VSPV und DIHK bündeln Kräfte für fairen Wettbewerb im Taxi- und Mietwagengewerbe

Plattformökonomie, Wettbewerbsverzerrungen und die Frage, wie sich Mobilität im ländlichen Raum sichern lässt: Der VSPV sucht den Schulterschluss mit einem einflussreichen Partner der deutschen Wirtschaft, der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).

Sascha Waltemate (li.) und Partrick Meinhardt (re.) vom VSPV nehmen Volker Treier von der DIHK in die Mitte.| Foto: VSPV
Sascha Waltemate (li.) und Partrick Meinhardt (re.) vom VSPV nehmen Volker Treier von der DIHK in die Mitte.| Foto: VSPV

Bei Gesprächen in Berlin haben VSPV-Geschäftsführer Sascha Waltemate und Patrick Meinhardt, Generalbevollmächtigter sowie Leiter des Hauptstadtbüros des Verbandes, eine engere Zusammenarbeit mit der DIHK vereinbart. Bereits zuvor hatten beide mit der Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin und ehemaligen Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner eine Kooperation verabredet.

Für den VSPV (Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen) spielt dabei die Hauptstadt eine besondere Rolle.

„Es ist von bundesweitem Interesse, dass in Berlin der Umgang mit Taxi und Mietwagen vorbildlich wird und damit auch in die anderen Regionen ausstrahlt. Manja Schreiner hat als Verkehrssenatorin mit klarer Linie den 1700 illegalen Mietwagen den Kampf angesagt und den Weg für einen Tarifkorridor geöffnet. Jetzt muss die Bundeshauptstadt endlich mutig auch die Mindesttarife verabschieden“, erklären Waltemate und Meinhardt.

Plattformwirtschaft europaweites Thema

Der Verband sieht die IHK-Organisation jedoch nicht nur als Partner auf Landesebene. Aus Sicht des VSPV werden wichtige Weichenstellungen zunehmend auf europäischer Ebene vorgenommen. Insbesondere Initiativen rund um die Plattformwirtschaft würden Auswirkungen auf das Taxi- und Mietwagengewerbe haben. Deshalb suchten die Verbandsvertreter auch den Austausch mit Volker Treier, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung und verantwortlich für die Bereiche Internationales, Europäische Union und Auslandshandelskammern. Der frühere DIHK-Chefvolkswirt gilt als einer der profilierten Kenner der deutschen und europäischen Wirtschaftspolitik.

Treier betonte die gemeinsamen Interessen von Mittelstand und Kammerorganisation: „DIHK und der Mittelstand sind die natürlichsten Verbündeten. Und hier legen wir das erste Augenmerk darauf, inwieweit die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs fair sind und die Regeln unserer Sozialen Marktwirtschaft eingehalten werden. Hier hat die Mobilitätsbranche in Deutschland, Europa und international eine zentrale Rolle. Umso mehr freut es uns, den engen Kontakt zum VSPV als dynamischen Mobilitätsverband zu pflegen.“

Tarifkorridor und Mindesttarif

Inhaltlich brachte der VSPV mehrere Kernforderungen in die Gespräche ein. Dazu gehören die Einführung von Tarifkorridoren und Mindesttarifen im Mietwagenverkehr, die aus Sicht des Verbandes für vergleichbare Wettbewerbsbedingungen sorgen sollen. Ebenso warb der Verband für das Konzept des ÖPNV-Taxis, das insbesondere in Regionen mit schwächerem Nahverkehrsangebot Mobilitätslücken schließen soll. Darüber hinaus fordert der VSPV eine Modernisierung des Personenbeförderungsgesetzes. Für beide Seiten markiert das Treffen den Beginn eines engeren Austauschs.

„Dies ist der Auftakt einer weiteren intensiven Zusammenarbeit. Gerade die Verkehrsausschüsse der IHKen sind der Ort, an dem sinnvolle Mobilitätspolitik aus der Praxis heraus gemacht wird. VSPV und DIHK kämpfen gemeinsam für einen fairen Wettbewerb in der Taxi- und Mietwagenbranche“, so Waltemate und Meinhardt.

Logobanner Liste (Views)