Waymo: Newsübersicht zum autonomen Robotaxi-Betrieb
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Dieser Artikel besteht aus folgenden Waymo News:
- Waymo: Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 in München starten - erstmals in der EU (26.08.2026)
- Gefahr fürs Taxi-Gewerbe - Waymo gibt in Sachen Ride-Sharing Gas (17.07.2026)
- Waymo setzt Robotaxi-Dienst nach Problemen auf überfluteten Straßen aus (22.05.2026)
- Autonome Mobilität: Waymo beschleunigt Expansion im Wettbewerb mit Tesla (03.02.2026)
- Frau bringt Kind in Waymo-Robotaxi zur Welt (11.12.2025)
- Autonom unterwegs: Waymo plant erste fahrerlose Taxis in Europa (16.10.2025)
- Waymo startet Pilotprojekt für Robotaxi-Fahrten am Flughafen San Francisco (23.09.2025)
- Teurer, später, trotzdem gefragt: Warum Fahrgäste trotzdem auf Waymos Robotaxis setzen (13.06.2025)
- Waymo will Robotaxi-Flotte mehr als verdoppeln (04.06.2025)
- Waymo erreicht 1 Million autonome Fahrten im Monat – Tesla plant Einstieg mit Robotaxi-Flotte (25.04.2025)
- Volkswagens ID.Buzz fährt für Waymo – und für Uber (25.04.2025)
- Leeres Waymo-Robotaxi blockiert Fast-Food-Autoschalter (10.04.2025)
- Falschparken auf Autopilot – Waymo-Taxis im Visier der Behörden (17.03.2025)
- Waymo erweitert Robotaxi-Betrieb im Silicon Valley (13.03.2025)
- Koop: Moove und Waymo wollen Zukunft urbaner Mobilität neu definieren (08.01.2025)
- Waymo-Robotaxis machen 150.000 Fahrten pro Woche (31.10.2024)
- Waymo-Robotaxis machen 100.000 Fahrten pro Woche (22.08.2024)
- Waymo-Robotaxis brauchen weniger Kameras und Radare (21.08.2024)
- Robotaxi-Firma Waymo stoppt Parkplatz-Hupkonzerte (14.08.2024)
- In den Gegenverkehr geraten: US-Polizist stoppt Waymo-Robo-Taxi (08.07.2024)
- Robotaxi-Firma Waymo jetzt ohne Warteliste in San Francisco (01.07.2024)
- Robotaxi-Firma Waymo mit zweiter Rückruf-Aktion (13.06.2024)
- US-Behörde weitet Untersuchung von Robotaxi-Firma Waymo aus (27.05.2024)
- Waymo verteidigt Robotaxi-Fahrt im Gegenverkehr (23.04.2024)
- Mob zündet Waymo-Robotaxi an (12.02.2024)
Waymo: Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 in München starten - erstmals in der EU
News vom 26.08.2026 von Redaktion (allg.)
In den kommenden Wochen beginnt der Anbieter mit Kartierung und Testfahrten. Zunächst sitzt noch geschultes Personal am Steuer, während das autonome Fahrsystem auf den Münchner Verkehr vorbereitet wird.
Waymo bereitet den Start eines vollautonomen Fahrdienstes in München vor. In den kommenden Wochen sollen erste Fahrzeuge auf den Straßen der bayerischen Landeshauptstadt zu sehen sein. Zunächst werden sie noch von Menschen gesteuert. Gegen Ende 2027 will der Anbieter seinen autonomen Fahrdienst für die Öffentlichkeit zugänglich machen.
Erst kartieren, dann autonom fahren
In der ersten Erprobungsphase will Waymo das Münchner Straßennetz kartieren und Testfahrten durchführen. Dabei sitzt speziell geschultes Fachpersonal am Steuer. Der Anbieter will sein autonomes Fahrsystem „Waymo Driver“ auf diese Weise auf die Besonderheiten des Münchner Verkehrs abstimmen.
Das Unternehmen verweist dabei auf Erfahrungen aus insgesamt mehr als 20 Millionen autonomen Fahrten. Zudem absolviert Waymo Hunderttausende kommerzielle Fahrten pro Woche.
Für München plant der Anbieter den Aufbau eines lokalen Flottenbetriebs und will dafür Arbeitsplätze schaffen. Wie groß die Flotte zum geplanten öffentlichen Start sein soll und wie viele Arbeitsplätze entstehen sollen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Genehmigungen stehen noch an
Bis zum kommerziellen Regelbetrieb sind weitere Schritte notwendig. Das Unternehmen steht mit Politik und Behörden auf verschiedenen Ebenen in Kontakt, um die erforderlichen Genehmigungen und Zulassungsschritte für Deutschland vorzubereiten.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte, verweist in der Mitteilung auf den bereits geschaffenen Rechtsrahmen für autonomes Fahren in Deutschland. Er sieht in den Plänen des Unternehmens zugleich ein Beispiel dafür, dass autonome Mobilitätsdienste hierzulande grundsätzlich im Regelbetrieb möglich sind.
Auch die Bayerische Staatskanzlei unterstützt den angekündigten Einstieg. Deren Leiter Florian Herrmann stellt weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen sowie den Abbau von Bürokratie und regulatorischen Hürden in Aussicht.
„München zählt weltweit zu den absoluten Top-Standorten für Mobilität und Technologie. Dass wir nun Teil dieser Stadt werden, ist ein bedeutender Schritt beim Ausbau unserer weltweiten Präsenz“, so Tekedra Mawakana, Co-CEO von Waymo. „Bei allen Schritten zur Vorbereitung unseres Fahrservices steht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger an oberster Stelle. Wir werden in den Aufbau eines lokalen Flottenbetriebs investieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und allen Menschen in München – egal ob sie hier leben oder zu Besuch sind – einen sicheren und zuverlässigen Service anbieten.“
Ergänzung zum bestehenden Verkehr
Waymo beschreibt den geplanten Dienst nicht als Ersatz für bestehende Verkehrsmittel. Das Angebot soll vielmehr den öffentlichen Nahverkehr sowie den Rad- und Fußverkehr in München ergänzen.
Auch Barrierefreiheit spielt in der Mitteilung eine Rolle. Maik Schubert, Geschäftsführer der Blindenführhundeschule Schubert & Wetzel, verbindet mit autonomen Fahrzeugen zusätzliche Möglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen. Insbesondere könnten sie Hürden reduzieren, denen Menschen mit Blindenführhunden bei klassischen Taxis und Fahrdiensten begegnen.
Waymo nennt Sicherheitsdaten
Für die Sicherheit seines Systems führt Waymo Daten aus mehr als 350 Millionen vollständig autonom gefahrenen Kilometern an. Das System verzeichnet im Vergleich zu menschlichen Fahrerinnen und Fahrern 16-mal weniger Unfälle mit Schwerverletzten.
Bei Fußgängerunfällen mit Personenschaden nennt der Anbieter einen Faktor von 14, bei Fahrradunfällen mit Personenschaden einen Faktor von sechs. Die Angaben stammen von Waymo selbst.
Was bedeutet das?
Mit München bereitet Waymo seinen Einstieg in den deutschen Markt schrittweise vor. Bis Fahrgäste tatsächlich ohne menschliches Fahrpersonal befördert werden können, stehen allerdings zunächst Kartierungs- und Testfahrten sowie Genehmigungs- und Zulassungsschritte an. Der angekündigte öffentliche Start gegen Ende 2027 bleibt damit ein Ziel des Unternehmens und kein bereits feststehender Termin für den Regelbetrieb. Für Flottenverantwortliche ist der Vorstoß vor allem deshalb relevant, weil Waymo zugleich einen lokalen Flottenbetrieb aufbauen will. (Quelle: Waymo)
Gefahr fürs Taxi-Gewerbe - Waymo gibt in Sachen Ride-Sharing Gas
News vom 17.07.2026 von Thomas Kanzler
Von den einstigen Ankündigungen, wie schnell das autonome Fahren und speziell die führerlosen Taxis unseren Alltag bereichern sollten, ist speziell in Europa nicht viel geblieben. Jetzt will der Waymo auch in Europa durchstarten – und wird zur Gefahr für das traditionelle Taxi.
Die Ankündigungen sind vager denn je – die Fortschritte auch. Doch Unternehmen wie Waymo, Baidu und Hyundai wollen die Fahrdienste in den kommenden Jahren endlich weltweit loslegen. In San Francisco sieht man die weißen Jaguar i-Pace seit Jahren autonom herumfahren – wenn ihnen nicht defekte Ampelanlagen oder überflutete Straßen einen Strich durch die Rechnung machen. In US-Städten wie Phoenix, Austin, Atlanta oder Los Angeles haben Unternehmen wie Zoox und insbesondere Waymo ihr Ride-Share-Angebot mittlerweile ausgebaut und auch in chinesischen Millionenagglomerationen wie Wuhan, Guangzhou oder Peking erweitert Tech-Riese Baidu sein Angebot autonom fahrender Taxis. Tesla hinkt hinterher und testet sein geplantes Autonom-Taxi aktuell in Austin / Texas, um Erfahrungen für den Serieneinsatz zu sammeln.
Die Mähr von „in die Jahre gekommenen“ Taxi-Gewerbe
In Europa und speziell in Deutschland sieht es mit autonomen Taxis bisher düster aus. Aus Sicht der Plattformbetreiber sind es fragwürdige staatliche Eingriffe, zu denen auch die jüngste höchstrichterliche Entscheidung über die Rückkehrpflicht zählt. Diese soll das angeblich in die Jahre gekommene Taxi-Gewerbe über Gebühr stärken. So würden bewusst versucht, Fahrdienstanbieter wie Uber aus dem Markt zu verdrängen.
Dass Plattformbetreiber wie Uber und Bolt das autonome Fahren forcieren, ist nachvollziehbar. Schließlich verfügen sie über enorme finanzielle Ressourcen und können in das autonome Fahren investieren. Es kommt diesem Geschäftsmodell zugute, auf die meist prekär bezahlten Fahrer gänzlich zu verzichten, um den Gewinn der Unternehmen langfristig weiter zu steigern. Die in diesem Zusammenhang geäußerte Kritik am Taxi-Gewerbe verfängt jedoch nur, wenn man die besondere Rolle des Taxis als Teil der öffentlichen Versorgung außer Acht lässt.
Waymo & Co. expandieren
„Inzwischen betreibt Waymo allein in den USA eine Flotte von circa 2.500 autonomen Fahrzeugen in fünf Metropolen. Diese Robotaxis kommen auf etwa 250.000 bezahlte Fahrten pro Woche, das sind 14 Millionen Fahrten pro Jahr“, erläutert Professor Andreas Herrmann, Direktor des Instituts für Mobilität der Uni St. Gallen, „schon ist die Rede davon, dass nicht nur weitere US-Cities erschlossen werden sollen, sondern auch London, Tokyo und einige deutsche Städte. Je mehr dieser selbstfahrenden Taxis im Einsatz sind und je häufiger sie gebucht werden, desto günstiger werden die Fahrtkosten.“
Die Autohersteller stehen seit Jahren zwischen den Fronten und haben mit den juristischen Rahmenbedingungen hierzulande ebenso zu kämpfen wie mit Infrastruktur und der zähen Regulierung durch Behörden. Doch der internationale Druck wird speziell aus den Vereinigten Staaten und China immer größer. Europa hat den Anschluss beim Thema Ride Sharing und führerlose Taxis längst verloren. Während hier zaghafte Testbetriebe auf Entwicklungsniveaus laufen, startet der Alltagsbetrieb in Nordamerika und China gleichermaßen durch. Besonders Waymo will durch seine groß angelegte Kooperation mit der Hyundai Motor Company nunmehr die nächste Stufe zünden. Sind in Austin oder San Francisco zumeist in die Jahre gekommenen Jaguar i-Pace mit dem bekannten Sensorornat unterwegs, um führerlos durch den Alltag zu kommen, so steigt Waymo nunmehr schrittweise auf die aktuellen Hyundai Ioniq 5 um. Dafür wird die sechste Generation der sogenannten Waymo Driver in die Elektromodelle der Südkoreaner implantiert – heißt, die Fahrzeuge sind vollautonom im Alltag unterwegs und können die Fahrgäste nach entsprechender Buchung per Smartphone an ihr Wunschziel bringen – ohne Fahrer.
Hyundai Ioniq 5 als Basis
Aktuell werden die Ioniq-5-Modelle im amerikanischen Metaplant-Werk der Hyundai Motor Group in Georgia gefertigt und dann schrittweise die Jaguar-Modelle ergänzen, die der indisch-britische Autobauer längst aus seinem Programm gestrichen hat. Erste Ioniq 5 sind bereits seit dem Jahreswechsel im Testlauf on Tour.
„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Hyundai, während wir unsere Mission, der vertrauenswürdigste Fahrer der Welt zu sein, vorantreiben“, sagt Tekedra Mawakana, CEO von Waymo, „der Fokus von Hyundai auf Nachhaltigkeit und eine starke Roadmap für Elektrofahrzeuge macht sie zu einem großartigen Partner für uns, da wir unseren vollständig autonomen Service mehr Fahrern an mehr Orten zugänglich machen können.“
Waymo hatte sich bei einer Vielzahl von Autohersteller nach einem neuen Trägerfahrzeug erkundigt und dabei deutlich mehr Auswahl als vor sechs Jahren, als kaum Firmen ein entsprechendes Elektromodell zur Verfügung stellen konnten. Vor zwei Jahren entschied sich das Tochterunternehmen des Alphabet-Konzerns schließlich für die Südkoreaner, die ihre Ioniq 5 mit spezifischen Modifikationen wie elektrischen Türen oder einer redundanten Hardware versehen.
„Die transformative Technologie von Waymo verbessert die Verkehrssicherheit dort, wo sie tätig sind und der Ioniq 5 ist das ideale Fahrzeug, um dies weiter zu skalieren“, unterstreicht Hyundai-CEO José Muñoz, „das Team in unserer neuen Produktionsstätte ist bereit, eine beträchtliche Anzahl von Fahrzeugen für die Waymo One-Flotte bereitzustellen, während diese weiter wächst. Wichtig ist, dass dies der erste Schritt in der Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen ist, und wir prüfen aktiv zusätzliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit.“
800 Volt Bordnetz verspricht kurze Ladezeiten
Durch die neue Plattform und Sensortechnik gibt es nicht allein mehr Möglichkeiten bei der Echtzeit-Vernetzung, sondern auch ein 800-Volt-Bordnetz, das Lade- und damit Standzeiten deutlich reduziert. Im Innern bietet der elektrische Hyundai Ioniq 5 zudem mehr Platz für Gepäck und Personen als der bisherige Jaguar i-Pace.
„Wir haben kürzlich den Start des Geschäftsbereichs Autonomous Vehicle Foundry der Hyundai Motor Company angekündigt, um globalen Unternehmen für autonomes Fahren Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, die in der Lage sind, autonome Fahrtechnologie der SAE-Stufe vier oder höher zu implementieren“, erläutert Chang Song, verantwortlich für die Advanced Vehicle Plattform von Hyundai, „es gibt keinen besseren Partner für unsere erste Vereinbarung in dieser Initiative als den Branchenführer Waymo.“
Waymo setzt jedoch nicht allein auf Hyundai und den Ioniq 5. Auch General Motors will autonome Fahrzeuge in die Waymo-Flotte einbringen, die sukzessive auf immer mehr US-Städte ausgeweitet werden soll.
Auto ohne Fahrer in den variablen Kosten günstiger
In deutschen Metropolen tut sich noch wenig, wenn es um das führerlose Fahren geht. In Hamburg ist bei der VW-Tochter Moia nach wie vor ein Sicherheitsfahrer an Bord und in München startet erst aktuell ein Projekt, mit dem Uber, Nvidia und das Start-Up Autobrains gemeinsam autonome Taxidienste testen. Professor Andreas Herrmann:
„Da Robotaxis keinen Fahrer benötigen, sind sie bei den variablen Kosten von traditionellen Taxis sowieso kaum zu schlagen. Daher gilt: Sofern es gelingt, die Robotaxis möglichst gut auszulasten, entsteht eine Kostendynamik, die diesen Service besonders attraktiv macht. Kein Wunder also, dass Waymo Gas gibt.“
China fährt auch hier vorweg, denn bereits vor Jahren unterstrich die chinesische Regierung unter Präsident Xi Jinping, dass man nicht allein bei alternativen Antrieben, sondern gerade auch beim Thema Fahrerassistenz und autonomen Fahren die weltweite Führung übernehmen wolle. Das ist nicht zuletzt durch milliardenschwere Investitionen in Infrastruktur sowie der Unterstützung heimischer Unternehmen, die in Bereichen wie Software und Sensorik arbeiten, längst geschehen.
Marktführer sind aktuell mit großem Abstand Didi Chuxing, die 2016 das China-Geschäft von Uber übernommen haben sowie Amap, die in verschiedene Ride-Share-Dienste in einer App kombinieren. T3 Chuxing ist in vielen der Metropolen vertreten und arbeitet dabei ähnlich wie Hyundai / Uber mit den Autoherstellern FAW, Dongfeng und Changan zusammen. Cao Cao geht noch einen Schritt weiter und gehört als Fahrdienst allein dem Autokonzern Geely, der auch an Marken wie Mercedes, Volvo, Lotus oder Polestar beteiligt ist.
Was bedeutet das fürs Taxi?
Die Taxi-Verbände – allen voran der BVTM (Bundesverband Taxi und Mietwagen) – zeigen sich gegenüber dem autonomen Taxi offen und wollen selbstverständlich bei der Regulierung ein „Wörtchen” mitreden. Der Robotaxi-Markt wird jedoch wahrscheinlich von internationalen Unternehmen bestimmt werden, die über die finanziellen Ressourcen verfügen, um die enorm teuren Fahrzeuge anzuschaffen und zu betreiben. Das meist kleinteilig organisierte Taxi-Gewerbe droht hier (erneut), auf der Strecke zu bleiben.
In Kooperation mit: Stefan Grundhoff; press-inform
Waymo setzt Robotaxi-Dienst nach Problemen auf überfluteten Straßen aus
News vom 22.05.2026 von Kathrin Köstner
(dpa) Zwei Fahrzeuge blieben in Atlanta und San Antonio im Hochwasser stecken. Der Anbieter arbeitet nach eigenen Angaben an Software-Anpassungen und pausiert zudem Autobahnfahrten in mehreren US-Städten.
Waymo hat seinen Robotaxi-Dienst in Atlanta im Bundesstaat Georgia sowie in San Antonio im Bundesstaat Texas vorübergehend ausgesetzt. Nach Angaben des Unternehmens waren zwei selbstfahrende Fahrzeuge nach starken Regenfällen auf überfluteten Straßen steckengeblieben. Der Betrieb soll erst wieder aufgenommen werden, wenn sich die Straßenverhältnisse verbessert haben.
Am Mittwoch sei in Atlanta ein autonom fahrendes Fahrzeug ohne Passagiere in einen überfluteten Straßenabschnitt gefahren und dort steckengeblieben. Ein ähnlicher Vorfall habe sich bereits im April in San Antonio ereignet. Wie das Unternehmen mitteilte, habe die Software Schwierigkeiten, die Tiefe von Wasser auf überfluteten Fahrbahnen zuverlässig zu erkennen.
Software-Update für 3.800 Fahrzeuge
Bereits in der vergangenen Woche habe Waymo ein Software-Update für rund 3.800 Fahrzeuge eingespielt, um die Problematik zu entschärfen. Die Anpassungen reichten jedoch noch nicht aus. Nach Unternehmensangaben werde weiterhin an Verbesserungen gearbeitet.
Zur Einschätzung der Straßenbedingungen beobachte Waymo unter anderem Wetterwarnungen. Im Fall des Vorfalls in Atlanta sei das Fahrzeug allerdings steckengeblieben, bevor eine entsprechende Wetterwarnung vorgelegen habe.
Expansion in neue Märkte
Waymo führt nach eigenen Angaben derzeit rund 500.000 Fahrten mit Passagieren pro Monat durch. Ursprünglich war der Dienst vor allem in sonnenreichen Regionen wie Phoenix im Bundesstaat Arizona sowie in San Francisco gestartet. Mit der schrittweisen Ausweitung in weitere Städte seien jedoch auch Gebiete mit komplexeren Wetterbedingungen hinzugekommen.
Zusätzlich pausiert das Unternehmen in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Miami den erst Ende 2025 gestarteten Betrieb auf Autobahnen. Hintergrund seien Optimierungen der Software im Umgang mit bestimmten Baustellensituationen. Die Autobahnfahrten sollen nach Abschluss der Anpassungen zeitnah wieder aufgenommen werden. (Quelle: dpa)
Autonome Mobilität: Waymo beschleunigt Expansion im Wettbewerb mit Tesla
News vom 03.02.2026 von Kathrin Köstner
(dpa) Mit frischem Kapital treibt Waymo den Ausbau fahrerloser Robotaxis voran, während Tesla auf eine kostengünstigere Technologie setzt.
Im Wettbewerb um den Markt für fahrerlose Robotaxis hat Waymo seine finanzielle Basis deutlich ausgebaut. Das zur Alphabet-Gruppe gehörende Unternehmen sammelte in einer aktuellen Finanzierungsrunde 16 Milliarden US-Dollar ein und wurde dabei mit insgesamt 126 Milliarden US-Dollar bewertet.
Nach Angaben des Unternehmens soll das Kapital vor allem für eine beschleunigte Expansion der autonomen Fahrdienste genutzt werden. Waymo betreibt derzeit Robotaxis ohne Sicherheitsfahrer, die wöchentlich mehr als 400.000 bezahlte Fahrten absolvieren. Das Angebot besteht in sechs Städten in den Vereinigten Staaten sowie im Silicon Valley.
Parallel treibt Waymo die internationale Erprobung seiner Technologie voran. Fahrzeuge des Unternehmens sind bereits zu Testzwecken in London und Tokio unterwegs. Insgesamt haben die autonomen Fahrzeuge von Waymo bislang 127 Millionen Meilen zurückgelegt.
Im Vergleich dazu befindet sich der Konkurrent Tesla noch in einer frühen Phase. In der texanischen Stadt Austin sind nur wenige fahrerlose Fahrzeuge im Einsatz, die bislang von Aufsichtspersonen begleitet wurden. Tesla verfolgt dabei einen anderen technologischen Ansatz und setzt ausschließlich auf Kamerasysteme, während Waymo zusätzlich Laser-Radare und weitere Sensoren verwendet.
Fachleute äußern Zweifel, ob der kamerabasierte Ansatz ausreichend Sicherheit bietet. Sollte die Strategie jedoch erfolgreich sein, könnte Tesla von deutlich geringeren Kosten profitieren. (Quelle: dpa)
Frau bringt Kind in Waymo-Robotaxi zur Welt
News vom 11.12.2025 von Thomas Kanzler
(dpa) Eine Geburt im Auto ist selten, kommt aber schon mal vor. In San Francisco war die Situation für die gebärende Frau noch ungewöhnlicher: Sie war in einem Robotaxi ohne Mensch am Steuer unterwegs.
Eine Frau in San Francisco hat ein Kind in einem fahrerlosen Robotaxi der Google-Schwesterfirma Waymo zur Welt gebracht. Mutter und Baby kamen danach wohlauf in einem Krankenhaus an, wie Waymo mitteilte.
Die Frau sei in dem Auto bereits auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen, als das Service-Team von Waymo eine „ungewöhnliche Aktivität“ bemerkt habe, hieß es. Daraufhin habe man sie im Fahrzeug kontaktiert - und auch die Rettungsdienste informiert. Das Robotaxi sei jedoch schneller in der Klinik angekommen, als es von einem Rettungswagen habe erreicht werden können.
Kein Mensch am Lenkrad
Die zu Robotaxis umgebauten Jaguar-Elektroautos von Waymo mit auffälligen Sensoren auf dem Dach gehören zum Stadtbild in San Francisco. Sie fahren von Software gesteuert ohne einen Menschen am Steuer und werden per App bestellt. Die Fahrzeuge haben eine Kamera im Innenraum, unter anderem um Vandalismus zu vermeiden und die Sauberkeit im Blick zu haben.
Waymo hat in mehreren US-Städten rund 2.500 Robotaxis. Schwerpunkte sind San Francisco und das anliegende Silicon Valley mit etwa 1.000 Fahrzeugen und Los Angeles mit rund 700. Die Google-Schwesterfirma ist damit klarer Marktführer in dem neuen Geschäft.
Herausforderer Tesla
Der von Elon Musk geführte Elektroauto-Hersteller Tesla will zur Nummer eins werden und setzt dabei unter anderem auf einen Kostenvorteil: Die Wagen sollen ihre Umgebung nur mit Kameras erfassen. Waymo und andere Entwickler setzen dagegen für mehr Sicherheit auch auf teurere Technik wie Laserradare, die die Umgebung abtasten. Tesla kommt bisher auf einige Dutzend Robotaxis am Firmensitz im texanischen Austin, wo die Wagen bisher mit einem Aufpasser im Beifahrersitz unterwegs sind.
Autonom unterwegs: Waymo plant erste fahrerlose Taxis in Europa
News vom 16.10.2025 von Kathrin Köstner
Das Alphabet-Unternehmen treibt seine Expansion nach Europa voran. In Kooperation mit Moove und Jaguar Land Rover entsteht ein Ride-Hailing-Dienst, der Londons Mobilitätsmix ergänzen und zugleich die Verkehrssicherheit verbessern soll.
Der US-Autonomie-Spezialist Waymo plant, seinen fahrerlosen Ride-Hailing-Dienst im Jahr 2026 in London zu starten. Das Unternehmen, eine Tochter des Alphabet-Konzerns, will damit erstmals in Europa ein kommerzielles Angebot ohne Sicherheitsfahrer aufbauen.
Vorbereitung und Partnerschaften
In den kommenden Monaten soll die technische und organisatorische Basis für den Betrieb geschaffen werden. Waymo arbeitet dabei mit dem Flottenbetreiber Moove zusammen und steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit lokalen und nationalen Behörden, um die erforderlichen Genehmigungen für den kommerziellen Betrieb zu erhalten. Der Dienst soll über die Waymo-App buchbar sein und in das bestehende Verkehrssystem Londons integriert werden.
Erfahrungen aus den USA
In den Vereinigten Staaten ist Waymo bereits mit autonom fahrenden Fahrzeugen unterwegs. Nach Unternehmensangaben hat das System „Waymo Driver“ mehr als 100 Millionen autonome Meilen auf öffentlichen Straßen absolviert und über zehn Millionen bezahlte Fahrten durchgeführt.
Technologische Basis und Entwicklung in Großbritannien
London und Oxford dienen Waymo als internationale Entwicklungsstandorte. Dort arbeitet das Unternehmen an großangelegten Simulationsverfahren, die als Testumgebung für die Weiterentwicklung autonomer Fahrfunktionen genutzt werden. Für den Betrieb in London sollen vollelektrische Fahrzeuge vom Typ Jaguar I-PACE eingesetzt werden, die mit dem Waymo Driver-System ausgestattet sind. Die Fahrzeuge entstehen in Kooperation mit Jaguar Land Rover, einem langjährigen Partner des Unternehmens.
Fokus auf Sicherheit und Verkehrspolitik
Waymo sieht seine Technologie als Beitrag zu Londons Verkehrssicherheitszielen. Nach internen Auswertungen sind die autonomen Fahrzeuge des Unternehmens fünfmal seltener in Unfälle mit Verletzten und zwölfmal seltener in Unfälle mit Fußgängern verwickelt als menschliche Fahrer. Das britische Verkehrsministerium unterstützt den geplanten Start im Rahmen eines Pilotprogramms, das die Entwicklung und Einführung autonomer Fahrzeuge im Vereinigten Königreich fördern soll.
Potenzial für Barrierefreiheit
Der Einsatz autonomer Fahrzeuge wird auch als Chance gesehen, die Mobilität für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Vertreter von Interessenverbänden betonen, dass fahrerlose Transportsysteme insbesondere blinden und sehbehinderten Personen mehr Unabhängigkeit im Alltag ermöglichen könnten. (Quelle: Waymo)
Waymo startet Pilotprojekt für Robotaxi-Fahrten am Flughafen San Francisco
News vom 23.09.2025 von Kathrin Köstner
Schrittweise Tests mit Sicherheitsfahrern, internen Passagieren und später zahlenden Kunden sollen den Weg für den regulären Einsatz autonomer Fahrzeuge am SFO ebnen.
Waymo hat die Genehmigung erhalten, autonome Fahrdienste am San Francisco International Airport (SFO) anzubieten. Grundlage ist eine Vereinbarung zwischen dem Flughafen und dem Unternehmen, die Test- und Betriebsphasen vorsieht.
Stufenweise Einführung
Der Ablauf ist in drei Schritte gegliedert: Zunächst werden Testfahrten mit Sicherheitsfahrern durchgeführt. Anschließend folgen fahrerlose Testfahrten mit Mitarbeitern von Waymo und des Flughafens als Passagiere. Nach Abschluss dieser Phasen ist ein regulärer Betrieb für zahlende Kunden geplant.
„Die Genehmigung für Waymo bietet den Passagieren eine neue und innovative Transportmöglichkeit, die die Zuverlässigkeit und den Komfort liefert, den Reisende bei ihrer An- und Abreise am SFO erwarten“,
sagt Airport-Direktor Mike Nakornkhet.
Vorausgehende Genehmigung
Die nun erteilte Erlaubnis baut auf einer Entscheidung vom März dieses Jahres auf. Damals hatte San Franciscos Bürgermeister Waymo die digitale Kartierung der Zufahrten zum Flughafen gestattet.
Bestehender Betrieb in der Bay Area
Waymo ist bereits im San Mateo County, in dem sich der Flughafen befindet, sowie in Teilen San Franciscos aktiv. Bisher war es dem Unternehmen jedoch nicht gestattet, Fahrgäste direkt zum oder vom Flughafen zu befördern.
Fahrzeugflotte und Nutzungszahlen
Seit dem Start in San Francisco im August 2023 hat Waymo seine Präsenz ausgebaut. In der Bay Area sind inzwischen mehr als 800 autonome Fahrzeuge unterwegs. Allein im August 2025 wurden in San Francisco über 312.000 Fahrten durchgeführt. (Quelle: Waymo)
Teurer, später, trotzdem gefragt: Warum Fahrgäste trotzdem auf Waymos Robotaxis setzen
News vom 13.06.2025 von Thomas Kanzler
Los Angeles/San Francisco – Wer sich in Kalifornien ein Taxi ohne Fahrer bestellt, zahlt nicht nur mehr – er wartet auch länger. Dennoch wächst das Interesse an Waymos Robotaxis. Eine aktuelle Studie der Analysefirma Obi zeigt: Die autonome Konkurrenz zu Uber und Lyft hat ihren Preis. Und trotzdem ihre Kundschaft.
In Los Angeles etwa liegt der Durchschnittspreis pro Kilometer bei Waymo bei 11,22 US-Dollar. Damit ist die Fahrt rund 41 Prozent teurer als mit Lyft (7,99 Dollar) und etwa 34 Prozent über dem Durchschnitt bei Uber (8,36 Dollar). Besonders in den Abendstunden weitet sich die Preisdifferenz aus. Während der Rushhour können Waymo-Fahrten im Schnitt bis zu 11 Dollar teurer sein – bei gleichzeitig längeren Wartezeiten. Das zeigt: Auch wenn der Algorithmus am Steuer sitzt, gelten weiter die Regeln von Angebot und Nachfrage. Die Flotte der Robotaxis ist begrenzt, gerade in Stoßzeiten steigen die Preise entsprechend.
Technik schlägt Preis
Die Studie basiert auf 90.000 erfassten Fahrtangeboten aus San Francisco und Los Angeles im Zeitraum März bis April 2025. Zusätzlich hat Obi Nutzerinnen und Nutzer in Phoenix, Los Angeles und San Francisco zu ihren Erfahrungen und Erwartungen befragt. Überraschendes Ergebnis: 80 Prozent der Befragten nennen „Freude an neuer Technik“ als Hauptgrund für die Nutzung. Damit überwiegt offenbar die Faszination gegenüber praktischen Erwägungen wie Kosten oder Schnelligkeit.
Auch beim Thema Vertrauen liefert die Studie aufschlussreiche Zahlen. Fast die Hälfte der befragten Männer würde einem Waymo-Taxi sogar ihre Kinder anvertrauen – bei den Frauen lag der Anteil etwas niedriger. Dennoch sprachen sich insgesamt mehr als 70 Prozent der Befragten dafür aus, Waymo gegenüber herkömmlichen Fahrdiensten zu bevorzugen. Bedenken bleiben, vor allem beim Thema Sicherheit: 74 Prozent der Teilnehmenden gaben dies als größte Sorge an.
Begeisterung trotz höherer Fahrtkosten
Dass Kunden bereit sind, im Schnitt 9 bis 11 Dollar mehr für eine Fahrt zu zahlen, überrascht selbst die Macher der Studie. Ashwini Anburajan, Chief Revenue Officer bei Obi, sagte gegenüber TechCrunch:
„Ich hätte nicht erwartet, dass die Verbraucher bereit sind, bis zu 10 Dollar mehr zu bezahlen. Ich denke, das spricht für ein echtes Gefühl der Begeisterung für Technologie, Neuheiten und eine echte Vorliebe, manchmal ohne Fahrer im Auto zu sitzen.“
Ein Preisverfall im klassischen Taxigeschäft durch Robotaxis ist bislang nicht zu beobachten – im Gegenteil. Der Markt testet derzeit eher aus, wie viel Autonomie den Menschen wert ist. Für Waymo dürfte das ein positives Signal sein.
Die Situation in den USA ist schwer mit der in Deutschland vergleichbar. Obi nahm für die Studie in den USA die Preise der Plattformbetreiber wie Uber und Bolt zum Vergleich. In Deutschland scheint Uber hingegen eines der Unternehmen zu sein, dass zukünftig autonome Taxis einführen will. Das Taxigewerbe hierzulande muss die Entwicklung aufmerksam beobachten.
Waymo will Robotaxi-Flotte mehr als verdoppeln
News vom 04.06.2025 von Thomas Kanzler
(dpa) Mit gut 1.500 Robotaxis kommt die Google-Schwesterfirma auf über 250.000 Fahrten mit Passagieren pro Woche. Bis Ende kommenden Jahres sollen mehr als 2.000 weitere autonome Wagen hinzukommen.
Die führende Robotaxi-Firma Waymo aus dem Google-Konzern will im kommenden Jahr die Zahl ihrer Fahrzeuge mehr als verdoppeln. Aktuell macht Waymo mit über 1.500 Robotaxis mehr als 250.000 Fahrten mit Passagieren pro Woche in vier US-Städten. Bis Ende kommenden Jahren sollen mehr als 2.000 weitere Jaguar-Elektrofahrzeuge zu selbstfahrenden Autos umgebaut werden, wie Waymo in einem Blogeintrag ankündigte.
Außerdem sollen demnächst Fahrzeuge auf Basis eines Modells der chinesischen Automarke Zeekr in die Flotte kommen. Mit der Zeit soll das Werk in Arizona «zehntausende» selbstfahrende Autos pro Jahr produzieren können, hieß es. Einen Zeitraum dafür nannte Waymo nicht.
Tesla in den Startlöchern
Im Juni könnte Waymo einen neuen Konkurrenten bekommen: Tesla will mit zunächst 10 bis 20 Fahrzeugen einen Robotaxi-Dienst im texanischen Austin starten. Tesla-Chef Elon Musk betont, dass aus seiner Sicht die meisten neuen Autos des Konzerns alles Nötige an Bord haben, um mit entsprechender Software autonom zu fahren. Deswegen kündigt er an, dass bald Millionen selbstfahrende Teslas auf den Straßen sein würden. Experten und Konkurrenten haben allerdings Zweifel. Denn Musk will sich nur auf Kameras verlassen, während Waymo und andere Robotaxi-Entwickler zusätzlich unter anderem teurere Laser-Radare einsetzen, die die Umgebung abtasten. Es gibt Bedenken, dass die Kameras nicht genug Informationen für verlässliches autonomes Fahren erfassen könnten. Musk weist das zurück.
Waymo erreicht 1 Million autonome Fahrten im Monat – Tesla plant Einstieg mit Robotaxi-Flotte
News vom 25.04.2025 von Kathrin Köstner
(dpa) Während Waymo in mehreren Städten autonome Fahrdienste etabliert, bereitet Tesla den Launch eines eigenen Robotaxi-Dienstes vor. Unterschiedliche Technologien und Strategien prägen das Rennen um den Zukunftsmarkt des autonomen Fahrens.
Die Google-Schwesterfirma Waymo baut ihr Robotaxi-Geschäft weiter aus und verzeichnet mittlerweile über 250.000 Fahrten pro Woche mit zahlenden Passagieren. Das teilte Alphabet-CEO Sundar Pichai im Rahmen einer Analystenkonferenz mit.
Ausbau des Dienstes in den USA
Erst Ende Februar 2025 hatte Waymo die Marke von 200.000 wöchentlichen Fahrten erreicht. Seither wurde der Dienst geografisch erweitert. In Austin nahm Waymo den Betrieb über die Plattform des Fahrdienstvermittlers Uber auf. Zudem wurde die bisherige Service-Region von San Francisco in Richtung Silicon Valley ausgeweitet. Für das kommende Jahr ist ein Start des fahrerlosen Angebots in Washington, D.C. geplant.
Waymo erwägt Einsatz in Privatfahrzeugen
Langfristig könnte Waymo seine Technologie auch außerhalb des kommerziellen Robotaxi-Betriebs einsetzen. Pichai sprach in der Analystenkonferenz erstmals die Möglichkeit an, autonome Fahrfunktionen künftig auch für Fahrzeuge in Privatbesitz verfügbar zu machen. Ziel sei es, die Fahrsoftware kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Konkurrenz kündigt Einstieg an
Während Waymo seinen Betrieb ausweitet, bereiten andere Unternehmen ihren Einstieg in den Robotaxi-Markt vor. Volkswagen kündigte kürzlich an, ab 2026 autonome Fahrzeuge über Uber auf US-Straßen bringen zu wollen. Auch Tesla plant ab Ende Juni 2025 den Start eines Robotaxi-Dienstes in Austin, zunächst mit 10 bis 20 Fahrzeugen des Modells Y.
Tesla setzt auf eigene Robotaxi-Plattform
Tesla-CEO Elon Musk kündigte zudem an, dass bis Jahresende in mehreren US-Städten autonome Fahrfunktionen für private Tesla-Fahrzeuge freigeschaltet werden sollen. Musk geht davon aus, dass ein Großteil der aktuellen Tesla-Flotte bereits über die notwendige Hardware für vollautonomes Fahren verfügt. Er strebt einen Marktanteil von über 90 Prozent im Robotaxi-Sektor an.
Unterschiedliche technologische Ansätze
Im Gegensatz zu Waymo setzt Tesla ausschließlich auf Kameras zur Umfelderkennung. Waymo verwendet zusätzlich Lidar-Sensoren (Laser-Radar), die eine detaillierte Abtastung der Umgebung ermöglichen. Diese Technologie erhöht zwar die Kosten pro Fahrzeug, liefert jedoch umfassendere Sensordaten für die Fahrsoftware.
Regulatorische Entwicklungen
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA plant, die Berichtspflichten für Unfälle mit Fahrassistenzsystemen zu lockern. Davon könnte insbesondere Tesla profitieren, da das Unternehmen wegen seines „Autopilot“-Systems in mehreren Fällen unter behördlicher Beobachtung steht. Medienberichten zufolge sind die Aktivitäten der Behörde teilweise von Kürzungen im Zuge von Sparmaßnahmen bei Tesla betroffen.
Volkswagens ID.Buzz fährt für Waymo – und für Uber
News vom 25.04.2025 von Thomas Kanzler
Das Auto fährt vor, die Tür öffnet sich – kein Mensch sitzt am Steuer. Was vor Jahren noch nach Zukunftsmusik klang, rollt nun in einigen US-Städten auf den Asphalt. Und Volkswagen will mitspielen: Ende dieses Jahres soll in Los Angeles die Testphase für den ID.Buzz AD beginnen, einer autonomen Version des bekannten Elektro-Kleinbusses. Partner auf diesem Weg ist kein Geringerer als Uber.
Noch sitzt bei den ersten Fahrten Sicherheitspersonal mit an Bord. Es ist eine Art Kompromiss zwischen Pioniergeist und Verantwortung, bevor 2026 erste kommerzielle Fahrten ganz ohne Fahrer angeboten werden sollen. Christian Senger, Chef von Volkswagens Sparte für autonomes Fahren, spricht von einem wichtigen Schritt hin zu „einer neuen Form der Mobilität“. Uber-Chef Dara Khosrowshahi nennt es einen „Meilenstein“.
Das ist PR, aber nicht ganz grundlos. Denn in der Realität ist das autonome Fahren längst kein leeres Versprechen mehr. In San Francisco, Phoenix und anderen Städten kurven bereits die Fahrzeuge von Waymo durch die Straßen – ganz ohne Fahrer. Die Google-Schwester hat derzeit über 700 selbstfahrende Fahrzeuge im Einsatz, allein 300 davon in der kalifornischen Tech-Metropole.
Freundliches „Gesicht“ – viel Technik dahinter
Volkswagen setzt mit dem ID.Buzz AD auf eine etwas andere Idee: nicht futuristisch-steril, sondern vertraut im Design, mit dem Charme eines modernen Bullis. Unter dem freundlich dreinblickenden Blech steckt jedoch komplexe Technik: Sensoren, Kameras, Lidar – eine Art Laserradar – und jede Menge Software sollen das Fahrzeug sicher durch den Stadtverkehr steuern.
In Deutschland bleibt das Ganze vorerst ein Fernziel. Zwar experimentiert auch Moia, die Mobilitätstochter von VW, mit autonomen Shuttles – etwa in Hamburg. Doch hierzulande ist das regulatorische Pflaster rauer und der Fortschritt dementsprechend langsamer.
(Leider) kein Fahrer mehr
Gleichwohl deutet sich an, wohin die Reise geht: In bestimmten urbanen Zonen, mit klar definierten Bedingungen, könnten Robotaxis möglicherweise künftig eine Lücke schließen – zwischen ÖPNV und privatem Pkw. Leider wird dann aber auch kein Fahrer mehr an Bord sein, der die Türe aufhält oder mit dem Gepäck zur Hand gehen kann. Ob der ID.Buzz AD mehr als ein PR-Versprechen einlösen kann, wird sich zeigen.
Dass das autonome Fahren des Volkswagen E-Bullis in den USA ausgerechnet mit Uber realisiert wird, stößt hierzulande zu Recht auf Kritik.
Leeres Waymo-Robotaxi blockiert Fast-Food-Autoschalter
News vom 10.04.2025 von Thomas Kanzler
(dpa) Robotaxis von Waymo kommen (meist) lässig durch den dichten Straßenverkehr in US-Städten wie San Francisco oder Los Angeles. Doch der Autoschalter eines Fast-Food-Lokals war für einen der Wagen unüberwindbar.
Ein verirrtes Robotaxi der Google-Schwesterfirma Waymo hat für einen Stau am Autoschalter eines Fast-Food-Restaurants in Los Angeles gesorgt. Der fahrerlose Wagen fuhr ohne Passagier in die Drive-Thru-Spur einer Filiale der Hühnchen-Kette Chick-fil-A - und blieb dort stehen. Nach einer halben Stunde Wartezeit sei der Autoschalter geschlossen worden, damit Waymo das Fahrzeug entfernen konnte, berichtete ein Augenzeuge dem Lokalsender KTLA. Auf seinem Video ist zu sehen, wie das Robotaxi zunächst versucht, rückwärts aus der Autoschalter-Spur zu fahren und dann aufgibt. (Youtube-Waymo an Drive Thru)
Waymo erklärte, der Wagen habe einen Fahrgast an dem Lokal abgesetzt - und habe dann den engen Parkplatz umringt von anderen Autos nicht mehr verlassen können. Man aktualisiere die Software, damit so etwas in Zukunft nicht mehr passiere.
Karussell im Kreisverkehr
Waymo ist der mit Abstand erfolgreichste Entwickler selbstfahrender Autos. Die Firma, die aus Googles Roboterauto-Programm hervorging, ist in mehreren US-Städten aktiv und macht inzwischen rund 200.000 Fahrten mit Passagieren pro Woche. Die Fahrzeuge navigieren souverän durch komplexen Straßenverkehr. Einige ungewöhnliche Situationen, die Menschen zum Beispiel durch Kommunikation mit anderen Fahrern lösen könnten, bringen sie aber aus dem Konzept. Die Robotaxis bleiben dann oft einfach stehen.
So wurde ein Waymo-Wagen in San Francisco dabei beobachtet, wie er die Durchfahrt auf einem Parkplatz versperrte, weil er sie wegen eines großen Fahrzeugs als zu eng einschätzte. Schlimmer noch für den Fahrer dahinter: Er wurde wenig später von einem weiteren Robotaxi blockiert, das ebenfalls stehenblieb. In einem anderen Fall wurde ein Waymo-Fahrzeug dabei gefilmt, wie es in einem Kreisverkehr Runden drehte, ohne ihn zu verlassen. Solche Situationen sind zwar selten - sorgen dann aber für Ärger bei Anwohnern. (Youtube-Waymo in Kreisverkehr)
Falschparken auf Autopilot – Waymo-Taxis im Visier der Behörden
News vom 17.03.2025 von Thomas Kanzler
Autonome Fahrzeuge sollen den Stadtverkehr effizienter und sicherer machen. Doch in San Francisco und Los Angeles geraten die Robotaxis von Waymo zunehmend wegen Parkverstößen in den Fokus. Die von der Alphabet-Tochter betriebenen Fahrzeuge erhielten allein in San Francisco im Jahr 2024 insgesamt 589 Strafzettel wegen Falschparkens. Die verhängten Bußgelder summierten sich dort auf 65.065 US-Dollar.
Problemzone San Francisco - in der kalifornischen Metropole sind rund 300 fahrerlose Fahrzeuge von Waymo im Einsatz. Statistisch betrachtet wurde also fast jedes Fahrzeug mindestens zweimal belangt. Die Verstöße betrafen in erster Linie das Parken in gesperrten Bereichen zur Straßenreinigung, das Blockieren des Verkehrs sowie das Halten in verbotenen Zonen.
Waymo verweist darauf, dass die Fahrzeuge so programmiert seien, dass sie bei der Aufnahme oder dem Ausstieg von Fahrgästen möglichst sichere Optionen für das Halten wählen. Die meisten Verstöße entstünden in genau diesen Situationen. So könne es vorkommen, dass ein Waymo-Fahrzeug eine Halteverbotszone oder eine Ladezone kurzfristig nutzt, anstatt erst einen weiter entfernten Parkplatz zu suchen.
Auch in Los Angeles sind autonome Taxis im Einsatz. Dort sind die Zahlen jedoch deutlich niedriger: 75 Strafzettel führten zu Bußgeldern in Höhe von 543 US-Dollar. Zum Vergleich: In San Francisco wurden im Jahr 2024 insgesamt 1,2 Millionen Strafzettel an Falschparker ausgestellt, mit einer Gesamtsumme von 119 Millionen Dollar.
Regulierung und Reaktionen
Die Parkverstöße der Waymo-Taxis werden bislang genauso geahndet wie die von konventionellen Fahrzeugen. Während Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung grundsätzlich einem Fahrer zugeordnet werden müssen, gelten für das Parken dieselben Regeln – unabhängig davon, ob ein Mensch oder eine Software das Fahrzeug steuert.
Waymo hat angekündigt, die Situation verbessern zu wollen. Die Fahrzeuge sollen künftig noch besser darin werden, sich an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und alternative Haltemöglichkeiten zu erkennen. Dass sich die Behörden weiter mit der Problematik beschäftigen werden, dürfte jedoch absehbar sein. Ein kalifornisches Gesetz sieht vor, dass autonome Fahrzeuge ab Juli 2026 explizite Mitteilungen über Verstöße erhalten können.
Für die Taxi- und Mietwagenbranche bleibt der Umgang mit Robotaxis eine zentrale Frage. Während Waymo in Städten wie San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Austin seine Flotte stetig ausbaut, zeigen Fälle wie die jüngsten Parkverstöße, dass die Integration autonomer Fahrzeuge in den Stadtverkehr noch mit Herausforderungen verbunden ist.
Waymo erweitert Robotaxi-Betrieb im Silicon Valley
News vom 13.03.2025 von Thomas Kanzler
Die Alphabet-Tochter Waymo bietet ihren autonomen Fahrdienst nun auch in mehreren Städten des Silicon Valley an. Kunden in Mountain View, Palo Alto, Los Altos und Teilen von Sunnyvale können die fahrerlosen Fahrzeuge künftig nutzen. Das neue Einsatzgebiet umfasst 70 Quadratkilometer. Zuvor war der Dienst in dieser Region nur für Unternehmensangehörige zugänglich.
Waymo verweist auf die lange Entwicklungsgeschichte autonomer Fahrzeuge, die hier ihren Ursprung hat.
„Wir kehren dahin zurück, wo die Reise begann“, heißt es in einem Beitrag des Unternehmens auf der Plattform X.
Vorerst können nur Anwohner des Gebiets auf den Dienst zugreifen. Eine schrittweise Erweiterung ist geplant. Seit rund anderthalb Jahren betreibt Waymo in San Francisco einen Rund-um-die-Uhr-Service, in Los Angeles seit dem vergangenen Herbst. Weitere Städte wie Phoenix, Austin und Atlanta gehören ebenfalls zum Netzwerk, wobei in den beiden letztgenannten Orten eine Kooperation mit Uber besteht.
Der Betrieb autonomer Fahrzeuge verläuft nicht ohne Zwischenfälle. Anfang 2024 kollidierte ein Waymo-Wagen mit einem Radfahrer, der leicht verletzt wurde. In Phoenix stoppte die Polizei ein Fahrzeug, das auf der falschen Fahrbahnseite fuhr. Kritiker der Technologie setzen sogenannte „Coning“-Methoden ein, bei denen Verkehrskegel auf die Motorhaube gestellt werden, um die Fahrzeuge zum Anhalten zu zwingen. Dann muss ein Mensch den Kegel entfernen, bevor das autonome Fahrzeug wieder funktioniert. Im vergangenen Jahr wurde ein Waymo-Auto sogar in Brand gesteckt. Das die Fahrzeuge des Shuttle-Betreibers auch manchmal selbst nicht weiter wissen, zeigt ein Youtube-Video von Sophia Tung.
Trotz vereinzelter Vorkommnisse setzt das Unternehmen auf Expansion. In Austin können Kunden Waymo-Fahrzeuge inzwischen auch über die Uber-App buchen. Weitere Städte sollen folgen.
Koop: Moove und Waymo wollen Zukunft urbaner Mobilität neu definieren
News vom 08.01.2025 von Franziska Neuner
(ots/PRNewswire/fn) - Moove, ein weltweit führendes Unternehmen für innovative Mobilitätslösungen hat bereits Anfang Dezember eine bahnbrechende Flottenpartnerschaft mit Waymo, dem weltweit führenden Unternehmen für autonomes Fahren geschlossen. Diese Zusammenarbeit ist die erste kommerzielle Partnerschaft dieser Art für die Waymo One App.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Moove die vollständig autonome Flotte von Waymo verwalten und disponieren, beginnend mit dem Betrieb in Phoenix im Jahr 2025 und der Expansion nach Miami im Jahr 2026. Moove wird die Verantwortung für den Flottenbetrieb, die Einrichtungen und die Ladeinfrastruktur übernehmen und damit den reibungslosen Betrieb der rein elektrischen, selbstfahrenden Fahrzeuge von Waymo sicherstellen. Waymo wird seinen Service weiterhin über die Waymo One App anbieten und für die Validierung und den Betrieb seiner autonomen Fahrtechnologie – dem Waymo Driver – verantwortlich bleiben.
Ryan McNamara, Vice President of Operations bei Waymo, erklärt:„Wir freuen uns, mit Moove in Phoenix und später in Miami zusammenzuarbeiten und ihre Erfahrung im Bereich des mobilitätsorientierten Flottenmanagements mit unserem wachsenden Waymo One-Service zu kombinieren. Gemeinsam werden wir den Fahrgästen sichere, reibungslose Fahrten bieten und im Laufe der Zeit schneller und kosteneffizienter skalieren, wobei die Sicherheit weiterhin im Vordergrund steht."
Autonome Fahrzeuge verprechen transformative Zukunft
Während Moove in den Bereich der autonomen Fahrzeuge expandiert, bleibt das Unternehmen seinen bestehenden Kunden in den aufstrebenden Märkten treu. Das Unternehmen wird auch weiterhin sein Vorzeigeprodukt Drive-to-Own (DTO) anbieten, das unterversorgten Mobilitätsunternehmern den Zugang zum Fahrzeugeigentum erleichtert und ihnen so zum geschäftlichen Erfolg verhilft.
Autonome Fahrzeuge versprechen eine transformative Zukunft, in der Ineffizienzen, Sicherheitsbedenken und Umweltprobleme herkömmlicher Mobilitätssysteme adressiert werden können. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation fordern Verkehrsunfälle jedes Jahr etwa 1,19 Millionen Menschenleben und gehören damit zu den häufigsten Todesursachen weltweit.
Gemeinsam genutzte autonome Mobilitätslösungen bieten eine einzigartige Gelegenheit, die Verkehrsbelastung in den Städten zu verringern, die Sicherheit zu erhöhen und nachhaltigere Städte zu entwickeln. Die Expertise von Moove im Flottenmanagement wird Waymo helfen, sich auf die Weiterentwicklung der innovativen Waymo Driver Technologie zu konzentrieren und gleichzeitig sichere, zuverlässige und nachhaltige Erlebnisse für die Fahrer bereitzustellen.
Ladi Delano, Mitbegründer und Co-CEO von Moove, kommentiert: „Die Vermittlung von Fahrten hat die urbane Mobilität in den letzten 15 Jahren grundlegend verändert, doch das Kerngeschäft ist weitgehend unverändert geblieben. Waymos sicherer, zuverlässiger und bequemer Waymo One Service ist führend in der autonomen Technologie, und gemeinsam treiben wir einen bedeutenden Wandel in der urbanen Mobilität voran. Wir sind stolz darauf, mit Waymo zusammenzuarbeiten und unser operatives Know-how einzubringen, um diese Transformation zu ermöglichen. Wir wissen, dass es bei der Mobilität kein Universalkonzept für alle gibt. Während wir in den USA in den Bereich der autonomen Fahrzeuge expandieren, bleiben wir unseren Kunden auf der ganzen Welt treu, wo wir weiterhin unsere einzigartigen Finanzierungslösungen für unterversorgte Mobilitätsunternehmer anbieten werden."
Umfassenderen Strategie für Flottenaufbau
Der Markteintritt von Moove in den USA ist Teil einer umfassenderen Strategie für den Aufbau der weltweit größten Flotte und der besten Technologien, die Mobilitätsplattformen antreiben. Beschleunigt wurde das Wachstum von Moove durch die globale Partnerschaft mit Uber und die Unterstützung führender Investoren, darunter Uber, die sich an der Serie-B-Finanzierung im Jahr 2024 beteiligten. Mit Niederlassungen in 12 Märkten in Afrika, dem Nahen Osten, Europa, Asien und Lateinamerika hat Moove bereits mehr als 30.000 Mobilitätsunternehmern weltweit geholfen, die mehr als 50 Millionen Fahrten mit von Moove finanzierten Fahrzeugen durchgeführt haben.
Über Moove
Moove baut die weltweit größte Flotte auf und entwickelt die besten Technologien, die Mobilitätsplattformen antreiben. Das Flaggschiffprodukt Drive-to-Own (DTO) demokratisiert den Zugang zum Fahrzeugbesitz mit einem revolutionären umsatzbasierten Finanzierungsmodell, das unterversorgten Mobilitätsunternehmern zum Erfolg verhilft.
Mit Niederlassungen in 12 Städten in Afrika, dem Nahen Osten, Europa, Asien und Lateinamerika expandiert Moove nun in den Bereich der autonomen Fahrzeuge durch Partnerschaften mit Branchenführern wie Waymo. Moove will die Mobilität verändern, um sie sicherer, effizienter und für alle zugänglich zu machen, und schafft zugleich nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten in der prosperierenden Mobilitätsbranche.
Waymo-Robotaxis machen 150.000 Fahrten pro Woche
News vom 31.10.2024 von Franziska Neuner
(dpa) Robotaxis ohne einen Menschen am Steuer sind in mehreren US-Städten Realität. Marktführer Waymo knackt nun die Marke von 150.000 Fahrten pro Woche - und hat große Pläne.
Die Google-Schwesterfirma Waymo baut den Vorsprung bei selbstfahrenden Autos aus: Ihre Robotaxis machen inzwischen wöchentlich mehr als 150.000 Fahrten mit Passagieren ohne einen Menschen am Steuer. Dabei legten die Wagen jede Woche über eine Million Meilen autonom zurück, teilte Waymo mit. Die Firma ist bisher in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Austin aktiv.
Autonomes Fahren an mehr Orten
Der Chef des Mutterkonzerns Alphabet, Sundar Pichai, verwies darauf, dass die Waymo-Robotaxis durch die vereinbarte Kooperation mit dem Fahrdienst-Vermittler Uber in Austin und Atlanta als fünfter Stadt schneller in den Alltag kämen. Waymo werde autonomes Fahren an mehr Orte bringen.
Musk will Tesla zum Konkurrenten machen
Mit dem neuen Meilenstein sendet Waymo ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. Vor wenigen Wochen hatte Tesla-Chef Elon Musk einen Robotaxi-Prototypen des Elektroauto-Herstellers vorgestellt. Er kündigte an, die Wagen voraussichtlich ab 2026 zu bauen und stellte eine jährliche Produktion von rund zwei Millionen Fahrzeugen in Aussicht.
Musk verspricht schon seit Jahren selbstfahrende Teslas - sie haben bisher aber nach wie vor nur ein Fahrassistenz-System, bei dem der Mensch am Steuer in der Verantwortung bleiben und jederzeit bereit sein muss, die Kontrolle zu übernehmen. Bei Waymo sitzt hingegen niemand hinter dem Lenkrad.
Waymo setzt auf teure Technik
Die Wagen der Google-Schwesterfirma sind jedoch deutlich teurer, weil sie für Sicherheit beim Fahren mit zusätzlichen Sensoren wie Laser-Radaren sorgen, die die Umgebung abtasten. Das macht es schwieriger, Geld zu verdienen. Allerdings spricht Waymo davon, dass neuere Systeme günstiger werden.
Musk will sich hingegen nur auf Kameras verlassen, was die Kosten drücken würde. Viele Branchenexperten bezweifeln jedoch, dass verlässliches autonomes Fahren nur mit Videobildern machbar ist.
Waymo-Robotaxis machen 100.000 Fahrten pro Woche
News vom 22.08.2024 von Franziska Neuner
(dpa/fn) Zumindest in drei US-Städten gehören fahrerlose Robotaxis zur Realität. Die Google-Schwester Waymo knackt die Marke von 100.000 Fahrten pro Woche - und kann bald von günstigerer Technik profitieren.
Die Robotaxi-Firma Waymo hat den nächsten Meilenstein erreicht: Ihre Wagen machen jetzt mehr als 100.000 Fahrten mit Passagieren pro Woche. Die Marke von 50.000 hatte die Google-Schwesterfirma erst im Mai geknackt. Danach wurde der Dienst in San Francisco für alle Interessenten ohne eine Warteliste verfügbar gemacht. Waymo ist auch in Los Angeles und Phoenix aktiv.
Fahrzeuge der Firma sind teuer wegen der Computer, Kameras und Sensoren, die sie brauchen - doch Waymo ist dabei, die Kosten zu senken. So braucht die nächste Generation der Fahrzeuge und Software nur noch 13 statt zuvor 29 Kameras. Die Zahl der Laser-Radare, die die Umgebung der Wagen abtasten, sinkt von fünf auf vier.
Die nunmehr 6. Generation des Waymo-Systems soll in Elektroautos der Marke Zeekr des chinesischen Konzerns Geely integriert werden. Aktuell ist Waymo mit umgebauten Fahrzeugen des ebenfalls batteriebetriebenen Jaguar-Modells iPace unterwegs.
Neues Robotaxi in Straßentests
Waymo ist besonders weit bei der Entwicklung von Software zum autonomen Fahren und befördert Passagiere mit fahrerlosen Robotaxis in San Francisco, Los Angeles und Phoenix.
Das neue Fahrzeug von Zeekr wird derzeit mit Sicherheitsfahrern am Steuer getestet. Waymo macht bisher keine Angaben dazu, wann es in die kommerzielle Flotte integriert werden soll. Er gehe davon aus, dass die beiden neuesten Generationen des Systems nebeneinander auf der Straße sein werden, sagte Waymo-Manager Satish Jeyachandran dem US-Sender CNBC. Die Firma hat mehrere hundert Jaguar-Fahrzeuge in Betrieb.
Kaum Rivalen für Waymo
Waymo hat aktuell so gut wie keine Konkurrenz im Robotaxi-Geschäft. Die General-Motors-Tochter Cruise war zwar auf rasantem Expansionskurs. Sie stoppte jedoch ihre Fahrzeuge für mehrere Monate nach einem Unfall, bei dem eine Fußgängerin in San Francisco mehrere Meter von einem der Autos mitgeschleppt wurde.
Die Cruise-Autos kehren gerade erst allmählich auf die Straße zurück. Die zu Amazon gehörende Firma Zoox arbeitet noch an dem Start ihrer fahrerlosen Taxifahrten in Las Vegas.
Tesla will im Oktober ebenfalls den Prototypen eines Robotaxis vorstellen. Es könnte allerdings Jahre dauern, bis das Fahrzeug auf die Straße kommt. Zudem sind viele Experten skeptisch, da Tesla-Chef Elon Musk bisher auf Laser-Radare verzichten und Autonomie nur mit Kameras erreichen wollte.
Waymo-Robotaxis brauchen weniger Kameras und Radare
News vom 21.08.2024 von Franziska Neuner
(dpa/fn) Die Robotaxis von Waymo sind sehr souverän beim autonomen Fahren - aber auch teuer, weil sie viel Technik brauchen. Nun sollen 13 statt 29 Kameras pro Fahrzeug reichen.
Die Robotaxi-Firma Waymo will künftig mit weniger Kameras und Radar-Sensoren auskommen. So braucht die nächste Generation der Fahrzeuge und Software nur noch 13 statt zuvor 29 Kameras, wie die Google-Schwesterfirma am Montag (Ortszeit) mitteilte. Die Zahl der Laser-Radare, die die Umgebung der Wagen abtasten, sinkt von fünf auf vier.
Die nunmehr 6. Generation des Waymo-Systems soll in Elektroautos der Marke Zeekr des chinesischen Konzerns Geely integriert werden. Aktuell ist Waymo mit umgebauten Fahrzeugen des ebenfalls batteriebetriebenen Jaguar-Modells iPace unterwegs.
Über 50.000 Fahrten pro Woche
Waymo ist besonders weit bei der Entwicklung von Software zum autonomen Fahren und befördert Passagiere mit fahrerlosen Robotaxis in San Francisco, Los Angeles und Phoenix. Aktuell macht die Firma mehr als 50.000 bezahlte Fahrten pro Woche.
Das neue Fahrzeug von Zeekr wird derzeit mit Sicherheitsfahrern am Steuer getestet. Waymo macht bisher keine Angaben dazu, wann es in die kommerzielle Flotte integriert werden soll. Er gehe davon aus, dass die beiden neuesten Generationen des Systems nebeneinander auf der Straße sein werden, sagte Waymo-Manager Satish Jeyachandran dem US-Sender CNBC. Die Firma hat mehrere hundert Jaguar-Fahrzeuge in Betrieb.
Kaum Rivalen für Waymo
Waymo hat aktuell so gut wie keine Konkurrenz im Robotaxi-Geschäft. Die General-Motors-Tochter Cruise war zwar auf rasantem Expansionskurs. Sie stoppte jedoch ihre Fahrzeuge für mehrere Monate nach einem Unfall, bei dem eine Fußgängerin in San Francisco mehrere Meter von einem der Autos mitgeschleppt wurde. Die Cruise-Autos kehren gerade erst allmählich auf die Straße zurück. Die zu Amazon gehörende Firma Zoox arbeitet noch an dem Start ihrer fahrerlosen Taxifahrten in Las Vegas.
Tesla will im Oktober ebenfalls den Prototypen eines Robotaxis vorstellen. Es könnte allerdings Jahre dauern, bis das Fahrzeug auf die Straße kommt. Zudem sind viele Experten skeptisch, da Tesla-Chef Elon Musk bisher auf Laser-Radare verzichten und Autonomie nur mit Kameras erreichen wollte.
Robotaxi-Firma Waymo stoppt Parkplatz-Hupkonzerte
News vom 14.08.2024 von Franziska Neuner
(dpa/fn) Als Robotaxis von Waymo einen neuen Parkplatz in San Francisco belegten, wurden Anwohner plötzlich von Hupkonzerten geplagt. Eine eigentlich hilfreiche Funktion hatte unerwartete Nebenwirkungen.
Robotaxis von Waymo haben Anwohner neben einem Parkplatz in San Francisco mit nächtlichen Hupkonzerten gestört - jetzt schafft die Google-Schwesterfirma Abhilfe mit einem Software-Update.
Neue Funktion als Auslöser
Auslöser war eine neue Funktion, bei der die selbstfahrenden Autos hupen, wenn jemand mit langsamer Geschwindigkeit rückwärts auf sie zufährt. Das habe ausgezeichnet in der Stadt funktioniert, Waymo habe jedoch nicht erwartet, dass die Situation auch auf dem eigenen Parkplatz häufig auftreten würde, sagte ein Sprecher dem Technologieblog "The Verge". Das Software-Update werde wieder für Ruhe sorgen.
Hup-Konzert im Livestream
Eine Anwohnerin hatte in den vergangenen Tagen einen Livestream von dem von Waymo angemieteten Parkplatz eingerichtet und die Hup-Geräusche zusätzlich mit Musikklängen unterlegt.
Die Autos seien zum Teil ab 4.00 Uhr von nächtlichen Einsätzen auf den Parkplatz zurückgekehrt, berichtete sie. Auf ihren Videos ist zu sehen, wie die fahrerlosen Robotaxis beim Kurven auf dem Parkplatz zurücksetzen und dabei den Wagen hinter ihnen näher kommen, die sie anhupen.
Waymo noch nicht problemlos unterwegs
Waymo bietet Fahrten mit Robotaxis ohne einen Menschen am Steuer in mehreren US-Städten an, in San Francisco ist der Dienst bereits ohne eine Warteliste verfügbar.
Städtische Behörden und Verkehrsbetriebe beschwerten sich in den vergangenen Jahren zum Teil, dass die Fahrzeuge manchmal die Straßen blockierten, doch generell sind die Wagen ohne Probleme unterwegs.
In den Gegenverkehr geraten: US-Polizist stoppt Waymo-Robo-Taxi
News vom 08.07.2024 von Thomas Kanzler
Ein autonomes Taxi der Google-Tochter Waymo wurde im Juni in Phoenix von einem Polizeibeamten angehalten, weil es immer wieder auf die Gegenspur geriet. Die Bodycam des Polizisten hielt den gefährlichen Vorfall fest.
Für die Meisten ist es noch ferne Zukunft - in den USA mancherorts schon Realität: Da der Mensch anfällig für Fehler ist, müde wird und außerdem noch Geld kostet, soll das Taxi der Zukunft autonom fahren. Nun wurde am 19. Juni in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona ein autonomes Auto von Waymo aus dem Verkehr gezogen, da es wiederholt in den Gegenverkehr lenkte. Außerdem fuhr das Fahrzeug noch über eine rote Ampel und „rastete aus“ – so die Meldung im Polizeibericht. Da der Polizeibeamte eine Bodycam trug, ist der gesamte Einsatz dokumentiert.
„Ein Polizeibeamter aus Phoenix hält ein fahrerloses Waymo-Auto an, weil es auf der falschen Straßenseite fährt, woraufhin der nicht existierende Fahrer die Fenster herunterkurbelt, um mit der Polizei zu sprechen. Das ist saukomisch“, wurde der Vorfall auf der Plattform X, ehemals Twitter, kommentiert.
Waymo reagierte erst nicht auf Anfragen der Presse bezüglich des Vorfalls. Später hieß es, das Robo-Taxi habe „auf eine uneinheitliche Baustellenbeschilderung“ reagiert und geriet deshalb in den Gegenverkehr. Das fahrerlose Auto „war für etwa 30 Sekunden daran gehindert, auf die richtige Spur zurück zu navigieren“, erklärt das Unternehmen.
Als der Polizeibeamte hinter dem Waymo-Fahrzeug herfuhr, sei es zu der Missachtung der roten Ampel gekommen. In dem Bemühen, die Kreuzung zu räumen, sei das autonome Fahrzeug ein kurzes Stück vorwärts und auf den nächsten verfügbaren Parkplatz gefahren, betonte Waymo.
Erst im April war es zu einer 30-sekündiger Fahrt eines Waymo-Taxis auf der Gegenspur in San Francisco gekommen (taxi heute berichtete). Interessanter Weise verzichtete die US-Polizei in Phoenix auf eine Verwarnung, denn: „einen Computer kann man nur schwer vorladen.“
Robotaxi-Firma Waymo jetzt ohne Warteliste in San Francisco
News vom 01.07.2024 von Franziska Neuner
(dpa) Bisher kam man in San Francisco erst auf eine Warteliste, um sich von fahrerlosen Robotaxis der Firma Waymo kutschieren zu lassen. Jetzt hebt die Google-Schwester diese Beschränkung auf.
Die Robotaxi-Firma Waymo hat einen Meilenstein erreicht: In San Francisco gibt es keine Warteliste für den Dienst mehr, sondern alle Interessenten könnten sofort einen Account anlegen. Man habe jahrelang mit einem schrittweisen Angebot auf diesen Tag zugearbeitet, betonte das Google-Schwesterunternehmen.
Teil der Straßenszenerie
Robotaxis von Waymo sind in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona sowie in San Francisco und Los Angeles in Kalifornien unterwegs. Sie dürfen inzwischen komplett ohne Menschen am Steuer fahren.
Insbesondere in den Straßen von San Francisco gehören die weißen Waymo-Wagen des Modells Jaguar I-Pace mit Kameras und Laser-Radaren inzwischen zum Stadtbild. Als Tourist hat man es jedoch nach wie vor schwerer, eine Waymo-Fahrt zu ergattern: Die benötigte App ist in den deutschen App-Stores weiterhin nicht verfügbar.
Entwicklung schreitet voran
Waymo entstand aus dem Roboterwagen-Programm von Google und ist bei der Entwicklung von Technik für selbstfahrende Autos inzwischen besonders weit. Robotaxis der Firma machen mittlerweile mehr als 50 000 Fahrten pro Woche.
Fahrerlos sicher ankommen
Zugleich geriet Waymo zuletzt nach einigen Zwischenfällen ins Blickfeld der US-Behörden. Dazu gehört eine Situation, in der der fahrerlose Wagen auf die Gegenfahrbahn wechselte, um eine Gruppe von E-Scooter-Fahrern zu überholen. Das Manöver ging glimpflich aus. Waymo betont, dass die Software sicher sei und die Wagen umsichtig steuere.
Robotaxi-Firma Waymo mit zweiter Rückruf-Aktion
News vom 13.06.2024 von Franziska Neuner
(dpa/fn) Die Robotaxi-Firma Waymo hat nach einem Unfall mit Blechschaden die Software ihrer gesamten Flotte aktualisiert. Das Software-Update wurde bei der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA als freiwillige Rückrufaktion gemeldet, wie eine Sprecherin der Google-Schwesterfirma am Mittwoch mitteilte.
Bei dem Zwischenfall im Mai war ein fahrerloser Wagen von Waymo ohne Passagiere gegen einen Strommast in einer Seitenstraße gefahren.
Zweite offizielle Rückrufaktion
Für Waymo ist es die zweite offizielle Rückrufaktion. Bei der ersten im Februar war das Problem, dass die Software den Fahrweg eines von einem Abschleppwagen gezogenen Autos falsch vorhersagen konnte. Die Folge könnten Auffahrunfälle sein, warnte Waymo damals.
Robotaxis ohne Menschen unterwegs
Robotaxis von Waymo sind in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona sowie in San Francisco und Los Angeles in Kalifornien unterwegs. Sie dürfen inzwischen komplett ohne Menschen am Steuer fahren.
Aus den am Donnerstag von der NHTSA veröffentlichten Unterlagen zum Rückruf geht hervor, dass Waymo inzwischen 672 Fahrzeuge im Einsatz hat. Im Februar waren es noch gut 440 Robotaxis gewesen.
Mehr als 50.000 Fahrten pro Woche
Waymo entstand aus dem Roboterwagen-Programm von Google und ist bei der Entwicklung von Technik für selbstfahrende Autos inzwischen besonders weit. Robotaxis der Firma machen mittlerweile mehr als 50 000 Fahrten pro Woche.
US-Behörde weitet Untersuchung von Robotaxi-Firma Waymo aus
News vom 27.05.2024 von Franziska Neuner
(dpa/fn) Die Robotaxi-Firma Waymo gerät stärker ins Blickfeld der US-Verkehrsbehörde. Die NHTSA weitete eine Liste von Zwischenfällen, zu denen sie Fragen an die Google-Schwesterfirma hat, von 22 auf 31 Episoden aus.
Auf der Liste der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) sind einige Auffahrunfälle sowie Situationen, in denen die Software der fahrerlosen Wagen Verkehrsregeln missachtet hatte, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Schreiben hervorgeht.
Waymo verweist darauf, dass Robotaxis der Firma inzwischen mehr als 50 000 Fahrten pro Woche machten. Man sei stolz auf die Sicherheitsstatistik dabei. Zugleich werde Waymo mit der NHTSA zusammenarbeiten.
Untersuchung zu Zusammenstößen und Vorfällen
Die Behörde forderte zu jedem der Zwischenfälle unter anderem alle Videoaufnahmen von Kameras der Fahrzeuge sowie eine Erklärung für die Entscheidungen der Software an.
Die NHTSA schränkte zwar ein, dass ihr keine Verletzungen bekannt seien - aber in mehreren Fällen habe es Zusammenstöße mit Objekten gegeben, wie man sie von einem erfahrenen Menschen am Steuer nicht erwarten würde. Außerdem hätten sich einige Zwischenfälle in der Nähe von Fußgängern ereignet.
Robotaxis inzwischen ohne Fahrer am Steuer
Robotaxis von Waymo sind in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona sowie in San Francisco und Los Angeles unterwegs. Sie dürfen inzwischen komplett ohne Menschen am Steuer fahren. Waymo entstand aus dem Roboterwagen-Programm von Google und gilt als besonders weit bei der Entwicklung von Technik für selbstfahrende Autos.
Auch die General-Motors-Tochter Cruise bot in San Francisco einen fahrerlosen Taxi-Service an, der Dienst ist jedoch nach einem Unfall im Oktober ausgesetzt worden. Damals hatte ein fahrerloser Cruise-Wagen eine unter dem Fahrzeug eingeklemmte Fußgängerin mehrere Meter mitgeschleift.
Untersuchungen zu Roboterauto-Firma Zoox
Die NHTSA leitete jüngst auch eine Untersuchung der zu Amazon gehörenden Roboterauto-Firma Zoox ein. Auslöser waren zwei Auffahrunfälle, die von überraschenden Bremsmanövern der Zoox-Testwagen ausgelöst worden waren.
Waymo verteidigt Robotaxi-Fahrt im Gegenverkehr
News vom 23.04.2024 von Franziska Neuner
(dpa/fn) Robotaxis sollen viel umsichtiger und sicherer als Menschen fahren - doch plötzlich wechselt ein Wagen der Firma Waymo in den Gegenverkehr, weil seine Fahrspur belegt war. Waymo will daraus lernen.
Der längere Ausflug eines Waymo-Robotaxis in den Gegenverkehr in San Francisco hat die Google-Schwesterfirma unter Erklärungsdruck gebracht. Auf einem im Internet veröffentlichten Video ist zu sehen, wie das Fahrzeug eine durchgezogene Linie überquert und ungefähr 30 Sekunden auf der Gegenfahrbahn unterwegs ist. Auf den beiden Fahrspuren auf der korrekten Seite war im Abendverkehr eine Gruppe von Menschen auf elektrischen Einrad-Rollern unterwegs. Statt abzuwarten, bis sie durchfahren, entschied sich die Software, im Gegenverkehr daneben zu fahren.
Sicherheit der Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität
Waymo verteidigte das Verhalten des Fahrzeugs. Die Software sei davon ausgegangen, dass einer der Menschen stürzen könne und sei deswegen "umsichtig" auf die freie Gegenfahrbahn gewechselt, erklärte eine Sprecherin am Montag.
Danach sei der Wagen zur Sicherheit der Rollerfahrer auf der Gegenfahrbahn geblieben, um ihnen nicht zu nahe zu kommen und niemandem den Weg abzuschneiden. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer habe oberste Priorität und man werde aus diesem "einmaligen Ereignis" lernen. Das gesamte Manöver sei von der Software beschlossen und ausgeführt worden, betonte sie.
Eine Stadt als Testfall für selbstfahrende Autos
San Francisco ist seit vergangenem Jahr ein einzigartiger Testfall für den kommerziellen Betrieb selbstfahrender Autos. Waymo und die Firma Cruise, die zum US-Autoriesen General Motors gehört, bekamen im Sommer die Erlaubnis, in der ganzen Stadt Robotaxi-Fahrten ohne Sicherheitsfahrer anzubieten.
Der Dienst von Cruise ist allerdings seit Anfang Oktober nach einem Unfall ausgesetzt. Eine Frau war von einem Auto mit einem Menschen am Steuer angefahren und vor das Cruise-Fahrzeug geschleudert worden. Das Robotaxi konnte nicht mehr bremsen und die Passantin wurde unter ihm eingeklemmt. Danach versuchte der Wagen automatisch, an den Straßenrand zu fahren und schleifte sie mehrere Meter mit. GM tauschte nach dem Unfall den Großteil der Cruise-Führung aus und fängt erst jetzt wieder an, einige Wagen zunächst mit Menschen am Steuer erneut auf die Straße zu schicken, um das Kartenmaterial zu aktualisieren.
Die Waymo-Robotaxis waren dagegen in den vergangenen Monaten ohne größere Zwischenfälle in San Francisco unterwegs. Traditionell werfen Einwohner und öffentliche Verkehrsbetriebe ihnen auch eher vor, zu zaghaft zu agieren und deshalb gelegentlich den Verkehr zu blockieren. Entwickler selbstfahrender Autos hatten schon in den vergangenen Jahren versucht, die Software stärker dem Verhalten von Menschen in unkonventionellen Situation anzupassen.
Mob zündet Waymo-Robotaxi an
News vom 12.02.2024 von Thomas Kanzler
Ein selbstfahrendes Taxi der Google-Tochterfirma Waymo wurde in San Francisco Opfer von Vandalismus und in Brand gesetzt.
Auf im Internet veröffentlichten Videos ist zu sehen, wie mehrere Personen zunächst die Fenster des fahrerlosen Robotaxis einschlugen und es anschließend mithilfe eines Feuerwerkskörpers anzündeten. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich keine Fahrgäste im Fahrzeug.
Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend im Stadtteil Chinatown, als das Robotaxi aufgrund von Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest in einer Menschenmenge steckenblieb. Die Präsenz selbstfahrender Autos in San Francisco ist umstritten, da Kritiker und Behörden häufige Verkehrsblockaden durch diese Fahrzeuge bemängeln.
GM-Tochter Cruise pausiert bei den autonomen Taxis
Im vergangenen Jahr wurde San Francisco zu einem Testfeld für selbstfahrende Taxis. Waymo und die General-Motors-Tochter Cruise erhielten im Sommer die Erlaubnis, ihre fahrerlosen Beförderungsdienste im gesamten Stadtgebiet anzubieten, obwohl die lokale Stadtverwaltung und zahlreiche Einwohner dagegen waren.
Ein Unfall im Oktober, bei dem eine Fußgängerin von einem Auto mit einem Menschen am Steuer angefahren und vor ein Cruise-Robotaxi geschleudert wurde, verstärkte die Kontroverse um die Verkehrssicherheit selbstfahrender Fahrzeuge. General Motors reagierte auf den Vorfall, indem sie die Führung bei Cruise austauschten und die Fahrzeuge vorübergehend aus dem Verkehr nahmen. Die Entwickler selbstfahrender Autos betonen jedoch, dass ihre Fahrzeuge
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