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Taxi-Vermittler entdecken ländliche Regionen

Die Taxi-Vermittler mytaxi und Taxi Deutschland nehmen Stellung zu einem Interview, in dem sich Bundesverkehrsminister Scheuer für eine Lockerung des PBefG im Hinblick auf ländliche Regionen ausgesprochen hat.

Alexander Mönch fordert faire Wettbewerbsbedingungen, die auch die Taxi-Branche mit einbeziehen. (Foto: mytaxi)
Alexander Mönch fordert faire Wettbewerbsbedingungen, die auch die Taxi-Branche mit einbeziehen. (Foto: mytaxi)
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Dietmar Fund

In einem Interview mit der Zeitschrift Focus hat sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kürzlich für eine Lockerung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ausgesprochen, um vor allem in ländlichen Regionen über Pooling-Angebote eine bessere Versorgung zu ermöglichen. Dazu haben Taxi Deutschland und mytaxi Stellung genommen.

Dieter Schlenker, Vorsitzender des Vorstands der Taxi Deutschland eG, schreibt dazu Folgendes: „Grundsätzlich begrüßen wir die Absicht, die Mobilitätsangebote in Deutschland weiter zu entwickeln. (…) Wir haben aber starke Zweifel daran, dass die sogenannten neuen Mobilitätsdienstleister, wie zum Beispiel Uber, den Mangel an Beförderungsmöglichkeiten in den ländlichen Regionen beheben können und wollen. Carsharing-Dienste und Vermittler von Mobilitätsdiensten meiden die einwohnerschwachen ländlichen Regionen und drängen sich in den ohnehin vom Verkehr belasteten Großstädten, weil dort ein höherer Umsatz erwartet wird.“

Taxibetriebe in ländlichen Regionen böten schon heute mit ihrer Fahrbereitschaft rund um die Uhr und mit Sammeltaxis die Möglichkeit, ohne eigenes Auto unterwegs zu sein. Der App-Vermittler Uber sei auf Verkehrsunternehmen angewiesen, die mit Personal und Fahrzeugen die Mobilität sicherstellten. Mit dem Geschäftsmodell, Fahrten zu vermitteln und dafür bis zu 30 Prozent Provision zu kassieren, werde kein einziger Bürger befördert.

Der App-Vermittler mytaxi erklärte, man sehe wie Scheuer ein großes Potenzial für neue Verkehrsangebote im ländlichen Raum. Eine Voraussetzung dafür sei aber, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die auch die Taxi-Branche mit einbeziehen. Daher halte mytaxi eine Modernisierung des PBefG für erforderlich und schlage zum Beispiel einen Tarif innerhalb eines Preiskorridors vor. Er solle nach unten die „Auskömmlichkeit der Fahrer“ sichern und nach oben die Verbraucher vor Wucherpreisen zu Spitzenzeiten schützen. Weil zu einem fairen Wettbewerb auch gehöre, dass sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten, müssten die Behörden deren Einhaltung entschieden sichern.

taxi heute hat die Diskussion um Scheuers Interview intensiv beobachtet und auf eine Berichterstattung darüber aus zwei Gründen verzichtet: Zum einen, weil das Ministerium dazu keinerlei Informationen veröffentlicht hat und zum anderen, weil es aus den Medienberichten nicht eindeutig hervorgegangen war, ob Scheuer von sich aus über Uber gesprochen hatte oder ihm dieser Name in den Mund gelegt worden war.

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