Landkreis verlängert Förderung für Inklusionstaxis

Im Landkreis München wurden erst drei rollstuhlgerechte Taxis mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Deshalb wird die Förderung nun bis Ende 2025 verlängert.

Zekai Karavas (rechts) von Flotilla GmbH Taxi & Limousine aus Hohenbrunn hat die Förderung 2021 in Anspruch genommen. Hier ist er zusammen mit Landrat Christoph Göbel und Ismail Salem vom Fachbereich Inklusion am Landratsamt München zu sehen. (Foto: Landratsamt München)
Zekai Karavas (rechts) von Flotilla GmbH Taxi & Limousine aus Hohenbrunn hat die Förderung 2021 in Anspruch genommen. Hier ist er zusammen mit Landrat Christoph Göbel und Ismail Salem vom Fachbereich Inklusion am Landratsamt München zu sehen. (Foto: Landratsamt München)
Dietmar Fund

Der Sozialausschuss des Landkreises München hat am 4. Oktober 2022 beschlossen, die einmalige Bezuschussung von rollstuhlgerechten Inklusionstaxis in Höhe von bis zu 10.000 Euro um drei Jahre bis Dezember 2025 zu verlängern. Das hat das Landratsamt München mit einer Pressemitteilung vom 6. Oktober 2022 mitgeteilt.

Demnach wurde die Förderung im Landkreis bislang erst von drei Taxiunternehmen in Anspruch genommen, obwohl die einmalige Projektförderung grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden muss. Die Fahrzeuge sind mit einem Aufkleber als „Inklusionstaxi“ gekennzeichnet.

Der Etat für die Zuschüsse ist auf insgesamt 150.000 Euro begrenzt, teilte die Behörde mit. Landrat Christoph Göbel erklärte anlässlich der Verlängerung, die Bezuschussung sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für alle, die auf einen Rollstuhl angewiesen seien. Er hoffe, dass die Förderung von mehr Taxiunternehmen in Anspruch genommen werde.

Eine Förderung wie die seitens des Landkreises Münchens schwebt auch der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN) als Alternative zu einer sonst nötigen Erhöhung der Rollstuhl-Zuschläge in den Taxi-Tarifordnungen vor. Solche Zuschläge sind insbesondere in Niedersachsen derzeit „schwer unter Beschuss“ seitens der Behindertenverbände, die auch schon Politiker aufschrecken konnten.

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