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Hessenstrategie: digitale Vernetzung ohne Taxis

In der Hessenstrategie Mobilität 2035 ist viel von einem digital vernetzten Verkehrssystem die Rede, aber Taxis und Mietwagen kommen darin nicht vor.
Hessen will vor allem Schienen-Angebote verstärken und den ÖPNV stark vernetzen. (Foto: Ministerium)
Hessen will vor allem Schienen-Angebote verstärken und den ÖPNV stark vernetzen. (Foto: Ministerium)
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Dietmar Fund

Das Bundesland Hessen strebt eine führende Rolle auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität an. Dazu ist ein digital vernetztes, klimaschonendes und leistungsfähiges Verkehrssystem notwendig. Das erklärte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bei der Vorstellung des Konzeptes Hessenstrategie Mobilität 2035 in Wiesbaden.

Unter anderem will das Ministerium die Digitalisierung und intelligenten Verkehr vorantreiben. Dazu verweist das Konzept auf die digitale Plattform Mobility Inside, die der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gerade entwickle. Der gesamte öffentliche Verkehr solle über sie zentral gebucht und abgerechnet werden können. Gesprochen wird hier zwar von Bus- und Bahntickets, von Leihfahrrädern und vom Carsharing. Taxis werden nur in Form von Taxi-Apps kurz gestreift, Mietwagen kommen gar nicht vor.

Wichtig für die mobile Branche: In den ersten Mitteilungen zum Konzept heißt es, das Personenbeförderungsgesetz sei nicht mehr zeitgemäß und müsse flexibler werden, zum Beispiel für neue Angebote wie Bürgerbusse oder neue Bedienformen im öffentlichen Personennahverkehr auf dem Land. Dies werde Hessen von der neuen Bundesregierung einfordern.

Stärken will das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung auch eine effiziente Infrastruktur, wobei die Gelder offenbar vorrangig in den Schienenverkehr fließen sollen. Bis 2021 sollen 3,975 Milliarden Euro für Busse und Bahnen ausgegeben werden, 5 Millionen Euro pro Jahr für die Förderung von Elektrobussen und 6,9 Millionen Euro im Jahr 2018 für den Aufbau von Ladesäulen und das E-Carsharing.

Erarbeitet wurde das Konzept auf der Basis von Experteninterviews und einer Studie, die das House of Logistics and Mobility (HOLM) durchgeführt hat. Bei den Experteninterviews ist kein Ansprechpartner der Taxi-Branche aufgeführt, wohl aber ein Vertreter von Uber Deutschland.

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