10.000 Taxifahrer seien derzeit in der Bundeshauptstadt aktiv, schätzt ver.di, davon 2.000 Einzelunternehmer. Weil es in Berlin aber zu viele Konzessionen gäbe (rund 7.000), verdiene der einzelne nur zwischen 4,50 und 6,50 Euro brutto pro Stunde. Deshalb müsse die Stadt die Zahl der Genehmigungen reduzieren und gleichzeitig die Arbeitsagentur damit aufhören, Arbeitslosen die Ausbildung zum Taxifahrer durch so genannte Bildungsgutscheine zu finanzieren. Das würde die Situation zusätzlich verschärfen.
Die so kritisierte Arbeitsagentur denkt allerdings gar nicht daran, die Bildungsgutscheine auszusetzen. Gegenüber der Nachrichtenagentur DPA sagte deren Sprecher Olaf Möller, dass es gar keine Vermittlungsgutscheine für Jobs im Taxigewerbe gebe. Vielmehr gebe die Arbeitsagentur Bildungsgutscheine aus, mit denen die Empfänger einen Personenbeförderungsschein erwerben könnten. Dieser sei häufig Voraussetzung für eine Anstellung bei sozialen Einrichtungen, die sich zum Beispiel um den Transport von alten oder behinderten Menschen kümmerten. Genau in diesen sozialen Berufen gebe es laut Möller zahlreiche Stellenangebote.
Zur Taxi-Demonstration erschienen rund 50 Teilnehmer. Einen Kommentar zu dieser Aktion können taxi heute-Leser in der Printausgabe Oktober 2013 nachlesen (Erscheinungsdatum 25.9.).
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