Mitgliederversammlung des LVBTM - Taxiunternehmen fordern mehr Rückhalt aus der Politik
Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Bayern kamen am Dienstag in Ingolstadt zusammen, um über die Zukunft des Gewerbes zu beraten. Im Mittelpunkt standen steigende Betriebskosten, neue gesetzliche Vorgaben und der digitale Wandel. Besonders kritisch sehen viele Betriebe den Wettbewerb mit internationalen Vermittlungsplattformen. Diese profitierten nach Ansicht des Verbands weiterhin von regulatorischen Vorteilen, während regionale Taxi- und Mietwagenunternehmen flächendeckend Mobilität sicherstellen müssten.
Interessen des Gewerbes im Mittelpunkt
Kroker machte bereits zu Beginn der Versammlung deutlich, dass die Anforderungen an die Branche stetig zunähmen. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Holger Klier und Alfred Lehmair warb er für Geschlossenheit innerhalb des Verbands. Unterschiedliche Positionen gehörten zwar zu einem lebendigen Verband, sagte Kroker. Entscheidend sei jedoch, dass die Interessen des Gewerbes im Mittelpunkt stünden.
Auch wirtschaftlich sieht sich der Verband mit schwierigeren Rahmenbedingungen konfrontiert. Sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben machten einen vorsichtigen Umgang mit den Finanzen notwendig. Zugleich betonte die Verbandsführung, der Landesverband sei weiterhin solide aufgestellt.
Verbandsführung „entlastet“
Geschäftsführer Christian Linz informierte die Mitglieder über die laufende Verbandsarbeit sowie aktuelle politische Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene. Im anschließenden Kassenbericht bescheinigte Revisor Donald Dickau dem Vorstand eine ordnungsgemäße Buchführung. Die Mitglieder entlasteten daraufhin die Verbandsführung.
In den Diskussionen wurde erneut deutlich, welche Rolle das Taxigewerbe insbesondere außerhalb der Ballungsräume beansprucht. Die Unternehmen sehen sich als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge – etwa nachts, im ländlichen Raum oder bei der Beförderung älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen. Der Verband sprach sich deshalb für technologieoffene Lösungen, praktikable Umweltauflagen und eine stärkere Einbindung des Gewerbes in kommunale Verkehrsstrategien aus.
Wandel ja, aber nur mit fairen Bedingungen
Kroker betonte, die Unternehmen seien bereit, den Wandel mitzutragen. Dafür brauche es jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen und faire Wettbewerbsbedingungen.
Neben den Debatten standen auch turnusgemäße Wahlen auf der Tagesordnung. Die Mitglieder bestätigten mehrere Vorstandsvertreter einstimmig im Amt oder wählten sie neu. Holger Klier aus Würzburg bleibt erster stellvertretender Vorsitzender. Als Beisitzer wurden Bilgün Özkan aus Nürnberg für Mittelfranken, Michael Fiegl aus Bamberg für Oberfranken, Marco Schmid aus Würzburg für Unterfranken sowie Jessica Rose aus Passau für Niederbayern gewählt. Neue Revisorin ist Antonia von Kleinsorgen aus Erlangen.
Verlässliche Mobilität nur mit dem Taxi
Die geschlossenen Wahlergebnisse wertete die Verbandsführung als Signal für Stabilität innerhalb des Landesverbands. Künftig sollen die Beisitzer nach Angaben Krokers stärker in die Meinungsbildung und Verbandsarbeit eingebunden werden.
Zum Abschluss richtete der Vorsitzende erneut Forderungen an die Politik. Wer eine sichere und sozial verlässliche Mobilität erhalten wolle, müsse das Taxi- und Mietwagengewerbe als festen Bestandteil des öffentlichen Verkehrs begreifen – nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land.
Taxi-Fahrzeuge (Pkw) , Taxi-Newsletter, Taxameter, Taxi-Fahrer , BZP – Deutscher Taxi- und Mietwagenverband , Straßenverkehrsordnung (StVO) , Krankenbeförderung , Weiterbildung , Taxi-Konzessionen , Verkehrspolitik , Mietwagenbranche , Taxi-Apps , Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz BKrFQG) , Taxizentralen , Personal, Gehälter, Arbeitsschutz , Wirtschaftsnachrichten , Werbung , Taxi-Folierung , Taxi-Umrüster , Straßenverkehr , Elektromobilität, Taxifuhrpark und -flottenmanagement , Taxi-Versicherungen , Hybrid, Diesel, Erdgas , Taxi-Magazin