taxi.eu geht in die Überzeugungs-Offensive

Vor rund 70 Zuhörern haben die Verantwortlichen der Taxi-Applikation „taxi.eu“ die überarbeiteten Funktionen vorgestellt und eindringlich auf die Notwendigkeit eines gemeinschaftlichen Auftretens appelliert.
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Schauplatz der „ersten taxi.eu-Konferenz“ war Hannover, die Teilnehmer waren hauptsächlich Geschäftsführer und Leiter von Taxizentralen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Frankreich oder Tschechien, deren Aufträge über das System der Firmen fms/Austrosoft vermittelt werden.

In dieses System ist auch die Bestellfunktion der Applikation „taxi.eu“ integriert, so dass Kunden, die über diese App ein Taxi bestellen, immer ein Fahrzeug der örtlichen Zentrale vermittelt bekommen. In ganz Europa sind das immerhin bis zu 40.000 Taxis, die so permanent erreichbar sind. Befindet sich der Fahrgast in einem Gebiet ohne fms-Zentrale, bekommt er alternativ die Telefonnummer der dortigen Taxizentrale angezeigt.

Die taxi.eu-App gibt es seit 2011. Hermann Waldner, Chef von Taxi Berlin, hatte im Juni letzten Jahres die damals freie Domain ersteigert. Um eine gemeinsame Entwicklung und ein überregionales Marketing zu koordinieren, gründeten Waldner und Michael Weiss, Geschäftsführer von Austrosoft, die fms Systems GmbH. Seitdem gelang es, aufgrund gezielt gestreuter PR- und Marketing-Aktionen, die Applikation sowohl im App-Store als auch im Android-Markt auf Platz zwei zu positionieren. Nur die App von „myTaxi“ wird noch häufiger heruntergeladen.

Mit einem neuen App-Logo, einem frischeren Design und einer völlig überarbeiten Funktionalität wollen Waldner und Weiss diese Position verteidigen und eventuell sogar auf Platz eins stürmen. Dazu sei es allerdings wichtig, dass sich alle fms-Zentralen an taxi.eu durch eine so genannte Premium-Partnerschaft (ein Euro pro Monat und Auto) anschließen.

Weiss und Waldner machten in verschiedenen Vorträgen deutlich, dass aufgrund der neuen Kommunikationstechniken ein grundlegender Wandel bei der Taxivermittlung eingesetzt habe. Plötzlich würden sich riesige Konzerne mit enormen finanziellen Kapital für das Taxigewerbe interessieren. Mit solchen Firmen könne man aber nur ins Gespräch kommen, wenn man als einheitlicher deutschland- und europaweit auftretender Partner auftrete. Der Markteintritt von myTaxi und die immensen finanziellen Unterstützungen durch Telekom, Mercedes und Co seien nur der Anfang der Entwicklung, warnte Weiss.

Am Ende der Veranstaltung gaben viele Leiter kleinerer wie größerer Taxizentralen zu verstehen, dass man die Notwendigkeit und die Dringlichkeit eines gemeinsamen Auftretens erkannt habe. Ob aus dieser Erkenntnis auch eine tatkräftige Unterstützung wird, werden die nächsten Tage zeigen. Die Aufnahmeanträge zur Teilnahme an taxi.eu liegen den fms-Zentralen jedenfalls seit gestern vor.

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