Sorgt neues Gesetz für Fahrermangel?
Seit Beginn dieses Monats haben Migranten einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr im Ausland erworbener Berufsabschluss unabhängig vom Herkunftsland innerhalb von drei Monaten nach Einreichen der erforderlichen Papiere überprüft wird.
Schätzungsweise bis zu 300.000 Menschen könnten von dem neuen Gesetz profitieren, bisher vorrangig Ärzte, Anwälte und Handwerksmeister. Bald könnten auch Lehrer und Ingenieure hinzugekommen – die für diese Berufsgruppen zuständigen Bundesländer wollen ihre Gesetze entsprechend anpassen.
Mit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes wurden das Internetportal "Anerkennung in Deutschland" sowie eine Telefonhotline freigeschaltet, wo sich Interessierte über die Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses informieren können.
Mit dem neuen Gesetz könnten dem Taxigewerbe etliche Fahrer verloren gehen, die diese Tätigkeit bisher nur deshalb ausgeführt haben, weil ihr ursprünglicher Berufsabschluss in Deutschland nicht akzeptiert wurde. Ob der nun formulierte Rechtsanspruch aber auch tatsächlich in großem Umfang dazu führt, dass zugezogene Menschen künftig ihrem eigentlichen Beruf nachgehen können, bleibt abzuwarten.
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