CDU-Politiker Michael Donth wird Dreifach-Obmann – TMV erhofft sich neue Impulse für Taxi- und Tourismusbranche
Ein kurzer Händedruck, ein Lächeln, ein paar anerkennende Worte: Eigentlich war es nur ein routiniertes Treffen. Doch in dieser Woche bekam das Gespräch zwischen Patrick Meinhardt, Hauptgeschäftsführer des Taxi- und Mietwagenverbands (TMV), und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Donth einen besonderen Rahmen.
3-fach Obmann
Donth bleibt auch in dieser Legislaturperiode der Berichterstatter für das Personenbeförderungsgesetz. Für Meinhardt Grund genug, ihm offiziell zu gratulieren. Der CDU-Politiker aus Baden-Württemberg hat nun gleich mehrere Schlüsselpositionen inne: Er ist Obmann seiner Fraktion im Verkehrsausschuss, im Tourismusausschuss – und darüber hinaus künftig Mitglied im Ältestenrat des Bundestags. Eine eher ungewöhnliche Häufung parlamentarischer Verantwortung.
„Dass ein Abgeordneter gleich dreifacher Obmann wird und zugleich im Ältestenrat sitzt, ist eine seltene Konstellation“, sagt Meinhardt. Die Arbeitsbelastung sei enorm, räumt auch Donth ein. „Aber es ist auch eine Chance. Besonders die Verbindung von Tourismus- und Verkehrspolitik ermöglicht neue Perspektiven.“
Für den Taxi- und Mietwagenverband ist Donths erweiterte Rolle nicht nur ein formaler Zugewinn. Der Verband sieht darin die Möglichkeit, zwei bisher oft getrennt behandelte Politikfelder enger zu verknüpfen: Tourismus und Mobilität. Beide seien, so Meinhardt, „zwei Seiten einer Medaille“, besonders mit Blick auf die Infrastrukturentwicklung im ländlichen Raum.
Die Bedürfnisse der Taxibranche treffen sich dort mit denen des Gastgewerbes.
„Die Dienstleistungen der Hotellerie, Gastronomie und der Kongresswirtschaft bedingen einander“, so Meinhardt, „sie brauchen eine funktionierende Mobilitätsinfrastruktur – gerade außerhalb der Metropolen.“
Tourismus und Taxi gehören zusammen
Vor diesem Hintergrund sei das Gespräch mit der neuen Vorsitzenden des Tourismusausschusses sowie der Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands nur folgerichtig gewesen. Die Botschaft des Verbands ist klar: Wer über Tourismus spricht, muss über Taxis mitdenken.
Und wer den ländlichen Raum politisch entwickeln will, sollte dafür sorgen, dass auch das letzte Stück Weg verlässlich und flexibel zurückgelegt werden kann. Der Schlüssel dazu, so meint der Verband, liegt nicht nur in großen Bahnhofsprojekten oder neuen Buslinien. Er liegt auch auf dem Rücksitz eines Taxis.
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