Taxi-Bundesverband fordert Förderrichtlinie für E-Taxis

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. fordert, dass die Bundesregierung emissionsfreie Mobilität nicht nur bei E-Bussen und E-Lkw fördert, sondern auch bei Elektrotaxis.

Der BVTM fordert vom Bund analog zu Förderrichtlinien für E-Busse und E-Lkw auch eine für Elektrotaxis. (Foto: Dietmar Fund)
Der BVTM fordert vom Bund analog zu Förderrichtlinien für E-Busse und E-Lkw auch eine für Elektrotaxis. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Wer emissionsfreie Mobilität bestellt, muss auch bereit sein, emissionsfreie Mobilität zu bezahlen: Das erklärte Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e.V., als Reaktion auf die Ende Oktober 2022 auf EU-Ebene beschlossene Vorgabe, ab 2035 nur noch emissionsfreie Neufahrzeuge neu zuzulassen.

Diese „klimapolitisch bahnbrechende Entscheidung“ müsse jedoch den Taxi-Verkehr stärker berücksichtigen, schreibt Oppermann. Für eine Mobilitätswende reichten Verbote nämlich nicht aus. Vielmehr gehöre zur Mobilitätswende auch eine Stärkung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) und eine „Transformationsbegleitung“ für die Unternehmen, die sie gestalten. „Gerade die Taxiunternehmen brauchen hier staatliche Unterstützung, damit sie im engen regulatorischen Korsett die nötigen finanziellen Spielräume erhalten, um auf Zukunftstechnologie setzen zu können“, erklärte der BVTM-Geschäftsführer.

Oppermann bedauert, das bislang nur einzelne Städte Elektrotaxis gezielt fördern (taxi heute berichtete). Gefordert sei hier aber der Bund, dem der BVTM bereits vor einem guten Jahr den „Bundesfahrplan E-Taxi“ vorgestellt hat. Nach diesem Plan und mit der darin vorgesehenen degressiven Förderung von Elektrotaxis könne man 80 Prozent der Taxiflotte bereits bis 2030 auf Elektromobilität umstellen und damit schneller als von der EU gefordert.

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