Taxi trifft Taktgeber – TMV-Chef Meinhardt spricht mit CDU-Manager Bilger

Patrick Meinhardt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen (TMV), hat sich mit Steffen Bilger, dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der Unionsfraktion, getroffen. Ein Gespräch unter alten Kollegen – und unter Kennern verkehrspolitischer Themen.

Patrick Meinhardt (li.) mit Verkehrs-Profi Steffen Bilger. Bilger war 2018 bis 2021 parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. | Foto: TMV
Patrick Meinhardt (li.) mit Verkehrs-Profi Steffen Bilger. Bilger war 2018 bis 2021 parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. | Foto: TMV

Meinhardt und Bilger verbindet eine gemeinsame Zeit im Bundestag, die bis ins Jahr 2009 zurückreicht. Die persönliche Ebene ist da, aber das Gespräch hatte einen klaren politischen Kern: Die künftige Zusammenarbeit zwischen dem TMV und der Unionsfraktion, die nach wie vor eine zentrale Rolle im Bundestag spielt.

„Mit Steffen Bilger haben wir jemanden in der Fraktionsführung, der das Verkehrsressort nicht nur aus Ausschusssitzungen kennt“, sagt Meinhardt.

In der Tat: Bilger war von 2018 bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, leitete den Parlamentskreis Elektromobilität und verhandelte 2017 das Kapitel Verkehr und Infrastruktur im Koalitionsvertrag mit. Im politischen Berlin gilt er als einer der profilierten Köpfe, wenn es um Infrastrukturfragen geht.

Für den TMV sind das gute Voraussetzungen. Denn das Taxi-Gewerbe steht unter Druck – wirtschaftlich, politisch und technologisch. Digitalisierung, Plattformanbieter und Fragen der fairen Wettbewerbsbedingungen sind nur einige der Baustellen, bei denen die Branche auf verlässliche Ansprechpartner in der Politik angewiesen ist.

Bilger zeigt sich offen:

„Infrastrukturpolitik wird in dieser Legislaturperiode ein Schwerpunkt sein“, sagt er.

Der Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete kennt das Tagesgeschäft, auch jenseits der Hauptstadt. Die Rolle des Taxis als Teil des öffentlichen Nahverkehrs sei ihm bewusst. Gerade im ländlichen Raum, so lässt er durchblicken, sieht er Handlungsbedarf.

Das Treffen der beiden soll der Auftakt für eine engere Zusammenarbeit sein. Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht – aber das Signal ist klar: Der Dialog zwischen TMV und Union soll intensiviert werden. Dass dabei persönliche Verbindungen helfen, bestreitet keiner der Beteiligten. Doch entscheidend dürfte am Ende sein, ob daraus politische Bewegung entsteht.

 

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