Waymo erreicht 1 Million autonome Fahrten im Monat – Tesla plant Einstieg mit Robotaxi-Flotte
Die Google-Schwesterfirma Waymo baut ihr Robotaxi-Geschäft weiter aus und verzeichnet mittlerweile über 250.000 Fahrten pro Woche mit zahlenden Passagieren. Das teilte Alphabet-CEO Sundar Pichai im Rahmen einer Analystenkonferenz mit.
Ausbau des Dienstes in den USA
Erst Ende Februar 2025 hatte Waymo die Marke von 200.000 wöchentlichen Fahrten erreicht. Seither wurde der Dienst geografisch erweitert. In Austin nahm Waymo den Betrieb über die Plattform des Fahrdienstvermittlers Uber auf. Zudem wurde die bisherige Service-Region von San Francisco in Richtung Silicon Valley ausgeweitet. Für das kommende Jahr ist ein Start des fahrerlosen Angebots in Washington, D.C. geplant.
Waymo erwägt Einsatz in Privatfahrzeugen
Langfristig könnte Waymo seine Technologie auch außerhalb des kommerziellen Robotaxi-Betriebs einsetzen. Pichai sprach in der Analystenkonferenz erstmals die Möglichkeit an, autonome Fahrfunktionen künftig auch für Fahrzeuge in Privatbesitz verfügbar zu machen. Ziel sei es, die Fahrsoftware kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Konkurrenz kündigt Einstieg an
Während Waymo seinen Betrieb ausweitet, bereiten andere Unternehmen ihren Einstieg in den Robotaxi-Markt vor. Volkswagen kündigte kürzlich an, ab 2026 autonome Fahrzeuge über Uber auf US-Straßen bringen zu wollen. Auch Tesla plant ab Ende Juni 2025 den Start eines Robotaxi-Dienstes in Austin, zunächst mit 10 bis 20 Fahrzeugen des Modells Y.
Tesla setzt auf eigene Robotaxi-Plattform
Tesla-CEO Elon Musk kündigte zudem an, dass bis Jahresende in mehreren US-Städten autonome Fahrfunktionen für private Tesla-Fahrzeuge freigeschaltet werden sollen. Musk geht davon aus, dass ein Großteil der aktuellen Tesla-Flotte bereits über die notwendige Hardware für vollautonomes Fahren verfügt. Er strebt einen Marktanteil von über 90 Prozent im Robotaxi-Sektor an.
Unterschiedliche technologische Ansätze
Im Gegensatz zu Waymo setzt Tesla ausschließlich auf Kameras zur Umfelderkennung. Waymo verwendet zusätzlich Lidar-Sensoren (Laser-Radar), die eine detaillierte Abtastung der Umgebung ermöglichen. Diese Technologie erhöht zwar die Kosten pro Fahrzeug, liefert jedoch umfassendere Sensordaten für die Fahrsoftware.
Regulatorische Entwicklungen
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA plant, die Berichtspflichten für Unfälle mit Fahrassistenzsystemen zu lockern. Davon könnte insbesondere Tesla profitieren, da das Unternehmen wegen seines „Autopilot“-Systems in mehreren Fällen unter behördlicher Beobachtung steht. Medienberichten zufolge sind die Aktivitäten der Behörde teilweise von Kürzungen im Zuge von Sparmaßnahmen bei Tesla betroffen.
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