VSPV stärkt politische Schlagkraft in Berlin und Brüssel

Der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen (VSPV) erweitert sein Netzwerk in der Hauptstadt. Der Landesverband tritt dem Verein zur Förderung der Wettbewerbswirtschaft (VfW) bei – einem seit sechs Jahrzehnten aktiven Zusammenschluss wirtschaftsnaher Akteure mit engen Kontakten in Bundestag und Ministerien.

Dr. Christoph Konrad, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VfW (Mitte), begrüßt den VSPV - Patrick Meinhardt (li.) und Sascha Waltemate (re.).| Foto: VSPVegrüßt
Dr. Christoph Konrad, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VfW (Mitte), begrüßt den VSPV - Patrick Meinhardt (li.) und Sascha Waltemate (re.).| Foto: VSPVegrüßt

Für den VSPV ist der Schritt strategisch motiviert. Taxi- und Mietwagenunternehmen stehen unter regulatorischem Druck, sei es durch europäische Vorgaben, nationale Gesetzesinitiativen oder landespolitische Weichenstellungen. Wer hier Einfluss nehmen will, braucht Zugänge – und Verbündete.

Dr. Christoph Konrad, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VfW, begrüßt das neue Mitglied ausdrücklich. Der frühere Europaabgeordnete und langjährige Geschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe kennt die Branche aus unterschiedlichen Perspektiven.

„Ich freue mich, dass mit dem VSPV ein engagierter Mobilitätsverband auch noch aus meinem Heimatland Nordrhein-Westfalen als neues Mitglied zu uns stößt. Gerade die Themen der Taxi- und Mietwagenbranche sind mir sowohl über meine Abgeordnetentätigkeit als auch gerade als Geschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe bestens vertraut. Und Patrick Meinhardt und ich arbeiten schon seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen. Für diese Branche ist es sogar enorm wichtig gemeinsam mit anderen Anwalt der Sozialen Marktwirtschaft zu sein.“

Auch beim VSPV sieht man die Mitgliedschaft als Signal. Geschäftsführer Sascha Waltemate spricht von einem wichtigen Schritt für die politische Arbeit des Verbandes:

„Für alle unserer Themen, die wir politisch anpacken, brauchen wir starke Gemeinschaften, um sie im Verbund mit anderen an die Abgeordneten zu bringen. Und mit dem VfW, der jetzt schon 60 Jahre für die Werte der Sozialen Marktwirtschaft eintritt, haben wir genau den richtigen, starken Bündnispartner für das Taxi- und Mietwagengewerbe nicht nur in Berlin. Denn für uns als VSPV ist es extrem wichtig, dass wir über den VfW nun auch Teil der Europäischen Bewegung sind, einem der größten Zusammenschlüsse von weit über 200 Verbänden. Denn wir müssen als Gewerbe in Berlin und zugleich in Brüssel offensiv auftreten.“

Mit der Anbindung an die Europäische Bewegung erweitert der VSPV seinen Aktionsradius über die Landes- und Bundesebene hinaus. Regulierung des Personenbeförderungsmarktes, Plattformökonomie, Beihilferecht oder Sozialstandards – viele dieser Fragen werden inzwischen in Brüssel mitentschieden.

Patrick Meinhardt, Generalbevollmächtigter und Leiter des Hauptstadtbüros des VSPV, formuliert den Anspruch deutlich:

„Wir müssen frühzeitig im Bund punkten und noch frühzeitiger in Europa. Dafür braucht es den direkten Kontakt zu Abgeordneten und zugleich starke, tragfähige Netzwerke. Nur wenn wir als Taxi- und Mietwagenbranche frühzeitig das Gras wachsen hören, können wir effektiv den Mittelstand gegenüber dem Angriff der Raubtierkapitalisten schützen. Und im VfW sind nicht nur über 20 wichtige Wirtschaftsverbände, sondern eben auch unter den 200 persönlichen Mitgliedern eine große Anzahl von ehemaligen und aktuellen Abgeordneten.“

Der Beitritt ist damit mehr als ein formaler Akt. Er steht für die Erkenntnis, dass Interessenvertretung im Mobilitätssektor längst nicht mehr allein auf der Straße entschieden wird – sondern in Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Netzwerken, die Gesetzestexte vorbereiten. Für das Taxi- und Mietwagengewerbe in Nordrhein-Westfalen bedeutet das: mehr Präsenz im politischen Zentrum – und eine stärkere Stimme im Konzert der Wirtschaftsverbände.

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