Taxifahrer gehen in Frankfurt auf die Straße - der Protest nimmt Gestalt an!
Auf zwei Routen ging es vom Flughafen und von der Messe in die Innenstadt ans Mainufer und dann auf den Römer, den Platz vor dem Rathaus. Sowohl die Taxi-Fahrenden als auch der Bundesverband setzten damit den Auftakt für den bundesweiten Aktionstag am 2. Juli. Im Fokus steht die Forderung nach kommunalen Mindestpreisen für Plattformdienste wie Uber und Bolt – analog zu den regulierten Taxi-Tarifen. Die Protestierenden sehen darin ein Mittel gegen „Sozialdumping“ und Wettbewerbsverzerrung. Plattformanbieter könnten ihre Preise frei gestalten, während Taxifahrerinnen und -fahrer behördlich festgelegte Tarife einhalten müssen
Frankfurter Reaktionen
Die Stadtverwaltung kündigte an, ein Gutachten prüfen zu lassen, das eine rechtliche Grundlage für Mindestpreise schaffen soll – erstmals öffentlich geäußert von Ordnungsamts-Sprecher Stefan von Wangenheim. Zugleich wird über strengere Kontrollen im Mietwagen-Bereich diskutiert, um Fahrer ohne gültige Lizenz aus dem Verkehr zu ziehen
Vertreter der Taxi-Verbände kritisieren die Verzögerungen deutlich. Der Hinweis auf ein Gutachten könne zu jahrelangen Verzögerungen führen. Frankfurt sei gefordert, aktiv zu handeln und nicht auf den nächsten Schritt zu warten Die angekündigten juristischen Schritte eröffnen einerseits Transparenz, bergen andererseits die Gefahr langer Verzögerungen – Zeit, die den Taxiunternehmen zunehmend ausgeht.
Nach Fahrten von der Messe und vom Flughafen in die Innenstadt trafen die Taxifahrer und Taxifahrerinnen auf dem Römer zur Kundgebung zusammen.| Foto: M. Tüxen
In Frankfurt startete der Tai - Aktionstag - heute am 2. Juli folgt der Rest der Bundesrepublik. |Foto: M. Tüxen
Auftakt einer bundesweiten Bewegung
Erneut machte der Bundesverband Taxi und Mietwagen (BVTM) klar: Nur mit einheitlichen Preisregelungen könne der Wettbewerb fair gestaltet und mögliche Preisverzerrungen durch Steuer- oder Sozialbetrug gestoppt werden. Von der Protestaktion in Frankfurt gehe laut BVTM auch ein strategisches Signal aus. Frankfurt habe mit den Sternfahrten erstmals sichtbar gemacht, wie die Proteste landesweit verlaufen könnten. Die sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum setze die städtischen Akteure unter Druck.
Mit dem gestrigen Auftakt in Frankfurt gab das Taxigewerbe ein starkes Zeichen an Politik und Öffentlichkeit. Ohne verbindliche Regeln für Plattformbezogene Mobilität droht ein Fortbestehen struktureller Ungleichheit – und der schleichende Tod des Taxi-Gewerbes! Der gestrige Tag diente klar dazu, Aufmerksamkeit zu erzeugen – als Auftakt für durchgehende Proteste am 2. Juli in über zehn Städten, darunter Frankfurt, Stuttgart, Köln und Berlin
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