FREENOW: Newsübersicht zum Mobilitätsdienstleister

Rückzug aus dem Mietwagengeschäft, Fokus auf das Taxigewerbe, neue Preismodelle und Kooperationen – die Entwicklungen rund um FREENOW spiegeln den Wandel im Mobilitätsmarkt und zeigen, wie sich die Plattform strategisch neu ausrichtet.

In Berlin waren Schätzungen zufolge zeitweise bis zu 1.000 illegale Mietwagen für Uber & Co. unterwegs. Frankfurt möchte dem Illegalen Fahrzeugen frühzeitig Einhalt gebieten. | Foto: Uber
In Berlin waren Schätzungen zufolge zeitweise bis zu 1.000 illegale Mietwagen für Uber & Co. unterwegs. Frankfurt möchte dem Illegalen Fahrzeugen frühzeitig Einhalt gebieten. | Foto: Uber

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Dieser Artikel besteht aus folgenden FREENOW News:

FREENOW News aus dem Jahr 2025:

FREENOW News aus dem Jahr 2024:

FREENOW News aus dem Jahr 2023:

FREENOW News aus dem Jahr 2021:

FREENOW News aus dem Jahr 2020:

FREENOW News aus dem Jahr 2019:

FREENOW startet Partnerschaft mit Taxi Regensburg eG: Mehr Mobilität per App

News vom 02.06.2025 von Kathrin Köstner

Regensburgs Taxiunternehmen werden digital: Durch die Kooperation mit FREENOW können Fahrgäste Taxis einfacher buchen und bezahlen. Das stärkt den Wirtschaftsstandort und sichert die Zukunft der Taxi-Branche.

FREENOW und die Taxi Regensburg eG haben eine Kooperation gestartet, um den Taxiverkehr in Regensburg zu digitalisieren und zu modernisieren. Über die FREENOW-App können Fahrgäste ab sofort Fahrten buchen, kontaktlos bezahlen und ihre Fahrt digital abwickeln. Das Angebot richtet sich an Privatpersonen sowie an Geschäftskund:innen.

„Täglich sind Tausende Menschen in Regensburg geschäftlich und privat unterwegs – oft mit hohem Zeitdruck. Mit FREENOW machen wir es ihnen jetzt leichter, schnell und zuverlässig ein Taxi zu finden. Die Verbindung aus digitaler Buchung und dem Know-how unserer lokalen Fahrerinnen und Fahrer bringt Regensburg verlässlich ans Ziel“, 

sagt Assad Ghorab, Vorstandsvorsitzender der Taxi Regensburg eG.

Nahtlose Integration und Schulung 

Im Rahmen der Kooperation wurden die Unternehmer:innen und Fahrer:innen der Taxi Regensburg eG umfassend geschult und nahtlos in das FREENOW-System eingebunden. Damit steht den Fahrgästen das bestehende Taxiangebot in Regensburg auch über die Plattform zur Verfügung.

Stärkung des lokalen Gewerbes 

Die Partnerschaft soll nicht nur den Fahrgästen mehr Flexibilität und Komfort bieten, sondern auch die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der lokalen Taxiunternehmen sichern. Dabei betonen die Partner faire Rahmenbedingungen und den Erhalt bewährter Werte wie Servicequalität und persönliche Betreuung.

„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit FREENOW. Die Plattform bietet uns als Taxiunternehmen mehr Sichtbarkeit und Zugang zu neuen Kundengruppen – und das unter fairen Rahmenbedingungen. Es ist der richtige Schritt in eine digitale Zukunft, ohne unsere Werte wie Servicequalität und persönliche Betreuung aus den Augen zu verlieren“, 

so Assad Ghorab weiter.

Bedeutung für Regensburg als Wirtschaftsstandort 

Die Stadt Regensburg, als UNESCO-Welterbestadt und wachsender Wirtschaftsstandort, steht im Fokus der Kooperation. Angesichts der hohen Nachfrage nach zuverlässigen und flexiblen Mobilitätsangeboten in der Region soll die Zusammenarbeit sowohl die Erreichbarkeit als auch die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Taxiunternehmen fördern.

„Regensburg ist eine der dynamischsten Städte Süddeutschlands – wirtschaftlich stark, mit einer boomenden Universität und zahlreichen technologiegetriebenen Unternehmen. Genau hier braucht es moderne Mobilitätslösungen, die schnell verfügbar, zuverlässig und einfach zugänglich sind. Mit der Kooperation setzen wir einen wichtigen Meilenstein für unser Wachstum in Bayern – und stärken gleichzeitig das lokale Taxigewerbe“, 

sagt Andreas Maier, General Manager bei FREENOW.

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Frankfurt verschärft Kontrollen für Fahrdienste

News vom 04.04.2025 von Thomas Kanzler

Die Stadt Frankfurt will ab Juni konsequenter gegen illegale Fahrdienstanbieter vorgehen. Künftig sollen nur noch Fahrzeuge mit gültiger Konzession für die Personenbeförderung unterwegs sein dürfen. Eine entsprechende Regelung kündigte Ordnungsamtsleiter Holger Habich an. Grundlage dafür ist eine Kooperation mit den Betreibern von Online-Vermittlungsplattformen wie Uber, Bolt und auch Freenow.

Mit dieser Maßnahme orientiert sich Frankfurt an Berlin, wo seit vergangenem Jahr eine ähnliche Regelung gilt. Dort dürfen die Plattformen nur noch solche Mietwagen- und Taxiunternehmen vermitteln, die über eine gültige Konzession verfügen. Wie Habich erläutert, sollen die Anbieter durch einen Abgleich mit den städtischen Datenbanken geprüft werden. Dafür ist das Servicecenter „Rund ums Auto“ zuständig, das bei jeder Neuanmeldung eines Anbieters kontrolliert, ob die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

Fehlende Konzession als Sicherheitsrisiko

Bislang fehlt eine solche Kontrolle. Dadurch konnten auch Anbieter ohne Konzession oder Fahrerlaubnis Fahrten über die Plattformen vermitteln lassen. Dies stellt nicht nur ein Problem für die Wettbewerbsbedingungen dar, sondern birgt auch Sicherheitsrisiken für Fahrgäste. Fahrzeuge ohne Konzession verfügen oft nicht über den vorgeschriebenen Versicherungsschutz. In Berlin waren Schätzungen zufolge zeitweise bis zu 1.000 solcher Fahrzeuge unterwegs, in einigen Fällen gab es Verbindungen zur organisierten Kriminalität.

Nach Angaben des Frankfurter Ordnungsamtes sollen Plattformbetreiber künftig vor der Freischaltung neuer Anbieter eine behördliche Bestätigung einholen. Zudem sei ein regelmäßiger Abgleich des bestehenden Fahrzeugbestandes vorgesehen. Veränderungen bei Konzessionen oder Betriebszulassungen sollen laufend aktualisiert und an die Plattformen übermittelt werden.

Hoher Anteil illegaler Fahrzeuge erwartet

Derzeit gibt es in Frankfurt 1.712 konzessionierte Taxen sowie rund 2.000 Mietwagen mit Fahrerlaubnis. Die Stadtverwaltung erhofft sich, durch die neue Regelung illegale Anbieter schnell und wirksam von den Plattformen auszuschließen. Dass es Handlungsbedarf gibt, zeigt ein aktueller Fall aus dem Januar: Ermittler hatten eine Gruppe aufgedeckt, die mit gefälschten Konzessionen operierte. Mit rund 100 illegalen Fahrzeugen boten die Täter Fahrdienstleistungen an, zahlten weder Sozialabgaben noch Steuern und verursachten einen Schaden von etwa 2,5 Millionen Euro.

Nach Einschätzung der Ermittler könnte jedes vierte Fahrzeug, das über Uber, Bolt oder ähnliche Plattformen vermittelt wird, ohne gültige Konzession unterwegs sein. Dies wirft erneut Fragen zur Kontrolle und Regulierung der Geschäftsmodelle auf.

Kritik an Dumpinglöhnen und Schwarzarbeit

Die neue Regelung trifft auf Zustimmung aus der Politik. Frank Nagel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, sieht darin einen notwendigen Schritt, um faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen. Die Dumpingpreise der Plattformanbieter führten zu prekären Arbeitsverhältnissen, kritisiert er. Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit untergrüben nicht nur soziale Gerechtigkeit, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der Branche.

Auch aus der Taxi- und Mietwagenbranche gibt es Unterstützung für die Pläne. Branchenverbände hatten wiederholt auf Missstände hingewiesen, darunter die ungleiche Behandlung von Taxis und Mietwagen sowie den hohen Anteil illegaler Fahrzeuge im Markt. Dabei geht es nicht nur um unrechtmäßige Konzessionen, sondern auch um Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten oder das Umgehen von Sozialabgaben.

Ab jetzt ist „Illegal“ tatsächlich „illegal“

Es erscheint rätselhaft, dass es eine Vereinbarung benötigt, die festlegt, dass keine illegalen Fahrzeuge für die Plattformbetreiber fahren dürfen. Sollte das nicht selbstverständlich sein? Beinhaltet das Wort "illegal" nicht schon, dass es verboten ist? Haben die Behörden da nicht einfach viel zu lange weggesehen? Entscheidend wird nun sein, ob die Behörden Verstöße künftig effektiv ahnden können.

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PBefG-Symposium 2025 in München: 115 Behörden im Dialog mit dem Taxigewerbe

News vom 02.04.2025 von Kathrin Köstner

Zwei intensive Tage in München: Beim PBefG-Symposium tauschten sich Behördenvertreterinnen und -vertreter aus ganz Deutschland aus – praxisnah, vernetzt und mit klaren Impulsen für die Politik.

Montag und Dienstag fand das diesjährige PBefG-Symposium gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag in München statt. Nach den Erfolgen der letzten beiden Jahre war auch dieses Jahr die Nachfrage nach dem Veranstaltungsformat für Vertreterinnen und Vertreter von Behörden ungebrochen hoch: Insgesamt 115 Teilnehmende aus ganz Deutschland konnte der Bundesverband Taxi und Mietwagen in München willkommen heißen. 

Neu in diesem Jahr war, dass es weniger um Theorie und mehr um die Praxis beim Umsetzen der beschlossenen PBefG-Instrumente aus 2021 ging – einige Städte haben bereits Taxifestpreise umgesetzt, das Leipziger Urteil ist richtungsweisend, was Mindestbeförderungsentgelte für Mietwagen angeht und Kommunen wie Berlin, München, Hannover und Heidelberg sind in der Prüfung oder Planung, was die Mindestpreise betrifft.

Für zwei Tage waren die Behördenvertreterinnen und -vertreter in die Landeshauptstadt München gereist, um sich auf den neuesten Stand in Sachen Anwendung des PBefG zu bringen und sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen. Es waren zwei intensive Tage mit unzähligen Gesprächen im Veranstaltungssaal und außerhalb. 

„Es ehrt uns als Veranstalter, dass das Interesse an diesem Format so groß ist und sich so viele Vertreterinnen und Vertreter aus Städten und Landkreisen die Zeit dafür nehmen, sich im Bereich PBefG bestmöglich aufzustellen. Für das Gewerbe ist diese Plattform ungeheuer wichtig, denn die Wirkung des Gesetzes steht und fällt mit seiner konkreten Anwendung durch die zuständigen Behörden vor Ort“, 

zeigt sich Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverband Taxi und Mietwagen, zufrieden.

Hochkarätige Referentinnen und Referenten gaben einen Einblick in ihre Arbeit und konnten konkrete Erfolge benennen: Josef Hoffmann vom Kreisverwaltungsreferat in München stellte den Münchner Festpreis vor – bundesweit der erste seiner Art und damit ein Muster für die Umsetzung in vielen anderen Städten. Kirsten Dreher, Chefin des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten – kurz LABO Berlin, hatte gleich zwei Auftritte: Sie informierte über den Datenabgleich ihrer Behörde mit den Plattformen Uber, Bolt, Bloq, FreeNow und der Taxizentrale. Darüber hinaus gab sie interessante Einblicke in die Genehmigungspraxis in Berlin, wo die Zahl der Mietwagen in den letzten Jahren deutlich reduziert wurde. Zur Genehmigungspraxis sprach auch Viktor Schneitler von der Stadt Düsseldorf, er skizzierte, wie Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben erkannt und verwertet werden können.

Herwig Kollar, Präsident des Bundesverbands, referierte über einen in Hamburg anhängiges Verfahren, bei dem eine Mietwagengenehmigung unter anderem mit Verweis auf den Typenzwang des PBefG und damit aus sehr grundsätzlichen Erwägungen von der Behörde nicht erteilt wird.

Schließlich ging es natürlich auch um das Thema Mindestpreise und das Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig. Claudia Hille von der Stadt Leipzig gab gemeinsam mit Herwig Kollar einen Einblick in das Urteil und die Urteilsbegründung des Gerichts, das Mindestpreise für grundsätzlich zulässig erklärt hatte, die konkrete Höhe in Leipzig aber kritisiert hatte. Hille gab auch einen konkreten Ausblick, wie es in Leipzig nun weitergeht und machte dem Gewerbe und den Behördenvertreterinnen und -vertretern Mut.

Neben diesen Vorträgen gab es viel Raum für Diskussion und Austausch, der auch umfangreich genutzt wurde. Den Abschluss des zweitägigen Symposiums bildete ein Workshop „Aus der Praxis in die Politik“, in dem Landkreise und Städte aus ihrer Verwaltungspraxis Punkte sammeln konnten, die für die bessere Anwendbarkeit des PBefG optimiert werden sollten. Diese Punkte will der Bundesverband – nach Möglichkeit zusammen mit dem Städtetag – dann in die Hauptstadt tragen und dieses Feedback dem Bundesgesetzgeber übermitteln. Oppermann: 

„Politik muss sich immer an der Praxis messen lassen. Wir als Bundesverband tragen seit jeher die praktischen Erfahrungen der Unternehmerinnen und Unternehmer nach Berlin, weisen auf Missstände hin und zeigen Lösungswege auf. Nun wollen wir auch der Perspektive der Genehmigungsbehörden Sichtbarkeit verleihen. Mit dem Symposium ist es uns gelungen, eine breite Plattform für die Städte und Landkreise zu schaffen. Es wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.“

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Abschied von FreeNow – droht die UBERisierung der Mobilitätsplattform?

News vom 29.03.2025 von Thomas Kanzler

Berichte, dass  BMW und Mercedes-Benz ihr gemeinsames Mobilitäts-Unternehmen veräußern wollen, gab es immer wieder. 2020 gab es sogar Gerüchte, Uber könne den Mobilitätsdienstleister erwerben. Nun scheint ein Verkauf von Freenow kurz vor dem Abschluss zu stehen. Wie das „Manager Magazin“ berichtet, soll Lyft den Zuschlag erhalten haben.

Jetzt ist es wohl endgültig: BMW und Mercedes-Benz werden sich von ihrer gemeinsamen Mobilitätsplattform FreeNow trennen. Laut einem Bericht des "Manager Magazins" stehen die Verkaufsverhandlungen kurz vor dem Abschluss. Als potenzieller Käufer wird der US-Fahrdienstleister Lyft gehandelt.

Wer ist Lyft?`

Lyft ist ein US-amerikanisches Dienstleistungsunternehmen. Als direkter Wettbewerber von Uber tritt der Fahrdienst-Vermittler bislang nur in Nordamerika auf und hat dort nach Unternehmensangaben einen Marktanteil von 39 Prozent. Dabei fungiert Lyft – wie Uber – nur als Vermittler von Fahrten.

Dabei soll sich der Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Damit ziehen die beiden deutschen Automobilhersteller Konsequenzen aus einer Geschäftsentwicklung, die nicht den erhofften Erfolg gebracht hat.

Zweiter Versuch eines Verkaufs

Bereits 2020 hatte es Gespräche über einen Verkauf von FreeNow gegeben. Damals war Uber als Käufer im Gespräch, angeblich mit einem Kaufangebot von bis zu einer Milliarde Euro. Die Verhandlungen blieben jedoch ohne Ergebnis. Nun könnte es im zweiten Anlauf zu einem Eigentümerwechsel kommen – allerdings wohl zu deutlich anderen finanziellen Bedingungen.

Große Investitionen, geringe Erträge

Die Idee, mit digitalen Mobilitätsdiensten ein profitables Geschäftsfeld neben dem klassischen Automobilbau aufzubauen, hatte BMW und Daimler (heute Mercedes-Benz) einst dazu veranlasst, ihre Carsharing- und Fahrdienstangebote zu bündeln. Anfang 2019 investierten die Unternehmen über eine Milliarde Euro in den Ausbau von FreeNow und anderen Mobilitätsdiensten. Ziel war es, ein europäisches Gegengewicht zu den großen US-amerikanischen Plattformen wie Uber oder Lyft zu schaffen.

Doch die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllten sich nicht. Trotz einer wachsenden Nutzerbasis erwiesen sich die Plattformgeschäfte als kostspielig und wenig lukrativ. Vor allem Daimler war unter der Leitung von Konzernchef Ola Källenius zunehmend bemüht, sich von defizitären Geschäftsbereichen zu trennen. So fiel bereits die Smart-Produktion einer strikteren Kostenpolitik zum Opfer. Die nun anstehende Veräußerung von FreeNow ist Teil dieser Strategie.

Markt mit hohen Hürden

FreeNow, ursprünglich als MyTaxi gestartet, hatte sich durch die Übernahme und Integration verschiedener Fahrdienst-Apps wie Kapten (Frankreich), Beat (Griechenland) und Clever Taxi (Rumänien) zum zentralen europäischen Anbieter für Ride-Hailing entwickelt. Dennoch blieb der Durchbruch aus. Die Konkurrenz durch Uber, Bolt und andere Anbieter setzte FreeNow unter Druck. Gleichzeitig erschwerten regulatorische Hürden in vielen europäischen Märkten den Ausbau des Geschäftsmodells.

Die wirtschaftliche Belastung durch die Corona-Pandemie verstärkte schließlich den Handlungsdruck. Statt weiter in ein risikobehaftetes Geschäft zu investieren, setzen BMW und Mercedes-Benz nun wieder verstärkt auf ihr Kerngeschäft mit Fahrzeugen.

Ein Zeichen für die Branche

Der geplante Verkauf von FreeNow sendet ein klares Signal: Die Mobilitätsplattformen, die einst als Zukunft des urbanen Verkehrs galten, sind für traditionelle Automobilkonzerne kein Selbstläufer. Die Hoffnung, durch digitale Geschäftsmodelle schnell neue Umsatzquellen zu erschließen, hat sich zumindest in diesem Fall nicht erfüllt.

Sollte der Verkauf an Lyft zustande kommen, würde ein weiterer amerikanischer Anbieter den europäischen Mobilitätsmarkt prägen. Welche langfristigen Auswirkungen das auf Taxiunternehmen und andere Fahrdienstleister hat, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Wettbewerb in der Branche bleibt hart – und traditionelle Taxiunternehmen werden sich weiterhin mit neuen Herausforderungen durch Plattformanbieter auseinandersetzen müssen.

Kann Lyft Taxi?

Freenow fokussierte sich zuletzt auf das Taxi und hatte sich Anfang dieses Jahres endgültig vom Mietwagengeschäft losgesagt. Gleichzeitig ging der Mobilitätsdienstleister erste Kooperationen mit Taxizentralen ein – Stuttgart machte hier den Anfang, weitere Zentralen haben sich mittlerweile ebenfalls zur Zusammenarbeit mit Freenow entschieden – oder sind kurz davor.

Was es bedeutet, wenn eine Uber-ähnlicher Dienstleister das Ruder bei Freenow übernimmt, ist noch nicht abzusehen. Der Taxi-Markt in Deutschland ist durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet. Es ist zweifelhaft, dass ein amerikanischer Plattformbetreiber ein besonderes Interesse an den Belangen der Taxi-Unternehmer entwickeln wird. Im besten Fall lässt Lyft das bewährte Team um Alexander Mönch ungestört weiter zu der führenden deutschlandweit funktionierenden Taxi-App entwickeln, im schlechtesten Fall erleben wir die „UBERisierung“ der Mobilitätsplattform Freenow.

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Schachmatt auf dem Taxameter – oder Drama um die Taxi München eG

News vom 27.03.2025 von Thomas Kanzler

Es gibt sie noch, die großen Dramen unserer Zeit. Keine griechische Tragödie, kein Shakespeare-Stück kommt an das heran, was sich derzeit in der Münchner Taxi-Genossenschaft abspielt. Intrigen, Machtkämpfe, Verrat – das ganze Arsenal der politischen Kunstfertigkeit wird hier angewendet, während das eigentliche Problem unbeantwortet bleibt: Wohin steuert das Taxigewerbe?

Mit erhobenem Zeigefinger verkünden die Vorstände Thomas Kroker und Patrick Nothhaft, dass sich einige Aufsichtsratsmitglieder in die Arme von Uber und Bolt geworfen hätten – jenem "weltweit größten Feind des Taxigewerbes", wie es dramatisch heißt. Was auf den ersten Blick wie eine schlichte Empörung erscheint, wirkt bei genauerem Hinsehen wie eine gezielt platzierte Schachfigur im Spiel um die Macht. Die beschuldigten Aufsichtsräte, darunter Sezai Curuk, Elias Ghulam und Hüsseyin Bayram, sehen sich gezwungen, mit einem Gegenbrief zu antworten, in dem sie ihre Ehre verteidigen und ihrerseits den Vorwürfen widersprechen.

Doch der eigentliche Konflikt geht tiefer. Während in den Vorstandsetagen Stühle gerückt werden, fährt die Branche auf direktem Weg in eine ungewisse Zukunft. Der Nachtverkehr ist in München fast vollständig eingebrochen, die Nachfrage sinkt, während alternative Mobilitätsformen florieren. Derweil schleicht sich Uber, in Stuttgart bereits hofiert, leise aber bestimmt ins deutsche Taxigewerbe ein. Das Versprechen der Plattformbetreiber klingt verlockend: Mehr Fahrten, kürzere Wartezeiten, bessere digitale Infrastruktur. Doch welche Kosten stehen dem gegenüber? Ist es ein Rettungsring – oder eine Schlinge?

Stuttgart dient als Experimentierfeld. Erst Freenow, dann Uber – die dortige Taxi Auto Zentrale (TAZ) scheint gewillt, neue Wege zu gehen. Man nennt es "pragmatisch". Gegner nennen es "Kapitulation". Für Uber ist es ein strategischer Coup: Durch die Integration von Taxis wird der eigene Marktanteil weiter ausgebaut, während das Gewerbe glaubt, sich die digitale Reichweite zunutze zu machen. Doch am Ende sitzt Uber am längeren Hebel. Die Tarife sind vorgegeben, die Provisionshöhen steigen, die Abhängigkeit nimmt zu.

Die Münchner Taxi-Genossenschaft mag zerstritten sein, doch in einem Punkt sind sich viele Taxiunternehmer einig: Wer Uber als Partner ins Boot holt, könnte schnell feststellen, dass er selbst zum Ruderer geworden ist, während Uber den Kurs bestimmt. In Stuttgart mag man das als Fortschritt verkaufen, in München wächst das Misstrauen. Ist der Uber-Deal eine Notwendigkeit – oder das Einfallstor für das Ende des traditionellen Taxigewerbes?

Das Taxigeschäft steht vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten. Die Nachfrage schrumpft, Plattformen wildern, Genossenschaften streiten. Wer in diesem Chaos die richtigen Weichen stellt, wird in den kommenden Jahren die Spielregeln bestimmen. Bleibt zu hoffen, dass sich das Taxigewerbe nicht selbst schachmatt setzt.

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Uber drängt ins Taxigewerbe: Öffnet TAZ Stuttgart der Plattform die Tür zur Marktübernahme?

News vom 25.03.2025 von Thomas Kanzler

Die Taxi Auto Zentrale Stuttgart (TAZ) hatte erst im Januar die Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsdienstleister Freenow beschlossen. Freenow Chef Alexander Mönch sprach von einem Vorbild für andere Städte Deutschlands. Nun hat TAZ-Vorsitzender Iordanis Georgiadis die Kooperation mit dem Plattformbetreiber Uber verkündet.

Lange standen sich das traditionelle Taxigewerbe und der Fahrdienstvermittler Uber unversöhnlich gegenüber. Auf der einen Seite die Taxizentralen mit festen Tarifen und strengen Vorgaben, auf der anderen das amerikanische Tech-Unternehmen, das mit flexiblen Preisen und einer globalen Plattform Kunden anlockte und wiederholt damit auffiel, sich nicht an die rechtlichen Vorgaben zu halten. Demensprechend bestimmten Proteste, Bußgelder und gerichtliche Auseinandersetzungen die vergangenen Jahre.

Doch nun sieht es so aus, als nähern sich beide Seiten an – zumindest in einigen deutschen Städten. Stuttgart und München werden zu Versuchslaboren für eine neue Partnerschaft, die Chancen verspricht, aber auch Fragen aufwerfen.

Im November Freenow

Die im November 2024 eingegangene Zusammenarbeit wurde letztes Jahr als „Blaupause“ für andere deutsche Städte gesehen. Laut TAZ sei dies eine Win-Win-Situation. Denn die Fahrgäste profitierten nun von einer besseren Verfügbarkeit der Taxis, von kürzeren Wartezeiten und der zuverlässigen und Deutschlandweit verfügbaren und bekannten App des Mobilitätsdienstleisters. Laut Iordanis „Danis“ Georgiadis seien von den rund 950 Taxis in und um Stuttgart mehr als 830 über die TAZ vermittelt.

Alexander Mönch erklärte damals: „Das ist ein echter Gamechanger. Wir kombinieren das Beste aus beiden Welten: die digitale Reichweite von Freenow und das lokale Know-how der Stuttgarter Taxizentrale. Die Fahrgäste profitieren von mehr Taxis und noch besserem Service”

Jetzt auch noch Uber

In Stuttgart lassen sich seit Kurzem Taxis über die Uber-App buchen. Die Kooperation zwischen Uber und der Taxi Auto Zentrale Stuttgart (TAZ) gilt als Novum in Deutschland.

„Wir haben hier unglaublich viele Geschäftsreisende, aber auch viel Gastronomie und Lifestyle“, sagt Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber.

Die TAZ sieht das pragmatisch. Georgiadis, sieht die Vorteile vor allem in der verbesserten Transparenz für Fahrer und Fahrgäste: „Die Fahrer, aber vor allem auch die Kunden profitieren“, so Georgiadis.

„Es geht darum, neue Zielgruppen anzusprechen.“

Streit in der Münchner Taxi-Genossenschaft

In München bietet Uber seit März 2023 Taxiunternehmern Jahresverträge an. Rund 200 Fahrer haben sich darauf eingelassen. Doch nicht alle begrüßen diesen Schritt. Kritische Stimmen innerhalb der Branche warnen davor, dass Taxiunternehmer in eine finanzielle Abhängigkeit geraten könnten.

Zuletzt kam es in der Münchner Taxi-Genossenschaft zu Eklat. Die Taxi-München eG spricht sich deutlich gegen die Vereinnahmung durch die Plattformbetreiber Uber & Co. aus und verneint jegliche Zusammenarbeit. Als nun offenbar wurde, dass einige Mitglieder, die in Organen der Genossenschaft Verantwortung tragen, mit Uber zusammenarbeiten, war das Entsetzen der Vorstände Thomas Kroker und Patrick Nothhaft groß. (wir berichteten)

Kann Taxi mit Uber zusammenarbeiten?

Die Angst vor einer schleichenden Übernahme ist nicht unbegründet. Uber steht seit Jahren in der Kritik, den klassischen Taximarkt zu untergraben. Durch niedrigere Preise und eine aggressive Expansionsstrategie hatte das Unternehmen in vielen Städten weltweit das Taxigewerbe unter Druck gesetzt. Doch nun gibt sich Uber versöhnlich.

„Wir arbeiten schon lange darauf hin, mit Taxizentralen zu kooperieren“, sagt Unternehmenssprecherin Larissa Schröder.

Tatsächlich öffnete Uber im Juni 2024 seine Plattform für Taxiunternehmen in ganz Deutschland. „Wir wollen ein Partner der Branche sein“, betont Weigler. Die Digitalisierung biete neue Möglichkeiten, die Taxiunternehmen nutzen könnten.

Beim Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) beobachte man die Entwicklungen laut Hauptgeschäftsführer Michael Oppermann genau. Die Verbandsvertreter warnen eindringlich davor, dass Uber langfristig die Bedingungen diktieren könnte. Der TMV (Taxi- und Mietwagenverband) äußerte sich noch direkter und fordert, die Uber-App zu verbieten.

„1.700 illegale Mietwagen in Berlin, Schwarzarbeit, Sozialversicherungsbetrug und Gefährdung der Kunden…aus Sicht des ehrlichen, mittelständischen Taxi- und Mietwagengewerbes in Deutschland (besteht) schon seit längerer Zeit Handlungsbedarf“, so der Hauptgeschäftsführer des TMV, Patrick Meinhardt.

Risiken – aber auch Chancen?

Für Uber bedeutet die Kooperation mit dem Taxigewerbe vor allem eines: Legitimität. Lange war das Unternehmen umstritten, nun könnte die Zusammenarbeit mit traditionellen Taxizentralen das Image verbessern. Gleichzeitig erschließt sich Uber eine neue Kundengruppe – Fahrgäste, die bisher bewusst auf die App verzichtet haben.

Für das Taxigewerbe ist die Kooperation hingegen mehr als nur ein Balanceakt. Die digitale Uber-Plattform könnte natürlich für mehr Buchungen und eine bessere Auslastung beim Taxi-Unternehmer sorgen. Andererseits droht die Gefahr, sich abhängig vom amerikanischen Konzern zu machen. Anfangs sind die n Gebühren, die an den Plattformbetreiber abzuführen sind, gering. Man weiß aber von den bestehenden Verträgen mit den für Uber fahrenden Mietwagen-Unternehmen, dass der Plattformbetreiber bis zu 30 Prozent des Umsatzes abzieht.

Wie geht´s in Stuttgart weiter?

Natürlich kann jeder Taxler selbst entscheiden, ob er mit Uber kooperiert. Nur muss dem Taxi-Unternehmer auch klar sein, dass seine Abhängigkeit von Uber sicher größer ist, als die des Plattformbetreibers von dem einzelnen Taxi-Unternehmer. Zudem arbeitet man da mit einem globalen Konzern zusammen, der sich bisher nicht durch Fairness oder sozialem Verhalten hervorgetan hat, sondern durch das rücksichtslose Ausnutzen von Gesetzeslücken und immensen Druck auf das Taxi-Gewerbe. Preiskämpfe erwarte er in Stuttgart zunächst nicht, so Georgiadis abschließend.

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Freenow Studie zeigt: Hamburg ist grün, in Leipzig leben die Nachtschwärmer – und die Hälfte aller Taxifahrten findet in der Nacht statt

News vom 21.03.2025 von Thomas Kanzler

Wo in Deutschland findet man die schnellsten, besten und umweltfreundlichsten Taxis? Pünktlich zum Internationalen Tag des Taxifahrers am 22. März 2025 hat Freenow anhand der über die Plattform vermittelten Fahrten Erkenntnisse über das Taxifahren gesammelt – und bei den Ergebnissen gab es einige Überraschungen.

Freenow analysierte eigene Fahrten von 2024 bis Februar 2025. Die präsentierten Ergebnisse basieren auf einer Auswertung intern gesammelter Daten in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Griechenland, Irland, Italien und Polen.

„Unsere Auswertung zeigt: Das Taxigewerbe ist Vorreiter in Sachen Effizienz, Nachhaltigkeit und Kundenservice. Die Taxifahrerinnen und Taxifahrer erbringen täglich Höchstleistungen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen und Kundenbewertungen wider”, sagt Alexander Mönch, Präsident Freenow Deutschland und Österreich.

Berlin: Die Stadt mit den kürzesten Wartezeiten

Wer in Berlin ein Taxi bestellt, kann sich freuen: In der Hauptstadt wartet man im Schnitt nur 3,6 Minuten auf eine Fahrt – das ist deutschlandweit Rekord! Kein Wunder, denn mit über 5.500 Fahrzeugen (Stand Februar 2025) ist Berlin die absolute Taxi-Hochburg des Landes – und mehr als 3.000 davon sind über Freenow verfügbar, was die Plattform zum wichtigsten Akteur im Berliner Taxiverkehr macht.

Hamburg: Die grünste und tierfreundlichste Taxi-Stadt

Nachhaltige Mobilität? Hamburg zeigt, wie es geht: Die Hansestadt hat mit etwa 44 Prozent die meisten emissionsarmen oder vollelektrischen Taxis auf der Straße. Insgesamt 700 E-Taxis findet man auf den Straßen Hamburgs. Aber Hamburg macht sich nicht nur als grüne Taxi-Stadt einen Namen, sondern ist auch besonders tierfreundlich. Knapp 15.000 Fahrten wurden mit Haustieren an Bord bewältigt.

Stuttgart: Heimat der 5-Sterne-Fahrerinnen und Fahrer

In Stuttgart gibt es neben schnellen Autos auch Top-Service im Taxi. Nirgendwo sonst werden Fahrerinnen und Fahrer so oft mit der vollen Punktzahl bewertet. Ein echtes Zeichen für Qualität.

Nordrhein-Westfalen: Die Hochburg der Bestbewertungen

Wer in Nordrhein-Westfalen ins Taxi steigt, kann sich sicher sein: Hier sind die Kundinnen und Kunden am zufriedensten. Besonders herausragend schneiden Aachen und Mülheim an der Ruhr ab – mit durchschnittlich 4,95 Sternen sind sie die unangefochtenen Spitzenreiter in Sachen Fahrgastzufriedenheit.

Leipzig: Die Stadt der Nachtschwärmer

In keiner anderen deutschen Stadt sind Taxis so häufig nachts unterwegs wie in Leipzig. Satte 63,2 Prozent aller Fahrten finden hier nach Sonnenuntergang statt. Ganz klar: Taxis spielen eine entscheidende Rolle für die sichere nächtliche Mobilität. Die Top-Ziele der Taxifahrten: Hauptbahnhof, Flughafen und eine Rekordfahrt quer durchs Land

Egal in welcher Stadt – die meisten Taxifahrten führen entweder zum Hauptbahnhof oder zum Flughafen. In zehn Städten landet Terminal 1 auf Platz eins der beliebtesten Ziele, während in 14 der 30 untersuchten deutschen Städte der Hauptbahnhof am häufigsten angesteuert wird. Die restlichen sechs Städte haben weniger eindeutige Hotspots – mit einer Ausnahme: In Stuttgart scheint ein Hotel besonders gefragt zu sein – das Le Méridien gegenüber dem Schlossgarten.

Doch nicht jede Fahrt bleibt in der Stadt: Die längste und zugleich teuerste Tour führte über 440 Kilometer quer durch Deutschland und kostete stolze 1.000 Euro. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Taxis nicht nur für Kurzstrecken, sondern auch für Langstrecken durchaus gefragt werden.

Deutsche Taxis im europäischen Vergleich

Deutschland und Großbritannien führen die europäische Rangliste der Kundenzufriedenheit an. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,91 Sternen übertreffen sie knapp ihre europäischen Nachbarn: Spanien (4,87), Griechenland (4,88), Irland (4,85), Italien (4,78) und Polen (4,88). Besonders bemerkenswert ist, dass Deutschland mit 26,3 Prozent den höchsten Anteil an 5-Sterne-Bewertungen verzeichnet.

Im Schnitt zahlen Fahrgäste in Deutschland 1,22 Euro Trinkgeld. Damit liegen sie weit über anderen europäischen Ländern wie Griechenland, wo die Gäste im Schnitt 0,07 Euro Trinkgeld zahlen. Das höchste Einzeltrinkgeld in Deutschland betrug 100 Euro und wurde gleich in mehreren Städten spendiert. Darunter waren: Berlin, Köln, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Mülheim an der Ruhr und München.

Nächtliche Fahrten, emissionsarme Fahrzeuge und tierische Begleiter

Auffällig ist auch, dass Taxis in Deutschland häufiger in der Nacht beansprucht werden. Mit 49,9 Prozent finden die Hälfte der Taxifahrten in der Nacht statt – ein deutlicher Kontrast zu Großbritannien, wo nur 32,2 Prozent der Fahrten in die Nachtstunden fallen.

Wenn es um emissionsarme Fahrzeuge geht, liegt Irland im Ländervergleich vorne: Hier fahren bereits 12,3 Prozent der Taxis mit weniger Emissionen. Polen glänzt dagegen mit besonders tierfreundlichen Taxis, in denen im untersuchten Zeitraum über 36.200 Tiere ihren Platz fanden.

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BVTM aktiv in Brüssel: Vorstandsmitglied Gregor Beiner als Vizepräsident der IRU-Taxigruppe gewählt

News vom 14.03.2025 von Thomas Kanzler

Bei der letzten Sitzung der IRU-Taxigruppe (International Road Union), die halbjährlich tagt, wurde das Vorstandsmitglied des Bundesverbands Taxi und Mietwagen (BVTM) Gregor Beiner zum Vizepräsidenten der IRU-Taxigruppe gewählt.

Die International Road Union (IRU) ist ein weltweiter Verband für den gewerblichen Straßenverkehr. Innerhalb dieser Organisation widmet sich die IRU-Taxigruppe den spezifischen Anliegen des Taxigewerbes. Sie vertritt die Interessen von Taxi- und Mietwagenverbänden, Unternehmen sowie weiteren Akteuren der Branche auf internationaler Ebene. Mitglieder der IRU-Taxigruppe sind nationale und regionale Verbände, die Taxi- und Mietwagenunternehmen vertreten. Dazu gehören sowohl größere Interessenvertretungen als auch kleinere Organisationen aus verschiedenen Ländern. Die Gruppe dient als Plattform für den Austausch zwischen den Mitgliedern, um gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten.

Fairer Wettbewerb im Taxigewerbe

Ziel der IRU-Taxigruppe ist es, Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb im Taxigewerbe zu schaffen und die Interessen der Branche in der internationalen Verkehrspolitik zu vertreten. Dazu zählt die Arbeit an regulatorischen Fragen, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung und den technologischen Wandel. Zudem setzt sich die Gruppe für nachhaltige Mobilitätslösungen ein und engagiert sich für hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards im Personenverkehr.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, um realistische und wirtschaftlich tragfähige Lösungen für das Taxigewerbe zu entwickeln. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit neuen Mobilitätsformen und der Wettbewerbssituation durch Plattformanbieter. Die IRU-Taxigruppe positioniert sich dabei als Interessenvertretung eines Wirtschaftszweigs, der trotz technologischer Veränderungen eine wesentliche Rolle im urbanen und ländlichen Verkehr spielt.

Präsidium für drei Jahre gewählt

Der Franzose Armand Joseph-Oudin, vom Parisischen Taxiunternehmen G7, wurde in seinem Präsidenten-Amt bestätigt, zweiter Vizepräsident wurde der niederländische Jantine Vochteloo von der Branchenorganisation KNV. Das neue Präsidium der Taxigruppe wird die Prioritäten auf europäischer Ebene in den kommenden drei Jahren festlegen.

Nach der Wahl tauschten sich alle Anwesenden über die Schwierigkeiten des Taxisektors in den einzelnen Ländern aus. Obwohl jedes Land einen anderen Rechtsrahmen hat, gibt es einige Herausforderungen, die sich fast überall stellen, wie zum Beispiel der Mangel an Ladeinfrastruktur, der die Antriebswende erschwert. Außerdem wurde ausführlich besprochen, welche relevanten Themen auf der europäischen Agenda für das Taxigewerbe stehen. So nimmt beispielsweise „The Greening Corporate Fleets Initiative“ immer konkretere Formen an und es wurde diskutiert, welche Standpunkte die IRU dem Gesetzgeber in Brüssel vermitteln kann.

Neben internationalen Taxi-Organisationen sitzt auch Freenow am Tisch

Eine Zusammenarbeit auf internationaler Ebene muss den notwendigen politischen Wandel herbeiführen, den das Taxigewerbe dringend benötigt. Neben dem Bundesverband Taxi und Mietwagen als deutschem Vertreter waren auch Taxi-Organisationen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Österreich, Australien, Großbritannien sowie die Plattform Freenow, die in Deutschland mittlerweile nur noch Taxis vermittelt, anwesend.

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Wechsel bei Fiskaltaxameter-Dienstleistern: Alternativen für Tesymex-Kunden

News vom 12.03.2025 von Thomas Kanzler

Taxiunternehmen, die bislang ihre INSIKA-Daten über den Hamburger Dienstleister Tesymex verwalten ließen, müssen sich bis Ende März eine neue Lösung suchen. Aufgrund der Liquidation des Unternehmens stehen Alternativen wie Starksoft, Taxiwin und Hale bereit.

Die Anbieter werben mit unterschiedlichen Leistungspaketen für die gesetzeskonforme Speicherung und Verwaltung von Betriebsdaten.

Starksoft: Cloudbasierte Verwaltungslösung

Die Berliner Starksoft Deutschland GmbH bietet seit 2012 die Speicherung von Fiskaltaxameterdaten an. Inhaber Özgür Mergün beschreibt die firmeneigene "Maxicloud" als eine Lösung zur digitalen Verwaltung von Taxibetrieben. Die Plattform ermöglicht zudem die digitale Arbeitszeiterfassung sowie die Integration von Zahlungsbelegen ins Kassenbuch.

Starksoft offeriert drei Tarifstufen:

  • Basis (14,90 Euro/Monat/Fahrzeug) umfasst unter anderem den "Alive-Service", der inaktive Taxameter meldet, Betriebsnachweise nach jeder Schicht sowie eine Exportfunktion für Steuerbüros.
  • Profi (24,90 Euro) erweitert die Basisfunktionen um detaillierte Umsatzanalysen, Personal- und Lohnabrechnungen, Strafzettelverwaltung sowie eine Schichtübersicht.
  • Premium (34,90 Euro) bietet zusätzlich eine Fahrzeug- und Unfallverwaltung, einen digitalen Schichtplan, eine interne Chatfunktion und die Nutzung von NFC-Technologie zur Authentifizierung.

Taxiwin: Günstige Alternativen mit Fokus auf Effizienz

Taxiwin, ebenfalls in Berlin ansässig, wird von Marco und Rüdiger Kosch geführt und stellt eine cloudbasierte Datenverwaltung bereit. "Datenmanagement leicht gemacht" lautet das Motto des Familienbetriebs, der sich durch wettbewerbsfähige Preise positioniert.

Die beiden Haupttarife sind:

  • Taxiwin Basis (8,90 Euro/Monat/Fahrzeug) richtet sich an Einzelunternehmer und gewährleistet die revisionssichere Speicherung von Fahrtdaten sowie den Export für Finanzbehörden.
  • Taxiwin Premium (11,90 Euro) bietet neben den Basisfunktionen eine umfassende Arbeitszeit- und Bruttolohnabrechnung, die Integration unbarer Zahlungen zum Beispiel von FreeNow (aber auch Bolt und Uber) sowie Live-GPS-Ortung für bestimmte Taxameter.

Zusätzlich können Kunden eine Fahrer-App (4,30 Euro) zur mobilen Datenerfassung sowie eine SIM-Karte für die Datenübertragung (2,50 Euro) buchen. Eine "Altdatenübernahme" erleichtert den Wechsel von bestehenden Systemen.

Hale: Drei gestaffelte Pakete mit modularer Erweiterung

Der Salzburger Anbieter Hale Electronic positioniert sich als umfassender Datenmanagement-Dienstleister für Taxibetriebe. Das Unternehmen lockt ehemalige Tesymex-Kunden mit einer dreimonatigen Gratis-Nutzung.

Seit Anfang 2024 stehen drei Tarifmodelle zur Auswahl:

  • Hale Fiskal (8,90 Euro/Monat/Fahrzeug) richtet sich an Einzelfahrer, die Fiskaldaten zehn Jahre lang revisionssicher speichern möchten.
  • Hale Business (13,50 Euro) bietet eine erweiterte Betriebsdatenverwaltung mit Fahrerabrechnung, Umsatzdokumentation und automatisierten Berichten.
  • Hale Professional (17,90 Euro) stellt eine umfassende Komplettlösung mit Fahrzeugkostenverwaltung, Rechnungsfahrten und Schichtplanung bereit.

Ergänzend lassen sich Zusatzmodule wie Kassenbuch, Mobilithek oder eine direkte Krankenfahrten-Abrechnung mit Kostenträgern hinzubuchen. Eine optionale SIM-Karte kostet 3,40 Euro monatlich.

Hale-Geschäftsführer Martin Leitner hebt hervor: "Das HALE Datencenter hat sich bereits bei INSIKA als optimale Lösung zur fiskalkonformen Datenspeicherung bewährt. Selbstverständlich erfüllt es jetzt auch sämtliche Anforderungen der KassenSichV/TSE."

Eine zügige Entscheidung ist erforderlich

Mit dem bevorstehenden Ende von Tesymex müssen Taxiunternehmen kurzfristig handeln, um eine lückenlose Fiskaldatenspeicherung sicherzustellen. Starksoft, Taxiwin und Hale bieten verschiedene Modelle, die sich je nach Betriebsgröße und Funktionsbedarf eignen. Die Preisstrukturen sind ähnlich, wobei sich die Anbieter durch unterschiedliche Zusatzleistungen differenzieren. Eine rasche Entscheidung ist daher ratsam, um den Fiskalanforderungen weiterhin zu entsprechen.

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Freenow und der ASB-Wünschewagen: Gemeinsam letzte Herzenswünsche erfüllen

News vom 11.03.2025 von Thomas Kanzler

Mobilität bedeutet mehr als nur von A nach B zu gelangen – sie kann auch besondere Wünsche erfüllen und zu unvergesslichen Momenten führen. Freenow setzt seine erfolgreiche „Aufrunden und Spenden“-Initiative fort und unterstützt ab sofort das Projekt Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB).

Nutzerinnen und Nutzer der Freenow -App können mit jeder Fahrt einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie ihren Fahrpreis auf den nächsten vollen Euro aufrunden. Die Differenz spendet Freenow zu 100 Prozent an den ASB und unterstützt damit das Herzensprojekt „Wünschewagen“ an 23 Standorten in Deutschland.

ASB – über 130 Jahre soziales Engagement

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist eine bundesweit tätige, parteipolitisch und konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Seit über 130 Jahren engagiert sich der ASB für Menschen in Not – von Rettungsdienst und Katastrophenschutz über Pflege und soziale Dienste bis hin zur Kinder- und Jugendhilfe. Mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern und über 20.000 Ehrenamtlichen leistet der ASB bundesweit schnelle und kompetente Hilfe – getreu dem Motto: Wir helfen hier und jetzt.

Mit kleinen Beträgen große Wünsche erfüllen

Der ASB-Wünschewagen erfüllt schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch. Seit 2014 bringen engagierte ehrenamtliche Wunscherfüllerinnen und Wunscherfüller Menschen am Ende ihres Lebens noch einmal an ihren Lieblingsort – ob ans Meer, ins Stadion oder einfach nach Hause zu ihren Liebsten. Das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Eigenmitteln. Dank der Kooperation mit Freenow haben die Nutzerinnen und Nutzer der App nun die Möglichkeit dazu beizutragen, diese Herzenswünsche wahr werden zu lassen.

So funktioniert „Aufrunden und Spenden“

Die Option zum Aufrunden wird in der Freenow -App bei jeder Buchung einer Taxifahrt angezeigt. Wer sie aktiviert, rundet seinen Fahrpreis automatisch auf den nächsten vollen Euro auf. Die Differenz geht ohne Abzug an den ASB-Wünschewagen. Alternativ kann die Funktion dauerhaft im Profil der App aktiviert werden.

Andreas Maier, General Manager Deutschland & Österreich bei Freenow, betont:

„Unsere tägliche Arbeit bei Freenow dreht sich darum, Menschen eine unkomplizierte und komfortable Fahrt von A nach B zu ermöglichen. Kaum ein Projekt verdeutlicht besser als der ASB-Wünschewagen, dass hinter jeder Fahrt auch eine Geschichte steckt – und dass Mobilität eine wichtige gesellschaftliche Rolle spielt. Deshalb sind wir stolz, dieses großartige ehrenamtliche Projekt zu unterstützen und in den Städten, in denen wir aktiv sind, einen wertvollen Beitrag vor Ort zu leisten. Der ASB-Wünschewagen und das engagierte Team dahinter vollbringen mit jeder Fahrt Außergewöhnliches.“

Knut Fleckenstein, Bundesvorsitzender des ASB, ergänzt:

„Der ASB-Wünschewagen lebt von Spenden und dem Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher. Die Unterstützung durch Freenow ist ein großer Gewinn für unser Projekt und hilft uns, noch mehr Fahrgäste an ihren Wunschort zu bringen. Jede Spende macht einen Unterschied.“

Jede Fahrt zählt

Freenow setzt mit dieser Partnerschaft ein klares Zeichen für soziales Engagement. Alle Nutzerinnen und Nutzer der App können sich aktiv beteiligen und mit nur wenigen Cent dazu beitragen, Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine besondere Freude zu bereiten.

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Taxi Festpreise in Düsseldorf starten zum 1. Mai - Freenow bringt das neue Preismodell direkt in die App

News vom 05.03.2025 von Thomas Kanzler

Ab dem 1. Mai 2025 können Taxifahrten in der Landeshauptstadt auch zum Festpreis gebucht werden. Die Multi-Mobilitäts-App Freenow mit Fokus auf das Taxi-Geschäft, integriert das neue Preismodell direkt zum Start am 01. Mai in die App.

Damit profitierten laut Andreas Maier, General Manager Deutschland und Österreich bei Freenow, Fahrgäste von Preistransparenz und Planungssicherheit, während sich Taxi-Unternehmen besser im Wettbewerb positionieren könnten. Freenow vermittelt in Düsseldorf mehr als 700 Taxis – das ist über die Hälfte aller Taxen in der Stadt. Mit der neuen Festpreis-Option wissen Fahrgäste schon vor Fahrtantritt genau, was sie bezahlen werden. Das schafft Vertrauen und macht das Taxi zu einer attraktiven Alternative zu anderen Mobilitätsangeboten. Gleichzeitig sorgt das Modell für mehr Planungssicherheit bei den Fahrern, die ihre Einnahmen besser kalkulieren können.

So funktioniert der Festpreis in Düsseldorf

Der Festpreis in Düsseldorf basiert auf einem festgelegten Korridor: Der Fahrpreis kann sich innerhalb eines Rahmens von minus 20 Prozent bis plus 20 Prozent von dem nach Tarif erwarteten Fahrpreis abweichen. Damit bleibt ein gewisser Spielraum, um auf die Verkehrssituation und Nachfrage flexibel zu reagieren. Diese Preisgestaltung hilft Taxi-Fahrenden, ihre Fahrten zeitlich anzupassen, und bietet Fahrgästen dennoch eine transparente und vorhersehbare Kostenstruktur.

Erfolgsmodell aus anderen Städten

Die Einführung des Festpreises hat sich bereits in anderen deutschen Städten bewährt. In Berlin, München, Frankfurt sowie kürzlich auch in Hamburg und Köln wurde das Modell erfolgreich umgesetzt.

„Wir sehen, dass sich Festpreise in unseren Partnerstädten als großer Gewinn für alle Seiten erweisen“, sagt Maier. „Die Fahrgäste profitieren von fairen, vorhersehbaren Preisen, während Fahrer ihre Arbeit besser organisieren und ihre Einnahmen optimieren können.“

Düsseldorf ist als Messe- und Wirtschaftsstandort sowie mit seinem pulsierenden Nachtleben und der Lage in einer Metropolregion eine Stadt mit hohem Bedarf an zuverlässiger Mobilität. Ob nach einem langen Arbeitstag, einer Veranstaltung oder einer späten Heimfahrt – Fahrgäste können sich mit dem neuen Festpreis sicher sein, was sie für ihre Fahrt zahlen.

„Der Festpreis ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber es braucht mehr, um einen fairen Wettbewerb zu etablieren. Ein Mindestpreis für den taxi-ähnlichen Mietwagen sowie ein effektiver Datenabgleich zwischen der Behörde und den Plattformen sind essenziell, um illegale Anbieter aus dem Verkehr zu ziehen. Politik und Verwaltung sind gefordert, hier insbesondere zum Schutz der Fahrgäste klare Regeln zu schaffen", betont Alexander Mönch, Präsident Freenow in Deutschland und Österreich.

Die Entwicklung von Festpreismodellen in weiteren Städten hängt von den lokalen Beschlüssen ab. Freenow begrüße jede Initiative, die den Taxi-Markt transparenter und wettbewerbsfähiger mache, erklärt Mönch. Mit der Einführung in Düsseldorf setze die Stadt ein starkes Zeichen für moderne, digitale und faire Mobilität.

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Taxi vs. Uber & Bolt: Taxi-Branche bündelt Kräfte im Kampf gegen Plattformen

News vom 25.02.2025 von Thomas Kanzler

In Bamberg trafen sich Ende letzter Woche Vertreter kleinerer Städte, von Taxizentralen und –Genossenschaften zur Anti-Uber-Allianz (AUA). Mit gut 60 Teilnehmern war das erste Treffen der von Christian Linz vom LVBTM ins Leben gerufenen Leidens- und Interessengemeinschaft gut besucht.

Uber und Bolt expandieren zunehmend. Waren die Plattformbetreiber anfangs vor allem in den Metropolen aktiv, erweitern sie nun ihr „Jagdgebiet“ zunehmend auf kleinere Städte. Ursprünglich wollte der Geschäftsführer des Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmer (LVBTM) Christian Linz den Erfahrungsaustausch der bayerischen Städte „so um die einhundert-Tausend Einwohner“ fördern. Doch Linz wurde vom Interesse aus ganz Deutschland an dem Netzwerk für den Kampf gegen die Plattformbetreiber buchstäblich überrollt.

Treffpunkt war das Aufseesianum in Bamberg, ein Internat, geleitet von der Schwester des Geschäftsführers des LVBTM. Obwohl die Veranstaltung von vom Bayerischen Landesverband organisiert wurde, war sie erfreulicherweise auch offen für Vertreter der anderen Verbände. So saßen Vertreter von 25-30 Taxizentralen, Taxiunternehmer und auch Alexander Mönch von Freenow zusammen im restlos gefüllten Seminarraum.

Die Eröffnung des Tages erfolgte durch Christian Linz, der betonte, man habe – nach anfänglicher Zurückhaltung – in den letzten Tagen so viele Anfragen zur Teilnahme an der Veranstaltung erhalten, dass man sogar gezwungen war, einigen Interessenten abzusagen.

Was läuft in Nürnberg?

Taxi-Unternehmer Linz schilderte erst einmal die aktuelle Situation Nürnberg, die mit etwa 1 Millionen Einwohnern eine sehr wirtschaftsstarke Metropolregion in Deutschland sei. Bis vor dem Eintritt der Plattformbetreiber sei Nürnberg mit etwa 1 Taxi pro 1.000 Einwohner geradezu eine „Insel der Seeligen“ gewesen. 2023 sei dann Bolt auf dem Markt erschienen. Dabei wollte eine Gesellschaft namens „Mars Holding“ mit 150 Fahrzeugen den Nürnberger Taxi-Markt aufmischen. Im Dezember 2024 startete dann auch noch Uber. Beiden Plattformbetreibern fällt es aktuell aber schwer, das benötigte Fahr-Personal zu akquirieren.

Mindestfahrentgelt und Tarifkorridor

Ab dem 1. Mai ist in Nürnberg ein Tarifkorridor geplant. Laut Rechtsanwalt Thomas Grätz daure das zwar länger und sei ein „mildes Mittel“ gegen die Plattformbetreiber. Dafür erscheine ihm dieser Weg aber rechtssicherer. Als Vorbild dabei wird Nürnberg die Städte München und Augsburg nehmen. Da das Urteil von Leipzig grundsätzlich Mindestpreise und Tarifkorridore erlaubt habe und nur an der Preisgestaltung der Stadt etwas auszusetzten gehabt habe, sei man zu folgendem Tarifkorridor gekommen: Als untere Grenze sieht das Modell den Taxitarif vor (quasi 0 Prozent Aufschlag), die obere Grenze sei dann 30 Prozent über Tarif.

Christian Linz erläuterte, dass man bei der Tarifgestaltung die Wartezeit, die ein Taxi üblicherweise habe, mit einberechnet habe. Er gehe von einer durchschnittlichen Wartezeit von etwa 10 Prozent der Schicht aus. Somit sei der bereinigte Tarifkorridor bereinigt zwischen -10 Prozent und 20 Prozent. Eigentlich, so Linz, müsste der Mietwagen mit der 19-Prozentigen Mehrwertsteuer im Vergleich zum Taxi dann immer teurer sein.

„Es ist unabdingbar, nicht mit dem Schutz des Taxigewerbes zu argumentieren. Zielführend ist der Hinweis, die Maßnahme schützt den öffentlichen Nahverkehr und verhindert Sozial-Dumping", ergänzte Thomas Grätz.

Ortskennzeichnung wichtig

Dringend zu kontrollieren – und zu hinterfragen - sind die Ortskennzeichen der Mietwagen-Fahrzeuge. So sei es in Nürnberg vorgekommen, dass ein Fahrzeug in der Stadt Nürnberg angemeldet und nach drei Monaten wieder abgemeldet wurde. Der Unternehmer habe dann das Kennzeichen reserviert und das Fahrzeug in Fürth erneut mit Nürnberger KFZ-Zeichen angemeldet. So könne das Fahrzeug natürlich unbemerkt im Nürnberger Raum „wildern“.

Handlungsanweisungen des LVBTM

Der Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmer hat eine Handlungsempfehlung zum Umgang mit irregulär arbeitenden App-Vermittlern erstellt. Diese kann beim Verband auf Wunsch angefordert werden. Man habe laut Christian Linz durch das Einschleusen von Fahrern bei den Plattformbetreibern einen genaueren Überblick über die Machenschaften von Uber & Co.erhalten. Auch deshalb sei es wichtig, die Politik und die jeweiligen Verwaltungen mit Informationen zu unterstützen.

„Nehmt in Kommunen oder Städten an den Treffen der Stadträte oder des Gemeinderates teil. Die haben oft einen Stammtisch. Geht da hin, dann kennen die eure Belange später bei der Entscheidungsfindung“, empfahl der Erlanger Taxi-Unternehmer Donald Dickau.

Die Bedeutung von „Leipzig“

Laut Rechtsanwalt Thomas Grätz ist die Haupt-Bedeutung des Urteils des Verwaltungsgerichts Leipzig nicht unbedingt, das Tarifkorridore und Mindestentgelte grundsätzlich rechtens sind. Vielmehr sei es nun erstmals möglich, präventiv tätig zu werden - man müsse nicht erst abwarten, bis die Situation völlig verfahren sei.

„Wenn eine der Säulen des ÖPNV fällt, leidet der ganze öffentliche Nahverkehr – und damit auch die Nutzer des ÖPNV“, klärte Grätz auf.

Eine Säule sei in diesem Fall das Taxi-Gewerbe. In Webinaren sei man mittlerweile sehr aktiv, den Behörden die nötigen Informationen für ein Vorgehen gegen Uber & Co. zu liefern.

„Sündenbabel“ Berlin

Von der Taxi-Innung Berlin ergriff Güven Aktas das Wort. Hier sei laut Aktas der Kopf der Schlange. Lange habe man in der Bundeshauptstadt das Problem gehabt, dass die Behörden entweder wegschauen oder sich nicht auskennen.

„Wir haben 4 bis 6 Jahre gekämpft, man muss die Politiker weichklopfen“, meinte Aktas.

Nun habe man aber mit der neuen Verkehrssenatorin Ute Bonde und vor allem dem Abgeordneten Tino Schopf zwei schlagkräftige Mitstreiter an der Seite. Nachdem die Vergabe von Taxi-Konzessionen in Berlin quasi zum Erliegen gekommen sei, seien viele Anfragen im Berliner Umland erfolgt. Aber auch hier sei man dabei, die Umlandgemeinden „mit ins Boot“ zu holen.

Herman Waldner, Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagen (BVTM), warb für mehr Kooperation der Tai-Unternehmer. Durch die ergriffenen Maßnahmen in Berlin bewege sich die Situation in Richtung „Level Playingfield“ – es sei sozusagen endlich wieder ein fairer Wettbewerb zwischen Taxi und Mietwagen möglich.

Hier sieht Waldner auch die Chance für das Taxi-Gewerbe. Er habe zum Beispiel die Taxi-Vermittlung durch den Einsatz von KI deutlich verschlankt. Das eingesparte Geld steckt Waldner in die Werbung für seine Taxi-Zentrale.

„Nutzt die Chancen, die sich da bieten. Ich merke dank der Werbung einen deutlichen Zuwachs an Fahrten“, warb Waldner.

Freenow – oder eine eigene App?

Alexander Mönch, Präsident von Freenow in Deutschland und Österreich, präsentierte mit nicht nur seine neue Kollegin für Digitales Amber Krake, sondern auch die Kooperationen mit der Taxizentrale Stuttgart und die Zusammenarbeit mit der Erlanger Taxi-Zentrale. Wie auch schon auf zahlreichen vorhergehenden Veranstaltungen bekräftigte Mönch, Freenow bekenne sich unwiderruflich zum Taxi, das Mietwagen-Geschäft sei – legal betrieben – nicht rentabel.

Iordanis Georgiadis von der Stuttgarter Taxizentrale betonte, die Zustimmung zur Zusammenarbeit mit Freenow sei mit 74,3 Prozent sehr hoch gewesen. Auch wenn die App momentan noch einige „Kinderkrankheiten“ habe, sei die Funktionalität schon sehr gut. Bis spätestens Ende Quartal 2 sei seiner Meinung nach alles fertig integriert. In Erlangen wird zurzeit ein anderes Partnerschafts-Modell mit dem Mobilitäts-App-Anbieter aufgebaut. Die Buchungssysteme der Taxizentrale und von Freenow laufen hier parallel.

Auf die kritische Nachfrage aus dem Publikum, was es denn mit der Zusammenarbeit der Techniker Krankenkasse mit Freenow auf sich habe, konterte Mönch, man habe keine ausschließliche Beförderung vereinbart, sondern nehme als Dienstleister nur Fahrten ab. Martin Kammer vom Landesverband Thüringen fragte nach, was eine kapitalorientierte Plattform wie Freenow daran hindere, bei entsprechender Marktdurchdringung nicht die Provision auf 30 Prozent hochzusetzten. Mönch antwortete, dass solche Zahlen im Taxigewerbe nicht durchsetzbar seien und daher nicht in Frage kämen. Auch der Berliner Herman Waldner blieb skeptisch und konnte sich nicht vorstellen, mit Freenow zusammenzuarbeiten:

„Was geschieht, wenn ich jetzt für fünf Jahre unterschreibe? Wem gehört Freenow dann – und was, wenn Freenow seine Interessen plötzlich ändert?“

Aber auch Freenow begebe sich in die Hände des Taxi-Gewerbes, betonte Linz. Schließlich sei der App-Anbieter auf die Fahrzeugflotte der Taxi-Unternehmen angewiesen. Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Christian Linz ein weiteres Treffen in diesem Jahr in Aussicht. Nico Höttges, Büroleiter des TMV, regte an, dies doch zum Thema eines Erfa-Treffens zu machen.

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FREENOW und Taxi Zentrale Erlangen kooperieren

News vom 13.02.2025 von Thomas Kanzler

Die Taxi Zentrale Erlangen und FREENOW haben eine wegweisende Kooperation geschlossen. Durch diese Partnerschaft sind ab sofort noch mehr Taxis bequem über die App des Mobilitätsdienstleisters buchbar.

Ziel sei es, das lokale Taxigewerbe nachhaltig zu stärken und durch digitale Vermittlung die Verfügbarkeit von Fahrten für Privat- und Geschäftskunden zu verbessern, erklärten die beiden Kooperationspartner. Fahrerinnen und Fahrer, die bislang der Zentrale angeschlossen waren, sind ab sofort auch über FREENOW erreichbar – damit sind nun über 80 Prozent aller in der Region verfügbaren Taxis über die App buchbar. FREENOW baut seine Verfügbarkeit in deutschen Städten weiter aus.

Erlangen als Wirtschafts- und Innovationsstandort im Fokus

Die Kooperation kommt genau dort zum Tragen, wo sie besonders gebraucht wird: Erlangen und Herzogenaurach zeichnen sich durch eine hohe Mobilitätsnachfrage aus. Geschäftsreisende, Pendler und Einheimische profitieren gleichermaßen von der digitalen Taxivermittlung, die eine zuverlässige und flexible Mobilitätslösung bietet.

„Diese Partnerschaft zeigt: Wir stehen eng an der Seite der Taxibranche und führen sie gezielt in die Zukunft“, sagt Andreas Maier, General Manager von FREENOW in Deutschland & Österreich. „Erlangen ist ein starker Wirtschaftsstandort mit hoher Innovationskraft – genau der richtige Ort, um die digitale Vernetzung des Taxigewerbes weiter voranzutreiben. Mit unserer Technologie und Reichweite schaffen wir neue Wachstumschancen für Taxiunternehmer und bieten Fahrgästen eine noch zuverlässigere und effizientere Transportlösung.“

Auch die Taxi Zentrale Erlangen hebt die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor:

„Diese Kooperation gibt unseren Unternehmerinnen und Unternehmern einen echten Wettbewerbsvorteil. Durch die zusätzliche digitale Vermittlung können wir noch mehr Fahrgäste erreichen und die steigende Nachfrage nach flexiblen Mobilitätslösungen optimal bedienen.“, sagt Senol Yüksel, Vorstand der Taxi Zentrale Erlangen.

Auch seine Vorstandskollegin Antonia von Kleinsorgen betont:

„Wir heben die Taxi Zentrale Erlangen mit unserer FREENOW Partnerschaft auf ein neues Level. Unser Service wird noch zukunfts- und kundenorientierter – und das bei einer besseren Auslastung für die Unternehmen. Wir setzen Akzente auf beiden Seiten – und das ist gut so“.

Erlangen wird Vorreiter für digitale Taxi-Infrastruktur

Die Zukunft der Mobilität ist digital, vernetzt und lokal verankert ist. Gemeinsam mit der Taxi Zentrale Erlangen werde laut Andreas Maiervon FREENOW eine moderne und nachhaltige Taxi-Infrastruktur geschaffen, die das Taxi als unverzichtbares Transportmittel weiter etabliert. Erlangen werde so zu einem Vorreiter für die digitale Transformation des Taxigewerbes in Deutschland.

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Keine Überraschungen mehr beim Bezahlen: Hamburg und Köln bieten Festpreisoption für Taxifahrten an

News vom 29.01.2025 von Thomas Kanzler

FREENOW bietet seinen Kunden in Hamburg und Köln ab dem 01. Februar 2025 die Möglichkeit feste Preise bei der Taxibuchung über die App auszuwählen. Damit können die Nutzer der Mobilitäts-App direkt ab der Einführung des Festpreises das neue Angebot testen.

Die Einführung des Festpreises soll laut Andreas Maier, General Manager Deutschland und Österreich bei FREENOW, Taxifahrdienste dabei unterstützen, sich in einer digitalisierten und wettbewerbsintensiven Branche zu positionieren und für klare und transparente Preisgestaltung für Fahrgäste und Fahren sorge.

„Das Festpreis-Konzept hat sich bereits in München, Berlin und Frankfurt als absolute Bereicherung erwiesen“, so Maier weiter. „Es sorgt für Klarheit auf beiden Seiten: Fahrgäste wissen genau, woran sie sind, und Fahren können fair kalkulieren.“

Preiskorridor oder Festpreis mit Zuschlag

Ein Grundpreis plus Kilometerpreis ergibt den Festpreis. Ein bisschen Flexibilität bleibt, denn die Fahrer können ihren Preis innerhalb eines festgelegten Korridors oder mit einem Zuschlag anpassen, um mit anderen Verkehrsmitteln wie ÖPNV, Mietwagen- oder Carsharing-Anbietern mitzuhalten. In Köln liegt dieser Korridor bei –5 Prozent bis +20 Prozent des geschätzten Fahrpreises. In Hamburg gibt es keinen Korridor, aber einen Zuschlag von 12 Prozent auf die aus Grundpreis und Kilometerpreis berechnete Gesamtsumme für die durchschnittliche Wartezeit. Die Städte haben die Modelle selbst beschlossen, und Fahrgäste können so ab sofort entspannt ihre Fahrtkosten im Voraus kalkulieren.

Sicherheit für die Kunden – der Preis steht vorher fest

Der Taxi-Festpreis sorgt für klare Bedingungen: Niemand will raten, was eine Fahrt am Ende kostet – schon gar nicht nach einem langen Arbeitstag oder einer wilden Partynacht. Der Festpreis bringt Sicherheit und Vertrauen ins Taxi zurück. Fahrgäste können sich vor der Fahrt auf einen fixen Preis verlassen – unabhängig von Verkehr oder Fahrtzeit. Das schafft Vertrauen und macht Taxis zu einer attraktiven Alternative im städtischen Nahverkehr. Besonders in Zeiten von zunehmender Digitalisierung und Konkurrenz durch Mobilitätsplattformen, nimmt die Taxibranche diese Neuerung dankend an, denn Fahrer können damit ihre Arbeitszeit besser planen und haben die Gewissheit, dass ihre Leistungen angemessen entlohnt werden.

Hamburg: Verlässlichkeit trotz Baustellenchaos

In einer Stadt, in der intensiv an Infrastruktur gearbeitet wird, gehören auch Baustellen und damit Verkehrsprobleme dazu, die den Alltag vieler Hamburger erschweren. Der Festpreis schafft Verlässlichkeit, um den mehr als 200.000 Anfragen, die monatlich über die FREENOW-App eingehen, gerecht zu werden. Denn Fahrgäste wissen vorab, wie viel ihre Fahrt kostet – unabhängig davon, wie lange sie im Stau stehen.

„Gerade in einer Stadt wie Hamburg, die mit Verkehrschaos kämpft, sorgt der Festpreis für klare Verhältnisse und mehr Gelassenheit bei unseren Fahrgästen.“, sagt Andreas Maier.

Köln: Zuverlässige Mobilität bei hoher Eventdichte

Auch in Köln bringt der Festpreis Vorteile für Fahrgäste und die mehr als 500 Fahrer, die über FREENOW vermittelt werden. In einer lebendigen Stadt, die für Veranstaltungen, Tourismus und eine aktive Nachtszene bekannt ist, bedeutet die Einführung des Festpreises eine willkommene Neuerung. Ein Fahrgast aus Köln sagt:

„Wenn ich abends mit Freunden unterwegs war, wusste ich oft nicht genau, was die Taxifahrt am Ende kosten wird. Der Festpreis gibt mir jetzt Sicherheit und macht die Planung viel einfacher.“

Wie wird sich der Festpreis in anderen Städten entwickeln?

Die Entwicklung der Festpreise hängt unmittelbar von den Beschlüssen der jeweiligen Städte ab und bleibt daher ein dynamisches Thema in der kommunalen Diskussion. FREENOW begrüßte laut Maier ausdrücklich jede Einführung und Förderung von Festpreisen.

„Auch in Düsseldorf setzt sich FREENOW für die Einführung eines Festpreises ein“, erklärt Maier. „Wir blicken zuversichtlich auf die weitere Entwicklung.“

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Schwarz-Rot will Mindestfahrpreis für Uber und Co. prüfen

News vom 08.01.2025 von Franziska Neuner, Redationsassitenz bis März 2025

(dpa/bb/fn) Die Koalition in Berlin will das Mietwagengewerbe von Uber, Bolt und anderen deutlich einschränken. Diskutiert wird, ob Fahrgäste für diese Angebote demnächst einen Mindestfahrpreis zahlen müssen.

Die schwarz-rote Koalition in Berlin erwägt die Einführung eines Mindestfahrpreises für Mietwagenunternehmen wie Uber oder Bolt. Das Abgeordnetenhaus brachte dazu im Dezember einen Antrag auf den Weg, in dem der Senat aufgefordert wird, eine solche Maßnahme zu prüfen. Das Papier wird nun zunächst im zuständigen Parlamentsausschuss weiter beraten und soll voraussichtlich in den ersten Monaten des kommenden Jahres im Plenum beschlossen werden.

Die «Vorgabe eines Mindestbeförderungsentgelts für den Mietwagenverkehr» solle «geprüft und im Falle offensichtlicher Wettbewerbsverzerrung oder einer Störung des öffentlichen Verkehrsinteresses ergriffen werden», heißt es in dem Antrag.

Gemeint ist, dass die Mietwagenanbieter ihre Fahrpreise dann nicht mehr frei gestalten und Fahrten deutlich günstiger anbieten können als die Konkurrenz bei den Taxi-Unternehmen.

Schopf: Bisherige Regelungen führen zu Sozialbetrug und Schwarzarbeit

«Die Vermittlungsplattformen greifen bis zu 30 Prozent des Fahrtpreises als Provision ab – gleichzeitig werden Dumping-Preise angeboten», teilte der SPD-Verkehrspolitiker Tino Schopf mit. «Es ist daher nicht überraschend, dass sich das Mietwagengeschäft langfristig wirtschaftlich nicht legal betreiben lässt, sondern in der Praxis vielfach zu Sozialbetrug, Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung führt.» 

Kritik von Uber 

Uber kritisierte den Vorstoß. «Die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten würde dazu führen, dass Fahrten für weniger zahlungskräftige Kunden nicht mehr bezahlbar wären und lokale Unternehmer weniger Umsätze erzielen würden», erklärte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. «Darüber hinaus würden Mindestpreise die Menschen nicht zu mehr Taxifahrten bewegen, sondern viel mehr wieder in den privaten Pkw treiben», meinte er. Auch rechtlich bestünden erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit eines solchen Schritts. 

Weitere Verschärfungen im Gespräch 

Der Antrag sieht eine Reihe weiterer Verschärfungen für das Mietwagengewerbe vor. So soll das für die Überprüfung der Unternehmen zuständige Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo) personell gestärkt und Kontrollen systematisiert werden. Gemeinsame Kontrollen mit Zoll und Polizei sollen auch in der Nacht durchgeführt werden. 

Uber und Bolt betreiben keine eigenen Flotten, sondern vermitteln Fahrten auf ihren Plattformen an Mietwagenunternehmen. Für sie gilt, dass sie nach jeder gebuchten Fahrt eigentlich wieder zum Unternehmenssitz zurückfahren müssen und unterwegs keine Fahrgäste aufnehmen dürfen, es sei denn, eine weitere Fahrt wird gebucht.

Gericht: Mindesttarife in Leipzig zu hoch

Bereits im Jahr 2021 hatte die Stadt Leipzig Mindesttarife für Mietwagen festgelegt. Ein Unternehmen klagte dagegen. Das Verwaltungsgericht Leipzig entschied im November dieses Jahres, dass die Mindestpreise zwar grundsätzlich zulässig sind, von der Stadt aber zu hoch angesetzt wurden. Mit ähnlichen Klagen wird bei einer entsprechenden Regelung auch in Berlin zu rechnen sein. 

«Dieser Taxi-Antrag von SPD und CDU hat bundesweite Signalwirkung», teilte der Hauptgeschäftsführer des Taxi- und Mietwagenverbands Deutschland (TVM), Patrick Meinhardt, mit. «Statt einer Prüfung beim Mindestbeförderungsentgeld sollte am Ende der Beratung ein klares Ja zum Mindestbeförderungsentgeld stehen.» 

Hunderte Mietwagen wurden bereits gesperrt

Der Berliner Senat hatte im vergangenen Jahr den gesamten Fahrzeugbestand auf den Mietwagenplattformen Uber, Freenow und Bolt überprüft und Hunderte Autos entfernt. Grund für die Sperrung der Fahrzeuge waren demnach fehlende, abgelaufene oder falsche Genehmigungen, die das Labo festgestellt hatte.

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Transparenz auf Frankfurts Straßen: Taxi-Festpreise bei FREENOW

News vom 18.12.2024 von Thomas Kanzler

FREENOW, bietet seinen Kundinnen und Kunden in Frankfurt jetzt auch die Möglichkeit, Fahrten zum vorab festgelegten Preis zu buchen. Die Verordnung zur Einführung der Festpreise in Frankfurt trat am 17. Dezember 2024 in Kraft.

Den Termin nutzt FREENOW, um die neuen Festpreise sofort in der App verfügbar zu machen und den Nutzerinnen und Nutzern den bestmöglichen Service zu bieten.

„Mit der Einführung von Festpreisen in Frankfurt bieten wir unseren Nutzerinnen und Nutzern preisliche Transparenz und Planungssicherheit“ erklärt Alexander Mönch, Präsident von FREENOW Deutschland und Österreich. „Wir wollen damit das Taxifahren so angenehm und einfach wie möglich gestalten.“

Nach München, Berlin und ist Frankfurt die dritte Großstadt, in der Taxifahrende optional zum Festpreis unterwegs sein können. Damit setzt die Stadt ein starkes Signal für mehr Preisstabilität und eine moderne Taxikultur. Das Besondere: Fahrgäste profitieren von klaren Preisen ohne unerwartete Mehrkosten durch Staus oder Umleitungen. Auch das Taxigewerbe selbst kann sich freuen, da die erhöhte Planbarkeit und Flexibilität zu einer stärkeren Nachfrage führen werden.

Tarifkorridor bietet Flexibilität

Der Festpreis bewegt sich in einem sogenannten Tarifkorridor. Je nach Strecke beträgt der Kilometerpreis mindestens 2,40 € und höchstens 4,00 €. Dank intelligenter Datenanalysen in der App können Nachfrage und Verkehrsbedingungen berücksichtigt werden, wodurch eine faire Preisanpassung innerhalb dieses Korridors möglich ist. Für eine Fahrt vom Hauptbahnhof zum Flughafen (ca. 12 km) zahlen Kundinnen und Kunden beispielsweise zwischen 28,80 € und 48 € – je nach aktueller Nachfrage.

Auch das Taxigewerbe unterstützt die Initiative. „Die Einführung von Festpreisen schafft mehr Transparenz beim Preis. Wir erwarten dadurch eine erhöhte Nachfrage nach Taxis in Frankfurt“, sagt Abdul Hamid Bhatti, Vorstand der Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main.

Bei dynamischen Verkehrslagen profitieren alle

Die Festpreis-Option lässt sich einfach nutzen: Nach Eingabe von Start- und Zieladresse können Nutzerinnen und Nutzer den Festpreis direkt in der App auswählen. Dank der Integration von Echtzeit-Daten und Navigationstechnologien zeigt die App sofort den endgültigen Preis an – stressfrei und transparent. Nach der Fahrt können Bewertungen und Kommentare direkt in der App abgegeben werden, um den Service weiter zu verbessern.

Mit der Einführung der Festpreise in Frankfurt unterstreiche FREENOW nach eigenen Angaben seine Rolle als Vorreiter in der Mobilitätsbranche. Auch andere Städte wie Nürnberg, Köln, Hamburg und Düsseldorf bereiten die Einführung von Festpreisen vor.

„FREENOW treibt so die Innovation im deutschen Taximarkt weiter voran und sorgt dafür, dass Mobilität überall planbarer, transparenter und komfortabler wird“, betont Mönch.

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FREENOW: Ab 2025 nur noch Taxi!

News vom 16.12.2024 von Thomas Kanzler

Der Mobilitätsdienstleister macht ernst. Ab 2025 zieht sich FREENOW ganz aus der Vermittlung von Mietwagen zurück. Gleichzeitig forciert FREENOW die Zusammenarbeit mit Taxi-Zentralen.

Alexander Mönch, Präsident FREENOW Deutschland & Österreich, betont, man habe den Ausstieg bereits Anfang des Jahres geplant und habe seitdem auch keine Investitionen mehr in diesem Bereich getätigt.

„Zum 31. Januar 2025 ziehen wir uns in Berlin offiziell aus diesem Geschäftsbereich zurück“, so Mönch. „Selbstverständlich haben wir alle beteiligten Stakeholder rechtzeitig über diese Entscheidung informiert. Mit diesem Schritt möchten wir ein klares Zeichen gegen unfairen Wettbewerb setzen: Transparenz, Fairness und die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben stehen für uns weiterhin im Mittelpunkt unserer Strategie.“

Berlin markiert den Auftakt

Man plane, sich in den kommenden Monaten auch in weiteren deutschen Städten aus dem Geschäftsfeld Mietwagen mit Fahrer zurückzuziehen und den Fokus auf nachhaltige zukunftsfähige Mobilitätslösungen zu richten.

„Wir bei FREENOW setzen damit ein klares Zeichen für eine urbane Mobilität, die höchsten Standards entspricht und einen positiven Beitrag für die Zukunft des Verkehrs leistet. Wir übernehmen Verantwortung und arbeiten aktiv daran, die Transformation der Taxibranche in unseren Städten voranzutreiben. “, erklärt Mönch.

Der Mobilitätsdienstleister machte erst kürzlich die Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Taxi-Zentrale öffentlich. Dabei betonte Mönch, man werde dieses Modell bald auch auf andere Städte übertragen, denn was in Stuttgart ausgehandelt wurde, könne nun als eine Art Vorbild für andere deutsche Städte dienen. In Berlin und Heidelberg sollen die Gespräche dazu schon recht weit gediehen sein.

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Von Weihnachtsfeiern bis Silvesterpartys: FREENOW-Umfrage zeigt Trends in der Feiertagsmobilität

News vom 16.12.2024 von Thomas Kanzler

Mit der Vorfreude und Vorbereitung auf die Feiertage zwischen den Jahren steigen die Anforderungen an Mobilität. FREENOW, hat eine Umfrage unter 5.183 Teilnehmer*innen in Deutschland durchgeführt und interessante Einblicke in die Transportgewohnheiten und Feierpläne rund um Weihnachten und Silvester gewonnen.

Die Ergebnisse beleuchten, wie Menschen reisen, feiern und dabei mobil bleiben. Die Umfrage zeige deutlich, wie wichtig flexible Mobilität in der festlichen Zeit ist – sei es für den Weg zur Familie, zur Party oder für die Weihnachtseinkäufe.

„Mit FREENOW bieten wir eine Plattform, die Flexibilität und eine breite Palette an Mobilitätsoptionen in einer einzigen App vereint. So können wir unsere Nutzer*innen sicher und bequem ans Ziel bringen“, erklärt FREENOW General Manager Andreas Maier weiter.

Menschen setzen auf flexible Mobilität

Die Mehrheit der Befragten, über 65 Prozent, plant, Weihnachten mit der Familie zu verbringen, während 21,3 Prozent die Feiertage im eigenen zu Hause verbringen möchten. Mobilität spielt eine zentrale Rolle, insbesondere für diejenigen, die Weihnachtsessen oder Treffen außerhalb besuchen. Hierbei bevorzugen 36,4 Prozent das eigene Auto, während 22,5 Prozent öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Auch Taxis sind eine beliebte Wahl, insbesondere für den Rückweg nach Feierlichkeiten. Hier haben die meisten Befragten (30 Prozent) angegeben, den Weg vom Weihnachtsabend nach Hause mit dem Taxi zurückzulegen

Silvester mit dem Taxi nach Hause

Silvester gestaltet sich ähnlich dynamisch: Hauspartys erfreuen sich mit 32,1 Prozent größter Beliebtheit, dicht gefolgt von 26 Prozent, die den Abend und den Jahresneustart im familiären Kreis verbringen möchten. Und über 7 Prozent der Befragten planen den Silvesterabend im Ausland zu verbringen. Für den sicheren Rückweg nach Silvesterpartys entscheidet sich die Mehrheit, also 47,4 Prozent der Befragten für die Fahrt mit dem Taxi, während 11,4 Prozent auf das eigene Auto zurückgreifen.

Weihnachtsmusik: „Last Christmas“ im Taxi

Ein weiteres Highlight der Umfrage: Der Klassiker „Last Christmas“ von WHAM ist der Lieblings-Weihnachtssong der meisten Fahrgäste – 19 Prozent würden ihn sich im Taxi wünschen. Weniger beliebt ist das Lied „Holly Jolly Christmas“ von Michael Bublé. Nur etwas mehr als 4 Prozent würden dieses Lied gerne im Taxi hören, damit ist es das Lied, das sich die wenigsten Befragten wünschen würden. Und wenn es um Weihnachtsmusik geht, sind sich die meisten einig: Ab dem 1. Dezember ist es definitiv in Ordnung, die festlichen Klänge im Taxi zu spielen – 38,3 Prozent stimmen dem zu. Das zeigt, dass neben der praktischen Mobilität auch der Wohlfühlfaktor in der Weihnachtszeit eine wichtige Rolle spielt.

Mobilität für entspannte Besorgungen

Die festliche Jahreszeit bringt nicht nur Besinnlichkeit, sondern auch eine gesteigerte Nachfrage nach bequemen und flexiblen Transportmöglichkeiten, um alle Vorbereitungen stressfrei zu erledigen. Fast die Hälfte der Befragten (49,5 Prozent) bereitet sich durch Einkäufe mindestens eine Woche im Voraus vor, um den Stress in den letzten Tagen unmittelbar vor den Feiertagen zu vermeiden. Etwas weniger als ein Drittel (27,6 Prozent) sind deutlich spontaner und kaufen erst einen Tag vorher ein.

Wenn es darum geht, sich auf die Feiertage vorzubereiten, stehen Essen und Getränke ganz oben auf der Einkaufsliste – 83,5 Prozent der Befragten geben an, dass sie diese für die Feiertage besorgen. Aber auch Geschenke (60,7 Prozent) und Dekorationen (44 Prozent) dürfen bei der Vorbereitung nicht fehlen.

Wann werden die Geschenke gekauft?

Nach Geschenken hat FREENOW nochmal gesondert gefragt. Die meisten Befragten, also 51,2 Prozent geben an, Geschenke einen Monat vor Weihnachten zu kaufen und 22,5 Prozent warten bis zur Woche vor Heiligabend. 7 Prozent kaufen überhaupt keine Weihnachtsgeschenke und die ganz Kurzentschlossenen, 3,3 Prozent, kaufen sie erst am 24. Dezember.

Taxis sind beliebt, um die hektische Feiertagszeit vorzubereiten. Nach dem eigenen Auto (46,8 Prozent), den öffentlichen Verkehrsmitteln (32,9 Prozent) und dem Weg zu Fuß zu gehen (24,9 Prozent) rangiert das Taxi mit 14,6 Prozent noch vor den Autovermietungen mit 13,3 Prozent.

Weihnachtszeit ist Taxi-Zeit

„Der Dezember ist für FREENOW einer der arbeitsintensivsten Monate des Jahres, da die Nachfrage nach zuverlässiger und komfortabler Mobilität während dieser Zeit ihren Höhepunkt erreicht”, sagt Andreas Maier. „Deshalb sorgen wir dafür, dass unsere Taxifahrer*innen bereitstehen, um die Kund*innen sicher und bequem an ihr Ziel zu bringen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr”.

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Uber führt in Paris neue Option für weibliche Fahrgäste ein

News vom 04.12.2024 von Thomas Kanzler

Paris ist fest in der Hand von Uber, die Taxi-Branche kämpft ums Überleben. Seit dem 28. November stellt Uber in Paris eine neue Option bereit: Frauen können künftig entscheiden, ob sie von einer Fahrerin statt eines Fahrers befördert werden möchten.

Ziel der Neuerung sei es laut eines Uber-Sprechers, das Sicherheitsgefühl weiblicher Fahrgäste zu stärken. Der französischen Zeitung Le Parisien erklärte Laureline Serieys, Generaldirektorin von Uber Frankreich, dass diese Funktion keine zwingende Vorgabe sei:

„Dabei geht es nicht darum, ihnen zu sagen, dass dies die einzige Möglichkeit ist, entspannt zu reisen, sondern nur darum, ihnen die Wahl zu lassen.“

Die neue Option „Uber by Women“ ermöglicht es weiblichen Kundinnen, über die App gezielt Fahrerinnen zu buchen. Dabei bleibt der Fahrpreis unverändert im Vergleich zu einer Fahrt mit einem männlichen Fahrer. Auch die Zeiträume, in denen die Option gewählt werden kann, sind nicht eingeschränkt: Sie steht sowohl tagsüber als auch nachts zur Verfügung. Ein Nachteil könnte die Wartezeit sein. Uber geht davon aus, dass diese von derzeit durchschnittlich vier auf bis zu 15 Minuten ansteigt. Grund dafür ist die geringe Anzahl weiblicher Fahrerinnen. In Paris gibt es bislang nur rund 1500 Frauen, die für den Fahrdienstleister tätig sind.

Eine weitere Einschränkung: Männer können den Service nicht nutzen. Sollte ein Mann über den Account einer Frau eine Fahrt mit „Uber by Women“ buchen, können die Fahrerinnen diese ablehnen.

Hintergrund: Übergriffe durch Fahrer

Die Einführung dieser Funktion ist eine Reaktion auf wiederholt gemeldete Fälle von sexuellen Übergriffen oder Belästigungen durch Fahrer, die Fahrdienstleister wie Uber, Bolt oder FreeNow in den letzten Jahren immer wieder in die Kritik gebracht haben. Besonders in den USA hat dies zu erheblichen rechtlichen Auseinandersetzungen geführt. Im Jahr 2022 klagten 550 Frauen gegen Uber, weil das Unternehmen nach eigener Aussage zu wenig unternommen habe, um die Übergriffe zu verhindern.

Auch in Deutschland gab es Berichte über derartige Vorfälle. So schilderten im Sommer mehrere Frauen und Männer dem Tagesspiegel Situationen, in denen sie während der Fahrt belästigt oder mit unangemessenen Kommentaren und Annäherungsversuchen konfrontiert wurden. Genaue Zahlen zu Übergriffen in Fahrdiensten liegen jedoch nicht vor. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft oder Senat erfassen spezifische Statistiken zu diesen Vorfällen.

Internationaler Vergleich

Die Option „Uber by Women“ ist nicht völlig neu. In Polen, Tschechien und mehreren Ländern Lateinamerikas wird sie bereits angeboten. Auch Frankreich hatte bereits Ansätze, weibliche Fahrerinnen stärker einzubinden. Uber und andere Anbieter versuchen, mehr Frauen für den Beruf zu gewinnen, beispielsweise durch den Verzicht auf einen Teil der üblichen Kommission.

In Deutschland hingegen gibt es die Funktion bislang nicht. Ein Sprecher von Uber erklärte dem Tagesspiegel, man prüfe gerade, wie man in Deutschland diese oder ähnliche Funktionen ebenfalls umsetzen könnte. Voraussetzung sei jedoch, dass es ausreichend Fahrerinnen gäbe, die bei den lokalen Taxi- und Mietwagenunternehmen angestellt sind, welche für Uber die Fahrten durchführen. Der aktuelle Frauenanteil unter den Fahrkräften wurde von Uber nicht beziffert.

Man stehe „im engen Austausch mit unseren Partnern“, um den Beruf für Frauen attraktiver zu gestalten, so der Sprecher. Ob und wann eine entsprechende Funktion in Deutschland eingeführt wird, ließ Uber offen.

Mit der neuen Funktion reagiert Uber auf die anhaltende Debatte um Sicherheit und Gleichberechtigung im Mobilitätssektor. In Paris sollen Fahrerinnen und Fahrgäste gleichermaßen von der Neuerung profitieren. Ob und wann das Modell auch in Deutschland umgesetzt wird, bleibt vorerst unklar. Der Bedarf an einer solchen Maßnahme scheint jedoch angesichts der Berichte über Übergriffe auch hierzulande gegeben.

Auch etwas für die Taxi-Branche hierzulande?

Die Zahlen der Übergriffe von taxi- und Mietwagenfahrer auf Passagiere werden – wie erwähnt – nicht separat erfasst. Trotzdem könnte es auch für die Taxi-Unternehmen hierzulande eine Option sein, Frauen die Möglichkeit zu geben, eine Taxifahrerin zu bestellen.

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Brautkleid, Backblech, Kuhglocke – was Taxifahrgäste in Deutschland als verloren melden

News vom 21.11.2024 von Thomas Kanzler

Mobilitätsdienstleister FREENOW stellt auch dieses Jahr eine Liste der verlorenen Gegenstände in Taxis vor. Demnach sind die Fahrgäste in Deutschland, nach denen in Irland, am vergesslichsten.

FREENOW, hat analysiert, welche Gegenstände Fahrgäste in den letzten 12 Monaten als verloren gemeldet haben. Den Daten zufolge haben die Fahrgäste diese Gegenstände besonders oft über die App als Verlust gemeldet: rund 530 Handys, 300 Taschen und jeweils 290 Geldbörsen und Schlüssel.Unter den ungewöhnlicheren Verlustmeldungen sind ein E-Bike-Akku, ein Backblech und sogar ein Brautkleid.

Die Dinge, die in Deutschland am häufigsten als vermisst gemeldet werden:

  • Handy (15%)
  • Handyzubehör (11%)
  • Tasche (9%)
  • Brieftasche/ Geldbörse (8%)
  • Schlüssel (8%) 

Die „ungewöhnlichsten Dinge“, die in Deutschland als vermisst gemeldet werden: 

  • Brautkleid mit Kleidersack
  • Autozulassung
  • E-Bike Akku
  • Backblech
  • Kuhglocke

Die „ungewöhnlichsten Dinge“, die in Europa als vermisst gemeldet werden:

  • Ein Sack Reis
  • Taylor Swift Poster
  • Industrielle Vakuumpumpe
  • Schermaschine
  • Barkeeper-Zertifikat

Insgesamt verzeichnet FREENOW in Europa pro Woche fast 500 Meldungen über verlorene Gegenstände. Die irischen Fahrgäste sind am vergesslichsten und melden durchschnittlich 130 verlorene Gegenstände pro Woche. Zum Vergleich: In Deutschland melden die Nutzer*innen im Durchschnitt etwa 87 Gegenstände. Am wenigsten vergesslich sind die Menschen in Österreich, dort wird pro Woche nur etwa ein Gegenstand gemeldet. Nicht nur zwischen den Ländern, auch innerhalb des Jahres gibt es Unterschiede: Im Dezember verzeichnete FREENOW mit 3.240 die höchste Verlustmeldung im gesamten europäischen Markt.

So können die verlorenen Gegenstände wiedergefunden werden

Bis zu sieben Tage nach der Fahrt können Fahrgäste ihre Fahrer*innen direkt über die App kontaktieren. Dabei bleibt die Verbindung sicher, da Telefonnummern nicht angezeigt werden. Sollte jemand etwas vermissen, reicht ein Blick in die Fahrtenhistorie der FREENOW-App – so können verlorene Gegenstände schnell und einfach gemeldet werden. Um die Erfolgschancen noch weiter zu steigern, arbeitet FREENOW mit NotLost zusammen. Dank dieser Partnerschaft profitieren Fahrgäste und Fahrer*innen von einem beschleunigten und benutzerfreundlicheren Rückgabeprozess.

Die Daten basieren auf Meldungen von verloren gegangenen Gegenständen aus neun Ländern – Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Irland, Großbritannien und Polen – und umfassen den Zeitraum von September 2023 bis September 2024.

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Solidarität gegen Plattformkonzerne: Taxi- und Mietwagenbranche in Sachsen-Anhalt kämpft für faire Wettbewerbsbedingungen

News vom 21.11.2024 von Thomas Kanzler

Die Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Personenverkehr Sachsen-Anhalt wählt einen neuen Vorstand. Dieser gibt sich in den aktuell turbulenten Zeiten kämpferisch und will konstruktiv und unerschrocken für das Taxi-Gewerbe einstehen.

Schwierige Zeiten für das Taxi- und Mietwagengewerbe im ländlich strukturierten Sachsen-Anhalt: Die Tarife sind seit Jahren trotz steigender Kosten und Inflation nachweislich viel zu gering und Fachkräfte fehlen. Die Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden und den Krankenkassen erweist sich als schwierig. Digitale Vermittlungsplattformen wie Uber und Bolt beginnen ihren Verdrängungswettbewerb und bei Krankenfahrten drängt die Vermittlungsplattform QraGo mit unlauteren Mitteln auf den Markt. Die Stimmung auf Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Personenverkehr Sachsen-Anhalt im Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes war am vergangenen Samstag in Landsberg dennoch ermutigend konstruktiv.

Antwort auf Anfrage des LTV an die Landesregierung steht noch aus

Das ist nicht verwunderlich: Die Fachvereinigung engagiert sich kontinuierlich. Sie hatte schon im Sommer beim Petitionsausschuss der Landesregierung einen Weckruf zur Situation der Branche und den Folgen für die Daseinsvorsorge an Mobilität eingereicht. Die Situation wurde darin analysiert, die Entwicklung erklärt und mit Zahlen begründet sowie Lösungen vorgeschlagen. Die Landesregierung bezweifelte in ihrer Antwort im September die beschriebene Situation und stellte sie dementgegen als gut dar. Die Fachvereinigung reagierte sofort. Der Petitionsausschuss forderte eine erneute Stellungnahme der Landesregierung. Diese Antwort steht bis heute aus.

Neues Konzept für den ÖPNV

Die Fachvereinigung wird weiter aktiv bleiben und einen Ausweg suchen. Einer der Auswege ist das LTV-Mobilitätskonzept, das Martin Kammer, Hauptgeschäftsführer des LTV, den Mitgliedern vorstellte. Das Konzept bindet das Taxi in den ÖPNV ein, macht den ÖPNV und den Gelegenheitsverkehr mit dem Taxi im ländlichen Raum in Schwachlastzeiten attraktiver für Kunden, kommunale Personenbeförderungsgesellschaften und Taxi- und Mietwagenunternehmer. Es kombiniert den integralen Taktverkehr mit der Taxibeförderung zum ÖPNV-Tarif. Kassenübergreifende Sammelfahrtenabrechnung bei der Krankenbeförderung ist eine weitere faire Lösung, welche die Fachvereinigung den Krankenkassen in Zukunft anbieten wird. Damit könnte die Lücke zwischen zunehmenden Krankenfahrten zu immer weiter entfernten Krankenhäusern und der abnehmenden Anzahl von Fahrzeugen zum finanziellen Vorteil der Kassen wie auch der Unternehmer im ländlichen Raum wirkungsvoll und nachhaltig geschlossen werden.

„Das Wichtigste, was Sie im Moment für Ihre wirtschaftliche Zukunft tun können, ist den Organisationsgrad in Ihrem Verband zu erhöhen.“ Das sagte Herwig Kollar, Präsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen.

Er beschwor in seinem Grußwort die dringend notwendige Solidarität untereinander. Das Taxi- und Mietwagengewerbe muss stark organisiert sein, um Druck auf die Behörden ausüben und sich gegen internationale Vermittlungsplattformen behaupten zu können. Ohne Solidarität werde das nicht funktionieren. Ein weiterer Weckruf müsse erfolgen, um gemeinsam die Rahmenbedingungen zu ändern, damit man die steigenden Kosten in Zukunft noch erwirtschaften könne.

Kampf gegen die Vermittlungsplattformen

Herwig Kollar stellte in seinem Vortrag die rücksichtlose Vorgehensweise von internationalen Vermittlungsplattformen wie Uber und Bolt chronologisch dar. Auch Freenow nahm er von der Kritik nicht aus. Er wies den kalkulierten Rechtsbruch nach, die Marktanteileroberung durch Dumpingpreise und die Untätigkeit der Behörden, welche den, für ihre Bürger billigen Dumpingpreis zu Lasten des regionalen Taxigewerbes billigend in Kauf nehmen. Herwig Kollar zeigte die verheerenden Auswirkungen digitaler Vermittlungsplattformen auf das Taxigewerbe und die Größe der Flotten in Ballungsgebieten auf.

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Auch FREENOW distanziert sich von Uber-Studie

News vom 20.11.2024 von Thomas Kanzler

Der Mobilitätsdienstleister wiederspricht den in der Auftragsstudie aufgestellten Behauptungen, wonach der Mietwagenverkehr für Uber-Unternehmer profitabel sei. Die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sei intransparent und basiere auf unrealistischen Annahmen.

FREENOW sei davon überzeugt, dass das Geschäftsmodell des sogenannten Mietwagens mit Fahrer – ohne Zuschüsse der Vermittlungsplattformen und unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben – nicht eigenwirtschaftlich nachhaltig betrieben werden könne, erklärte eine Unternehmenssprecherin.

Mobilitätsdienstleister kommt auf deutlich andere Zahlen

Im Gegensatz zu den Ergebnissen der Auftragsstudie ergibt eine von FREENOW und Branchenexperten durchgeführte Profitabilitätsberechnung für einen beispielhaften Mietwagenbetrieb mit 35 Fahrzeugen keine positive Umsatzrendite von +11,3 Prozent, sondern eine negative Umsatzrendite von -5 Prozent bis -10 Prozent. Diese Diskrepanz lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass die veröffentlichte Studie entscheidende Aspekte zur Umsatzbestimmung bewusst ausklammert und deren Anteil nicht benennt. Auch weitere Annahmen zur Kostenrechnung stimmen nicht mit der unternehmerischen Realität überein.

FREENOW wirbt für Mindestbeförderungsentgelt

Um einen fairen und nachhaltigen Wettbewerb im Taxi- und Mietwagengewerbe zu fördern, setze sich FREENOW daher dafür ein, dass die Städte von der Möglichkeit Gebrauch machen, ein sogenanntes Mindestbeförderungsentgelt für den taxiähnlichen Mietwagen mit Fahrer einzuführen (§ 51a PBefG), so die Unternehmenssprecherin weiter. Zudem investiere FREENOW nicht weiter in das Mietwagengeschäft sondern zieht sich sukzessive aus diesem zurück.

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FREENOW begrüßt Leipziger Urteil: Regulierung schafft wichtige Grundlage für fairen Wettbewerb

News vom 20.11.2024 von Thomas Kanzler

Das Verwaltungsgericht Leipzig fordert die Anpassung des Mindestentgelts für Taxi- und Mietwagenunternehmen in Deutschland. FREENOW bezeichnet die Entscheidung des Gerichts als „wegweisend“.

Im Verfahren um das Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagenunternehmen hat das Verwaltungsgericht Leipzig am 18. November 2024 eine wegweisende Entscheidung getroffen. Das Gericht bestätigt, dass selbst ein präventives Mindestentgelt zur Verhinderung eines ruinösen Wettbewerbs und zur Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen gerechtfertigt ist. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass das konkret durch die Stadt Leipzig 2021 eingeführte Mindestengelt zu hoch sei und fordert daher eine Anpassung der Entgelthöhe, um ein echtes Level-Playing-Field zwischen Mietwagen- und Taxiunternehmen zu schaffen.

FREENOW sieht in dem Urteil eine Chance für die Weiterentwicklung der urbanen Mobilität.

„Das Leipziger Urteil zeigt, wie wichtig klare und gerechte Rahmenbedingungen für einen zukunftsfähigen Mobilitätsmarkt sind“, erklärt Alexander Mönch, Präsident Deutschland & Österreich, FREENOW. „Wir unterstützen Lösungen, die sowohl Innovation fördern als auch soziale Verantwortung und faire Bedingungen für alle Marktteilnehmer sicherstellen.“

Innovation und Verantwortung

Das Mindestentgelt in Leipzig wurde eingeführt, um das Taxigewerbe vor unlauterem Wettbewerb zu schützen und den Bestand an Taxis – als essentiellen Teil der öffentlichen Mobilität – zu sichern. Mietwagenunternehmen unterliegen anderen Regelungen als Taxis, wie beispielsweise der fehlenden Beförderungspflicht. Dadurch entsteht ein Wettbewerbsvorteil, der das traditionelle Taxigewerbe gefährdet.

Gleichzeitig betont das Leipziger Verwaltungsgericht, dass die Höhe des Mindestentgelts angepasst werden muss, um überzogene Preisunterschiede zu Lasten der Mietwagenunternehmen zu vermeiden. Für FREENOW unterstreicht diese Forderung, dass faire Wettbewerbsbedingungen die Grundlage für ein ausgewogenes Mobilitätsangebot bilden.

„Als Multimobilitätsplattform, die eng mit der Taxi-Branche zusammenarbeitet, sehen wir es als unsere Aufgabe, Städte dabei zu unterstützen, intelligente und ausgewogene Lösungen zu entwickeln“, so Alexander Mönch.

Signalwirkung für Deutschland und Europa

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig wird weitreichende Signalwirkung haben – nicht nur für andere Städte in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene. Das Urteil macht deutlich, dass präventive Maßnahmen wie ein Mindestentgelt ein effektives Instrument zur Sicherung eines vielfältigen Mobilitätsmarktes sein können, wenn sie fair und ausgewogen gestaltet sind. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

„FREENOW steht für einen Mobilitätsmarkt, der Innovation, Vielfalt und Fairness gleichermaßen fördert. Wir setzen uns dafür ein, dass nachhaltige Mobilitätslösungen gestärkt und traditionelle Anbieter wie das Taxi aktiv in den Wandel eingebunden werden“, betont Alexander Mönch.

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Mindestpreise für Mietwagen: Verwaltungsgericht Leipzig prüft rechtliche Grundlagen

News vom 15.11.2024 von Thomas Kanzler

Das Verwaltungsgericht Leipzig überprüft die Verwaltungsrichtlinie der Stadt Leipzig zur Festsetzung von Mindestbeförderungsentgelten für Mietwagen. In der mündlichen Verhandlung am 15.11.2024 signalisiert das Gericht Zustimmung zu Mindestpreisen für Fahrdienste.

Die Stadt Leipzig sei grundsätzlich berechtigt, die Fahrpreise für Mietwagen zu regulieren, wenn die öffentlichen Verkehrsinteressen das erfordern, erklärte das Leipziger Gericht. Der Gesetzgeber habe die Möglichkeit zur Regulierung der Mietwagenpreise als Korrektiv gegen Dumpingpreise und Verdrängungswettbewerb ausdrücklich in das Gesetz aufgenommen. Kritisch hat sich das Verwaltungsagericht zu der konkreten Höhe des Mindestentgelts geäußert. Nach Auffassung des Gerichts dürfen Mindestengelte für Mietwagen nicht über dem Taxitarif liegen.

„Die Stadt Leipzig hat als erste Großstadt den Mut bewiesen, das neu geschaffene Instrument zu nutzen. Inzwischen liegen in anderen Städten ausreichende Erkenntnisse vor, die die Einführung von Mindestentgelten rechtssicher ermöglichen. Dieser Prozess bestärkt alle Städte, die derzeit konkret an der Einführung solcher Regelungen arbeiten: Sie sind auf dem richtigen Weg“, erklärt Herwig Kollar. Der Präsident des Bundesverband Taxi und Mietwagen war in Leipzig vor Ort.

(Hier geht’s zum Kollars Kommentar bezüglich des Gerichtsverfahrens - Youtube)

BVTM: Städte müssen nun aktiv werden

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen sieht sich nach dem Verhandlungstag in seiner Auffassung bestätigt, dass die Städte aktiv werden müssen. Der Gesetzgeber hat in der letzten Gesetzesreform deutlich gemacht, dass der Wettbewerb zwischen Taxi und Mietwagen nicht durch Dumpingpreise verzerrt werden darf. Die letzten Presseveröffentlichungen zu den Mietwagenplattformen zeigen deutlich, dass die von den Plattformen vorgegebenen Fahrpreise für die angeschlossenen Unternehmen nicht kostendeckend sind. In Berlin wurde dazu von den Behörden festgestellt, dass große Teile des Mietwagenverkehrs dem Bereich der organisierten Kriminalität zuzuordnen sind.

Uber-Fahrer Demo in Frankfurt (wir berichteten)

In Frankfurt haben vor wenigen Tagen hunderte von Uber-Betrieben gestreikt und fordern von der Plattform eine leistungsgerechte Vergütung, damit sie die gesetzlichen Verpflichtungen (z.B. Mindestlohn und Sozialabgaben) bezahlen können. Der Bundesverband weist auch darauf hin, dass sogar Plattformbetreiber wie FreeNow vehement die Einführung von Mindestpreisen für den Mietwagenverkehr fordern.

„Wenn die Behörden jetzt nicht schnell handeln, wird es in absehbarer Zeit in den meisten Städten kein funktionierendes Taxigewerbe mehr geben“, so Kollar.

Klage gegen Preisfestsetzung wohl erfolglos

Die Stadt Leipzig hat bereits vor zwei Jahren Mindest-Beförderungspreise für Mietwagen eingeführt, um einen Dumping-Wettbewerb mit dem ÖPNV zu verhindern. Dabei wurden die Mindestpreise so festgesetzt, dass die Kosten für vergleichbare Bus- und Straßenbahnfahrten nicht unterschritten werden können. Gegen diese Preisfestsetzung hat die Perleberger Chauffeur Service GmbH geklagt. Das Unternehmen führt auch Fahrten für Uber aus. 

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Existenzbedrohung durch Uber & Co: Mietwagen-Verband ruft 2.000 Fahrzeuge zum Streik auf

News vom 11.11.2024 von Thomas Kanzler

Am heutigen Montag wollen im Rhein-Main-Gebiet rund 2.000 Mietwagen streiken, um auf die wirtschaftliche Notlage vieler Unternehmen hinzuweisen. Mietwagen-Unternehmer klagen, sie könnten so nicht einmal den Mindestlohn an die Fahrer auszahlen.

Der Rhein-Main Mietwagen-Verband mit rund 300 Mitgliedern ruft zur Arbeitsniederlegung auf. Dem Verband zufolge bekommen Mietwagenfirmen, die ihre Dienste über Plattformen wie Uber, Bolt oder auch Freenow anbieten, nur knapp die Hälfte des Betrags, den die Fahrgäste über die App bezahlen. Der Geschäftsführer des Mietwagenunternehmens RJCabride GmbH, Sunny Gahre, beschreibt die Situation als existenzbedrohend.

Für eine Fahrt von der Frankfurter Innenstadt zum Flughafen, die rund 40 Euro kostet, blieben seinem Unternehmen nach Abzügen durch die Vermittler lediglich 14 bis 18 Euro. Solche Einnahmen reichten nicht einmal aus, um den gesetzlichen Mindestlohn zu decken, erklärt Gahre. Ziel des Streiks sei es, "faire Wettbewerbsbedingungen" einzufordern.

Uber verweist auf (eigene) Studie

Uber weist die Vorwürfe zurück und verweist auf eine kürzlich erschienene Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) (hier die Reaktionen des BVTM und des TMV zu der Studie). Diese soll verdeutlichen, dass Mietwagenpartner von Uber im Schnitt doppelt so hohe Umsatzrenditen erzielen wie andere Unternehmen in der Branche. Außerdem betont Uber, dass die Plattform mit einem dynamischen Preissystem arbeite, das die Auslastung optimiere und so höhere Umsätze ermöglichen soll.

Es bleibt zu hoffen, dass die Taxi-Unternehmen der Region heute mit ihrem verlässlichen Service den Bedarf an Mobilität auffangen können und so manchen Fahrgast davon überzeugen, auch in Zukunft wieder aufs Taxi zu setzen.

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FREENOW und Taxi Auto Zentrale Stuttgart geben Startschuss zur Zusammenarbeit

News vom 05.11.2024 von Thomas Kanzler

Jetzt geht’s los: Die Kooperation zwischen FREENOW und der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart (TAZ) ist offiziell gestartet. Ab sofort werden alle FREENOW Taxibestellungen in Stuttgart und in den Gemeinden Leinfelden-Echterdingen sowie Filderstadt über die TAZ vermittelt.

Schnell, effizient und digital – so soll in Zukunft die Taxivermittlung in Stuttgart sein. In einem weiteren Schritt sollen dann die Gemeinden Fellbach, Ludwigsburg, Waiblingen, Göppingen, Aalen, Heilbronn, Neu-Ulm und Kitzingen hinzukommen. Die Kooperation sei laut TAZ eine Win-Win-Situation. Für die Fahrgäste bedeutet sie eine bessere Verfügbarkeit von Taxis, kürzere Wartezeiten und einen noch zuverlässigeren Service. Die Taxiunternehmen profitieren von einer besseren Auslastung, weniger Leerzeiten und einer einfacheren, digitalen Auftragsabwicklung. Durch die Zusammenarbeit verringere sich die durchschnittliche Wartezeit auf ein Taxi auf nicht mehr als drei Minuten, erklärt Iordanis „Danis“ Georgiadis, Vorstandsvorsitzender der TAZ. Von den rund 950 Taxis in der Region werden nun mehr als 830 direkt über die TAZ vermittelt. 

„Das Ziel ist, jede Fahrt für unsere Kunden so angenehm wie möglich zu gestalten und das Taxifahren als erste Wahl für die individuelle Mobilität in Stuttgart zu etablieren“, sagt Georgiadis.

Und auch im Stadtbild wird die Kooperation sichtbar: Die neue Taxi-Außenwerbung wird beide Bestellwege bewerben, die Telefonnummer der TAZ und die App von FREENOW.

„Wir wollen zeigen, dass hier zwei starke Partner an einem Strang ziehen – für besseren Service und mehr Sichtbarkeit des Taxis im urbanen Raum“, so Alexander Mönch, Präsident von FREENOW Deutschland und Österreich.

Zusammenarbeit war seit längerem geplant

FREENOW und die TAZ hätten in Rekordzeit gemeinsam eine Schnittstelle entwickelt, erklärt Mönch. Diese ermöglicht, dass jede Fahrtanfrage über FREENOW direkt in das Vermittlungssystem der TAZ fließt. Das bedeutet: Taxis in Stuttgart und den angrenzenden Gemeinden werden schneller und direkter zu den Fahrgästen gebracht.

„Das ist ein echter Gamechanger. Wir kombinieren das Beste aus beiden Welten: die digitale Reichweite von FREENOW und das lokale Know-how der Stuttgarter Taxizentrale. Die Fahrgäste profitieren von mehr Taxis und noch besserem Service”, so Mönch weiter.

Taxi in Stuttgart: Ein neuer Standard

Die neue Zusammenarbeit geht weit über das klassische Vermitteln von Fahrten hinaus. Beide Partner haben sich auf eine langfristige Strategie verständigt, um die Qualität und Effizienz des Services kontinuierlich zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel die gemeinsame Auswertung von Kundenbewertungen und ein modernes Qualitätsschulungskonzept, um direkt auf das Feedback der Fahrgäste zu reagieren.

Zukunftsweisende Zusammenarbeit

Die Partnerschaft hat das Potenzial, das Taxigewerbe auch politisch zu stärken. Mönch und Georgiadis sehen hier eine klare Linie und wollen gemeinsam für einen fairen Wettbewerb und gegen Sozialdumping eintreten.

„Unsere gebündelte Stimme hat deutlich mehr Gewicht“, betont Mönch. „Der Erfolg in Stuttgart könnte ein Vorbild für weitere Städte in Deutschland werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Taxizentralen und FREENOW treibt die Digitalisierung des Gewerbes voran und macht es fit für aktuelle Herausforderungen und effizientere Bestellprozesse.“

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Auch in Köln kommt der Taxi-Festpreis

News vom 04.10.2024 von Thomas Kanzler

Die Stadt Köln hat beschlossen, bei vorab gebuchten Taxifahrten die Möglichkeit von Festpreisen einzuführen. Innerhalb eines festgelegten Tarifkorridors können Taxifahrer und Kunden ab Februar 2025 vorab einen Festpreis vereinbaren.

Weiterhin bleibt natürlich auch die klassische Abrechnung über den Taxameter möglich. Dies soll den Fahrgästen mehr Planungssicherheit und Transparenz bieten. Taxivermittler FREENOW begrüßt nach eigenen Angaben den Schritt.

„Die Festpreisregelung für vorbestellte Fahrten, beispielsweise via App, ist ein wichtiger Schritt, um den Taxiverkehr in Köln moderner und kundenfreundlicher zu gestalten“, kommentiert Alexander Mönch, Präsident FREENOW in Deutschland & Österreich. „Sie bietet den Fahrgästen nicht nur mehr Planungssicherheit, sondern stärkt auch das Vertrauen in unsere Dienstleistungen. Gleichzeitig behalten die Kunden die Flexibilität, zwischen einem festen Preis und der traditionellen Abrechnung per Taxameter zu wählen – so stellen wir sicher, dass der Taxi-Service für jeden Bedarf die passende Lösung bietet."

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Labo greift durch: 25 Firmen Konzession für Fahrdienste entzogen

News vom 02.10.2024 von Thomas Kanzler

(dpa/bb/tk) Hunderte Mietwagenunternehmen sind in der Hauptstadt unterwegs. Nicht alle erfüllen die gesetzlichen Auflagen. Das Land Berlin hat nun 25 Firmen, die für Fahrdienstvermittler wie Uber, Bolt oder FreeNow unterwegs sind, die Genehmigung entzogen.

Ein Grund für den Entzug der Genehmigung sei zum Beispiel, dass die Unternehmen anders als angegeben keinen Betriebssitz haben, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mitteilte. Demnach überprüft das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo) derzeit „alle Bestandsunternehmen auf Vorhandensein beziehungsweise Richtigkeit des Betriebssitzes sowie Richtigkeit der Angabe der Geschäftsführung“. Die Prüfung werde wohl noch bis Ende des Jahres dauern. Zahl der zugelassenen Mietwagenunternehmen ist gesunken

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete, dass mindestens zehn der großen Berliner Mietwagenfirmen, die im Auftrag von Plattformen wie Uber und Bolt unterwegs seien, an ihrem gemeldeten Betriebssitz nicht auffindbar seien. Diese hätten zusammen knapp 450 Fahrzeuge. An den gemeldeten Adressen gebe es aber weder Büros noch Stellplätze für Autos oder Pausenräume für Fahrer.

Der Sender berichtete von einem gemeldeten Firmensitz am Berliner Stadtrand, an dem lediglich ein Schrottplatz mit Müllhaufen und Bauschutt sei. Nach Angaben der Senatsverwaltung waren im September 588 Unternehmen mit 3.741 Fahrzeugen in Berlin zugelassen. Unter anderem durch die Kontrollen seien es weniger geworden. So seien es 2023 noch 695 Unternehmen mit 4.498 Fahrzeugen gewesen. Uber, Bliq und FreeNow teilten dem rbb mit, sie würden die betroffenen Firmen nach der Mitteilung des Labo umgehend sperren. Bolt wollte sich demnach nicht dazu äußern.

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Taxi-Festpreise und Mietwagen-Mindestentgelte: PBefG-Symposium 2024 bringt Kommunen zusammen

News vom 01.10.2024 von Thomas Kanzler

Der Bundesverband Taxi- und Mietwagen (BVTM) lud nach Frankfurt zum direkten Austausch mit kommunalen Behörden aus ganz Deutschland. Das Interesse war groß, 95 kommunale VertreterInnen aus ganz Deutschland waren gekommen.

Die Nachfrage nach dem Veranstaltungsformat „Städte lernen von Städten“ war auch in diesem Jahr enorm, was zeigt: Die Entscheider aus den Verkehrsbehörden der Städte und Landkreise wollen in den Austausch und sie wollen Best-Practice-Beispiele, wie man die 2021 verabschiedeten PBefG-Instrumente Taxi-Festpreise und Mindestpreise für Mietwagen auch in ihren Kommunen umsetzen kann. Eine Teilnehmerin, Ordnungsdezernentin aus Frankfurt selbst, Annette Rinn, nutzte das Symposium, das vergangenen Mittwoch bis Donnerstag stattfand, um für Frankfurt Festpreise mit Tarifkorridor zu verkünden.

Auch, wenn die Einführung von Festpreisen ohne gleichzeitig geltende Mindestentgelte für Mietwagen in München, Berlin und Frankfurt nur die eine Seite der angestrebten Medaille ist, jede Stadt, die hier aktiv wird, hat Signalwirkung und Vorbildcharakter für andere Städte.

„Dass Frankfurt seine Entscheidung auf dem Symposium bekannt gegeben hat, ist ein starker und wichtiger Schritt in Richtung fairer Wettbewerb“, fasst der Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen, Michael Oppermann, zusammen und er führt weiter aus: „Dieses Veranstaltungsformat zeigt uns auch in diesem Jahr, dass die Kommunen bereit und interessiert sind, sich hinters Taxi als Teil ihrer Daseinsvorsorge vor Ort zu stellen. Wir haben jetzt schon Nachfragen zum PBefG-Symposium 2025 erhalten.“

Zwischen den Vorträgen von hochkarätigen Vertretern aus Politik, Forschung und Wirtschaft habe man gemerkt, dass man noch mehr Platz lassen für anschließende Fragen und den Austauschlassen müsse, meinte Oppermann mit dem Blick auf die geplante Veranstaltung im nächsten Jahr.

Erfahrungen mit Festpreisen

Die Vortragenden zum Thema „Festpreise“ waren in diesem Jahr Josef Hoffmann, von der Stadt München und Dirk Ritter aus Hamburg. Dr. David Sonnenberger und Prof. Dr. Mitusch setzten sich als Berater mit der Preisregulierung aus verkehrswissenschaftlicher Sicht auseinander. Bundesverbands-Präsident Herwig Kollar, referierte neben Prof. Dr. Matthias Knauff von der Universität Jena zur Einführung von Mindestentgelten sowie zur Verfassungsrechtsprechung. Knauff ging darüber hinaus in einer Präsentation auf die europarechtliche Komponente ein.

Kirsten Dreher, Leiterin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) aus Berlin, Bundesverbands-Vizepräsident Hermann Waldner sowie Alexander Mönch von FreeNow schilderten die Lage in Berlin und zeigten Wege in die Zukunft auf. Abgerundet wurde das Symposium von Katie J. Wells, die aus der US-Hauptstadt zugeschaltet wurde: Sie stellte ihre Forschungsarbeiten vor und ihr Buch „Disrupting DC. The Rise of Uber and the Fall of the City“ vor und sprach eine Warnung aus Washington aus, was passiert, wenn Städte Uber gewähren lassen. 

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Laut BVTM sollten BehördenvertreterInnen in diesem Format ganz unbefangen ihre Fragen stellen und Situationen schildern können. Schade, dass die Veranstaltung deshalb unter Ausschluss von Öffentlichkeit und Presse stattfand.

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FreeNow fährt mit dem Taxi in die Gewinnzone

News vom 30.09.2024 von Thomas Kanzler

Die strategische Neu-Ausrichtung auf das Taxi führt zu einem Umsatzwachstum von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (08/2024). Damit hat der Mobilitäts-Anbieter erstmals die Gewinnzone erreicht.

FreeNow ist in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Polen, Italien, Griechenland und Österreich, präsent. Das Unternehmen bietet Transportdienste an und kooperiert zusätzlich mit verschiedenen Anbietern von E-Bikes, E-Scootern, Carsharing und Autovermietern, um vielfältige Mobilitätsoptionen in einer einzigen App zu vereinen. Nun verkündete CEO von FreeNow Thomas Zimmermann heute in seiner Keynote auf der Bits & Pretzels 2024 in München, den Break-even-Point erreicht zu haben und damit in die Gewinnzone zu kommen.

„Wir sind überzeugt, dass Taxis ein unverzichtbarer Bestandteil des Mobilitätssystems jeder Stadt sind. Unsere Zusammenarbeit mit lokalen Taxiunternehmen und Fahrerinnen und Fahrern ist der richtige Ansatz für nachhaltiges Wachstum und beidseitigen Erfolg“ betonte Zimmermann. „Der Break-even ist ein bedeutender erster Schritt und beweist die Wirksamkeit unserer Taxi-First-Strategie. Wir sind entschlossen, unsere Vision weiter zu verfolgen, indem wir Wachstum und nachhaltige Rentabilität in Europa priorisieren.“

Die FreeNow -App ermögliche es den Nutzerinnen und Nutzern, in wenigen Minuten ein Taxi zu bestellen, das sie komfortabel und effizient an ihr Ziel bringe. Damit mache FreeNow das Taxi als unverzichtbares Transportmittel durch innovative Technologien und kundenfreundliche Services zukunfts- und vor allem wettbewerbsfähig, so Zimmermann weiter.

Taxi-Führungsposition in Europa soll ausgebaut werden

Das Wachstum von FreeNow sei laut Zimmermann maßgeblich durch die Fokussierung auf den Taximarkt getrieben, was das langfristige Ziel des Unternehmens unterstreiche, die Führungsposition im Online-Taxi-Sektor in mehr als 150 europäischen Städten zu behaupten.

Die Plattform erweitert kontinuierlich ihre Dienste durch enge Partnerschaften mit lokalen Taxiunternehmen und rund 150.000 Fahrerinnen und Fahrern in Europa. In Deutschland verzeichnete FreeNow eine gesteigerte Nachfrage bei Taxifahrten, die vor allem durch den Erfolg der Festpreis-Einführungen in Städten wie München und Berlin angetrieben wurde. In Berlin stieg die Nachfrage nach Fahrten mit FreeNow im Jahresvergleich um über 50 Prozent. Darüber hinaus erweiterte FreeNow seine Flotte in Deutschland auf über 20.000 Taxis, während die Zahl der aktiven Fahrer um mehr als 10 Prozent zunahm. Die Plattform setzt auch ihre Expansion in wichtigen Städten wie Nürnberg, Freiburg und Heidelberg fort und baut strategische Partnerschaften mit lokalen Taxiunternehmen weiter aus. In Stuttgart arbeitet FreeNow eng mit der lokalen Taxizentrale zusammen, um die Digitalisierung voranzutreiben und eine Blaupause für zukünftige Kooperationen zu schaffen.

In Europa auf Expansionskurs

In wichtigen europäischen Märkten wie Irland, Spanien, Großbritannien und Griechenland hält FreeNow die Position als führende Taxi-App und expandiert kontinuierlich in neue Standorte. Das Unternehmen erhöht das Angebot an Flotten und Fahrern und investiert in neue Services für Fahrgäste und Fahrer. Zu den jüngsten Initiativen gehören das „Airport Prebook Promise“ in Irland, das mehr Sicherheit für Flughafenfahrten bietet, sowie die Unterstützung des Übergangs zu Elektrofahrzeugen bei Londons ikonischen Black Cabs. 70 Prozent der Fahrten in der britischen Hauptstadt werden bereits mit emissionsfreien Fahrzeugen durchgeführt. In Spanien expandierte FreeNow in Städte wie Granada und Valladolid und führte Festpreistarife in Madrid, Barcelona und Granada ein. In Griechenland wächst das Unternehmen durch Partnerschaften im Tourismussektor und expandierte über Athen und Thessaloniki hinaus auch nach Kreta.

Potenzial des Taxi-Marktes voll erschließen

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Taxi-Branche und einem starken Netzwerk zu Regulierungsbehörden, Gewerkschaften und Flottenbetreibern sei FreeNow nach eigenen Angaben in einer starken Position, um die digitale Transformation der Branche anzuführen. Durch den Einsatz von Technologie und Innovation erschließe FreeNow das enorme Potenzial des Online- und Offline-Taxi-Marktes.

„Unsere kurzfristige Strategie für FreeNow besteht darin, unsere Position als die bevorzugte Taxi-App in unseren führenden Märkten zu stärken. Darüber hinaus wollen wir natürlich in weitere europäische Städte expandieren. Als Taxi-First-Unternehmen werden wir auch die Modernisierung des Taxi-Sektors weiter vorantreiben, indem wir Partnerschaften mit Offline-Vermittlern aufbauen und ihnen unsere Online-Lösungen zur Digitalisierung ihres Geschäfts anbieten. Der Offline-Taximarkt ist enorm, und FreeNow ist dank seiner historischen Taxi-Wurzeln gut positioniert, um das noch ungenutzte Potenzial zu erschließen“, fügt Thomas Zimmermann hinzu.

Das Offline-Taxi-Segment macht in Europa noch etwa 60 Prozent der gesamten Fahrdienstfahrten aus, hier bieten sich für Mobilitäts-Apps Anbieter wie FreeNow riesige Wachstums- und Expansionschancen.

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Nun auch in Frankfurt: Festpreise für Taxifahrten

News vom 27.09.2024 von Thomas Kanzler

(dpa/lhe/tk) Taxifahrt zum festen Preis ist bald auch in Frankfurt möglich. Die Römerkoalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt hat dazu den Frankfurter Taxentarif entsprechend angepasst. 

Vorab gebuchte Taxi-Fahrten in Frankfurt können bald mit einem Festpreis gefahren werden. Nach einem Beschluss der Stadt dürfen Frankfurter Taxen bei Fahrten auf vorherige Bestellung im sogenannten Tarifkorridor Festpreise vereinbaren.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Einführung von Festpreisen für eine vorbestellte Taxifahrt den Fahrgästen eine größere Planungssicherheit und Transparenz geschaffen haben“, sagte Annette Rinn, Dezernentin für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz.

Zur Ermittlung des Festpreisangebotes wurden sowohl ein Mindest- und ein Höchstpreis je gefahrenen Kilometer festgelegt. In diesem Rahmen könne ein Festpreisangebot gemacht werden. Die Fahrgäste könnten dann wählen, ob sie das Festpreisangebot annehmen - oder die Abrechnung wie bisher üblich über den Taxameter erfolgen soll.

„Der Festpreis schafft mehr Transparenz für Fahrgäste, indem er es ermöglicht, den endgültigen Fahrpreis bereits vor Fahrtantritt festzulegen", erklärt Alexander Mönch, Präsident FREENOW in Deutschland zur Einführung der Festpreise in Frankfurt. „Unsere Erfahrungen in Städten wie München und Berlin zeigen, dass dies nicht nur die Zufriedenheit erhöht, sondern auch die Nachfrage nach Taxifahrten deutlich ankurbelt. Wir sind überzeugt, dass der von der Stadt Frankfurt beschlossene Tarifkorridor in Frankfurt zu einer ähnlich positiven Entwicklung führen wird.“

Per App oder im Gespräch mit der Taxi-Vermittlung könnten Fahrgäste künftig genau erfahren, was ihre Fahrt vom Abhol- bis zum Zielort inklusive aller anfallenden Gebühren kosten wird. Die neue Festpreisregelung bei Fahrten auf vorherige Bestellung tritt sechs Wochen nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

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FreeNow baut seine Präsenz weiter aus. Ab sofort ist sind Taxis in Freiburg im Breisgau über die FreeNow-App buchbar.

News vom 13.09.2024 von Thomas Kanzler

FreeNow baut seine Präsenz weiter aus. Ab sofort ist sind Taxis in Freiburg im Breisgau über die App buchbar.

Die Bürgerinnen und Bürger sowie die zahlreichen Besucher der Universitätsstadt können nun lokale Taxis und Großraumtaxis bequem und zuverlässig über die FreeNow-App buchen – und dass laut Andreas Maier, General Manager von FreeNow in Deutschland & Österreich schnell, unkompliziert und in wenigen Minuten. Festpreis-Fahrten ins Umland von Freiburg werden ebenfalls Teil des Angebots.

In Freiburg erweitert FreeNow nun seine Präsenz auf rund 34 Fahrzeuge mit rund 75 Fahrerinnen und Fahrern. Wie in anderen deutschen Städten legt FreeNow nach eigenen Angaben auch in Freiburg großen Wert auf das Taxi als Kerngeschäft und setzt sich aktiv dafür ein, die Taxibranche in Deutschland zu unterstützen und zu stärken. Wichtig ist es Maier zu betonen, dass das immer im Einklang mit den lokalen Rahmenbedingungen statt finde. Man werde nicht  auf Geschäftsmodelle setzen, die die sozialen und rechtlichen Standards unterlaufen.

„Wir freuen uns sehr, unseren Service nun auch flächendeckend in Freiburg anbieten zu können. Gerade an der Dreisam verzeichnen wir tausende Fahrtanfragen im Monat für ein Taxi über unsere App und sehen große Wachstumsmöglichkeiten“, erklärt Andreas Maier. Unser Ziel ist es, den Menschen hier eine zuverlässige, sichere und vor allem faire Möglichkeit zu bieten, sich in ihrer Stadt fortzubewegen.”

Die FreeNow-App ermögliche es den Nutzerinnen und Nutzern, in wenigen Minuten ein Taxi zu bestellen, das sie komfortabel und effizient an ihr Ziel bringe, betont Maier. Damit mache FreeNow das Taxi als unverzichtbares Transportmittel durch innovative Technologien und kundenfreundliche Services zukunfts- und vor allem wettbewerbsfähig.

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Nio schließt Partnerschaft mit FreeNow und wirbt mit Sonderkonditionen

News vom 22.07.2024 von Thomas Kanzler

Die Mobilitätsapp und der Autohersteller wollen die E-Mobilität in der Taxi-Branche vorantreiben. Der Hamburger Taxi-Unternehmer Fezan Rana übernimmt zehn ET7 in seine Flotte.

Der chinesische Autokonzern Nio, der Anfang des Jahres mit der Premium Limousine in den Taximarkt eingestiegen ist und FreeNow, die Mobilitätsapp mit der nach eigener Angabe größten Fahrzeugauswahl in ganz Europa wollen zukünftig zusammenarbeiten. Um emissionsfreie Mobilität weiter voranzutreiben, unterstützt Nio Taxiunternehmen in Deutschland seit Anfang 2024 beim Ausbau der E-Flotten, unter anderem in Hamburg, Berlin, Frankfurt und München. FreeNow wiederrum fördert nachhaltige Mobilität durch Anreize, Rabatte und Subventionen für Taxiunternehmen. Immer mehr Nutzer wählen bewusst Elektro-Taxis in der FreeNow-App, was die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen zeigt. Ziel der strategischen Partnerschaft ist die Förderung emissionsfreier und nachhaltiger Personenbeförderung.

„Wir freuen uns, durch das Netzwerk von FreeNow nun einer großen Anzahl an Taxiunternehmen bundesweit unser Angebot vorstellen zu können. FreeNow ist innovativ, verfügt zugleich über eine langjährige Erfahrung in der Personenbeförderung und ist komplett digital ausgerichtet, was FreeNow zu einem ausgezeichneten strategischen Partner für Nio macht.“, sagt Ole Gravenhorst, Key Account Manager Nord bei Nio und verantwortlich für das nationale Taxi-Projekt.

Sonderkonditionen für Taxiunternehmen

Mit der Partnerschaft von Nio und FreeNow erhalten Taxiunternehmen, die sich für ein Modell von Nio entscheiden und gleichzeitig FreeNow-Partner sind, Sonderkonditionen und Vorteile bei beiden Unternehmen. Bislang sind die Premium-Limousine NioET7 und die Mittelklasse-Limousine Nio ET5 für den Umbau zum Taxi-Fahrzeug verfügbar. Die aktuellen Lieferzeiten betragen mit Umrüstung durch einen Nio zertifizierten Partner ab sechs Wochen.

Präsentation in E-Taxi-Hochburg Hamburg

Im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen, darunter regionale Testdrive- und Informationsevents, machen Nio und FreeNow Taxiunternehmen die Elektromobilität zugänglicher. Das Auftaktevent fand in Hamburg statt.

„Die Umstellung auf emissionsfreie E-Taxen in Hamburg ist in vollem Gange, was bis heute bereits fast 9.000 Tonnen CO2 eingespart hat“, erklärt Dirk Ritter, Leiter der Verkehrsgewerbeaufsicht der Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende. „Wir begrüßen die Partnerschaft von Nio und FreeNow, die es Taxiunternehmen und ihren Fahrgästen leichter macht, schon heute auf die Mobilität von morgen umzusteigen.“

Hamburg ist Vorreiter in E-Mobilität

Die Hansestadt zählt zu den Städten mit dem höchsten Anteil an elektrisch betriebenen Fahrten auf der FreeNow-Plattform: Mehr als 600 der rund 3.000 Taxis, die in Hamburg unterwegs sind, sind derzeit Elektrofahrzeuge. Über 85 Prozent von ihnen sind über FreeNow verfügbar.

„Hamburg ist ein Vorreiter in der Elektromobilität und wir sind stolz darauf, Teil dieser Bewegung zu sein. Nio Taxis bieten ein luxuriöses Fahrerlebnis für unsere Fahrgäste, gleichzeitig können wir mit Nio als Partner den Übergang zu emissionsfreien Taxis weiter beschleunigen“, sagt Andreas Maier General Manager FreeNow Deutschland / Österreich.

Im Rahmen der Hamburger E-Taxi-Initiative „Projekt Zukunftstaxi“ sind bislang zehn Nio ET7 Taxis auf Hamburgs Straßen unterwegs. Für Hamburger Taxiunternehmen seien die Modelle von Nio laut Maier besonders attraktiv, da in der Hansestadt eine städtische Power Swap Station (PSS) geplant sei, wie sie in Berlin bereits Anfang Juli eröffnet wurde. An der geplanten PSS in Flughafennähe könnten die Taxifahrerinnen und -fahrer dann die leere Batterie ihres Nio E-Taxis in nur rund drei Minuten automatisiert gegen eine geladene Batterie tauschen.

„Die umweltfreundlichen und innovativen Nio Fahrzeuge sind ein echter Fortschritt im Taxibereich. Wir freuen uns über Bewerbungen von motivierten Fahrerinnen und Fahrern, die gemeinsam mit uns und FreeNow die Verkehrswende vorantreiben möchten“, sagt der Hamburger Taxiunternehmer Fezan Rana, der bereits zehn Nio Taxis für seine Flotte übernommen hat.

Finanzierungsunterstützung für Hamburger Taxibetriebe

Unterstützung erhalten Hamburger Taxibetriebe von der Kazenmaier Leasing GmbH, die „Projekt Zukunftstaxi“ mit individuellen Finanzierungslösungen unterstützt.

„Gemeinsam mit Nio schaffen wir eine nachhaltige Mobilitätsform, die das Stadtbild Hamburgs verändert“, so Christian Lüttcke, Key Account Manager der Kazenmaier Leasing GmbH. Dazu ergänzt Andreas Mehrfeld, Head of Key Account Management: „Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass Taxiunternehmen ihre Flotten emissionsfrei gestalten können, und tragen damit zur Verbesserung der Luftqualität bei.“

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BVTM-Präsident Kollar unterstützt rbb 24 bei Uber, Bolt und Co. Recherche

News vom 19.07.2024 von Thomas Kanzler

Erneut hat das Investigativ-Team von rbb 24 im Uber-Milieu recherchiert und eine weitere Betrugsmasche ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. (Link zum Recherche-Beitrag am Ende des Beitrages)

Die Masche ist im Gewerbe grundlegend bereits länger bekannt: Mindestens 60 Firmen in Berlin sind an dem als „Firmenbestattungen“ bezeichneten Betrugs-System beteiligt. Geholfen hat dem RBB dabei auch Bundesverbands-Präsident Herwig Kollar, der als Experte vom RBB hinzugezogen wurde. Der SPD-Abgeordnete Tino Schopf erstattete Strafanzeige. 

So beschreibt der RBB die Recherche auf seiner Webseite: „Mindestens 61 Firmen sollen Teil eines sogenannten "Firmenbestattungs"-Systems sein. Bereits die Gründung wurde fast immer von ein und derselben Berliner Notarin beurkundet. Auch bei der "Bestattung" der Unternehmen tauchen immer wieder dieselben Akteure auf. Offenbar handelt es sich um ein ausgefeiltes Konstrukt, das, um im Bild zu bleiben, von der Wiege bis zur Bahre funktioniert. Die Mietwagenfirmen sind meist nur zwei bis drei Jahre auf dem Markt und befördern Fahrgäste. Die Firmen beschäftigen Fahrer, die dann die Aufträge von Mobilitätsplattformen wie Uber, Bolt oder Freenow ausführen oder mit Taxis unterwegs sind. Dann werden sie an eine Holding in Bulgarien überführt und verschwinden vom Berliner Markt.“

In einem sechsminütigen Beitrag in der Abendschau präsentierte der RBB seine Recherchen am Mittwochabend der Öffentlichkeit. Präsident Herwig Kollar hat sich im Auftrag des RBB Bilanzen gelöschter Mietwagen-Firmen angesehen und geholfen, Betrugsmuster zu erkennen, mit denen die Firmen „so gut wie keine Sozialabgaben“ bezahlt haben. Kollar kommt im Beitrag zu Wort. Er ist über das Gewerbe hinaus bekannt als Experte für das Personenbeförderungsrecht sowie die betrügerischen Machenschaften im Uber-Milieu. 

Nach den Recherchen von rbb 24 hatten die beteiligten Unternehmen mindestens 1.300 Autos im Einsatz – das entspricht rund einem Viertel der gesamten Mietwagen-Flotte der Hauptstadt. Viele der Fahrzeuge hatten eine Konzession, es handelt sich also nicht um die gleichen Betrüger, die mit gefälschten oder ohne Papiere auf Berliner Straßen unterwegs waren. Der Uber-Sumpf ist lange noch nicht trockengelegt. 

Hier hier es zum rbb 24 Bericht.

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Incognia und FREENOW verkünden strategische Partnerschaft zum Schutz städtischer Mobilitätsnutzer

News vom 17.07.2024 von Franziska Neuner, Redationsassitenz bis März 2025

(ots/PRNewswire/fn) Freenow arbeitet zukünftig mit dem Anbieter von Identitätslösungen zusammen und will so die digitale Sicherheit erhöhen. Die Partnerschaft ist der Markeinstieg von Incognia in Europa und erweitert die Präsenz des Unternehmens auf fast 190 Länder weltweit.

Es wird erwartet, dass der globale Ride-Hailing-Markt bis 2028 ein Volumen von $215 Milliarden erreichen wird, wobei Europa mehr als 10 Prozent dieses prognostizierten Wachstums ausmacht.

Freenow ist in 9 Märkten sowie über 150 Städten tätig und bietet die größte Fahrzeugauswahl in Europa. Durch die Partnerschaft wird Freenow die Spitzentechnologie von Incognia als Teil seiner Plattform-Sicherheitsstrategie nutzen und will damit den proaktiven Ansatz des Unternehmens zur Betrugsprävention und sein Engagement zum Schutz seiner Wachstumsinitiativen vor Fehlverhalten weiter unter Beweis stellen.

„Wir setzen uns dafür ein, die urbane Mobilität effizienter, sicherer und zuverlässiger zu machen", sagte Ashu Singhal, der Leiter für den Bereich Produkt- und Technologie bei Freenow. „Die Partnerschaft mit Incognia ermöglicht es uns, sicherzustellen, dass unsere Plattform eine vertrauenswürdige Wahl für unsere Nutzerinnen und Nutzer in ganz Europa bleibt. Da wir weiter wachsen, sind innovative Identitätslösungen unerlässlich, um das Vertrauen und die Zufriedenheit sowohl der Fahrgäste als auch der Fahrzeugführenden zu erhalten."

Schutz vor potenziellem Betrug

Die Technologie zur Geräteidentifizierung von Incognia schützt Freenow vor potenziellem Betrug, indem sie die Legitimität neuer Benutzer- und Fahrerkonten überprüft.

Incognias Lösung „Device Fingerprinting" (Gerätefingerabdruck) stellt sicher, dass sich Marketing- und Wachstumsbemühungen auf vertrauenswürdige neue Nutzerinnen und Nutzer konzentrieren, indem riskantes Verhalten und gefälschte Konten erkannt werden. Mit Incognia kann sich Freenow auf effizientes und nachhaltiges Wachstum konzentrieren.

„Incognia ist davon überzeugt, dass Betrugsprävention ein wichtiger Faktor für das Wachstum eines Unternehmens ist. Unsere Technologie bietet einen hervorragenden Schutz vor Betrug, ohne dass es für rechtmäßige Nutzerinnen und Nutzer zu zusätzlichen Problemen kommt. Dies ermöglicht es Unternehmen wie Freenow , sich auf die Weiterentwicklung und die Zufriedenheit ihrer Kundschaft zu konzentrieren", so André Ferraz, CEO und Mitbegründer von Incognia. „Wir freuen uns, unsere fortschrittlichen Lösungen auf den europäischen Markt zu bringen und Freenow bei der Bereitstellung von sicheren und zuverlässigen Mobilitätsdiensten zu unterstützen."

Partnerschaft zur Betrugsprävention

Nachdem Incognia Anfang des Jahres 31 Millionen US-Dollar an Fördermitteln erhalten hat, um die Betrugsprävention über Web- und Mobilplattformen zu verbessern, unterstützt das Unternehmen nun den Erfolg von Freenow mit einer 99,9-prozentigen Genauigkeit der Gerätefingerabdrücke, ergänzt durch Standortinformationen und Manipulationserkennung.

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Festpreise für Berliner Taxen: Angebot wird angenommen

News vom 03.07.2024 von Franziska Neuner, Redationsassitenz bis März 2025

(dpa/bb/fn) Seit Anfang Juni können in Berlin Taxifahrten mit Festpreis gebucht werden. Die Branche erhofft sich so mehr Chancen im Wettbewerb gegen Uber und Co. Das Unternehmen gibt sich entspannt. 

Einen Monat nach der Einführung von Festpreisen für Taxifahrten in Berlin ziehen zwei Vermittlungsplattformen ein erstes positives Fazit.

„Wir hatten ein wenig gedrängelt, damit es noch vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft mit den Festpreisen klappt - und diese Rechnung ist aufgegangen“, sagte Alexander Mönch von Freenow der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit würden 25 bis 30 Prozent mehr Taxifahrten über die Plattform gebucht. Das habe sicher mehrere Gründe, der Festpreis sei aber einer davon. „Aktuell werden mehr als die Hälfte der Taxifahrten mit Festpreis gebucht“, sagte Mönch. 

Die Taxi-Branche hatte die Festpreise lange gefordert. Sie erhofft sich dadurch eine bessere Wettbewerbssituation gegenüber Fahrdienstvermittlern wie Uber oder Bolt, mehr Nachfrage und steigende Einnahmen. Bei den Plattformen können Kunden vorab sehen, wie viel sie für die geplante Fahrt zahlen müssen. 

Auch Uber berichtet erfreut über Festpreise 

Der neue Festpreis muss sich innerhalb eines Tarifkorridors bewegen, der auf der jeweiligen Streckenlänge basiert. Er darf maximal 20 Prozent nach oben und 10 Prozent nach unten abweichen. „Den genauen Festpreis legt bei uns ein Algorithmus fest - je nach aktuellem Angebot und Nachfrage“, sagte Mönch von Freenow.

Auch Uber zeigte sich zufrieden mit dem ersten Monat mit Festpreisen - also genau jenes Unternehmen, gegen das sich die Taxi-Branche mit den Festpreisen wehren will. Uber vermittelt über seine App neben Mietwagenfahrten auch Fahrten mit klassischen Taxen. Die Nachfrage danach sei seit Anfang Juni stark gestiegen. „Die Anzahl der Fahrten, die über die Uber-App an Taxifahrerinnen und Taxifahrer vermittelt wurden, hat sich mehr als verdoppelt“, teilte Uber mit. 

Zahl der Taxen in Berlin konstant - aber immer weniger Unternehmen

Mit Stand Mai 2024 waren in Berlin 5.616 Taxen zugelassen. Laut Mönch arbeitet Freenow mit 3.000 davon in der Hauptstadt zusammen. Während die Zahl der Taxen seit Jahresbeginn nahezu gleich geblieben ist, sinkt die Zahl der Unternehmen kontinuierlich. Derzeit werden die etwas mehr als 5.600 Fahrzeuge von 1.721 Unternehmen gestellt (Mai 2023: 1.879). 

Leszek Nadolski von der Taxi-Innung Berlin wollte nach der kurzen Zeit mit Festpreisen noch keine Bilanz ziehen. Er betonte aber, dass er sich weiter viel von der Einführung verspreche. Die Branche wolle neue Wege gehen - Preis-Sicherheit und Transparenz seien da besonders wichtig. 

Freenow investiert nicht mehr in Mietwagen-Geschäft

Die Zahl der Mietwagen, die etwa über Uber und Bolt gebucht werden können, ist seit Jahresbeginn um rund 400 auf 4.074 gesunken. Die Zahlen werden monatlich vom Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten veröffentlicht. 

Auch bei Freenow können Mietwagen statt Taxen gebucht werden. Mönch betonte aber, dass das Unternehmen in dieses Geschäftsmodell nicht mehr investiere und sich komplett auf den Taxi-Markt konzentriere. Entsprechend entfernten sich auch die Mietwagen-Firmen zunehmend von der Plattform. 

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Uber will bundesweit Taxifahrten über seine App vermitteln

News vom 12.06.2024 von Thomas Kanzler

Zusammenarbeit – oder ein weiterer Schritt, das Taxigewerbe zu ruinieren? Laut einer Pressemitteilung des Plattformbetreibers Uber möchte man in Zukunft nicht mehr mit den Taxiunternehmen konkurrieren, sondern kooperieren.

In der Vergangenheit arbeitete die Mobilitätsplattform Uber vor allem mit Mietwagen-Unternehmen zusammen. Doch mehr und mehr buhlt der Konzern auch um Partnerschaften mit Taxi-Unternehmen. Die Fahrdienstvermittler-App Uber will nun in ganz Deutschland Taxifahrten anbieten.  Bislang konnte man nur Fahrten in 16 deutschen Städten mit Uber buchen. Von sofort an könnten sich Taxifahrer und Mietwagenunternehmen bundesweit von Uber vermitteln lassen. Damit könnten die Unternehmen zusätzliche Erlösquellen erschließen und ihre Auslastung und Umsätze signifikant erhöhen, erklärte der Konzern. Deutschland-Chef Christoph Weigler und betonte, mit der Öffnung unterstreiche Uber sein Interesse, Partner der Taxibranche zu werden.

„Auch Taxis können von Digitalisierung, aktivem Werben um Kunden und der hohen Nachfrage auf unserer Plattform profitieren", so Weigler.

Der Konzern versucht, die Taxifahrer auf seine Plattform zu holen. In Städten wie Berlin und München lassen sich bereits Taxis über die App des in den USA gegründeten Unternehmens buchen.  Laut eigenen Angaben bieten deutschlandweit mittlerweile mehr als 4.000 Taxifahrer ihre Dienste bei Uber an, allein 20 Prozent aller Berliner Taxis sollen mit dem Unternehmen zusammenarbeiten. Mit dem neuen bundesweiten Angebot tritt Uber zum einen in Konkurrenz zu traditionellen Taxi-Ruf-Zentralen, die Touren für Taxifahrerinnen und -fahrer vermitteln.

Das traditionelle Taxi-Gewerbe wie die Berliner Taxiinnung wirft diesen Mietwagenfirmen vor, sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten und teilweise Sozialbetrug zu begehen. Beides wurde zuletzt durch Untersuchungen des Mietwagengewerbes in Berlin bestätigt. Uber konkurriert aber in Zukunft auch mit der Plattform Freenow, die zuletzt vermeldete, nur noch Taxifahrten vermittelt zu wollen und sich aus dem Mietwagengeschäft zurückzog. Immerhin wolle Uber laut Presseerklärung bei der Kooperation mit den Taxi-Unternehmen ausschließlich mit lizenzierten Taxi- und Mietwagenunternehmen setzten.

„Die Fahrer der Partnerunternehmen besitzen ausnahmslos einen Personenbeförderungsschein und erfüllen sämtliche Voraussetzungen für die gewerbliche Personenbeförderung", erklärte Weigler. „Alle Fahrten sind dementsprechend vollständig versichert."

Die Kooperation mit dem US-Giganten sei laut dem Betreiber einer großen deutschen Taxi-Vermittlung aber durchaus Risikobehaftet. Schließlich sei Uber bisher zumeist als rücksichtsloser und hauptsächlich den eigenen Investoren verpflichteter Konzern aufgetreten.

Das Kooperationsangebot von Uber an Taxiunternehmen bundesweit kommentiert der TMV-Hauptgeschäftsführer Patrick Meinhardt wie folgt:

„Das ist ein vergiftetes Angebot durch und durch. Jeder Taxifahrer, der mir Uber zusammenarbeitet, holt sich den Feind ins Bett. Ich habe auch keinerlei Verständnis für die Unternehmen, die dies machen. Das anständige Taxi- und Mietwagengewerbe braucht die Raubtierkapitalisten von Uber nicht. Im Skandal um die 1700 illegalen Mietwagen in Berlin sieht man, wo das endet. Die Politik muss endlich Uber & Co die rote Karte zeigen!“

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Uber kooperiert bundesweit mit Taxi-Unternehmen

News vom 11.06.2024 von Franziska Neuner, Redationsassitenz bis März 2025

(dpa/fn) In der Vergangenheit arbeitete die Mobilitätsplattform Uber vor allem mit Mietwagen-Unternehmen zusammen. Doch mehr und mehr buhlt der Konzern auch um Partnerschaften mit Taxi-Unternehmen.

Der Fahrdienstvermittler Uber öffnet seine App für alle Taxiunternehmer in ganz Deutschland. Bislang konnte man nur Fahrten in 16 deutschen Städten mit Uber buchen.

Von sofort an könnten sich Taxifahrer und Mietwagenunternehmen bundesweit von Uber vermitteln lassen. Damit könnten die Unternehmen ohne monatliche Mitgliedsgebühren oder langfristige Verträge zusätzliche Erlösquellen erschließen und ihre Auslastung und Umsätze signifikant erhöhen, erklärte der Konzern.

Uber ändert Strategie

Uber hat weltweit bereits vor Monaten seine Strategie geändert. Ursprünglich hatte Uber vor allem die Dienstleistungen von Taxi-Konkurrenten vermittelt. Inzwischen versucht der Konzern, auch Taxifahrerinnen und -fahrer auf seine Plattform zu holen.

In Städten wie Berlin und München lassen sich bereits Taxis über die App des in den USA gegründeten Unternehmens buchen. In der Hauptstadt kooperieren nach Angaben von Uber bereits rund 20 Prozent aller Taxis mit der Vermittlungsplattform. Deutschlandweit seien es mehr als 4000 Taxifahrer.

Profitieren auch Taxis von Digitalisierung?

Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber, sagte, mit der Öffnung der App für alle Taxifahrer deutschlandweit unterstreiche Uber sein Interesse, Partner der Taxibranche in Deutschland zu sein.

„Auch Taxis können von Digitalisierung, aktivem Werben um Kunden und der hohen Nachfrage auf unserer Plattform profitieren.“

Das digitale Buchen von Dienstleistungen sei zum Standard geworden.

„Mit der Uber-App bieten wir die technologische Lösung und vermitteln den Taxifahrern einfach und transparent zusätzliche Aufträge.“

Uber als Konkurrenz zu traditionellen Taxi-Ruf-Zentrale

Mit dem neuen bundesweiten Angebot tritt Uber zum einen in Konkurrenz zu traditionellen Taxi-Ruf-Zentralen, die Touren für Taxifahrerinnen und -fahrer vermitteln. Das Uberangebot steht aber auch im Wettbewerb mit Plattformen wie Bolt, die vor allem die Dienste von Mietwagenfirmen vermitteln.

Das traditionelle Taxi-Gewerbe wie die Berliner Taxiinnung wirft diesen Mietwagenfirmen vor, sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten und teilweise Sozialbetrug zu begehen. Uber konkurriert aber auch mit der Plattform Freenow, die seit ihrer Gründung im Jahr 2009 vor allem Taxifahrten vermittelt.

Uber kooperiert mit lokalen Taxi- und Mietwagenunternehmen

Uber betonte, man kooperiere ausschließlich mit lokalen, lizenzierten Taxi- und Mietwagenunternehmen, die die Beförderungsleistung durchführen.

„Die Fahrer der Partnerunternehmen besitzen ausnahmslos einen Personenbeförderungsschein und erfüllen sämtliche Voraussetzungen für die gewerbliche Personenbeförderung. Alle Fahrten sind dementsprechend vollständig versichert.“

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Berliner Koalitionspolitiker fordern Stopp von Konzessionen für Mietwagen

News vom 06.06.2024 von Franziska Neuner, Redationsassitenz bis März 2025

(ots/fn) Verkehrspolitiker der Berliner Koalitionsparteien CDU und SPD fordern, dass das Berliner Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) die Vergabe von weiteren Konzessionen an Mietwagenfirmen für Mobilitätsplattformen wie Uber, Bolt, Freenow oder Bliq sofort stoppt.

„Alles ermitteln, auswerten, schwarze Schafe aus dem Markt holen, anstelle jetzt weiter Konzessionen zu vergeben“, fordert der CDU-Verkehrspolitiker Christopher Förster gegenüber rbb24 Recherche.

Auch SPD-Verkehrspolitiker Tino Schopf teilt die Forderung. Hintergrund sind rbb-Recherchen über vermehrte Aktivitäten dubioser Mietwagenfirmen, die mit Konzessionen aus Brandenburger Landkreisen in Berlin operieren. Die Firmen werden über Uber, Bolt oder Freenow vermittelt.

Überprüfung statt Neukonzessionierung

Das LABO müsse - wie im März vereinbart - eng mit den brandenburgischen Umlandgemeinden kooperieren, so Förster. Er fordert, die personellen Ressourcen in die Überprüfung der am Markt tätigen Unternehmen zu stecken, statt in die Neukonzessionierung von Mietwagenfirmen.

Auch der Deutschland-Chef der Plattform Freenow, Alexander Mönch, sagte rbb24 im Interview, er befürworte eine Pause bei den Konzessionsvergaben, soweit dies „sachdienlich“ sei, um den Markt weiter zu bereinigen.

Kampf gegen kriminelle Unternehmen

Gegenüber rbb24 Recherche sagte SPD-Politiker Schopf:

„Kriminelle Unternehmen, die wir hier in Berlin hatten, die wechseln jetzt natürlich die Seite, die gehen jetzt nach Brandenburg. Die Brandenburger Behörden wüssten noch gar nicht, „was auf sie für eine Lawine zukommt“, so Schopf.

Sein Koalitionskollege Förster fordert, sämtliche Daten über vorhandene Konzessionen zwischen Berlin und Brandenburger Umland-Landkreisen abzugleichen, um problematische Firmen oder Unternehmer herausfiltern zu können. Auch die grüne Verkehrspolitikerin Antje Kapek hält die Ergebnisse der rbb-Recherchen für hochproblematisch:

„Es ist natürlich ein Skandal und beweist, dass viele von diesen Firmen, die jetzt in Berlin auffliegen, in den Speckgürtel umziehen.“

Erhöhte Geschäftsaktivitäten

Dass Mietwagenfirmen eine erhöhte Geschäftsaktivität im Berliner Umland zeigen, räumte auf Anfrage von rbb24 Recherche auch der Landkreis Dahme-Spreewald ein:

„Ein Zulauf an Konzessionsanträgen von Mietwagen-Firmen aus Berlin kann bestätigt werden.“

Auch LABO-Direktorin Kirsten Dreher bestätigte diese Entwicklung in der Anhörung des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus Anfang der Woche.

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Berliner Genehmigungsbehörde filtert ein Drittel der Mietwagen aus

News vom 28.05.2024 von Redaktion (allg.)

Die Anzahl der Mietwagen, die von den Vermittlungsplattformen Uber, Bolt, FreeNow und Bliq für Taxi-ähnliche Verkehre genutzt werden kann, ist um rund ein Drittel reduziert worden.

Als Ergebnis der umfangreichen Überprüfungsaktion wurde die Zahl der Mietwagen, die von den Vermittlungsplattformen Uber, Bolt, FreeNow und Bliq für Taxi-ähnliche Verkehre genutzt werden kann, um rund ein Drittel reduziert.

Hintergrund ist, dass viele Fahrzeuge bei mehreren Plattformen registriert waren. Wie die für Verkehr zuständige Senatsverwaltung (SenMVKU) am Montag mitteilte, waren zum 1. April 4276 Mietwagen von 533 Unternehmen bei mindestens einer Vermittlungsplattform registriert.

Registriert ohne Genehmigung

Tatsächlich waren 1661 Fahrzeuge oder gut 38,8 Prozent bei einer Vermittlungsplattform registriert, obwohl die Mietwagen-Unternehmen für diese Fahrzeuge nicht die erforderliche Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz besessen haben – entweder, weil entweder keine Genehmigung vorlag, oder weil eine frühere Genehmigung bereits abgelaufen, durch das LABO aufgrund von Verstößen gegen das Personenbeförderungsgesetz widerrufen, das Fahrzeug von einer bestehenden Genehmigung nicht umfasst oder beim Vermittler ein falscher Betriebssitz gemeldet worden war. Die beanstandeten Fahrzeuge verteilten sich auf 217 Unternehmen, 40,7 Prozent aller Unternehmen.

Überprüfung künftig verpflichtend

Da zukünftig die Vermittler verpflichtet sind, neue Unternehmen und Fahrzeuge vorab durch das LABO überprüfen zu lassen, wird grundsätzlich sichergestellt, dass Fahrtaufträge nur an ordnungsgemäß genehmigte Fahrzeuge vermittelt werden. Das LABO werde dies in Zusammenarbeit mit der Polizei weiterhin im Rahmen von Verkehrskontrollen überprüfen, kündigte die SenMVKU an.

Weiterhin strenges Vorgehen

Die Senatsverwaltung kündigte an, die Daumenschrauben weiter anzuziehen: So sollen die gewonnenen Erkenntnisse Anlass für weitergehende Überprüfungen sein, in die auch andere Behörden eingebunden werden, namentlich Hauptzollamt, Finanzämter und Arbeitsagenturen.

Der SPD-Verkehrspolitiker Tino Schopf hatte nach seiner Akteneinsicht im LABO den dringenden Verdacht geäußert, dass in vielen Mietwagenunternehmen schwarz gearbeitet oder das Mindestlohngesetz unterlaufen wird sowie Steuern hinterzogen werden. (thr)

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Illegale Mietwagenunternehmen in Berlin anscheinend unbelehrbar

News vom 05.04.2024 von Matthias Roeser

Trotz angekündigter Überprüfung durch die Berliner Genehmigungsbehörde LABO haben illegale Mietwagenunternehmen in großem Umfang versucht, sich bei den großen Plattformen neu für die Vermittlung registrieren zu lassen.

Wie die für Verkehr zuständige Senatsverwaltung (SenMVKU) auf Anfrage von Taxi heute mitteilte, haben die Plattformanbieter Uber, Bolt und FreeNow seit dem 1. August 2023 dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) insgesamt 484 neue Unternehmen zur Überprüfung gemeldet. Hiervon besaßen 165 (34,1 Prozent) keine gültige Genehmigung. Die 484 Unternehmen umfassten 5043 Fahrzeuge, wovon 2873 (57 Prozent) nicht genehmigt waren.

Vereinbarung zwischen Senatsverwaltung, Uber, Bolt und FreeNow

Die Senatsverwaltung hatte im vergangenen Sommer mit Uber, Bolt und FreeNow vereinbart, dass alle Unternehmen, die sich für die Vermittlung durch die Plattformen neu registrieren lassen wollen, vom LABO auf gültige Genehmigungen für Unternehmen und Fahrzeuge überprüft werden. Damit solle gewährleistet werden, dass tatsächlich nur noch an solche Unternehmen und Fahrzeuge Aufträge vermittelt werden, die über eine Genehmigung des LABO nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) verfügen, hieß es damals. Die Vereinbarung sei ein weiterer wichtiger Schritt, um den Kontrolldruck gegen illegal agierende Unternehmen im Mietwagen-Gewerbe zu erhöhen.

Schätzungen zufolge gibt es mehr als 1000 illegale Mietwagen

Die ergänzende Überprüfung der Bestandsflotte, die Mitte März 2024 zwischen dem Land und den Plattform-Anbietern vereinbart worden war, wird erst Ende April abgeschlossen. Die Senatsverwaltung wollte auch noch keinen Zwischenstand mitteilen. Schätzungen zufolge gibt es in Berlin mehr als 1000 illegale Mietwagen, die für die großen Plattformen fahren.

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Plattform-Regulierung: Europa-Abgeordnete warnt vor Lobbying von Uber & Co

News vom 27.03.2024 von Matthias Roeser

Um das Dauerbrenner-Thema der Missstände im plattformgetriebenen Mietwagengeschäft und die neue EU-Plattform-Richtlinie ging es auf einer Veranstaltung der Berliner Taxiinnung am 25. März.

„Berlin ist immer vorne, im Guten wie im Schlechten“, sagte Hermann Waldner, Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen (BVTM) und Chef der größten Berliner Taxizentrale.

„Wir haben in Berlin durch den Marktangriff von Uber & Co. mehr Taxis verloren als andere Großstädte je Taxis hatten. Und wir erleben hier einen Wildwuchs, wie es ihn in diesem Ausmaß sonst nirgends gibt.“

In Berlin stünde inzwischen die Hälfte der Taxis vor der Pleite. Nur wenn man mit harten Kontrollen die schwarzen Schafe auf dem Personentransportmarkt aussortiere, habe das ehrliche Taxigewerbe eine Chance, zu überleben und Teil der individuellen Personennahverkehrs zu bleiben.

Damit spielte Waldner unter anderem auf die Erkenntnisse zu zweifelhaftem Geschäftsverhalten im plattformbasierten Mietwagengeschäft an, die der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion  Tino Schopf bei Recherchen in der Genehmigungsbehörde Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) gewonnen hatte. „Den Wildwuchs aber hat Berlin nicht exklusiv, den sehen wir auch in Städten wie München, Frankfurt, Düsseldorf oder Köln.“

Tino Schopf selbst beschrieb die Zustände in Berlin als „beschämend“. Es gebe einen gewaltigen kriminellen Sumpf. Das LABO, eigentlich zuständig für das Trockenlegen dieses Sumpfes, nannte er ein „Teil des Problems“. Er sei kein Verwaltungsfachmann, aber selbst ihm sei aufgefallen, dass Firmen einen 19-jährigen Menschen für 960 Euro Brutto angestellt haben, um 50 Mietwagen rund um die Uhr zu organisieren. Erst recht müsse dies doch den Fachleuten des LABO auffallen, bemängelte Schopf..

Schopfs Parteifreundin, die Europa-Abgeordnete Gabriele Bischoff, berichtete unter anderem über die EU-Richtlinie zur Plattformarbeit, für die sie mitverantwortlich war. Die Richtlinie spare das Taxi-Geschäft weitgehend aus, treffe aber Plattformen wie Uber und Bolt. Bischoff warnte, den enormen Lobby-Druck von Uber, Bolt und anderen nicht zu unterschätzen. Ein solcher Druck sei in der Intensität ungewöhnlich und werde nun bei der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie in den kommenden zwei Jahren sicher erneut zum Tragen kommen.

„Deshalb ist es wichtig, dass wir weiter am Ball bleiben, und alle Rechtsmittel ausschöpfen, damit diese Strukturen, die prekäre Beschäftigung fördern und dulden, abschaffen. Das Taxigewerbe hat mich an seiner Seite, um bessere Bedingungen zu schaffen, damit es wieder fair und gerecht im Mobilitätsbereich vor sich geht“, betonte Bischoff.

Alexander Mönch von FreeNow als Vertreter der Plattformwirtschaft gab selbstkritisch zu Protokoll, dass das, was Freenow vor zehn Jahren angestoßen habe, sich zu illegalen Strukturen entwickelt habe, die so nicht vorherzusehen waren. Er begrüßte die Initiative zum Datenaustausch zwischen Jobcenter und Finanzamt.

„So können wir wenigstens versuchen, unsere Plattform sauber zu halten.“ Er sprach von einem „illegalen Gewerbezweig“, der sich hier entwickelt habe, und bekannte: „Ich kann hier ja nicht so tun, als wäre nichts gewesen.“

Er bekräftigte, dass FreeNow die Zukunft im Taxi sehe und der taxiähnliche Mietwagen in der jetzigen Form keine Zukunft habe.

Zum Abschluss dankte Leszek Nadolski, der Vorsitzende der Berliner Taxiinnung, für die rege und ehrliche Debatte und versprach, sich weiter für das Taxigewerbe in Berlin einzusetzen. Ein richtiger Schritt sei die Einführung von Festpreisen in Berlin. Diese sollen ab dem Frühsommer in Berlin möglich sein.

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Vorbestellte Taxen in Hamburg sollen künftig zu Festpreisen fahren

News vom 01.03.2024 von Thomas Kanzler

(dpa/lno) Festpreise für Taxifahrten werden bislang von den Kundinnen und Kunden kaum genutzt. Das könnte sich bald ändern. Denn Verkehrsbehörde und Taxi-Verbände planen eine Änderung.

Wer in Hamburg ein Taxi vorbestellt, soll künftig keine preislichen Überraschungen mehr erleben. Für vorab gebuchte Fahrten soll dann nämlich ein Festpreis gelten - unabhängig davon, ob am Ende längere Strecken oder Fahrtzeiten nötig waren, wie die Verkehrsbehörde am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Die Einführung sei mit den Vermittlern und Verbänden des Hamburger Taxigewerbes abgestimmt - und auch von ihnen ausgegangen.

„Die Taxiverbände, -vermittler und -unternehmen haben uns zurückgemeldet, dass immer mehr Kundinnen und Kunden sich die Möglichkeit wünschen, bei Bestellung eines Taxis einen Festpreis zu bekommen“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) dazu laut Mitteilung.

Es werde derzeit geprüft, ob ein Start des Angebotes im Herbst möglich sei. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet. Demzufolge steht auch die Branche hinter den Festpreisen.

„Gerade jüngere Menschen haben durch Firmen wie Uber, FreeNow oder Mobilitäts-Apps wie Switch die verbindliche Vorabpreiszusage kennen- und schätzen gelernt“, sagte Jan Grupe, der Vorsitzende des Branchenverbands Taxen-Union Hamburg, der Zeitung.

Wer sich spontan an der Straße ein Taxi ruft oder am Taxistand in einen der Wagen steigt, zahle Behördenangaben zufolge weiterhin die Summe, die am Ende der Fahrt auf dem Taxameter steht. Der Verkehrsbehörde zufolge gibt es derzeit in Hamburg 1860 Unternehmen mit fast 3000 Taxen. Laut jährlichem Taxengutachten wurden im vergangenen Jahre etwa 11 bis 12 Millionen Touren im Hamburger Taxengewerbe gefahren.

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BVTM in Madrid: Taxis EU-weit stärken

News vom 23.02.2024 von Thomas Kanzler

Anlässlich eines Meetings der International Road Transport Union (IRU) war Bundesverbands-Geschäftsführer Michael Oppermann letzte Woche in Madrid. In der spanischen Hauptstadt traf er auch mit der Führung des spanischen Taxiverbands ANTAXI zusammen (Asociación Nacional del Taxi).

Im Fokus des Austauschs stand die für beide Länder sehr belastende Situation durch Mietwagenplattformen. Im Gespräch mit Verbandspräsident Julio Sanz und Vizepräsident Jesús Fernández versicherten sich die Gesprächspartner gegenseitig Solidarität und Unterstützung im Kampf gegen Mietwagenplattformen.

„Unsere spanischen Kollegen kämpfen den gleichen Kampf wie wir. Wir stehen Seite an Seite mit ihnen“ erklärte Michael Oppermann.

Wie in Deutschland greifen auch in Spanien Plattform-Mietwagen das Taxi an. Auf der iberischen Halbinsel sind das Uber, Bolt und Cabify, während FreeNow dort ausschließlich Taxis vermittelt. Je nach Region ist es in Spanien gelungen, eine Vorbestellfrist einzuführen oder die Zahl der Mietwagen staatlich zu begrenzen. Derzeit operieren ca. 60.000 Taxis und rund 20.000 Mietwagen in dem Land mit seinen 48 Millionen Einwohnern.

Gegenstand des Gesprächs war es auch, wie man die Stimme des Taxis in der EU klarer und stärker werden lassen kann. Hierzu wurden weitere Schritte vereinbart.

„Gegenüber der EU brauchen wir eine klare und kohärente Position des Taxigewerbes“, betonte Oppermann. „Je mehr Länder wir hier an Bord haben, desto besser.“

Am Folgetag fand in Madrid ein Meeting der Presidential Executive der IRU statt. In der 75-jährigen Geschichte dieser internationalen Organisation ist Michael Oppermann der erste Taxivertreter in diesem obersten Gremium. Das Meeting fand in einem Gebäude des spanischen Verkehrsministeriums statt.

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Berlin: Taxi Festpreise kommen ab April 2024

News vom 23.02.2024 von Thomas Kanzler

Am Mittwoch, 21. Februar 2024 fand im Berliner Abgeordnetenhaus eine große Anhörung zum Thema Taxi und Mietwagen statt, an der neben den Taxiverbänden auch Uber teilnahm. Laut Verkehrssenatorin Manja Schreiner werden 2024 auch in Berlin Festpreise für Taxis eingeführt.

In der über dreistündigen Anhörung wurde die Einführung der Festpreise und des Tarifkorridors einmütig von allen Fraktionen und allen Experten begrüßt sowie engere Kontrollen angemahnt. Im Vorfeld der Sitzung gab es eine umfangreiche Berichterstattung des RBB zu illegalen Mietwagen in Berlin und erstmals bestätigte auch die Behörde, dass mindestens 1.000 komplett illegale Mietwagen in Berlin unterwegs sind, deren Fahrgäste im Zweifel auch nicht versichert sind. Es bestand im Ausschuss Konsens, dass dieser „organisierten Kriminalität“ das Handwerk zu legen ist. 

Verkehrssenatorin Manja Schreiner von der CDU sicherte die Einführung von Festpreisen für Berliner Taxis ab April 2024 zu. Zudem soll ein Tarifkorridor mit der Möglichkeit, um 10 Prozent nach unten und um 20 Prozent nach oben initiiert werden. Mindestpreise werden vom Senat nach Aussage von Senatorin Schreiner angestrebt, hier wurde allerdings noch kein Datum genannt.

Die weitere Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Behörden sei ihr ein Anliegen, erklärte Schreiner weiter. Durch die personelle Verstärkung des für die Aufsicht zuständige Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) und der Verbesserung des Datenabgleichs mit den Plattformbetreibern soll in Zukunft die illegale Beförderung eliminiert werden können.

In der Anhörung unterstrich der Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagen e.V. (BVTM) Hermann Waldner die Notwendigkeit eines konsequenten und schnellen Handelns und machte mit drastischen Worten auf die Notlage des Gewerbes aufmerksam. Er unterstrich auch, dass die Festpreise nur eine kleinen Teil zur Lösung des Problems beitragen, wenn nicht schnell auch Mindestpreise für Mietwagen eingeführt werden. Ebenfalls klar für Mindestpreise sprachen sich Alexander Mönch vom Plattformbetreiber FreeNow sowie der Taxi-Soziallotse Klaus Meier aus. Auch der Rechtsexperte Kase von der Kanzlei BBG nannte die Pläne des Senats „sinnvoll“. 

Nicht direkt auf die Frage der Mindestpreise ging Christoph Weigler von Uber ein, der sich nach Meinung des BVTM als unschuldiges Opfer krimineller Machenschaften zu präsentieren versuchte. 

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FreeNow Studie: Taxi - auf die Kommunikation kommt es an

News vom 21.02.2024 von Thomas Kanzler

Bei der Untersuchung zum Mobilitätsverhalten in acht Ländern erwies sich das Taxi als das Verkehrsmittel der Wahl, wenn es um die Kommunikation und den täglichen Small-Talk geht.

Im Schnitt pendeln Stadtbewohnerinnen und - bewohner in Deutschland eine knappe halbe Stunde zur Arbeit. Damit liegen sie im europäischen Schnitt. Mehr als jede zweite Person, die sowohl im Home-Office als auch im Büro arbeitet, ist dabei mindestens an drei oder vier Tagen in der Woche außerhalb von Haus oder Wohnung unterwegs. Und Zuverlässigkeit und Sicherheit bleiben wichtigste Kriterien bei Auswahl des passenden Verkehrsmittels - aber Nachhaltigkeit wird immer wichtiger.

Taxifahrten leben besonders vom Austausch mit dem Kunden

Taxifahrten überzeugen vor allem durch Kommunikation - mehr als die Hälfte der Befragten liebt den Austausch mit Fahrerin oder Fahrer und würde ein Taxi nach Kommunikation auswählen. Small Talk und der Austausch mit Fahrerinnen und Fahrer sind Zugpferde für die Taxiwahl.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die von FreeNow in Auftrag gegeben und in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Kantar durchgeführt wurde. Für die Erhebung wurden rund 4.000 Personen in Österreich, Polen, Spanien, Italien, Griechenland, im Vereinigten Königreich, Irland und Deutschland befragt. Dabei waren 500 befragte Personen in Deutschland ansässig. Die Teilnehmer der repräsentativen Umfrage wurden aus den Märkten gezogen, in denen FreeNow tätig ist.

Die Iren reden am meisten mit dem Taxifahrer, die Polen am wenigsten

Wenn es mit dem Taxi zum Termin geht, dann reden die Deutschen gern mit dem Taxifahrer (46 Prozent) und zwar immer oder die meiste Zeit. Am meisten wird übrigens in Irland mit dem Fahrer gesprochen. 55 Prozent der befragten Personen führen hier gern eine Unterhaltung mit der Frau oder dem Mann hinter dem Steuer. Am niedrigsten ist der Wert dagegen in Polen. Nur 35 Prozent der befragten Personen legen Wert auf einen Small Talk mit dem Fahrer. In Deutschland geht es bei Unterhaltungen übrigens meist um lockere Themen. Die Fahrgäste sprechen hier gern über Neuigkeiten in der Stadt (35 Prozent) oder die wichtigsten Infos in Sachen Verkehr (26 Prozent).

Spanier würden einen Gesprächspartner „buchen“

Würde es eine Option zum Buchen einer Fahrt mit einem unterhaltsamen und Gesprächs interessierten Fahrer geben, würden sich in Deutschland mehr als die Hälfte der Fahrgäste (54 Prozent) für eine solche Fahrt entscheiden. Ganz anders in Österreich. Dort würde mehr als die Hälfte der Gäste lieber eine ruhige Fahrt ohne Gespräch buchen wollen (53 Prozent). Zudem sind mehr als 50 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass eine Taxifahrt eine gute Zeit zum Relaxen und zur Selbstreflexion bietet. In Spanien liegt der Wert sogar bei 58 Prozent, in Deutschland bei 48 Prozent.

„Das Taxi ist nicht nur ein sicheres Verkehrsmittel, sondern auch in den meisten Fällen ein besonders kommunikatives“, kommentiert Andreas Maier, General Manager für FreeNow in Deutschland die Ergebnise der Studie. „Das wird von den Fahrgästen sehr geschätzt. Die Ergebnisse der Erhebung bestätigen uns auf dem Weg, Fahrerinnen und Fahrer von FreeNow weiter darin zu ermutigen, Fahrgästen eine angenehme und komfortable Fahrt zu bieten und das Angebot weiter auszubauen.”

Fahrrad erfreut sich immer mehr Beliebtheit

Bei der Frage nach dem passenden Fortbewegungsmittel, wenn es zur Arbeit geht, wird das Fahrrad dabei immer beliebter. Allein in Deutschland setzt jede vierte Person auf den Drahtesel. Zwar erfreut sich das Auto immer noch der größten Beliebtheit (54 Prozent), aber der öffentliche Nahverkehr ist mit einer Nutzung bei 37 Prozent der befragten Teilnehmer dicht auf den Fersen und gewinnt an Bedeutung. In Großbritannien setzen darüber hinaus knapp 16 Prozent der Teilnehmer auf das Taxi, wenn es um das Transportmittel der Wahl geht.

Sicherheit und Verlässlichkeit bleiben wichtigstes Entscheidungskriterium

Ausschlaggebendes Kriterium, wenn es um die Wahl des passenden Verkehrsmittels geht, sind bei allen befragten Personen die Aspekte Sicherheit und Verlässlichkeit. Allein 93 Prozent der Umfrageteilnehmer in Deutschland sprachen sich hierfür aus. Dies entspricht auch der gesamten Resonanz in allen befragten Ländern (93 Prozent). In Spanien nehmen dagegen die Themen Kosten und Schnelligkeit einen hohen Stellenwert ein (58 und 61 Prozent). Für deutsche Pendler ist das Thema dagegen weniger relevant (38 Prozent). In Großbritannien spielt es die niedrigste Rolle (35 Prozent).

Für jeden vierten Befragten in Italien ist das Thema Nachhaltigkeit bei der Auswahl des passenden Verkehrsmittels besonders wichtig. Ähnlich äußern sich mit einem Wert von rund 23 Prozent die befragten Personen in Deutschland.

Dinner oder Verabredungen - der Komfort zählt

Wenn die Wahl bei einem bestimmten Transportmittel hingegen anlassbezogen ausfällt, so zum Beispiel bei einem anstehenden Abendessen oder einer wichtigen Verabredung, gewinnt das Thema Komfort an Bedeutung. 71 Prozent der befragten Personen in Deutschland betonen, dass ihnen der Aspekt „Komfort” dann besonders wichtig ist und eine wichtige Rolle bei der Auswahl nach dem passenden Fortbewegungsmittel spielt. In Spanien sprechen sich dafür sogar knapp 90 Prozent aus. Auch in der Gesamtbetrachtung markieren 83 Prozent eine ähnliche Zustimmung unter den Teilnehmenden.

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rbb24 deckt auf: Mindestens 1.000 über Mobilitäts-Apps vermittelte Autos fahren ohne Konzession

News vom 20.02.2024 von Thomas Kanzler

(dpa) In Berlin sind nach Informationen von rbb24 Recherche mindestens 1.000 Autos ohne Konzession über Plattformen wie Uber, Bolt und Freenow buchbar.

In Berlin sind fast 4.500 legal zugelassene Fahrzeuge im Auftrag von Mietwagenfirmen unterwegs, die von den Plattformen wiederum an die Nutzer vermittelt werden. Die Fahrzeuge ohne Konzession kommen noch dazu. Nach Recherchen von rbb24 sind es über 1.000 Fahrzeuge, die ohne Konzession unterwegs sind. Diese Zahl nennt auch der zuständige Referatsleiter beim Landesamt für Bürger und Ordnungsangelegenheiten (LABO), Günter Schwarz:

„Wir gehen davon aus, dass es eine Form der organisierten Kriminalität ist".

Im August 2023 hatte der Berliner Senat mit den großen Plattformbetreibern Uber, Bolt und Freenow eine Vereinbarung geschlossen, wonach nur noch überprüfte Anbieter von den Mobilitäts-Apps vermittelt werden. Für den Bestand an Fahrzeugen gilt die Regelung bislang nicht. Das müsse unverzüglich nachgeholt werden, fordert der Präsident des Plattformbetreibers Freenow für Deutschland und Österreich, Alexander Mönch.

Man sei bereit, alle Mietwagenfirmen, mit denen man kooperiere, an das LABO zu melden, sagte er gegenüber rbb24 Recherche. Mönch fordert eine einfache, aber schnelle Lösung: den Abgleich der Daten aller konzessionierten Firmen mit denen der Mietwagenfirmen, die von den App-Plattformen vermittelt werden. Für den Fall, dass der illegale Markt nicht nachhaltig beendet werde, kündigte Mönch den Ausstieg von Freenow aus diesem Geschäft an.

Für die Nutzer der App-basierten Mietwagen kann das illegale Geschäft gravierende Konsequenzen haben.

„Wenn ein Mietwagen nur privat statt gewerblich versichert ist, besteht auch kein Versicherungsschutz für das Fahrzeug“, warnt Simon Götze von der Verbraucherzentrale Berlin.

Auch für die Fahrgäste kann damit der Versicherungsschutz entfallen.

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Kerb startet Bike-Taxi-Service in Dublin mit Freenow

News vom 20.12.2023 von Redaktion (allg.)

Leichtes Gelenk-Bike-Taxi ersetzt den Zweitonner: In Dublin startet im FreeNow-Portfolio ein Service, der die Personenbeförderung in der Stadt revolutionieren könnte. Stau-, emissions- und geräuschfrei - dabei schneller und preiswert, wie der Anbieter wirbt. 

Ein neuer elektrischer Fahrradtaxidienst mit Tretunterstützung ist jüngst in Dublin gestartet: Der Anbieter Kerb setzt dabei ein gelenkiges E-Lastenfahrrad für zwei Fahrgäste ein. Das Unternehmen will die Fahrräder in Zusammenarbeit mit der Taxi- und Mobilitäts-App Freenow betreiben. Die Preise sind je nach Tageszeit und Nachfrage/Angebot gestaffelt. Es gibt keinen Höchstpreis, aber einen Mindestpreis von 4 €. Die Kosten für eine 2 km lange Fahrt liegen zwischen 6 € und 13 €, wobei die Preise in den Randzeiten höher sind.

"Mit Hilfe der Radweginfrastruktur werden wir die Menschen schneller und billiger von A nach B bringen als ein herkömmliches Taxi. Zu lange haben wir uns darauf konzentriert, Autos und schwere Fahrzeuge unterzubringen, und wenig daran gedacht, dass die Menschen den begrenzten Platz in unseren Städten genießen können", erklärte Alan Browne, einer der Mitbegründer von Kerbs.

Man wolle eine Idee geben, was möglich ist, wenn man ein zwei Tonnen schweres Auto durch ein kleines, leichtes und kohlenstoffneutrales Fahrzeug ersetzen kann, das auf Radwegen fahren kann und wertvollen Platz für Familie und Freunde spart. Brown ergänzte, dass der Service über die Freenow-App angeboten wird. Das E-Lastenfahrrad vom Typ Armadillo des schwedischen Lastenradherstellers Velove verfügt über einen Beifahreraufsatz des ebenfalls schwedischen Unternehmens Quicab. Nach Angaben des Herstellers ist es so konstruiert, dass es in Fahrradspuren passt. Das Fahrrad ist mit einer Fliegengittertür ausgestattet, die während der Fahrt geschlossen wird, und es gibt Sicherheitsgurte für die Fahrgäste.

Laut Freenow sind "sowohl der Fahrer als auch die Fahrgäste gegen Unfälle versichert". Fahrer- und Passagierkabinen sind getrennt, die Passagierkabinen mit Gegensprechanlagen ausgestattet sind, um mit dem Fahrer zu kommunizieren. Mittlerweile gab auch die Nationale Verkehrsbehörde, die für die Regulierung des Taxigewerbes zuständig ist, grünes Licht für den Betrieb. Man konstatierte, dass das Gefährt nicht der Definition eines Fahrzeugs mit mechanischem Antrieb entspricht und daher im Rahmen des Regelungsbereichs der NTA als kleines öffentliches Dienstfahrzeug keine Genehmigung benötigte. Die Fahrer wurden speziell geschult und verfügen über Fahrpraxis und Führerschein, heißt es vom Anbieter weiter.

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Berliner Gewerbeaufsicht geht mit Uber, Bolt und FreeNow gegen illegale Mietwagen vor

News vom 16.08.2023 von Matthias Roeser

Das Berliner Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) – die Verkehrsgewerbeaufsicht – hat mit den Vermittlungsdiensten Uber, Bolt und FreeNow eine gemeinsame Überprüfung der eingesetzten Mietwagen auf ordnungsgemäße Konzession vereinbart.

Wie die zuständige Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) am 14. August 2023 mitteilte, sei aufgrund eigener Kontrollen und anderer Behörden, namentlich der Polizei, bekannt, dass es eine große Zahl an Mietwagen von Unternehmen gibt, die über keine Genehmigung verfügen und dennoch über die genannten Apps vermittelt werden. Offiziell beim LABO gemeldet sind rund 4.400 Mietwagen. Das Taxigewerbe geht jedoch davon aus, dass de facto mindestens genauso viele Mietwagen wie Taxis (5.500) für die Vermittlungsplattformen unterwegs sind. Wie die SenMVKU erläuterte, hätten ungenehmigte Mietwagen-Unternehmen bei den Vermittlungsdiensten oftmals gefälschte Unterlagen vorgelegt, ohne dass dies im Registrierungsprozess entdeckt worden sei. Damit hätten sich diese Unternehmen einen unzulässigen Vorteil zu Lasten der ordnungsgemäß angemeldeten und genehmigten Mietwagen- und Taxi-Unternehmen verschafft.

Um den Zugang solcher illegalen Unternehmen zu den Vermittlungsplattformen zukünftig auszuschließen, hat das LABO nun laut SenMVKU mit den in Berlin tätigen Vermittlungsdiensten Uber, Bolt und FreeNow vereinbart, dass jedes Unternehmen und jedes Fahrzeug, das bei den Vermittlungsdiensten registriert wird, vorab durch das LABO überprüft wird. Damit soll gewährleistet werden, dass tatsächlich nur noch an solche Unternehmen und Fahrzeuge Aufträge vermittelt werden, die über eine Genehmigung des LABO nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) verfügen. „Diese Vereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Kontrolldruck gegen illegal agierende Unternehmen im Mietwagen-Gewerbe zu erhöhen“, heißt es.

Auf Nachfrage von taxi heute zu den oft hinter der getönten Heckscheibe versteckt geführten Ordnungsnummern hieß es, dass die Fahrzeuge bei der Überprüfung nicht in Augenschein genommen würden. Es werde lediglich anhand des Kennzeichens, der Fahrzeugidentnummer und der Ordnungsnummer überprüft, ob dieses Fahrzeug durch das LABO ordnungsgemäß konzessioniert wurde. „Den hierfür zuständigen Kontrollorganen (Polizei, LABO) ist es jedoch in der Regel problemlos möglich, ein Fahrzeug als Mietwagen zu identifizieren“, heißt es in offenkundiger Anspielung auf die Toyota-Monokultur der Mietwagen-Flotten. Verstöße gegen die Rückkehrpflicht würden ohnehin nur zu einem sehr geringen Teil bei Fahrzeugkontrollen festgestellt, sondern ganz überwiegend im Rahmen der regelmäßigen oder anlassbezogenen Betriebsprüfungen.

Wie die Senatsverwaltung auf Nachfrage weiter mitteilte, sind aktuell rund 50 Bußgeldverfahren anhängig, bei denen die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. In sechs Fällen wurden bisher Bußgelder festgesetzt, die jedoch zum Teil noch nicht rechtskräftig seien. Die Spanne reicht von 90.000 bis 250.000 Euro. Bezahlt worden sei davon nach Kenntnis der Senatsverwaltung noch keines – also auch nicht das auf 250.000 Euro festgesetzte Bußgeld, das im Dezember 2022 rechtskräftig geworden war.

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BVTM will Kommunen bei PBefG-Anwendung helfen

News vom 29.06.2023 von Matthias Roeser

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen (BVTM) und der Deutsche Städtetag wollen gemeinsam die Kommunen fitmachen, die 2021 ins PBefG aufgenommenen neuen Steuerungsinstrumente auch zu nutzen.

Zum gemeinsamen Symposium „Taxi und Mietwagen“ Ende Juni in Hamburg kamen rund 85 Teilnehmer, ganz überwiegend von Genehmigungsbehörden in Städten und Landkreisen. Schon im Grußwort von Guido Zielke, Abteilungsleiter Straßenverkehr im Bundesverkehrsministerium (BMDV) wurde deutlich, dass die Regulierung von Taxi und Mietwagen kompliziert ist. Das bundesweit geltende Personenbeförderungsgesetz gibt zwar den Rahmen vor, aber die Umsetzung liegt weitgehend in der Hand von Städten und Landkreisen.

Unter der Überschrift „Städte lernen von Städten“ hatten die Veranstalter namhafte Referenten aus Theorie und Praxis zusammengetrommelt. So berichtete Jörg Kesselring von der Stadt Leipzig, wie die Mindestpreise dort schon in der Praxis angewendet werden. Bei den Themen Festpreise und Tarifkorridor fehlen in Deutschland bislang noch die Beispiele, auch wenn einige Städte in den Startlöchern stehen und noch im Verlauf des Jahres mit ersten Regelungen zu rechnen ist. Hier half der Blick über die Landesgrenzen nach Österreich, von wo Angelika Xaver von der Stadt Wien sowie Christian Holzhauser von der Wirtschaftskammer berichten konnten, wie ein Tarifkorridor - in Österreich „Preisband“ genannt - in der Praxis funktioniert.

Sie wurden flankiert von Vorträgen von BVTM-Vizepräsident Hermann Waldner, von Hubertus Baumeister von der Kanzlei BBG sowie von FreeNow-Chef Alexander Mönch. Außerdem stellte Prof. Matthias Knauff von der Universität Jena erstmals sein Gutachten zu Mindestbeförderungsentgelten für Mietwagen vor.

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Projekt Zukunftstaxi – Come Together im Taxiwerk Hamburg

News vom 14.06.2023 von Thomas Kanzler

Auf dem neuen Firmengelände des Taxi-Umrüsters Reuss am Schiffbeker Weg traf sich die Taxi-Branche mit den Verantwortlichen des Senats, um eine weitere Zwischenbilanz zum Zukunftstaxi zu ziehen. Zu sehen waren dort Elektrofahrzeuge von Volkswagen, Toyota, Tesla, Nio und erstmals auch BYD.

Reuss hatte das neue Domizil im Hamburger Stadtteil Billstedt erst im April 2023 eröffnet. Die Hamburger Verkehrsbehörde (BVM) lud nun zum „Come Together – Zukunftstaxi“ auf das großzügige Firmengelände ein. Der Hamburger Umrüster zeichnet sich als E-Taxi-Spezialbetrieb für die meisten Umrüstungen von Volkswagen–Stromern verantwortlich und war somit ein naheliegender Austragungsort für das Treffen der Unterstützer und Akteure des Hamburger Projekts „Zukunftstaxi“.

Auf dem neuen Betriebsgelände war erstmals auch der neue ID. Buzz als Taxi zu sehen – und stets umstellt von interessierten Taxiunternehmern. Auch wenn der neue ID. Buzz nicht so besonders viel Platz böte, erklärte ein probesitzender Taxler, sei der E-Bulli mit seinem außergewöhnlichen Design doch einfach ein Sympathieträger. Die E-Taxifahrer in Hamburg setzen momentan auf den VW ID.4 – der natürlich auch in Hellelfenbein parat stand, mit Abstand gefolgt von den Tesla Modellen 3 und Y (beide auch vor Ort) und dem Kia Niro. Eher die Limousinen-Dienstleister sprach die Marke Nio an, die mit dem ET 5 und dem ET 7 zwei Stromer ausstellte. Mercedes trat nach seinem Rückzug der Pkw-Fraktion aus der Taxi-Branche nur mit dem eVito an. Und von Toyota stand der zum Taxi umgerüstete Bz4X bereit.

Erstmals warb der chinesische Hersteller BYD (Build Your Dreams) offensiv um die Taxiunternehmer. Das Kompakt SUV Atto 3 biete recht viel Platz, ansprechende Materialien und sei schnell wieder aufgeladen, erklärte Jan Bartsch vom BYD-Haus Reisacher. Der Clou des China-Stromers sei aber, dass man für den Tausch des Akkus im Falle eines Defekts nur 16 Schrauben lösen müsse, der Batteriewechsel sei so in einer Fachwerkstatt in drei Stunden erledigt.

Umstieg zur E-Mobilität für Unternehmen und Flottenbetreiber

Neben der auf dem Firmengelände geparkten Taxi und Mietwagenflotte hatte die Hamburger Behörde auch mehrere Vorträge rund um den Umstieg zur E-Mobilität im Taxigewerbe und der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung organisiert. In der Begrüßung lobte der Leiter der Verkehrsgewerbeaufsicht in Hamburg, Dirk Ritter, ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Taxigewerbe. Er eröffnete die Veranstaltung mit dem launigen Hinweis, seine Behörde sei zwar der Veranstalter, treffe sich aber sehr gerne auf dem neuen Firmengelände der Firma Reuss– schließlich verfüge die Behörde bei weitem nicht über so gute Räumlichkeiten wie das neue Taxiwerk.

Alexander Mönch von FreeNow stellte die Umstellung der Flotte aus der Sicht einer Vermittlungsplattform in den Vordergrund. Von den 418 Elektro-Taxen, die bisher durch das Zukunftstaxi-Projekt in Hamburg gefördert wurden, seinen 340 in der Free Now–Flotte. 18 Prozent der Fahrgäste würden explizit nach einem E-Taxi fragen – und die Fahrgäste gäben etwas mehr Trinkgeld als bei den Verbrenner-Taxen. Während der Fahrer eines Verbrenner-Taxis im Schnitt 2,24 Euro Trinkgeld bekäme, seien es beim Stromer 2,41 Euro

Taxiunternehmer Rüdiger Lilie dokumentierte den Umstieg seiner Flotte detailliert. Seit Februar 2022 hatte Lilie jeweils die Kilometerleistung und den Strom- beziehungsweise Dieselverbrauch seiner Flotte analysiert. Von anfangs 17 Verbrennern und 4 E-Taxen hat sich der Bestand mittlerweile auf 14 Stromer und 8 Verbrenner verändert. Waren bis Herbst 2022 die E-Fahrzeuge noch erheblich billiger im Betrieb als die Verbrenner, sei durch die steigenden Strompreise und die nun wieder fallenden Diesel Preise die Ersparnis im Betrieb der Stromer fast egalisiert. Vorteilhaft sei aber der geringe Wartungsaufwand der E-Taxen.

Thomas Lohse, Vorstand bei Hansa Funktaxi, stellte die gute Zusammenarbeit des Hamburger Taxigewerbes mit den Behörden in den Vordergrund. Gleichzeitig warnte er aber auch davor, dass man beim Service nicht nachlassen dürfe. Durch die unklare Situation mit der Taxi- und Mietwagen- Fachkundeprüfung seien auch schlecht ausgebildete Fahrer im Einsatz, die nicht den gewünscht hohen Service-Standard böten. Auch sei der Umstieg zur E-Mobilität alternativlos, steigende Energiepreise könnten in seinen Augen den Erfolg des Projekts Zukunftstaxi allerdings gefährden.

Inklusionstaxi als wichtiger Baustein des ÖPNV

Die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Ulrike Kloiber, warb mit viel Engagement für den weiteren Ausbau der Inklusionstaxi-Flotte in Hamburg. Kloiber betonte, dass die Nachfrage nach individuellen Beförderungsmöglichkeiten für gehandicapte Personen steige – und sie sich weiter dafür einsetzen werde, die Fahrkosten-Pauschalen der Sozialbehörden zu erhöhen. Die Amtsleiterin der Verkehrsbehörde, Alexandra Lott, und Dirk Ritter bekamen für ihr Engagement bei der Ausweitung des Inklusionstaxi-Angebotes einen Preis überreicht. Alexander Mönch von Free Now betonte, in der von ihm vermittelten Flotte stünden bereits 24 Taxen für Menschen mit Behinderung bereit. In diesem Jahr würden sogar weitere 10 Fahrzeuge dazukommen.

Taxi als integraler Bestandteil des Verkehrs

Der Verkehrssenator der Stadt Hamburg, Dr. Anjes Tjarks, hob ebenfalls die Wichtigkeit des Taxigewerbes für den Verkehr der Zukunft hervor. Die Hansestadt sei Deutschlandweit führend bei der Förderung der E-Taxen. Immerhin seien schon über 420 Taxen in Hamburg rein elektrisch unterwegs. Und an anwesenden die Taxi-Unternehmen gerichtet sagte der Senator:

„Sie sind ein Premiumprodukt im Verkehrssektor“.

Der Erfolg bei der Umstellung auf die E-Mobilität müsse allerdings durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur flankiert werden, hier sei noch einiges aufzuholen, fügte Tjarks hinzu. Der umtriebige Leiter der Genehmigungsbehörde, Dirk Ritter, betonte nochmal die Wichtigkeit des Taxigewerbes für die Stadt und lud die Unternehmer ein, seine Behörde als Partner in gemeinsamer Sache zu sehen. Taxi mache ihm sehr viel Spaß, bekräftigte Ritter, bevor er das Mikro an seine Chefin Alexandra Lott weiterreichte. Auch sie erklärte, im Dreiklang von Bahn, Bus und Taxi seien die Taxen quasi das Premiumprodukt für die letzte Meile. Und als zuständige Behörde sei federführend bei der Ausgestaltung der kleinen Fachkunde für das Taxigewerbe.

Ganz neu: Auch das Laden geht on Demand

Als Ergänzung zur noch recht lückenhaften Ladeinfrastruktur will Andreas Nelskamp von E-Gap seinen Schnelllade-Service verstanden wissen. Über eine App kann der Nutzer bestimmen, wann und wo der mit einem großen Energiespeicher ausgestattete E-Gap Transporter zum eigenen Stromer kommen soll. Dort kann dann das E-Fahrzeug – beziehungsweise das E-Taxi - mit bis zu 80 kW geladen werden, die Bezahlung erfolgt dann wieder über die App. Der mobile On-DemandLadeservice ist bereits in München im Einsatz und soll in Kürze auch in Berlin, Frankfurt und Hamburg zur Verfügung stehen.

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Elektrotaxis: Aral weitet Tank- und Ladekarten-Kooperation aus

News vom 30.05.2023 von Dietmar Fund

Taxifahrende und Taxibetriebe, die mit Free Now zusammenarbeiten, können jetzt an allen Standorten mit der Aral Fuel & Charge Card tanken, aufladen und weitere Dienstleistungen abrechnen.

Der Fahrtenvermittler Free Now und der Mineralölkonzern Aral weiten ihre 2022 in Hamburg anlässlich des Projekts „Zukunftstaxi“ begonnene Zusammenarbeit in punkto Tank- und Ladekarten aus. Ab Mitte 2023 sollen alle mit der Tochter von BMW und Mercedes-Benz Mobility kooperierenden Taxibetriebe ihre Fahrzeuge mit der Aral Fuel & Charge Card laden beziehungsweise betanken können.

FreeNow spricht von 1.500 Taxifahrern und –fahrerinnen, die 2022 in Hamburg die Karte erhalten hätten. Demnächst solle die Kooperation auf alle 90 Standorte in Deutschland ausgedehnt werden, an denen Free Now per App verfügbar sei. Das Unternehmen spricht von Partnerinnen und Partnern sowie von Fahrerinnen und Fahrern. Die Karte können also nicht nur Unternehmer und Unternehmerinnen beantragen.

Laut Michael Brell, Geschäftsführer der für die Karte zuständigen B2Mobility, bekommen die Fahrerinnen und Fahrer „spezielle Konditionen“ für Kraftstoffe, AdBlue, Schmierstoffe, Wäschen und Ladestrom. Als Aktionsangebot erhalte jeder beim ersten Tanken einen kostenlosen Kaffee. Ihr Unternehmen erhalte eine zentrale Gesamtrechnung über alle Energien.

Die Aral Fuel & Charge Card wird an rund 2.400 Stationen der Marke in Deutschland akzeptiert und außerdem an 1.900 weiteren Akzeptanzstellen des ROUTEX-Verbunds. Das Ultraschnellladenetz von Aral pulse umfasse derzeit 1.500 Ladepunkte in Deutschland und solle bis Ende 2023 auf rund 3.000 Ladepunkte anwachsen. Bis 2025 will Aral über 5.000 Schnellladepunkte verfügen. Die Karte soll darüber hinaus den Zugang zu rund 99 Prozent aller öffentlichen Ladepunkte bieten.

Aral nennen auch der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) sowie der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) als Kooperationspartner, der ihren Mitgliedern Vorteile verspricht. Auf Anfrage teilte der BVTM mit, dass man den BVTM-Mitgliedern die Aral Fuel & Charge Card ebenfalls anbiete. Dieselbe Auskunft kam auch vom TMV in Bezug auf seine Mitglieder.

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Hamburger Mobilitätsbehörde stuft Free Now als Vermittler ein

News vom 20.02.2023 von Dietmar Fund

Laut dem Vermittler gilt der Feststellungsbeschluss bundesweit und grenzt das Unternehmen von ähnlichen Plattformen ab, weil Free Now den Unternehmen beim Preis Gestaltungsfreiheit lasse.

Die Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende hat das Unternehmen Free Now mit einem so genannten Feststellungsbeschluss als Vermittler von Fahrdienstleistungen eingestuft. Damit bedarf Free Now nicht selbst einer Genehmigung zur Personenbeförderung.

„Gemäß schriftlicher Bestätigung vom 24. Januar 2023 wird FREE NOW im Mietwagenverkehr demnach nicht als Personenbeförderer im Sinne von §1 Abs. 1a PBefG, sondern als Vermittler von Personenbeförderungen nach §1 Abs. 3 PBefG eingestuft. Die Entscheidung ist deutschlandweit gültig und betrifft alle Städte, in denen FREE NOW Mietwagenfahrten mit Fahrer vermittelt.“ Das hat das Joint Venture von BMW Group und Mercedes-Benz Mobility am 17. Februar 2023 mitgeteilt.

Der Kernsatz der Entscheidung gemäß Paragraf 10 PBefG, die taxi heute vorliegt, lautet wie folgt: „Es wird festgestellt, dass die Intelligent Apps GmbH als Betreiberin der Mobilitätsplattform `freenow` für Mietwagenverkehr nicht als Personenbeförderer im Sinne von § 1 Abs. 1a PBefG, sondern vielmehr als Vermittler von Personenbeförderungen nach § 1 Abs. 3 PBefG einzustufen ist.“

Für die Entscheidung sei maßgeblich gewesen, dass Free Now sowohl gegenüber den Fahrgästen als auch gegenüber den Mietwagenunternehmen als reiner Vermittler auftrete, der nicht in die Preisgestaltung eingreife. Die angeschlossenen Mietwagenunternehmen könnten über das Unternehmerportal zwischen verschiedenen Preisebenen wählen, zum Beispiel für Fahrten nachts oder an Wochenenden. Dadurch könne der Preis für den Fahrgast der Nachfragesituation angepasst werden. Eine Pflicht zur Annahme von Vermittlungsangeboten bestehe nicht.

In der Stellungnahme der Behörde ist von fünf vorgegebenen Tarifen die Rede, von denen einer gewählt werden muss. Ein freies Aushandeln des Fahrpreises zwischen Kunde und Mietwagenunternehmer ist also nicht möglich.

Alexander Mönch, Präsident von Free Now für Deutschland und Österreich, sieht seine Vermittlungsplattform als die erste, die offiziell im Einklang mit dem aktuell gültigen Personenbeförderungsgesetz stehe, auch weil sie keine „exklusiven Vertragsverhältnisse“ zwischen sich und den Mietwagenunternehmen vorsehe. Mönch appelliert jetzt an seine Marktteilnehmer, entsprechend nachzuziehen.

Laut Free Now haben sowohl der Bundesgerichtshof als auch der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass bei einer Einzelfallbetrachtung vor einer Einstufung einer Vermittlungsplattform in die eine oder die andere Kategorie vor allem die Preisfreiheit die Entscheidungsfreiheit eines angeschlossenen Unternehmens präge. Bei der Vermittlung von Mietwagen gelte die volle Preisflexibilität. „Das Preissetzungssystem von FREE NOW ermöglicht es bereits seit Juli 2021, dass Mietwagenunternehmen Tourenangebote gemäß ihrer individuell im FREE NOW Unternehmerportal gesetzten Präferenzen erhalten. Sie bestimmen folglich selbst, zu welchem Preis sie ihre Dienstleistungen über die Plattform anbieten“, schreibt das Unternehmen.

Eine Lizenzpflicht für Mietwagen-Vermittlungsplattformen greife dann, wenn sie über die reine Vermittlung hinaus unternehmerisch tätig seien und zum Beispiel Einfluss auf die Preisgestaltung oder auf Arbeitszeiten nähmen. Dann müssten sie unter anderem Fahrer sozialversicherungspflichtig anstellen.

Die Pressestelle der Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende hat taxi heute mit Zustimmung von Free Now den genauen Wortlaut der Entscheidung zugesandt.

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Bußgeld gegen Berliner Mietwagenunternehmer rechtskräftig

News vom 06.01.2023 von Redaktion (allg.)

Der Anfang August 2022 ergangene Bußgeldbescheid von 500.000 Euro gegen den Geschäftsführer eines illegal agierenden Mietwagenunternehmens in Berlin ist rechtskräftig.

Wie die Pressestelle der Berliner Strafgerichtsbarkeit auf Anfrage von taxi heute mitteilte, hatte der Betroffene zwar Einspruch gegen das Bußgeld eingelegt (taxi heute berichtete), war dann aber nicht zur Hauptverhandlung Mitte Dezember 2022 vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten erschienen. Als Folge wurde der Einspruch verworfen. Die Vollstreckung obliegt nun der Landeshauptkasse Berlin. Ob sich der Betroffene dem Bußgeld möglicherweise durch Insolvenzanmeldung entzogen hat, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Der illegale Mietwagenbetrieb war nach früheren Angaben der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenUMVK) bei Kontrollen sowohl des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) als auch der Polizei Berlin aufgedeckt worden. Das Unternehmen habe von August 2021 bis März 2022 mehr als 100.000 Fahrten mit rund 160 Fahrzeugen durchgeführt, ohne die dafür erforderliche Genehmigung zu besitzen, schreibt die Behörde. Durch die Kontrollen sei bereits seit längerem bekannt, dass einzelne Mietwagen in der Stadt unterwegs sind, die nicht die erforderliche Genehmigung zur gewerblichen Personenbeförderung besitzen. Laut den bisherigen Ermittlungen sei dies möglich gewesen, weil die Unternehmen den Vermittlungsdiensten – dem Vernehmen nach soll es sich um Bolt, FreeNow und Uber handeln - bei der Registrierung gefälschte Unterlagen vorgelegt hatten.

In Berliner Fuhrgewerbekreisen war schon länger gemutmaßt worden, dass es angesichts der hohen Anzahl von Mietwagen und Mietwagenunternehmern nicht nur mit rechten Dingen zugehen kann. roe

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Taxiverbände machen zur Bundestagswahl Positionen deutlich

News vom 23.09.2021 von Redaktion (allg.)

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen und der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland haben die Parteien, die zur Bundestagswahl antreten, nach ihren Positionen zu wichtigen Gewerbe-Fragen befragt.

Sowohl der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) als auch der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland e.V. (TMV) haben aus Anlass der Bundestagswahl am 26. September 2021 ihre Forderungen an die Politik in der kommenden Legislaturperiode deutlich gemacht. Der BVTM mahnt in seinem Positionspapier angesichts der gegenwärtigen Diskussion über die Höhe des Mindestlohns, er solle wie bisher von der Mindestlohnkommission und nicht politisch festgelegt werden. „Ein sprunghafter Anstieg des Mindestlohns über die Empfehlungen der unabhängigen Kommission hinaus hätte dramatische Verwerfungen innerhalb des Gewerbes mit einem Rückgang des Mobilitätsangebots und der Beschäftigung zur Folge“, schreibt er.

Darüber hinaus appelliert der BVTM an die künftige Regierung, ein Taxi-spezifisches Förderprogramm für den Einsatz von Elektrofahrzeugen aufzulegen. Mit einer weiteren Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) sollte den Kommunen die Möglichkeit eingeräumt werden, für vermittelte Mietwagen – also Uber, FreeNow und ähnliche – eine Vorbestellfrist einzuführen. Um den ÖPNV im ländlichen Raum besser erreichbar zu machen, sollte das Taxi außerdem in die ÖPNV-Finanzierung aufgenommen werden.

Der TMV hat ein anderes Format gewählt und den sechs Fraktionen im Bundestag sowie den Freien Wählern 13 teils als Fangfragen formulierte Fragen gestellt. Erwartungsgemäß gehen die Antworten gerade beim Thema Verhältnis von Mindestlohn und fairem Taxitarif weit auseinander. „Mindestlohn und Taxitarif sollten immer in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen“, heißt es seitens des Unions-Verkehrsexperten Alois Rainer vage. „Beides muss fair sein.“ Etwas konkreter wird sein SPD-Kollege Sören Bartol: „Ein fairer Taxitarif muss so gestaltet sein, dass er auch den Mindestlohn für die Fahrerinnen und Fahrer abbilden kann. Wichtig ist aber, dass dies genauso für die anderen Verkehrsarten des Gelegenheitsverkehrs gilt.“ Preisdumping zu Lasten der Konkurrenz und vor allem zu Lasten des Personals werde es mit der SPD nicht geben.

Für „gute Löhne“ bei allen Verkehrsarten spricht sich auch der AfD-Vertreter Dirk Spaniel aus. Der Grünen-Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar will den Mindestlohn auf 12 Euro erhöhen, lässt aber die Auswirkungen auf Taxitarife offen. Linken-Vertreter Andreas Wagner fordert sogar 13 Euro Mindestlohn, ihm ist aber klar, dass dann auch die Tarife steigen müssen. Damit die Kunden nicht auf Taxi-ähnliche Angebote ausweichen, will die Linke diese streng regulieren. Die FDP-Verkehrsexpertin Daniela Kluckert wiederholt indirekt ihre Forderung, die Taxitarife ganz aufzuheben. Damit könnten die Unternehmen flexibel auf Änderungen des Mindestlohns reagieren.

In der Debatte um die Ausgestaltung des kleinen Fachkundenachweises sprechen sich Union, Grüne, Linke und AfD klar für einen Abschluss mit einer Prüfung aus. Die SPD hingegen plädiert dafür, dass Bund, Länder und die gesamte Branche gemeinsam und „ohne Vorfestlegung“ über Umsetzung, Inhalte und Nachweis entscheiden. Die FDP lässt ihre Position offen und kritisiert lediglich die Trödelei und mangelnde Transparenz des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im gesamten Prozess. (roe)

Hier der Link zum BVTM:

Bundestagswahl 2021: Wahlprogramme und Wahlprüfsteine im Überblick – Bundesverband Taxis und Mietwagen e.V.

Hier der Link zum TMV:

Wahlprüfsteine_Antworten_Tabelle.pdf - Google Drive

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Taxi-Korso führt nach Wiesbaden

News vom 28.02.2021 von Dietmar Fund

Das hessische Taxigewerbe möchte den hessischen Verkehrsminister vor den Folgen der geplanten Novelle des Personenbeförderungsgesetzes warnen.

Am 1. März 2021 um 11 Uhr bekommt der hessische Verkehrsminister Tarek al-Wazir (Die Grünen) Besuch vom hessischen Verkehrsgewerbe. Mit einem Taxi-Korso mit mehreren Hundert Fahrzeugen möchte Hans-Peter Kratz, Vorsitzender des Landesverbandes Hessen für das Personenbeförderungsgewerbe, in der Staatskanzlei öffentlichkeitswirksam einen Offenen Brief an den Minister übergeben.

„Unser Gewerbe hat nun endgültig die Nase voll von dem stümperhaften Agieren, dem Anbiedern an Uber und FreeNow, dem Frontalangriff auf den öffentlichen Personennahverkehr durch Bundesverkehrsminister Scheuer und die FDP. Wir fordern, dass die Kannibalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs durch die sogenannten innovativen Fahrdienste gestoppt wird. Und wir fordern, dass die Verbraucher ihren Anspruch auf gesicherte Mobilität und verlässliche, staatlich festgelegte Preise, auch auf dem Land und den Stadtrandbezirken, behalten. Schließlich dürfen die Städte nicht durch noch mehr fahrenden und ruhenden Verkehr belastet werden,“ schrieb der streitbare hessische Vorsitzende im Vorfeld.

Kratz wandte sich auch gegen weitere prekäre Arbeitsverhältnisse ohne soziale Absicherung und erklärte, Deutschland brauche keine „parasitären Unternehmen“, die hierzulande keine Steuern und Abgaben zahlten. Das Land brauche auch keinen Bundesverkehrsminister, der weiterhin Milliarden Steuergelder in den Sand setze, nur die Interessen von Großkonzernen vertrete und den Bürgern Märchen aus der fernen Zukunft autonom fahrender Fahrzeuge erzähle.

Das Taxi-Gewerbe fordere die hessische Landesregierung auf, die Interessen ihrer Bürger im Bundesrat zu vertreten und den Entschließungsantrag der Länder Baden-Württemberg, Berlin, Bremen und Hamburg zu unterstützen, schreibt der Verband abschließend. Hintergrund seiner Aktion ist die zweite Lesung des Personenbeförderungsgesetzes im Bundestag am Freitag, dem 5. März 2021.

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Der Bundesrat war bei der PBefG-Novelle uneins

News vom 12.02.2021 von Dietmar Fund

Nach abweichenden Stellungnahmen dreier Länderverkehrsminister kritisierte der Bundesverkehrsminister ein Vor und Zurück bei der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PbefG).

Der Bundesrat hat sich in seiner 1.000 Sitzung am 12. Februar 2021 auch mit der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes befasst. Unter dem Tagesordnungspunkt 43 wurde der „Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Personenbeförderungsrechts“ aufgerufen. In der Sitzung gab es dazu einige Stellungnahmen aus den Ländern. Zunächst lobte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Herrmann die Idee, eine Findungskommission einzurichten. Er sagte, man habe sich dort auf die Leitidee verständigt, den Kommunen mehr Entscheidungsspielraum zu geben und über soziale Standards zu reden. Es sei aber nicht gelungen, Anti-Dumping-Regeln zu definieren. Herrmann sprach sich für eine Vorbuchungsfrist für Mietwagen aus. Die „Ubers dieser Welt“ dürften den Taxi-Verkehr nicht „hinwegfegen“. Die kommunalen Spitzenverbände und das Taxigewerbe seien sich einig gewesen, aber die CDU/CSU-Fraktion habe blockiert.

Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz bezeichnete den Entwurf als keinen großen Wurf. Man könne die Taxiunternehmer nicht vor einem Strukturwandel schützen und dürfe nicht immer nur an den ÖPNV denken. Man hätte das Gesetz aus der Sicht des Fahrgastes denken sollen. Es bleibe nun bei einer Rückkehrpflicht, die ökonomisch und ökologisch unsinnig sei.

Der hessische Verkehrsminister Tarek al-Wazir sagte, man sei sich einig, eine sichere Rechtsgrundlage für neue Verkehrsformen zu schaffen. Sinngemäß erklärte er, ein gerechter Interessenausgleich zwischen den einzelnen Anbietern sei mit dem Entwurf nicht geschaffen worden. Ausgerechnet beim App-basierten Mietwagenverkehr sei das anachronistische und noch dazu wirkungslose Instrument der Rückkehrpflicht beibehalten worden. Es werde nun eine Anhörung im Bundestag geben, in der man nichts übers Knie brechen solle.

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst erinnerte daran, dass man nun schon fast zwei Jahre lang zusammengesessen habe. Es gehe darum, Bewährtes wie beim Taxi nicht über Bord zu werfen. Er bedauere aber, dass manche Anträge Punkte wieder aufbrechen würden, bei denen man sich schon geeinigt habe. Er sagte, es sei gut, dass das Pooling, das auch in den Städten wichtig sei, in den Gesetzentwurf aufgenommen worden sei.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte, nach zwei Schritten nach vorn habe er nun den Eindruck, es würden zweieinhalb Schritte zurück gemacht. Es ginge nicht nur um „Taxi gegen Uber“. Keiner wolle den guten Dienst der Taxis einschränken. Keiner wolle in Deutschland einen „US-Uber“. Es gehe um weit mehr, zum Beispiel um MOIA, CleverShuttle und die Digitalisierung. Nach Corona müsse das Vertrauen in den ÖPNV wiederhergestellt werden. Ländliche Räume müssten über Pooling besser versorgt werden. Nötig sei ein fairer Ausgleich. Er hoffe, der Prozess dauere nicht wie beim letzten Mal sechs Jahre. Er hoffe auf einen schnellen Ausgleich.

Die wesentlichen Änderungswünsche des Bundesrates in Kürze:

  • Für §1 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) schlägt die Länderkammer folgende Definition von Vermittlungsplattformen (lies: Uber, FreeNow) vor: „Vermittler … sind Betreiber von Mobilitätsdatenplattformen, deren Hauptgeschäftszweck auf die Vermittlung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der geschäftsmäßigen Beförderung von Personen ausgerichtet ist, ohne dass sie selbst Beförderer … sind.“
  • Beim Taxi sollen feste Relationspreise (zum Beispiel Messe-Flughafen) auch im Winke- und Wartemarkt möglich sein. Für Fahrten auf Vorbestellung sollen die Länderbehörden auch bei anderen Strecken Tarifkorridore oder Festpreise zulassen können; wörtlich lautet der Formulierungsvorschlag: „Für Fahrten auf vorherige Bestellung können Festpreise bestimmt oder Regelungen über Mindest- und Höchstpreise getroffen werden, innerhalb derer das Beförderungsentgelt vor Fahrtantritt frei zu vereinbaren ist.“ Der Regierungsentwurf sieht für Fahrten auf Vorbestellung nur Höchst- und Mindestpreise (Tarifkorridor) vor, keine Festpreise. Für die Einbindung des Taxis in vorab gebuchte Reiseketten stellen Festpreise jedoch die einfachere Lösung dar.
  • Der umstrittene Fachkundenachweis, der nach Vorstellungen des BMVI nur das Taxigewerbe treffen sollte, soll im Sinne einer Gleichbehandlung aller Anbieter komplett wegfallen. Taxifahrer müssen aber eine „Ortskunde light“ für den Fall nachweisen, dass das Navigationsgerät ausfällt oder in die Irre führt.
  • Die Genehmigungsbehörde soll Genehmigungen für Taxen, Mietwagen und Fahrzeuge des gebündelten Bedarfsverkehrs (GBV/kommerzielles Pooling) versagen können, wenn die von der Kommune oder dem Land verlangten Emissionsstandards nicht erfüllt werden. Für Taxen und GBV-Fahrzeuge gilt das auch, wenn die Vorgaben zur Barrierefreiheit nicht erfüllt werden.
  • Die zuständigen Behörden sollen lokal emissionsfreie und barrierefreie Fahrzeuge an Taxiständen privilegieren können.

Die Stellungnahme des Bundesrates wird nun der Bundesregierung zugeleitet, die sich rechtzeitig zu den Beratungen im Bundestag dazu äußern muss. Für den 22. Februar ist eine Expertenanhörung des Bundestags-Verkehrsausschusses geplant. (dif/roe)

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Auch CleverShuttle und FreeNow arbeiten an Fahrer-Schutz

News vom 02.05.2020 von Dietmar Fund

Die beiden Mobilitätsdienstleister haben für ihre Fahrzeuge Abtrennungen und für ihre Fahrer auch Masken beschafft.

Die Bahn-Tochter CleverShuttle verkündet, dass sie bundesweit in allen Fahrzeugen entweder eine Trennfolie zwischen Vorder- und Rücksitzen oder eine feste Glasscheibe habe. Die festen Trennscheiben haben die batterieelektrisch angetriebenen LEVC-Londontaxis mit Range Extender. Die einfache Folien-Lösung bekamen andere Fahrzeuge wie der Nissan e-NV 200.

Alle Fahrzeuge würden jetzt in kürzeren Intervallen gereinigt und die Kontaktflächen häufiger desinfiziert, teilt der Pooling-Anbieter mit. Alle Fahrer müssten ebenso wie alle Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. CleverShuttle bezieht die Masken für seine Fahrer von der Behindertenwerkstatt der sozialen Manufaktur der Diakonie am Thonberg in Leipzig.

Wie Zeitungsberichte aus ganz Deutschland zeigen, haben es auch jede Menge Taxi- und Mietwagenunternehmer geschafft, mit ihren Schutzmaßnahmen für Fahrer und Fahrgäste auf sich aufmerksam zu machen.

Free Now, die Mobilitäts-Tochter von BMW und Daimler, will derweil nach den 500 ersten Taxi-Trennscheiben weitere einbauen lassen. Außerdem verkündet das Unternehmen, es werde in den nächsten Wochen 10.000 Mundschutzmasken nicht genannter Herkunft an die angeschlossenen Fahrer verteilen. An sie sei auch eine größere Menge an Desinfektionsmitteln verteilt worden. Dafür habe man sich mit dem bayerischen Verkehrsministerium und mit weiteren Mobilitätspartnern kurzgeschlossen.

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mytaxi gibt in kleineren Städten noch einmal richtig Gas

News vom 22.05.2019 von Dietmar Fund

Vor der Umbenennung in „Freenow“ sollen jetzt auch kleinere Städte verstärkt erschlossen werden.

Über die Vermittlungs-App mytaxi sind im Vergleich zum Vorjahr die Anfragen „aus mittelgroßen Städten und aus Kleinstädten“ um 50 Prozent gestiegen. Das erklärt Alexander Mönch, Deutschland-Chef von mytaxi. Auf diese Nachfrage werde das Unternehmen jetzt zunächst mit der Ausdehnung seines Angebots in neun Städten reagieren. In alphabetischer Reihenfolge sind dies Braunschweig, Bremen, Dresden, Freiburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg und Oberhausen.

An der Erweiterung werde bereits seit Anfang Mai gearbeitet, teilt das Unternehmen mit. Weitere Städte sollten nach und nach hinzukommen. Auch eine Erweiterung des Angebots in bereits bedienten Ballungsgebieten sei geplant.

Um die Fahrgäste rasch bedienen zu können, braucht der App-Vermittler natürlich neue Taxifahrer, die mit ihm zusammenarbeiten. Deshalb redet er von einer „großangelegten Fahrerkampagne“ und „weiteren Marketinginvestitionen“. Von einer verstärkten Ansprache der Taxiunternehmer ist interessanterweise nichts zu lesen.

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mytaxi wird weiterhin Taxis vermitteln

News vom 16.05.2019 von Dietmar Fund

Die App-Vermittler wollen Mietwagen nur hinzunehmen, um von außen kommende Wettbewerber abzuwehren.

Das unter anderem über Facebook verbreitete jüngste Gerücht aus München, mytaxi wolle nach dem Wechsel der Marke zu „FREENOW“ nur noch Mietwagen vermitteln, ist falsch. Das erklärte Alexander Mönch, General Manager für Deutschland und Österreich, auf Anfrage von taxi heute.

Nach seiner Aussage möchte mytaxi künftig auch Mietwagen vermitteln, um auch die Nachfrage nach Fahrten bedienen zu können, die nicht an einen Taxitarif gebunden sind. Diese Nachfrage wachse gerade stark und diese Kunden sollten nicht den Wettbewerbern überlassen werden, die von außen in das mobile Gewerbe eindringen. Sonst verschwinde das Taxi-Gewerbe in wenigen Jahren von der Bildfläche, argumentiert Mönch.

Wie von taxi heute gemeldet, firmiert die Vermittlungs-App künftig unter einem neuen Namen, weil ihre Heimat, der Daimler-Konzern, alle Mobilitäts-Angebote mit denen von BMW zusammenlegt. Aus der BMW-Welt stammt auch der neue Name. Im Zuge der Namensänderung hatte mytaxi auch angekündigt, künftig zusätzlich auch Mietwagen vermitteln zu wollen.

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Taxi-Streik ohne Beteiligung von mytaxi

News vom 14.03.2019 von Johannes Reichel

Keine Solidarität mit den bayerischen Taxlern: Der Online-Taxi-Vermittler von Daimler und BMW, mytaxi, hat sich dem gestrigen Taxi-Streik gegen das Eckpunktepapier von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer verweigert und lobte sogar eine Prämie aus.

Nachdem die Taxi-Branche bereits im Februar mit einer Protestfahrt vor dem Bundesverkehrsministerium ihr Missfallen gegenüber dem Eckepunktepapier von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zur Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes ausgedrückt hatte, rief jetzt der bayerische Taxi-Verband landesweit zum Streik auf. Außer bei Notfällen wurden am vergangenen Mittwoch zwischen 10:00 und 11:30 Uhr keine Taxi-Aufträge übernommen. Der Online-Vermittler mytaxi, der zu dem neuen Gemeinschaftsunternehmen von BWM und Daimler ShareNow und deren Sub-Sparte "FreeNow" gehört, hat sich allerdings den Protesten verweigert.

In einem Schreiben an seine Mitglieder gab der Vermittler zwar zu, dass die Pläne des Verkehrsministeriums „in der Tat keine gute Nachricht für das Taxigewerbe ist“ und die von der Großen Koalition geforderten fairen Wettbewerbsbedingungen nicht erreicht würden. Man sprach sich für eine offene Diskussion über ein „reformiertes Gemeinschaftsgewerbe inklusive Tarifpflicht mit einem vertretbaren Preiskorridor und Beförderungspflicht“ aus. Es gehe um die Wettbewerbsfähigkeit des Taxigewerbes in einem Marktumfeld, das sich grundsätzlich verändere, hieß es weiter. Gleichzeitig empfahl der Vermittler aber, man möge die Fahrgäste dabei nicht vergessen und lobte für jeden Fahrer, der dennoch Beförderungsdienste übernahm, 50 Euro Prämie aus, wenn dieser von 6 bis 11:59 Uhr neun Aufträge übernehme.

Aus Sicht des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen und ihres Chefs Frank Kuhle war das eine „Unverschämtheit“, „extrem kurzsichtig“ und die Begründung von mytaxi „scheinheilig“. Der Verband hat mit der Aktion gegen die geplanten Änderungen wie Wegfall der Rückkehrpflicht, der Beförderungspflicht oder Ortskundenachweis protestiert. Auch das Pooling-Verbot, also Sammelbeförderung, soll wegfallen.

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