Taxi-Krise: Mindestlohn-Erhöhung sollte ausgesetzt werden

Um die Taxi-Branche nach der Corona-Krise nicht auch noch zum Jahreswechsel mit einem höheren Mindestlohn zu belasten, schlägt ein Oldenburger Taxi-Branchenvertreter vor, die Erhöhung für ein Jahr auszusetzen.

Die zweifache Erhöhung des Mindestlohns 9,19 Euro auf 9,35 Euro Anfang 2020 war für das mobile Gewerbe schon schwer zu verkraften. (Foto: Dietmar Fund)
Die zweifache Erhöhung des Mindestlohns 9,19 Euro auf 9,35 Euro Anfang 2020 war für das mobile Gewerbe schon schwer zu verkraften. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Im Juni 2020 müsste eigentlich die Mindestlohn-Kommission wieder tagen, um für den Jahreswechsel 2020/2021 eine Anpassung vorzuschlagen. Wenn sie dabei von den heutigen 9,35 Euro auf einen viel höheren Betrag als 9,50 Euro gehen würde, wäre das der Todesstoß für das Taxi- und Mietwagen-Gewerbe. Das schreibt Remmer Witte, Prokurist der Oldenburger Taxizentrale Acht-Elf-Elf.

Witte schlägt angesichts der gravierenden Folgen der Corona-Bekämpfung vor, die Mindestlohn-Kommission am besten erst im Juni 2021 tagen zu lassen. Als zweitbeste Alternative würde er es ansehen, sie wie geplant tagen zu lassen, aber eine etwaige Erhöhung erst ab Mitte 2021 wirksam werden zu lassen.

Dem Prokuristen graust es bei der Vorstellung, im Sommer 2020 zu erfahren, dass die Betriebe außer den Folgen der Corona-Krise auch noch einen weiteren Anstieg des Mindestlohns bewältigen müssten. Durch den Mindestlohn bedingte Mehrkosten könne das mobile Gewerbe eben nicht durch simple Eigeninitiative auffangen.

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