VDV Rheinland macht sich für die digitale Integration des Taxis in den ÖPNV stark

Starker Austausch und klare Perspektiven – beim Treffen der Fachsparten Taxi- und Mietwagenverkehr der rheinland-pfälzischen Verkehrsverbände am 3. April 2025 standen die Zukunftschancen der Branche im Mittelpunkt.

Gut besuchtes Auditorium beim Treffen der Taxi- und Mietwagensparte des VVD Rheinland.| Foto: VVD Rheinland
Gut besuchtes Auditorium beim Treffen der Taxi- und Mietwagensparte des VVD Rheinland.| Foto: VVD Rheinland

Die jährliche Mitgliederversammlung fand unter dem Dach des Mobilitäts- und Logistikverbandes MOLO in Kooperation des VDV Rheinland und des VVRP statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche – insbesondere mit Blick auf Digitalisierung, Finanzierung und die Rolle des Gewerbes im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Bedarfsverkehre fürs Taxi unverzichtbar

Die Vorsitzenden Edwin Röhrig und Peter Scheffel begrüßten zahlreiche Mitglieder und betonten die Relevanz eines gemeinsamen Austauschs. Als erster Redner stellte Guido Borning, Geschäftsführer des VDV Rheinland und MOLO, die zunehmende Bedeutung von Bedarfsverkehren heraus. Taxi- und Mietwagenbetriebe seien heute mehr denn je ein unverzichtbarer Teil des ÖPNV – insbesondere, wenn sie digital vernetzt und systematisch in bestehende Strukturen eingebunden werden.

Ein zentrales Thema war die Idee des „ÖPNV-Taxis“ – ein flexibles, digitales Modell, das Taxiunternehmen dauerhaft in die ÖPNV-Finanzierung integriert. Grundlage hierfür bietet die Reform des Personenbeförderungsrecht von 2021, die das Taxi explizit im Regionalisierungsgesetz verankert.

Technische und rechtliche Neuerungen standen ebenfalls auf dem Programm: Stefan Straub vom Ingenieurbüro Seibt & Straub informierte über gesetzliche Anforderungen an elektronische Kassensysteme mit Technischer Sicherheitseinrichtung (TSE). Die Cloud-TSE – eine in Kooperation mit fms, Seibt und Straub und GefoS entwickelte Lösung – wurde als innovatives System vorgestellt, das eine rechtssichere und digitale Archivierung von Taxameterdaten und Quittungen ermöglicht. Thomas Lohse von fms/Austrosoft ergänzte den technischen Teil um Praxiserfahrungen aus dem Alltag der Betriebe und verwies erneut auf die Wichtigkeit, die TSE in den Taxi-Betrieben umzusetzen.

Schlusswort von Herwig Kollar

Zum Abschluss gab Herwig Kollar, Präsident des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagen e. V. (BVTM), einen umfassenden Einblick in die politischen Rahmenbedingungen auf Bundes- und EU-Ebene. Dabei sprach er sich für eine konsequente Digitalisierung der Branche aus und forderte eine faire Einbindung der traditionellen Anbieter in die digitale Auftragsvergabe. Besonders betonte er die Notwendigkeit, Krankenfahrten künftig stärker digital zu organisieren – ein Gewinn für Fahrdienstleister und Krankenkassen gleichermaßen.

 

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