Mobilität.

Die bereits vorgestellten Innovationen wie Mezzo Plus, bei der die Fahrzeugfront zur Kommunikationsfläche werden kann und die Morphing Surfaces – verschiedene Flächen in der Fahrzeugfront können sich nach Bedarf verformen, um z.B. die Aerodynamik zu verändern – sind auf der Messe live zu sehen.

Kameramodul mit Weitsicht

Die neue Kamerageneration werde zuerst bei einem europäischen OEM verbaut werden, erklärt Grotendorst. Das komplette nach vorne gerichtete Kamerasystem bietet ein weites Sichtfeld mit Öffnungswinkeln von 120 Grad in der Horizontalen und 48 Grad in der Vertikalen. Dies ermöglicht sowohl die weiträumige Wahrnehmung von Hindernissen, die sich mehr als 160 Meter vor dem Fahrzeug befinden als auch die Erkennung von seitlichen Objekten wie Ampeln oder Einsatzfahrzeuge. Die Kamera bietet eine Auflösung von acht Megapixeln.

Das Gen5-Frontkameramodulsystem wird in den Magna-Werken in Deutschland, der Slowakei und in China hergestellt . Der Mikrocontroller ist skalierbar für die Sensorfusion mit bis zu fünf Radargeräten.

„Wir sind bestrebt, hochmoderne Lösungen und Innovationen anzubieten, die die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in den Vordergrund stellen", erklärt Sharath Reddy, Senior Vice President von Magna Electronics. „Mit unserer neuesten Generation von Frontkameramodulen bringen wir die Fahrerassistenz voran, indem wir wesentliche Funktionen bieten, die den Fahrer auf Trab halten und ihm in Echtzeit Einblicke in den Straßenverkehr geben, dadurch erhalten sie ein umfassendes Verständnis ihrer Umgebung."

Joint Venture mit LG

LG Magna e-Powertrain, das Joint Venture zwischen LG Electronics und Magna, das 2021 gegründet wurde, gab auf der IAA Mobilität 2023 an, dass es seine Präsenz mit einer neuen Anlage in Miskolc, Ungarn, ausbaut. Das Unternehmen hat auch starke Unterstützung von der ungarischen Regierung und den lokalen Behörden erhalten.

Die 284.000 Quadratmeter große Anlage wird die erste Produktionsstätte von LG Magna e-Powertrain in Europa sein. Bei Produktionsbeginn im Jahr 2026 erwartet das Unternehmen die Schaffung von rund 200 neuen Arbeitsplätzen.

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