IAA Mobility 2023: Valeo goes Software

Vom IAA-Stand aus einen BMW iX in der BMW-Welt steuern? Das macht Valeo! Während am Stand konzentriert gelenkt wird, sitzt im Auto vor Ort niemand. Aber auch sonst haben die Franzosen wieder ein Füllhorn an Neuheiten dabei.

Volle Reihen: Valeo-CEO Christophe Périllat führte in fünfzehn Minuten diverse Valeo-Neuheitenfäden geschickt zusammen. | Foto: G. Soller
Volle Reihen: Valeo-CEO Christophe Périllat führte in fünfzehn Minuten diverse Valeo-Neuheitenfäden geschickt zusammen. | Foto: G. Soller
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Software wird 2030 bis zu 30 Prozent am Wert des Autos ausmachen, prophezeit Valeo-CEO Christophe Périllat am Stand während der Pressekonferenz. Und während Valeo in den letzten Jahren immer viele neue Produkte präsentierte, die allerdings eher Hardware als Kern hatten, präsentiert Périllat jetzt eine komplette Softwarewelt!

Wobei es nicht nur um reine Softwareprodukte, sondern auch um Software as a Service geht. Außerdem betont Périllat, dass man hier auch von den Erfahrungen im Thermalmanagement profitiert, das für die Kühlung der Chips respektive Rechner entscheidend ist. Das Wärmemanagement hilft zudem, um die Leistung, Lebensdauer und Sicherheit der Batterie zu gewährleisten sowie den Komfort der Fahrgäste zu fördern und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Reichweite zu minimieren.

Auch hier geht Valeo den nächsten Schritt und stellt in München seine effiziente kompakte und zentralisierte Smart Heat Pump vor, die wiederum die eigene Software nutzt: Dank der und der vollständigen Integration von Kältemittel- und Kühlmittelkomponenten vereinfacht die Wärmepumpe die Systemintegration und soll mehr Platz unter der Motorhaube schaffen.

Aber natürlich bietet Valeo auch neue Hardware, mehr und mehr als Al-in-Lösung: IAA-Premiere feiert ein neues 6-in-1 E-Achssystem, das Wechselrichter, On-Board-Ladegerät, DC/DC-Wandler, Stromverteiler, E-Motor und Untersetzungsgetriebe in sich vereint und das Know-how von Valeo bei Hardware und Software laut Pressemitteilung „für eine optimale Integration und Nutzung“ verwendet.

„Cocoon“ für eine angenehme und sichere Fahrt

Die Autos der Zukunft werden sich durch nahtlose Konnektivität, intuitive Benutzererfahrung und hilfreiche automatisierte Fahr- und Parkfunktionen auszeichnen. Mit dem Schwerpunkt auf dem Schutz der Insassen und der Schaffung eines komfortablen Innenraums wird Valeo auf seinem Stand den Cocoon ausstellen, der die innovativen Produkte des Unternehmens in den Bereichen ADAS und Innenraumerlebnis für eine sichere und angenehme Fahrt zeigt. Dabei steht die Software im Mittelpunkt.

Beleuchtung als Kommunikationsmittel des Autos

Beleuchtung wird außerhalb als auch innerhalb des Fahrzeugs eingesetzt, um die Sichtbarkeit und die Sicherheit zu verbessern, das Fahrerlebnis zu verbessern, aber auch um die Kommunikation und das Branding zu stärken. Auch hierfür hat Valeo bilden Hard- und Softwaretechnologien am Start: Der Weltmarktführer für Sichtsysteme hat einen digitalen Zwilling entwickelt, der Kunden bei der Verwaltung von Multi-LED-Beleuchtungsmerkmalen unterstützt, Fahrzeugspezifikationen integriert und in Echtzeit eine ganzheitliche Designvisualisierung liefert. Was wiederum Zeit und Kosten spart.

Weltweit führend in ADAS-Lösungen

Als nach eigenen Angaben weltweit führendes Unternehmen im Bereich ADAS bietet Valeo ein riesiges Portfolio an Wahrnehmungssystemen und alle Technologien, um die Herausforderungen des softwaredefinierten Fahrzeugs zu meistern. Und auch hier braucht es wieder Valeo-eigene Software: So entwickelt Valeo beispielsweise ein komplettes Paket an KI-basierter Software für Signalverarbeitung, Computer Vision, Datenfusion und Fahrzeugsteuerung. Dieser Software-Stack wird in einem zentralen Domain Controller gehostet, der durch Zonen-Controller ergänzt wird, die ebenfalls von Valeo angeboten werden.

In Zusammenarbeit mit BMW und der Deutschen Telekom präsentiert Valeo auf seinem Stand die eingangs erwähnte Teleoperation, bei der ein Auto für Parkmanöver aus der Ferne ferngesteuert werden kann. Dies zeigt das Potenzial für neue Arten von Dienstleistungen, wie zum Beispiel ferngesteuerte Valet-Parking-Dienste.

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