Mercedes-Benz: Neues Assistenzpaket soll Stadtverkehr abdecken

MB.Drive Assist Pro kombiniert Navigation, Sensorik und kooperative Lenkung. Die Verantwortung bleibt beim Fahrer.

Mercedes-Benz setzt bei „MB.Drive Assist Pro“ auf eine Kombination aus Kameras, Radar und Ultraschall. | Foto: Mercedes-Benz AG
Mercedes-Benz setzt bei „MB.Drive Assist Pro“ auf eine Kombination aus Kameras, Radar und Ultraschall. | Foto: Mercedes-Benz AG
(erschienen bei VISION mobility von Alina Venediktova)

Mercedes-Benz kündigt mit „MB.Drive Assist Pro“ ein neues Fahrassistenzpaket an, das Navigation, Parkfunktionen und kooperative Lenkunterstützung verbindet. Es handelt sich weiterhin um ein System nach SAE-Level 2. Der Fahrer muss deshalb aufmerksam bleiben und trägt jederzeit die Verantwortung.

27 Sensoren liefern Daten

Das System nutzt nach Herstellerangaben 27 Sensoren. Dazu zählen zehn Kameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren. Die Rohdaten verarbeitet ein Rechner, der bis zu 254 TOPS leisten kann. Das Paket soll Verkehrssituationen mit Ampeln, Spurwechseln, Kreuzungen und Fußgängern unterstützen, auch in dichtem Stadtverkehr.

Lenkung bleibt kooperativ

Mercedes-Benz beschreibt die Funktion als Hands-on-System. Im Stadtverkehr soll es ausreichen, wenn der Fahrer das Lenkrad berührt. Die kooperative Lenkung bleibt dem Anbieter zufolge auch dann aktiv, wenn der Fahrer eigene Lenkimpulse gibt. Vollautomatisiertes Fahren ist damit nicht gemeint.

Start in China, ECE-Länder ab 2027

In China ist „MB.Drive Assist Pro“ seit Ende 2025 verfügbar. Die Einführung in den USA soll später im laufenden Jahr folgen. In den ECE-Ländern ist der Start ab Anfang 2027 vorgesehen. Die entsprechenden Vorschriften wurden nach Angaben des Herstellers kürzlich finalisiert und sollen Anfang 2027 in Kraft treten.

Jubiläum mit 140 Stationen

Parallel verweist Mercedes-Benz auf das Jubiläumsjahr „140 Jahre Innovation“. Drei neue S-Klasse-Limousinen sollen dafür zu 140 Zielen weltweit reisen. Die Tour führt nach Unternehmensangaben über sechs Kontinente und läuft bis Oktober.

Für Flottenverantwortliche bleibt entscheidend, dass „MB.Drive Assist Pro“ trotz erweitertem Funktionsumfang ein SAE-Level-2-System ist. Der Nutzen kann vor allem in entlastenden Assistenzfunktionen liegen; die Verantwortung bleibt aber vollständig beim Menschen am Steuer. Wer auf echte Automatisierung gehofft hat, muss also weiterhin beide Hände zumindest in der Nähe des Lenkrads behalten.

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