Volkswagens ID.Buzz fährt für Waymo – und für Uber
Noch sitzt bei den ersten Fahrten Sicherheitspersonal mit an Bord. Es ist eine Art Kompromiss zwischen Pioniergeist und Verantwortung, bevor 2026 erste kommerzielle Fahrten ganz ohne Fahrer angeboten werden sollen. Christian Senger, Chef von Volkswagens Sparte für autonomes Fahren, spricht von einem wichtigen Schritt hin zu „einer neuen Form der Mobilität“. Uber-Chef Dara Khosrowshahi nennt es einen „Meilenstein“.
Das ist PR, aber nicht ganz grundlos. Denn in der Realität ist das autonome Fahren längst kein leeres Versprechen mehr. In San Francisco, Phoenix und anderen Städten kurven bereits die Fahrzeuge von Waymo durch die Straßen – ganz ohne Fahrer. Die Google-Schwester hat derzeit über 700 selbstfahrende Fahrzeuge im Einsatz, allein 300 davon in der kalifornischen Tech-Metropole.
Freundliches „Gesicht“ – viel Technik dahinter
Volkswagen setzt mit dem ID.Buzz AD auf eine etwas andere Idee: nicht futuristisch-steril, sondern vertraut im Design, mit dem Charme eines modernen Bullis. Unter dem freundlich dreinblickenden Blech steckt jedoch komplexe Technik: Sensoren, Kameras, Lidar – eine Art Laserradar – und jede Menge Software sollen das Fahrzeug sicher durch den Stadtverkehr steuern.
In Deutschland bleibt das Ganze vorerst ein Fernziel. Zwar experimentiert auch Moia, die Mobilitätstochter von VW, mit autonomen Shuttles – etwa in Hamburg. Doch hierzulande ist das regulatorische Pflaster rauer und der Fortschritt dementsprechend langsamer.
(Leider) kein Fahrer mehr
Gleichwohl deutet sich an, wohin die Reise geht: In bestimmten urbanen Zonen, mit klar definierten Bedingungen, könnten Robotaxis möglicherweise künftig eine Lücke schließen – zwischen ÖPNV und privatem Pkw. Leider wird dann aber auch kein Fahrer mehr an Bord sein, der die Türe aufhält oder mit dem Gepäck zur Hand gehen kann. Ob der ID.Buzz AD mehr als ein PR-Versprechen einlösen kann, wird sich zeigen.
Dass das autonome Fahren des Volkswagen E-Bullis in den USA ausgerechnet mit Uber realisiert wird, stößt hierzulande zu Recht auf Kritik.
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