Leipzig führt Festpreise für Taxifahrten ein
Leipzig führt als dritte sächsische Großstadt nach Dresden und Chemnitz Festpreise für Taxifahrten ein. Nach Zustimmung des Stadtrats sollen Fahrgäste in den kommenden Wochen bei vorbestellten Fahrten einen verbindlichen Fahrpreis vereinbaren können. Nach Angaben der beteiligten Taxiunternehmen gilt der Festpreis unabhängig von Verkehrslage und Fahrtdauer.
Festpreise können über die App taxi.eu sowie telefonisch gebucht werden. Eine spontane Inanspruchnahme am Taxistand ist dagegen nicht vorgesehen. Bei einer Buchung über die App kann nach Unternehmensangaben auch die Bezahlung unmittelbar erfolgen.
Neue Tarifstruktur nach vier Jahren
Die Einführung der Festpreise ist Teil einer umfassenden Tarifanpassung für das Leipziger Taxigewerbe. Dabei handelt es sich nach Angaben der Unternehmen um die erste Anpassung seit vier Jahren. Als Begründung werden gestiegene Kosten für Kraftstoff, Versicherungen und Ersatzteile genannt.
Nach Unternehmensangaben ist die Zahl der Taxis in Leipzig seit 2022 um 48 Fahrzeuge auf insgesamt 510 zurückgegangen. Trotz der wirtschaftlichen Belastungen wolle das Gewerbe sein Angebot als Bestandteil der Daseinsvorsorge unverändert aufrechterhalten und an 365 Tagen im Jahr zu behördlich genehmigten Tarifen verfügbar bleiben.
Nachfrage steigt bei Ausfällen des Nahverkehrs
Wie wichtig das Taxiangebot bei Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr sein kann, habe sich nach Angaben der Unternehmen während der hitzebedingten Ausfälle der Straßenbahnen gezeigt. Demnach stieg die Zahl der Taxifahrten im Wochendurchschnitt um rund 50 Prozent. In der Frühschicht am Montag habe die Nachfrage zeitweise sogar 100 Prozent über dem üblichen Niveau gelegen. Im weiteren Wochenverlauf hätten sich viele Menschen auf die Situation eingestellt und verstärkt Fahrgemeinschaften oder das Fahrrad genutzt.
Investitionen in Elektromobilität
Nach Angaben der Unternehmen soll die Fahrzeugflotte in den kommenden Jahren schrittweise modernisiert werden. Investitionen in Elektrofahrzeuge seien jedoch nur möglich, wenn die dafür erforderlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen würden. Zudem verweist das Gewerbe darauf, dass es seine Leistungen ohne öffentliche Subventionen finanziere. (Quelle: TAXI ONE GmbH/Funktaxizentrale 4884)
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