Vorstellung Mercedes-Benz C-Klasse: Ein Riesenschritt?
Schon die nackten Zahlen machen klar: Die elektrische C-Klasse will durchstarten! Als C 400 4MATIC fährt sie bis zu 490 PS auf, zoomt den C binnen 4,1 Sekunden auf 100 km/h und soll nach WLTP bis zu 760 Kilometer Reichweite bieten, wovon real immer 500 plus/minus bleiben dürften.
Riesenakku, schnelle Ladezeiten mit bis zu 330 kW im Peak
Auch die Akkus wuchsen: Jetzt stehen bei der großen Batterie bietet 94,5 kWh nutzbare Kapazität bereit, geladen werden kann die dank 800-Volt-Technik mit bis zu 330 kW im Peak oder anders fomuliert: Binnen zehn Minuten soll der „C“ bis zu 320 Kilometer Reichweite nachladen können.
Und klar, gab man Alles für die Effizienz: Die antriebsbestimmende Hinterachse treibt eine permanenterregte Synchronmaschine mit einem Wirkungsgrad von bis zu 93 Prozent an und wie der CLA hat auch der „C“ ein Zweigang-Getriebe, das sowohl schnelles Beschleunigen als auch schnell Autobahnreisen ermöglichen soll. In der Hoffnung, dass es nicht gar so deutlich „ruckt“ wie beim CLA. Und auch bei der C-Klasse nutzt die innovative Wärmepumpe, die Abwärme von Antrieb und Batterie um den Innenraum effizient zu beheizen – selbst bei niedrigen Temperaturen schneller und mit geringerem Energieverbrauch.
Viele Oberklasse-Features
Aus der Oberklasse reichen die Techniker die Airmatic-Luftfederung und die Hinterachslenkung nach „unten“ durch. Denn der „C“ wächst leider massiv auf fast 4,9 Meter Länge – das war einst fast S-Klasse-Niveau. Der nähert man sich auch optisch wieder an: Man fährt vorn den großen glänzenden Grill auf und ändert das One-Bow-Design zugunsten eines klassischen Limo-Wagenkörpers in „Drei-Box-Optik“. Auch beim Komfort fährt die C-Klasse groß auf: Es gibt neue Sitze mit Massage, Klimatisierung und optional zumindest einen 4D-Sound. Dazu komm die aufwendige Ambientebeleuchtung und das Panoramadach, das bis zu 162 beleuchtete Sterne über den Insassen funkeln lässt.
Fast drei Meter Radstand!
Innen bleibt es bei Super- respektive Hypercscreen aber auch hier sind wieder verstärkt „echte“ Materialien verfügbar wie Holz oder Leder. Und dank des langen Radstands von 2.962 Millimetern gibt es im Fond ordentlich Platz. Dahinter bietet er Kofferraum im Standard 470 Liter Volumen, dazu kommt ein 101-Liter-Frunk. Und wer trotzdem einen Anhänger braucht, darf gebremst bis zu 1.800 Kilogramm an den Haken nehmen.
Das digitale Herzstück bildet auch hier das neue Betriebssystem MB.OS. Es vernetzt Infotainment, Navigation, Ladefunktionen und Assistenzsysteme nahtlos miteinander. Die hohe Rechenleistung soll für verzögerungsfreie Bedienung und eine glasklare ruckfreie Grafik sorgen. Wichtig für die Marke: man will die vollständige Kontrolle über Software und Daten halten – ein strategischer Schritt, der umfangreiche Over-the-Air-Updates ermöglicht.
Mit dem Wachstum rückt die C-Klasse der E-Klasse auf die Pelle und könnte sie bei den Limousinen als Markenkern ersetzen oder wie CEO Ola Källenius es sinngemäß formulierte:
„Die Transformation gelingt nur, wenn wir unsere Kernmodelle erfolgreich elektrifizieren und dabei unsere Markenwerte bewahren.“
Was bedeutet: Die elektrische C-Klasse ist neben dem GLC DAS Schlüsselmodell bei den Limousinen. Und steht für die Zukunft der Marke und ihre Glaubwürdigkeit im Elektrozeitalter.
Für Mercedes-Benz geht es um ehr viel: In China muss die C-Klasse die fallenden Verkäufe stoppen und in Europa die schwachen Zahlen von EQE und EQS vergessen machen. Der erste Eindruck sagt uns aber: Könnte klappen. Nur schade, dass sie dafür derart wachsen musste - was sie dann aber als "Ersatz" für die E-Klasse im Taxigeschäft interessanter macht!
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