MOIA: Newsübersicht zum Sammeltaxi- bzw. Ridepooling-Anbieter des Volkswagen-Konzerns
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Dieser Artikel besteht aus Folgenden MOIA News:
MOIA News aus dem Jahr 2025:
- Moia-Aus in Hannover: Taxi-Branche warnt vor nächstem Uber-Effekt (21.07.2025)
- Moia erprobt autonome Shuttle VW ID. Buzz AD in der Kälte (05.03.2025)
- Weniger Menschen nutzen die Sammeltaxis von Moia (27.01.2025)
MOIA News aus dem Jahr 2024:
- Moia & VW testen autonome ID.Buzz AD auch in Hamburg (19.11.2024)
- Möglich und optimierbar: Kombinierter On-Demand- und Warenverkehr von Moia/Hamburg (30.10.2024)
- BVG und Moia: Memorandum of Understanding zu autonomem Fahren (18.04.2024)
- Knapp 3 Mio. Moia-Fahrgäste im vergangenen Jahr (07.02.2024)
MOIA News aus dem Jahr 2023:
MOIA News aus dem Jahr 2022:
MOIA News aus dem Jahr 2021:
- Taxi-Konkurrent MOIA bietet jetzt auch Expressfahrten an (12.09.2021)
- IAA Mobility 2021: VW, Argo AI und Moia fahren autonomen ID.Buzz vor (05.09.2021)
- VW Nutzfahrzeuge: Erste autonome Shuttles mit Moia ab 2025 (17.05.2021)
- VW Nutzfahrzeuge: Erste autonome Shuttles mit Moia ab 2025 (14.05.2021)
MOIA News aus dem Jahr 2020:
- Moia fährt nach Corona-Pause auch in Hannover rein elektrisch (19.08.2020)
- Taxi-Konkurrent Moia erweitert den Radius (10.03.2020)
MOIA News aus dem Jahr 2019:
- Taxi-Wettbewerber MOIA zieht Zwischenbilanz in Hamburg (16.10.2019)
- Führungswechsel bei Moia - eine Million Fahrgäste als Ziel (09.09.2019)
- MOIA darf in Hamburg doch mehr Fahrzeuge einsetzen (03.07.2019)
- Hamburger Verwaltungsgericht setzt MOIA Grenzen (25.04.2019)
- MOIA ist in Hamburg mit 100 E-Craftern gestartet (15.04.2019)
- MOIA wirbt mit Festpreis bei Pendlern (05.02.2019)
- Taxi-Konkurrenz MOIA startet Testphase in Hamburg (09.01.2019)
MOIA News aus dem Jahr 2018:
- MOIA wirbt mit niedrigem Festpreis (14.11.2018)
- Taxi-Klage gegen MOIA in Hannover ist noch nicht entschieden (26.10.2018)
- MOIA startet in Hannover regulären Betrieb (31.07.2018)
- Stadt Hannover: MOIA darf im Juli 2018 starten (27.06.2018)
- Vergabekammer Lüneburg weist MOIA-Antrag erst einmal zurück (01.06.2018)
- Hannover will MOIA-Pooling mit Auflagen genehmigen (23.05.2018)
- MOIA-Geschäftsführer stellt sich dem Kreuzfeuer der Taxler (23.05.2018)
- Hamburger Verkehrsbehörde genehmigt MOIA 500 Fahrzeuge (27.04.2018)
- MOIA gibt seinem Elektrotransporter einen Namen (25.04.2018)
- MOIA-Pläne: Hamburger Taxivertreter fordern Runden Tisch (17.04.2018)
- GVN und Taxizentrale wenden sich gegen VW-Tochter MOIA (12.03.2018)
- GVN: Großer Ärger über Volkswagen-Tochter (01.03.2018)
- VW-Tochter MOIA beantragt in Hamburg viele Konzessionen (29.01.2018)
MOIA News aus dem Jahr 2017:
- VW-Tochter testet elektrischen Siebensitzer (06.12.2017)
- VW-Tochter MOIA erprobt Ridesharing-Konzept (12.09.2017)
- VW-Tochter will Ridesharing in großem Stil erproben (11.06.2017)
MOIA News aus dem Jahr 2016:
Moia-Aus in Hannover: Taxi-Branche warnt vor nächstem Uber-Effekt
News vom 21.07.2025 von Kathrin Köstner
Nach dem Rückzug von Moia fordert das Taxigewerbe klare politische Maßnahmen zum Schutz des lokalen Personenverkehrs. Die Konkurrenz durch internationale Fahrdienstleister wächst – jetzt steht auch die Stadt Hannover in der Verantwortung.
Der Mobilitätsdienstleister Moia hat angekündigt, seinen Betrieb in Hannover kurzfristig einzustellen. Die Entscheidung kommt für Vertreter des örtlichen Taxigewerbes nicht überraschend. Bereits seit dem Markteintritt von Moia hatten Branchenvertreter Kritik an den aus ihrer Sicht wettbewerbsverzerrenden Bedingungen geübt.
Kritik an Wettbewerbsbedingungen
Nach Einschätzung des Taxigewerbes war Moias Geschäftsmodell von Beginn an auf Expansionskurs ausgerichtet und stark subventioniert. Dies habe zu einer verzerrten Wettbewerbssituation geführt, die zahlreiche Taxiunternehmen wirtschaftlich unter Druck gesetzt habe. Der jetzige Rückzug werde als Indiz für eine fehlende langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Strategie gewertet.
Wettbewerb durch Uber als möglicher Auslöser
Als einen möglichen Auslöser für den Rückzug sehen Vertreter des Taxigewerbes den gestiegenen Wettbewerb durch Uber. Auch wenn über die genauen Gründe nur spekuliert werden könne, wird der Einfluss des US-amerikanischen Fahrdienstanbieters als wesentlich eingeschätzt.
Taxi-Branche sieht sich als verlässliche Alternative
Das Taxigewerbe kündigt an, die entstandene Lücke im Mobilitätsangebot zu schließen. Man verweist auf eine seit Jahrzehnten etablierte Infrastruktur, gesetzlich regulierte Preise sowie eine rund um die Uhr verfügbare Dienstleistung. Diese sei unabhängig von digitalen Zugangsvoraussetzungen nutzbar.
Forderung nach politischer Unterstützung
In Reaktion auf die Marktveränderung appelliert das Taxigewerbe an die Stadt Hannover, angekündigte Maßnahmen zeitnah umzusetzen. Insbesondere wird die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten gefordert. Ohne solche regulativen Schritte bestehe aus Sicht der Branche die Gefahr, dass weitere Taxiunternehmen dem Wettbewerbsdruck nicht standhalten können.
Moia erprobt autonome Shuttle VW ID. Buzz AD in der Kälte
News vom 05.03.2025 von Thomas Kanzler
Tests in Oslo konzentrieren sich auf die Herausforderungen durch Schnee, Eis und Kälte, insbesondere für Sensorik, Fahrzeugsteuerung und Sicherheit. Essentielle Erkenntnisse für den Einsatz autonomer Systeme in allen Jahreszeiten.
Die VW-Tochter MOIA hat einen weiteren Meilenstein in der Erprobung vollautonomer Fahrzeuge erreicht: Der ID. Buzz AD wird seit Anfang des Jahres in Oslo unter winterlichen Bedingungen getestet. Neben Austin, München und Hamburg erweitert der Spezialist für autonomes Fahren damit das Einsatzspektrum der autonomen Technologie auf extreme klimatische Verhältnisse. Die Tests konzentrieren sich auf das Verhalten der vollautonomen Fahrzeuge bei Schnee, Eis und niedrigen Temperaturen sowie die Leistungsfähigkeit der Sensorik bei eingeschränkten Sichtverhältnissen.
Zudem wird erprobt, wie die Fahrzeuge unter schwierigen Wetterbedingungen mit der Verkehrsinfrastruktur wie schneebedeckte Fahrbahnmarkierungen und Schilder sowie mit anderen Verkehrsteilnehmer*innen interagieren. Damit treibe man die Entwicklung vollautonomer Mobilitätsdienste auf dem Automatisierungslevel 4 nach dem SAE-Standard weiter voran, erprobt aktuell noch mit Sicherheitsfahrer*innen an Bord.
Essentiell für den Realeinsatz von autonomen Shuttles
Die gewonnenen Erkenntnisse sieht man als entscheidend für die Weiterentwicklung der autonomen Fahrtechnologie und als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Marktreife. Die Tests sollen die Grundlage für den zuverlässigen Betrieb des ID. Buzz AD auch unter herausfordernden Wetterbedingungen schaffen und bereiten den kommerziellen Einsatz in weiten Teilen Europas und Nordamerikas vor.
„Winterliche Straßenverhältnisse mit bis zu –20 Grad Celsius sind der ultimative Härtetest für autonome Fahrzeuge. Für den breiten Einsatz der Technologie ist es entscheidend, dass autonome Fahrzeuge nicht nur unter optimalen Bedingungen funktionieren, sondern auch bei winterlichen Witterungsverhältnissen zuverlässig bleiben”, meint Christian Senger, CEO von Volkswagen ADMT.
Die Tests in Oslo sollen die Skalierung der Technologie ermöglichen. Sascha Meyer, CEO MOIA, erklärt, die Nutzerinnen und Nutzer von Mobilitätsdiensten erwarteten einen komfortablen, zuverlässigen und sicheren Transport – unabhängig von der Jahreszeit und den Witterungsbedingungen. Dies habe auch im autonomen Zeitalter Bestand. Daher mache man die vollautonomen Fahrzeuge winterfest.
"Die Fähigkeit, unter extremen Witterungsbedingungen sicher zu fahren, ist eine grundlegende Voraussetzung für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg unseres Angebots in Europa und Nordamerika", glaubt Meyer.
Sukzessiver Ausbau der Szenarien
Die Volkswagentochter entwickelt ein autonomes On-Demand Gesamtsystem aus Fahrzeug, intelligenter Software für Flottenmanagement, Passagiermanagement und Buchungsapp für Fahrgäste. An den Standorten Austin (USA), München und Hamburg hat der Anbieter bereits mehrere Hunderttausend Testkilometer zurückgelegt. Neben der Fahrfunktion im dichten Stadtverkehr werden alle Funktionen für eine sichere und komfortable Beförderung von Kund*innen erprobt. 2025 wird in Hamburg ein Testbetrieb starten, bei dem ausgewählte Personen vollautonom fahrende MOIAs buchen können. Mit Oslo bereitet man das vollautonome Fahren unter winterlichen Bedingungen vor. Das Unternehmen arbeitet dabei mit Holo zusammen, einem Betreiber vollautonomer Fahrzeugflotten. Holo verfügt über die notwendige Infrastruktur in der norwegischen Hauptstadt und unterstützt beim Betrieb.
Weniger Menschen nutzen die Sammeltaxis von Moia
News vom 27.01.2025 von Franziska Neuner
(dpa/lno) Seit April 2019 sind die elektrischen Sammel-Kleinbusse des Unternehmens Moia in Hamburg unterwegs. 2024 ging die Fahrgastzahl insgesamt zurück, bei einer Gruppe stieg sie jedoch.
Die Fahrgastzahlen beim Mobilitätsdienstleister Moia sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nutzten 2023 noch 2,9 Millionen Menschen die elektrischen Sammeltaxis, waren es 2024 nur noch 2,7 Millionen Passagiere, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit. Beim Rufmodell von Moia teilen sich mehrere Passagiere mit ähnlicher Strecke ein Fahrzeug. Die jeweils beste Route wird vom Computer berechnet.
Beliebtes Angebot
Moia zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Jahr 2024.
«Unser Angebot erfreut sich konstant hoher Beliebtheit. Besonders erfreulich ist, dass im vergangenen Jahr Rollstuhlfahrer den barrierefreien Service von Moia für 27.000 Fahrten nutzten. Zudem konnten schwerbehinderte Menschen und ihre Begleitpersonen Moia für 400.000 Fahrten kostenlos nutzen», hieß es. Diese Zahlen unterstrichen den Bedarf und die Relevanz des Angebotes.
In der Spitze waren 2024 rund 300 bis 330 der elektrischen Kleinbusse in Hamburg unterwegs, zurzeit beschäftigt das Unternehmen 740 Fahrerinnen und Fahrer in der Hansestadt.
Ab 2025 selbstfahrende Busse im Testbetrieb
Ende November hatte das Unternehmen angekündigt, ab Mitte 2025 testweise auch selbstfahrende Busse in Hamburg einzusetzen. Die Fahrzeuge bewegen sich selbstständig durch den Verkehr, zur Sicherheit ist aber ein Fahrer an Bord.
«Ausgewählte Personen können dann die autonomen Moias buchen und sich wie beim regulären Betrieb im Testgebiet zu ihrem Zielort bringen lassen – mit dem Unterschied, dass das Fahrzeug autonom fährt», sagte Geschäftsführer Sascha Meyer.
Bei den selbstfahrenden Shuttles soll es sich um einen Testbetrieb unter realen Bedingungen mit zunächst 25 Fahrzeugen handeln, teilte das zum VW-Konzern gehörende Unternehmen mit. Ende 2026 soll das Angebot in Hamburg in den regulären Betrieb gehen. Zum Einsatz kommt der Volkswagen-Elektro-Bulli ID Buzz AD.
Moia & VW testen autonome ID.Buzz AD auch in Hamburg
News vom 19.11.2024 von Thomas Kanzler
Autonomes Ridepooling im Stadtverkehr: Nutzergruppentests mit Mitarbeitern sind jetzt gestartet und sollen auf Testkunden im nächsten Jahr erweitert werde. Ausblick auf das neue Interieur für den Betrieb.
Die Volkswagen-Tochter MOIA und die VW-Sparte ADMT haben einen weiteren Schritt auf der Entwicklung autonomer Mobiliätsdienste auf Level-4-Niveau vollzogen: Nach Testfahrten in Austin (USA) und München im vergangenen Jahr startet man jetzt auch in Hamburg in die Erprobung. Medienvertreter und der Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende, Anjes Tjarks, konnten sich einen Eindruck vom Fahrzeug und vom aktuellen Stand der Entwicklung in der Hansestadt verschaffen.
Zugleich gab der Prototyp des ID. Buzz AD einen Ausblick auf das Interieur für den Testbetrieb in Hamburg. Mit Hilfe von 13 Kameras, neun Lidaren und fünf Radaren erfassen die Fahrzeuge ihre Umgebung in Echtzeit. Hochleistungsrechner übersetzen die Daten in Fahrbefehle. Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über redundante Systeme für Bremsen, Lenkung und Stromversorgung. Vor dem Einsatz auf öffentlichen Straßen werden umfangreiche Simulationen und Realtests durchgeführt.
„Austin, München und Hamburg – der ID. Buzz AD wird in drei Großstädten weltweit getestet und validiert. Die Sicherheit von Fahrgästen und allen, die am Verkehr teilnehmen, hat für uns höchste Priorität. Dazu gehört auch der regelmäßige Austausch mit den lokalen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr", versichert Christian Senger, CEO von Volkswagen ADMT.
Die autonomen Fahrzeuge sollen im späteren Betrieb optimal in das städtische Notfallmanagement integriert sein und fahren beispielsweise beim Bilden der Rettungsgassen an den rechten Straßenrand. MOIA hatte das vollelektrische Ridepooling in Hamburg entwickelt und etabliert. Mit mehr als elf Millionen Fahrgästen seit 2019 ist das Angebot fester Bestandteil des Mobilitätsmixes der Hansestadt. Der nächste logische Schritt sei das autonome Fahren, das perspektivisch eine größere Flotte ermöglicht. Fahrgäste profitieren dann von einem hochverfügbaren und benutzerfreundlichen Angebot zu niedrigeren Preisen, wirbt man. Die ID. Buzz AD-Flotte wird dabei in die MOIA-Softwareumgebung implementiert, die die intelligente Steuerung der Flotte, die Buchungsapp und das Passagiermanagement umfasst.
„Neben der Fahrfunktion im dichten Verkehr erproben wir alle Funktionen für eine sichere und komfortable Beförderung von Kunden. Im kommenden Jahr werden wir den Testbetrieb schrittweise erweitern. Ausgewählte Personen können dann die autonomen MOIAs buchen und sich wie beim regulären Betrieb im Testgebiet zu ihrem Zielort bringen lassen – mit dem Unterschied, dass das Fahrzeug autonom fährt”, skizziert Sascha Meyer, CEO von MOIA.
Wie die Umfragen zeigten, würden 75 Prozent der Nutzer in Hamburg einen autonomen MOIA-Service neutral bis positiv sehen. Mehr als die Hälfte würden einen autonomen Service von MOIA gern nutzen.
Tjarks: Bauen am öffentlichen Nahverkehr der Zukunft
Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende in Hamburg sieht in dem Angebot einen Teil des öffentlichen Nahverkehrs der Zukunft. Dieser solle noch flexibler, noch stärker an den individuellen Zielorten und Wegen der Menschen ausgerichtet sein.
"Autonome Ridepooling-Angebote schließen genau hier die Lücke zwischen den klassischen Bussen und Bahnen und dem eigenen PKW. Hamburg nimmt hier europaweit eine Vorreiterrolle ein: 2025 sollen im Stadtzentrum die ersten autonomen Fahrzeuge unterwegs sein. Dann sollen auch erste Testgruppen mitfahren und ihr Feedback geben können", avisierte Tjarks.
Im Testbetrieb in Hamburg kommt eine Vorserienversion des ID. Buzz AD zum Einsatz. Das Fahrzeug bietet aus Sicht des Herstellers die ideale Größe für den Betrieb in Ballungsräumen – kompakt, wendig und mit optimaler Raumausnutzung. Die Innenausstattung der Fahrzeuge verfügt über breite Sitze, für mehr Sitzkomfort wurde zudem die Decke erhöht. Helle Farben im bekannten Look-and-Feel, intuitive Bedienelemente und hohe Sicherheitsstandards runden das Raumkonzept ab. Die spätere Serienversion des ID. Buzz AD werde über einen längeren Radstand, vier Sitzplätze und Stauraum für Handgepäck verfügen.
Möglich und optimierbar: Kombinierter On-Demand- und Warenverkehr von Moia/Hamburg
News vom 30.10.2024 von Franziska Neuner
Die elektrischen On-Demand-Kleinbusse haben im Rahmen eines Mobilitätspiloten dieses Jahres auch Waren von A nach B transportiert. Wie die Auswertung des Pilotprojekts jetzt zeigt klappt es. Und: Es lässt sich für einen Dauerbetrieb weiter optimieren.
In einem Reallabor im Rahmen des EU-Projekts MOVE21 ist von Ende März bis Ende Mai an 44 Arbeitstagen in Hamburg untersucht worden, inwieweit sich Stadtkurier-Direktfahrten umweltfreundlich mittels On-Demand-Mobilitätsangeboten durchführen lassen. Kurier-Personal holte reale Sendungen bei zwei teilnehmenden sozialen Einrichtungen – Hanseatic Help und Der Hafen Hilft – sowie privaten Spendern ab und lieferte diese Sendungen, die aus Sach- und Kleiderspenden bestanden, kostenfrei an Empfänger innerhalb des Hamburger MOIA-Servicegebiets. Insgesamt 153 Touren wurden durchgeführt und dokumentiert. Bei 23 Fahrten handelte es sich um reale Touren, 130 weitere Kurierfahrten wurden simuliert.
Der Hauptweg der jeweiligen Gesamtwegstrecke wurde über das MOIA-Serviceangebot mit seinen mehr als 15.000 virtuellen Haltepunkten im Hamburger Stadtgebiet abgewickelt. Die Wege von den Absendern und Adressaten zu den Haltepunkten legten die Kuriere zu Fuß in Kombination mit Paketroller bzw. Tragetaschen zurück. Zum Einsatz kam auch „Box – die Abholstation“, eine offene Paketstation von Smart City | DB. Im Falle einer erfolglosen Zustellung konnte die Ware dort zwischengelagert werden, bis ein erneuter Zustellversuch durch den Kurier veranlasst wurde.
Kombinierter Personen- und Frachtverkehr
Der Mobilitätsversuch hat das Ziel, die gleichzeitige Beförderung von Personen und Warensendungen zu erproben. Beabsichtigt ist, Ressourcen und Kapazitäten effizienter zu nutzen, Klima- sowie Verkehrsbelastungen zu reduzieren, soziale Teilhabe und Inklusion zu fördern und lokale Akteurinnen und Akteure miteinander zu vernetzen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurde dabei festgestellt, dass ein kombinierter Personen- und Warentransport mit On-Demand-Mobilitätsangeboten grundsätzlich möglich ist.
Für den Dauerbetrieb gibt es Optimierungsbedarf
Die Auswertung zeigt aber auch, dass es Optimierungsbedarfe gibt, wenn ein solches Projekt auf Dauer umgesetzt werden soll. Die Auswertung ist dem Abschlussbericht zu entnehmen.
„Europäische Zusammenarbeit befördert Innovationen! Durch den engen Austausch mit anderen Städten wird die Innovationskraft europäischer Metropolen weiter gestärkt. Nur gemeinsam kann die Bewältigung der Klimawende gelingen", erklärte Liv Assmann, Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten.
Vernetztes Arbeiten für die gemeinwohlorientierte Stadtgestaltung
Für Jan Kruska, Projektleiter Micro Depots, Smart City | DB zeigt das Pilotprojekt, dass sich offene Paketstationen wie „Box – Die Abholstation“ gut eignen, um zentrale Übergabepunkte für den logistischen Warenverkehr am Bahnhof zu platzieren.
"In einer Smart City sind Mobilität, Logistik und Infrastruktur intelligent miteinander vernetzt. Nur so und durch eine engagierte partnerschaftliche Zusammenarbeit kann die Vision einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Stadtgestaltung Realität werden", meint Kruska.
Mobilitätswende aktiv gestalten
Aus Sicht von Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft und Innovation ist es das Ziel, die CO2-Emissionen und die Verkehrsbelastung in unserer Stadt zu reduzieren. Dafür denken man insbesondere die Logistik auf der letzten Meile neu und entwickle innovative Lösungen. Neben emissionsfreien Fahrzeugen und gewerblichen Lastenrädern wolle man nun auch die Personen- und Warenströme zusammenbringen.
„Wenn wir die Mobilitätswende aktiv gestalten wollen, müssen wir Dinge ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Durch den nun erfolgten Testlauf haben wir feststellen können, dass kombinierte Transporte mit bereits vorhandenen Ressourcen grundsätzlich möglich sind. Das ist eine Erkenntnis, auf der man aufbauen kann", erklärte Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona.
BVG und Moia: Memorandum of Understanding zu autonomem Fahren
News vom 18.04.2024 von Franziska Neuner
Das Land und das Landesunternehmen BVG wollen gemeinsam an einer Mobilitätsstrategie Berlin 2035 arbeiten. Mit künstlicher Intelligenz und Digitalisierung will man die Mobilität der Zukunft gestalten.
Autonomes Fahren, Digitalisierung des Systems und der Ausbau zur Expressmetropole als zentrale Säulen eines neuen Mobilitätssystems. Pläne, die bei dem Besuch des Senates bei den eigenen Verkehrsbetrieben Thema waren. Der Berliner Senat konnte bei dem Besuch der U-Bahnleitstelle das Fahren eines autonomen Fahrzeugs kennenlernen. In abschließenden Statements bekräftigten Senat und BVG das gemeinsame Ziel, die öffentliche Mobilität in der Hauptstadt in den kommenden Jahren neu zu denken und mit Hilfe von KI und Digitalisierung in ein neues Mobilitätssystem zu führen.
„Wir wollen eine Verkehrswende in Berlin – mit dem Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und guten und sicheren Angeboten für alle Verkehrsteilnehmer. Die Mobilität der Zukunft wollen wir gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben gestalten, für diesen Transformationsprozess sind Digitalisierung und Künstliche Intelligenz unabdingbar. Ich bin sehr froh, dass wir die BVG als starken Partner auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Mobilitätsstrategie in Berlin an unserer Seite haben“, sagte Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin.
KI: Autonomes Fahren und neue Mobilitätsformen
Um den Verzicht auf das eigene Auto attraktiv zu machen, braucht es mehr als klassische Busse und Bahnen. Während Sharing- und On-Demand-Angebote einen Anfang machen, steht die nächste Revolution schon in den Startlöchern: das autonome Fahren. Vorne mit dabei ist auch hier die BVG. In einem Pilotprojekt mit autonomen Fahrzeugen als Teil des ÖPNV-Angebotes sollen entsprechende Erfahrungen gesammelt werden. Zu diesem Zweck hat die BVG nun ein Memorandum of Understanding mit der Firma Moia geschlossen. Im Rahmen des Projekts werden mit Fokus auf den Nordwesten Berlins ab 2025 selbstfahrende Shuttles der Automatisierungsstufe 4 zum Einsatz kommen.
„Die BVG ist das größte Nahverkehrsunternehmen Deutschlands mit über 16.000 Beschäftigten. Wir wollen, dass es auch das modernste Nahverkehrsunternehmen Deutschlands ist – mit der Nutzung neuer digitaler Technologien, zum Beispiel für autonomes Fahren. Für einen leistungsfähigen Öffentlichen Nahverkehr in der Expressmetropole Berlin braucht es aber auch den Ausbau der Strecken und neue Arbeitskräfte. Wir arbeiten mit vereinten Kräften daran, in diesem Jahr rund 2.500 Beschäftigte neu bei der BVG einzustellen,“ so Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG.
Chancen von KI und Digitalisierung nutzen
Mit weit über einer Milliarde Fahrgastfahrten im Jahr, rund 3.300 Fahrzeugen sowie dem deutschlandweit größten Nahverkehrsnetz ist die BVG längst das Rückgrat der Mobilität in der Hauptstadt. Mehr als 16.000 Beschäftigte sorgen dafür, dass fast vier Millionen Berlinern und alle Gäste der Stadt rund um die Uhr ans Ziel kommen. Neben U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Fähre setzt die BVG dafür schon seit einigen Jahren auch auf ergänzende Angebote wie die Sharing-Plattform Jelbi oder das On-Demand-Angebot BVG Muva. Doch Berlin wächst weiter, und die Mobilitätsbedürfnisse und -ansprüche der Menschen wachsen mit. Mit Hilfe von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz kann ein neuartiges Mobilitätssystem entwickelt werden, das neben klassischem ÖPNV die Menschen, die aktuell auf das eigene Auto setzen, abholt und im wahrsten Sinne des Wortes mitnimmt. Dazu gehört es, neue Modelle und Konzepte zu denken.
„Wir stehen bereit für die Mobilität von morgen. Gemeinsam mit dem Land Berlin erdenken und entwickeln wir ein ganz neues Mobilitätssystem. Mit Hilfe von KI und Digitalisierung wollen wir die Menschen dort abholen, wo sie sind. Damit machen wir Berlin zum Vorbild für smarte und digitale Mobilität und nutzen dabei die Potentiale unserer Stadt. Als BVG sorgen wir heute schon dafür, dass Berlin in Bewegung bleibt. Jetzt stellen wir die Mobilität der Hauptstadt für die Zukunft auf,“ so Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG.
Knapp 3 Mio. Moia-Fahrgäste im vergangenen Jahr
News vom 07.02.2024 von Redaktion (allg.)
(dpa/lno) Seit 2019 ist der Sammeltaxidienst Moia auf Hamburgs Straßen unterwegs. Seit 2023 ist er offizieller Teil des ÖPNV in der Hansestadt – und bietet einen neuen Service an. Mit Erfolg?
Der Sammeltaxidienst Moia hat im vergangenen Jahr rund 2,9 Mio. Fahrgäste in Hamburg befördert. Seit Beginn des Jahres 2023 ist Moia offiziell Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Dadurch konnte das Geschäftsgebiet in die Stadtteile Wilhelmsburg, Lurup/Osdorf, Billstedt/Billbrook und Rahlstedt erweitert werden. Etwa 445.000 Menschen nutzten im vergangenen Jahr das Angebot, um Fahrten aus oder in diese Stadtteile zu unternehmen, wie das Unternehmen mitteilte.
Barrierefreier Service
Zudem sind seit der erstmaligen Genehmigung als Teil des Hamburger Nahverkehrs im Januar 2023 den Angaben zufolge 15 rollstuhlgerechte Fahrzeuge Teil der Flotte. Rollstuhlfahrer nutzten den barrierefreien Service im vergangenen Jahr demnach für 31.000 Fahrten. Gleichzeitig konnten schwerbehinderte Menschen und ihre Begleitpersonen mit entsprechender Wertmarke Moia für mehr als 240 000 Fahrten kostenlos nutzen.
„Die Zahlen zeigen den Bedarf und die Relevanz unseres Angebotes“, sagte Moia-CEO Sascha Meyer.
Pilotprojekt zum autonomen Ridepooling
2022 hatten erst 1,4 Mio. Menschen die E-Kleinbusse genutzt, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten David Stoop im November mitteilte. Die VW-Tochter war vor vier Jahren am 15. April 2019 in Hamburg an den Start gegangen. Aktuell erprobt Moia eigenen Angaben zufolge gerade in einem Pilotprojekt autonomes Ridepooling in Hamburg. Ziel sei, „ein autonomes, international skalierbares Ridepooling-System zu entwickeln und nach 2025 in Hamburg auf die Straße zu bringen“. Beim Ridepooling werden mehrere Anfragen von Fahrgästen, die in eine ähnliche Richtung wollen, gebündelt.
VW Nutzfahrzeuge testet autonomen ID. Buzz in München mit Fahrgästen
News vom 14.07.2023 von Redaktion (allg.)
Die aktuelle Flotte von selbstfahrenden Prototypen auf Basis des Volkswagen ID. Buzz verkehrt im MOIA-Look mit Mobileye-Technik.
Volkswagen Nutzfahrzeuge treibt die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen für den Einsatz bei Mobilitäts- und Transportdiensten voran. Auf dem Weg zur Serienreife sind die selbstfahrenden vollelektrischen Volkswagen ID. Buzz AD (Autonomous Driving) in diesen Wochen erstmals mit Entscheidungsträgern aus Politik, Behörden und Wirtschaft sowie mit Medienvertretern unterwegs, die sich ein Bild von den Steuerungsfähigkeiten der Fahrzeuge machen sollen. Außerdem ist im amerikanischen Austin, Texas, parallel das Testprogramm von Volkswagen gestartet.
Die vollelektrischen ID. Buzz AD-Fahrzeuge bieten Großserientechnologie und sind darüber hinaus mit einem Self-Driving-System des Technologieunternehmens Mobileye ausgestattet. Die wachsende Testflotte sammelt Daten über gefahrene Kilometer in einer Vielzahl von Fahrszenarien. Jedes der Fahrzeuge nach Definition Level 4 im amerikanischen SAE-Standard für automatisiertes Fahren verfügt über Kameras, Radar und Lidar-Technologie. Alle Fahrzeuge sind während der Testphase jederzeit mit Sicherheitsfahrern besetzt.
Platz für vier Passagiere
Das Großraummodell bietet Platz für vier Passagiere und kann nach Erreichen der Serienreife in großen Stückzahlen produziert werden, um dem wachsenden Mobilitäts- und Transportbedarf gerecht zu werden. Der Hersteller verweist auf den Erfahrungsschatz zu Fahrgastwünschen und Betreiber-Anforderungen durch den seit 2018 laufenden Betrieb der Konzerntochter MOIA als Mobilitätsanbieter von Sammelfahrten. Bisher wurden mehr als 8,5 Millionen Fahrgäste befördert. Diese Daten bringe MOIA ebenfalls in die tägliche Entwicklungsarbeit ein.
Der Start des Testprogramms in Texas bei der Volkswagen Group of America (VWGoA) markiert darüber hinaus einen wichtigen Meilenstein für die weltweite Forschung und Entwicklung autonomer Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns. VWGoA werde die Strategie und Geschäftsentwicklung in den USA leiten und hat eine Tochtergesellschaft namens Volkswagen ADMT, LLC gegründet, um die Einführung seines Programms für autonome Fahrzeuge mit Teams in Belmont, Kalifornien, und Austin, Texas, zu unterstützen. Anders als in Deutschland, wo MOIA der Ersteinsetzer der autonomen Fahrzeuge sein wird, betreibt Volkswagen die autonomen Fahrdienste in den USA künftig nicht selbst, sondern plant den Einsatz bei externen Partner- Unternehmen im Mobilitäts- und Transportbereich, präzisierte der Hersteller.
Geteilte Ladeinfrastruktur: Moia und Hansa-Taxi starten Pilotprojekt
News vom 14.07.2022 von Martina Weyh
Zehn Hamburger Elektro-Taxis können im Rahmen der zunächst auf vier Monate angelegten Lade-Kooperation auf dem Moia-Betriebshof in Horn rund um die Uhr Strom tanken.
Seit einem Jahr läuft in Hamburg das Förderprojekt „Zukunftstaxi“, einer Partnerschaft zwischen dem Taxigewerbe, Privatunternehmen und der Stadt. Mittlerweile sind in der Elbmetropole 200 Elektrotaxis unterwegs.
Nur mit der Schnellladeinfrastruktur hapert es noch. Deren Ausbau will die Stadt jetzt beschleunigen und hat private Institutionen und Unternehmen um Unterstützung gebeten.
Die kommt jetzt in Form eines zunächst auf vier Monate angelegten Pilotprojekts des Ridepooling-Anbieters Moia mit Hansa-Taxi. Die Kooperation für geteilte Ladeinfrastruktur soll Synergien für eine erfolgreiche Verkehrswende schaffen, heißt es in der Pressemitteilung der VW-Tochter Moia.
Fünf daran teilnehmende Mitglieds-Taxiunternehmen unter dem Dach von Hansa-Taxi können ab sofort zehn E-Taxis, darunter drei behindertengerecht ausgestattete Fahrzeuge, rund um die Uhr an einer der Schnellladestationen auf dem Moia-Betriebshof in Hamburg-Horn betanken.
Für das Pilotprojekt wurde eigens eine Lade-App eingerichtet. Die zeigt den Taxifahrerinnen und -fahrern an, ob die Ladestation gerade frei ist. Auch die Authentifizierung für den Ladevorgang und die Abrechnung erfolgen nach Angaben der Projektpartner über die App.
Nach dem Ende der viermonatigen Pilotphase wollen Moia und Hansa-Taxi die Ergebnisse gemeinsam evaluieren. Fällt das Fazit danach positiv aus, soll es eine Ausweitung der Kooperation geben. Beide Partner denken beispielsweise daran, dann weitere Funktionen zu implementieren, wie eine Reservierungsoption für die Nutzung der Ladesäulen.
Taxi-Konkurrent MOIA bietet jetzt auch Expressfahrten an
News vom 12.09.2021 von Dietmar Fund
In Hamburg und in Hannover kann man über die Bestell-App jetzt auch MOIA Express anwählen und schneller als bei Sammelfahrten ans Ziel kommen.
Bei dem in Hamburg und in Hannover arbeitenden Ridesharing-Anbieter MOIA kann man jetzt auch den Service „MOIA Express“ buchen, der einer Taxifahrt nahekommt. Wer über die App des zum Volkswagen-Konzern gehörenden Mobilitätsanbieters eine Fahrt buchen möchte, muss nach wie vor zuerst den Abhol- und den Zielort sowie die Anzahl der Mitfahrer eingeben. Dann bekommt man aber bis zu drei Fahrtangebote sowie zwei Optionen angezeigt.
Die klassische Sammelfahrt wird als „Classic“ angeboten. Neu ist die Option „Express“. Sie sieht vor, dass man an einer nahegelegenen virtuellen Haltestelle einsteigt und in der Nähe des Zielorts an einer ebensolchen wieder aussteigt. Der Umweg für weitere mitfahrende Fahrgäste entfällt. Das kommt einer Taxifahrt von Tür zu Tür schon recht nahe.
Wie viel teurer die direkte Fahrt gegenüber einer Sammelfahrt sein wird, soll offenbar über die Bestell-App angezeigt werden. Generelle Aussagen dazu sind auf der Homepage von MOIA nicht zu finden. Auf ihr kann man sowohl für Hamburg als auch für Hannover Informationen zu MOIA Express finden. Daher ist davon auszugehen, dass der neue Service nicht nur an der Elbe, sondern auch an der Leine angeboten wird.
Eine Pressemitteilung hat MOIA zum neuen Service noch nicht herausgegeben.
IAA Mobility 2021: VW, Argo AI und Moia fahren autonomen ID.Buzz vor
News vom 05.09.2021 von Redaktion (allg.)
Wie angekündigt rollen die drei Partner erste Prototypen für das autonome Fahren auf die Messe. Großes Ziel: Verkehrsentlastung der Innenstädte und mehr Sicherheit.
Im schwarz-weißen Tarnkleid und mit hohen Dachaufbauten rollt der ID.Buzz AD. Volkswagen Nutzfahrzeuge hat ihn am Vorabend der IAA Mobility bei der sogenannten New Auto Night des Volkswagen Konzerns einen der ersten fünf selbstfahrenden Prototypen auf Basis des künftigen vollelektrischen Busses auf die Bühne gerollt. Die Serienversion des Buzz AD (Autonomous Driving) soll ab 2025 bei Mobilitätsdiensten wie MOIA eingesetzt werden. München ist auch ihr erstes Einsatzgebiet in Deutschland. Hier testet der Entwicklungspartner Argo AI zurzeit die darin verbaute Technik, die autonomes Fahren möglich macht – das Self-Driving-System (SDS). Die Daten für die intelligente Software liefert dabei eine Kombination aus Lidar-, Radar und Kamerasystemen. Daraus soll ein genaues Verkehrsbild der Innenstädte entstehen, in denen der selbstfahrende Shuttlebus ab 2025 Fahrgäste an ihr Ziel bringen soll.
Das selbstfahrende System umfasst eine Reihe von Sensoren, Software und Computerplattformen, die eine 360-Grad-Erkennung der Fahrzeugumgebung ermöglichen, um Aktionen von Fußgängern, Radfahrern und Fahrzeugen vorauszuberechnen und den Motor, die Bremsen und die Lenkung zu steuern – damit sich das Fahrzeug sicher und natürlich im Stadtverkehr bewegt. Während der Fahrt sind sowohl Nah- als auch Fernbereichs-Sensoren und -Kameras gefragt. Auf dem Dach der Prototypen thront mit dem Argo Lidar ein Laserscanner, der im Gegensatz zu Radar-Systemen mit Lichtwellen arbeitet und Objekte aus einer Entfernung von bis zu 400 Metern erfassen kann. Der mit Patent geschützte sogenannte Geiger-Modus soll selbst kleinste Partikel (ein Photon) erkennen, so dass auch sehr schwach reflektierende Objekte erfasst werden.
Vor den Toren der Landeshauptstadt wird entwickelt
Die Zusammenarbeit von Argo AI und Volkswagen Nutzfahrzeuge im Entwicklungszentrum von Argo AI in Neufahrn bei München orientiert sich an der parallelen SDS-Entwicklung in Amerika. Argo verfügt neben seiner Teststrecke in den USA außerdem über einen neun Hektar großen geschlossenen Parcours am Münchner Flughafen, um hier gezielt auch eine Vielzahl typischer europäischer Verkehrssituationen zu testen.
Die mittlerweile 100-prozentige Volkswagen-Tochter verfügt über umfassende Erfahrungen im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen und des Flottenmanagements und hat Europas größten, rein elektrischen Ridepooling-Service mit Fahrern aufgebaut und Millionen von Fahrgästen befördert. Man bringe die Expertise in die Kooperation mit Argo AI und VWN ein und wolle neben dem regulären Service einen autonomen Mobilitätsdienst entwickeln, kündigte MOIA-CEO Robert Henrich in München an.
VW Nutzfahrzeuge: Erste autonome Shuttles mit Moia ab 2025
News vom 17.05.2021 von Johannes Reichel
Als erster deutscher Hersteller prescht nicht eine Premiummarke vor, sondern VW Nutzfahrzeuge und will ab 2025 bei On-Demand-Tochter Moia in Hamburg erste autonome Shuttle- und Lieferdienste anbieten.
Die VW-Tochter Volkswagen Nutzfahrzeuge hat jetzt als erster deutscher Autohersteller ein konkretes Startdatum für den Einsatz autonomer Fahrzeuge genannt. Diese sollen ab 2025 bei der On-Demand-Tochter Moia in Hamburg in Dienst gehen. Die Entwicklung dazu habe bereits begonnen, in diesem Sommer sollen die ersten autonom fahrenden Prototypen auf Basis des künftigen ID. BUZZ im Münchner Umland getestet werden. Die sei ein Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit im Konzern, in der Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) die Entwicklung des Autonomen Fahrens auf Level 4 für selbstfahrende Shuttles und Transporter umsetzt. Man sieht die leichten Nutzfahrzeuge und nicht etwa Premium-Pkw als den "ersten, logischen Einsatzort für die autonome Beförderung von Menschen und Gütern", wie es heißt.
„Unser Ziel ist es, mit der autonomen Version des ID. BUZZ ab 2025 kommerzielle Einsätze bei Fahr- und Zustelldiensten zu ermöglichen“, erklärte Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei VWN, in einer digitalen Pressekonferenz.
Kunden könnten sich dann in ausgewählten Städten mit autonomen Fahrzeugen zu ihrem Ziel bringen lassen, und auch Zusteller bei Paketdiensten würden durch das Autonome Fahren deutlich entlastet, glaubt Senger. Die VW-Tochter hat für die Entwicklung des Autonomen Fahrens ein eigenes Geschäftsfeld gegründet und sich für die Integration der Technologie in den vollelektrischen ID. BUZZ AD gemeinsam mit Nutzfahrzeuge-Kooperationspartner Ford zu gleichen Teilen von 40 Prozent an Argo AI beteiligt. Das US-Unternehmen hat das sogenannte Self-Driving-System (SDS) entwickelt, im Frühjahr bereits einen ersten Prototyp ausgestattet und testet damit erstmals auch in Deutschland.
„Wir betrachten das Argo-Testprogramm als das größte für innerstädtisches Fahren, mit sechs Standorten allein in den USA“, berichtete Argo-CEO Bryan Salesky auf der Pressekonferenz.
Man freue sich, auf Basis dieser Entwicklungsarbeit an unserem Standort München die Tests für den Einsatz im europäischen Verkehr durchzuführen. Dazu wurde jüngst ein Testfeld in unmittelbarer Nähe zum Münchner Flughafen eingerichtet.
Sensorfusion unverzichtbar - Kamera und Lidar an Bord
Die Partner halten dabei den Einsatz einer Kombination aus Sensoren und Kamerasystemen im Fahrzeug für unverzichtbar. Argo AI hat kürzlich einen Lidar-Scanner (Light detection and ranging) vorgestellt, der im Gegensatz zum Radar-System mit Lichtwellen arbeitet und Objekte aus einer Distanz von bis zu 400 Metern erfassen kann. Sein patentierter Geiger-Modus soll selbst kleinste Partikel (ein Photon) erkennen können, so dass auch sehr schwach reflektierende Objekte erfasst würden und damit sehr genaue Darstellungen der Umgebung möglich seien, so das Versprechen. Diese Technologie setze man auch bei den Fahrzeugen von Volkswagen Nutzfahrzeuge ein, so Salesky.
Moia soll Expertise bei On-Demand-Shuttle-Verkehren einbringen
Auch für den kommerziellen Einsatz der künftigen Technik bei Fahrdienstleistern gebe es konkrete Pläne. Im Jahr 2025 soll die Konzerntochter MOIA der erste Nutzer des autonom fahrenden ID. BUZZ AD sein. Die Submarke verfüge über umfassende Erfahrungen im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen und des Flottenmanagements. Innerhalb kürzester Zeit habe man Europas größten, rein elektrischen Ridepooling-Service aufgebaut und Millionen von Fahrgästen befördert, wirbt der Anbieter für sich. Diese Expertise bringe man nun in die Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Argo AI ein. Hamburg werde als erste Stadt einen autonomen Ridepooling-Service mit einem ID. BUZZ haben, kündigte Geschäftsführer Robert Henrich an. Vor der Pandemie war die Marke der flächengrößte Sharing-Anbieter Hamburgs. Sie beschäftigt aktuell 1.200 Mitarbeiter. Autonomes Fahren sei für das Unternehmen ein wichtiger Schritt auf dem Weg, dieses neue Geschäftsfeld auszubauen, glaubt man.
VW Nutzfahrzeuge: Erste autonome Shuttles mit Moia ab 2025
News vom 14.05.2021 von Redaktion (allg.)
Als erster deutscher Hersteller möchte Volkswagen Nutzfahrzeuge ab 2025 über die On-Demand-Tochter Moia in Hamburg erste autonome Shuttle- und Lieferdienste anbieten.
Die VW-Tochter Volkswagen Nutzfahrzeuge hat jetzt als erster deutscher Autohersteller ein konkretes Startdatum für den Einsatz autonomer Fahrzeuge genannt. Diese sollen ab 2025 bei der On-Demand-Tochter Moia in Hamburg in Dienst gehen. Die Entwicklung dazu habe bereits begonnen, in diesem Sommer sollen die ersten autonom fahrenden Prototypen auf Basis des künftigen ID. BUZZ im Münchner Umland getestet werden. Die sei ein Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit im Konzern, in der Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) die Entwicklung des Autonomen Fahrens auf Level 4 für selbstfahrende Shuttles und Transporter umsetzt. Man sieht die leichten Nutzfahrzeuge und nicht etwa Premium-Pkw als den "ersten, logischen Einsatzort für die autonome Beförderung von Menschen und Gütern".
„Unser Ziel ist es, mit der autonomen Version des ID. BUZZ ab 2025 kommerzielle Einsätze bei Fahr- und Zustelldiensten zu ermöglichen“, erklärte Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei VWN, in einer digitalen Pressekonferenz.
Kunden könnten sich dann in ausgewählten Städten mit autonomen Fahrzeugen zu ihrem Ziel bringen lassen, glaubt Senger. Die VW-Tochter hat für die Entwicklung des Autonomen Fahrens ein eigenes Geschäftsfeld gegründet und sich für die Integration der Technologie in den vollelektrischen ID. BUZZ AD gemeinsam mit Nutzfahrzeuge-Kooperationspartner Ford zu gleichen Teilen von 40 Prozent an Argo AI beteiligt. Das US-Unternehmen hat das sogenannte Self-Driving-System (SDS) entwickelt, im Frühjahr bereits einen ersten Prototyp ausgestattet und testet damit erstmals auch in Deutschland.
„Wir betrachten das Argo-Testprogramm als das größte für innerstädtisches Fahren, mit sechs Standorten allein in den USA“, berichtete Argo-CEO Bryan Salesky auf der Pressekonferenz.
Man freue sich, auf Basis dieser Entwicklungsarbeit an unserem Standort München die Tests für den Einsatz im europäischen Verkehr durchzuführen. Dazu wurde jüngst ein Testfeld in unmittelbarer Nähe zum Münchner Flughafen eingerichtet.
Sensorfusion unverzichtbar - Kamera und Lidar an Bord
Die Partner halten dabei den Einsatz einer Kombination aus Sensoren und Kamerasystemen im Fahrzeug für unverzichtbar. Argo AI hat kürzlich einen Lidar-Scanner (Light detection and ranging) vorgestellt, der im Gegensatz zum Radar-System mit Lichtwellen arbeitet und Objekte aus einer Distanz von bis zu 400 Metern erfassen kann. Sein patentierter Geiger-Modus soll selbst kleinste Partikel (ein Photon) erkennen können, so dass auch sehr schwach reflektierende Objekte erfasst würden und damit sehr genaue Darstellungen der Umgebung möglich seien, so das Versprechen. Diese Technologie setze man auch bei den Fahrzeugen von Volkswagen Nutzfahrzeuge ein, so Salesky.
Moia soll Expertise bei On-Demand-Verkehren einbringen
Auch für den kommerziellen Einsatz der künftigen Technik bei Fahrdienstleistern gebe es konkrete Pläne. Im Jahr 2025 soll die Konzerntochter MOIA der erste Nutzer des autonom fahrenden ID. BUZZ AD sein. Die Submarke verfüge über umfassende Erfahrungen im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen und des Flottenmanagements. Innerhalb kürzester Zeit habe man Europas größten, rein elektrischen Ridepooling-Service aufgebaut und Millionen von Fahrgästen befördert, wirbt der Anbieter für sich. Diese Expertise bringe man nun in die Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Argo AI ein. Hamburg werde als erste Stadt einen autonomen Ridepooling-Service mit einem ID. BUZZ haben, kündigte Geschäftsführer Robert Henrich an. Vor der Pandemie war die Marke der flächengrößte Sharing-Anbieter Hamburgs. Sie beschäftigt aktuell 1.200 Mitarbeiter. Autonomes Fahren sei für das Unternehmen ein wichtiger Schritt auf dem Weg, dieses neue Geschäftsfeld auszubauen, glaubt man.
Moia fährt nach Corona-Pause auch in Hannover rein elektrisch
News vom 19.08.2020 von Redaktion (allg.)
Moia fährt jetzt auch in Hannover nur noch mit batterieelektrisch angetriebenen Umbauten des VW Crafter.
Volkswagens Ridepooling-Dienst Moia startet wieder durch. Nach Hamburg geht ab dem 21. August 2020 auch Hannover wieder ans Netz. Dabei ersetzt man die Verbrenner durch 40 Stromer.
Hannover, wo auch die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge ihren Hauptsitz hat, werde damit zur größten deutschen Stadt, in der emissionsfreies Ridepooling im gesamten Stadtgebiet verfügbar sei, schreibt Moia. Im Sommer 2018 hatte Moia seinen Ridepooling-Service in der niedersächsischen Landeshauptstadt zunächst mit klassischen Verbrennern etabliert. Ab dem 21. August wird das Angebot wieder für alle Hannoveraner verfügbar sein – und zwar montags bis mittwochs von 14 bis 24 Uhr, donnerstags von 14 bis 2 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 4 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10 bis 22 Uhr.
Der Preis wird individuell berechnet und vor der Fahrt per App angezeigt. Zum Einsatz kommt der gold-gelbe Elektro-Van Moia +6, der auf dem VW Crafter basiert. Das Fahrzeug hat die VW-Tochter gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkswagen Osnabrück entwickelt. Es kann bis zu sechs Personen befördern und verfügt unter anderem über freistehende Sitze, schnelles Internet und einen USB-Port.
Taxi-Konkurrent Moia erweitert den Radius
News vom 10.03.2020 von Redaktion (allg.)
Der Ridepooling-Dienst deckt jetzt zwei Drittel des Siedlungsgebiets mit seinem vollelektrischen Shuttleangebot ab. Zudem bietet man einen neuen Service für Geschäftskunden mit Vouchern an.
Die VW-Mobilitäts-Tochterfirma Moia baut ihren vollelektrischen Ridepooling-Service in Hamburg aus. Der Anbieter hat mit Anfang März sein Geschäftsgebiet um fast 50 Prozent erweitert und bedient jetzt nach knapp einem Jahr eine Fläche von 300 Quadratkilometern in der Elbemetropole oder zwei Drittel des Siedlungsgebiets.
„Wir sind mitten im Aufbau des größten vollelektrischen Ridepooling-Services in Europa. Wir haben bereits 330 Fahrzeuge auf der Straße und werden die Flotte wie angekündigt weiter vergrößern. Hierfür planen wir zusätzliche Betriebshöfe”, erklärte Moia-Geschäftsführer Robert Henrich. Die Erweiterung erfolge zunächst testweise und Schritt für Schritt, um Erfahrungen zum optimalen Verhältnis zwischen Flottengröße und Verteilung im Geschäftsgebiet zu sammeln, wie es heißt.
Zudem stellt man ein neues Angebot für Geschäftskunden vor. Mit dem B2B-Angebot wolle man das Geschäftskundensegment stärken. Im ersten Schritt startete im Februar ein Voucher-Portal, über das Unternehmen maßgeschneiderte, anlassbezogene und flexible Voucher buchen können für Mitarbeiter und Kunden. Die Firmen behielten so die volle Kostenkontrolle, wirbt der Anbieter. Man richte sich damit an Unternehmen aus allen Branchen. Zu den angepeilten Kunden gehörten auch die Gastronomie, die Hotellerie und der Einzelhandel.
Taxi-Wettbewerber MOIA zieht Zwischenbilanz in Hamburg
News vom 16.10.2019 von Dietmar Fund
Nach sechs Monaten nennt die Volkswagen-Tochter erste Zahlen zur Nutzung Ihres Ridesharing-Angebots.
Mit dem Slogan „In Hamburg sagt man MOIA“, der auf die Begrüßungsformel „Moin“ anspielt, zieht die Mobilitätstochter von Volkswagen eine Zwischenbilanz ihres Ridesharing-Dienstes in der Hansestadt. Demnach wurden mit 200 Elektro-Shuttles im 200 Quadratkilometer großen Bediengebiet zwischen mehr als 10.000 virtuellen Haltestellen insgesamt rund 770.000 Fahrgäste befördert. Die Pooling-Quote habe dabei 60 Prozent betragen, schreibt das Unternehmen.
Aktuell seien 600 Fahrerinnen und Fahrer für MOIA in Hamburg unterwegs, heißt es in einem „Fact Sheet“. Im nächsten Jahr sollten es 1.500 werden. Für die Nutzung der App, über die die Fahrten ausschließlich gebucht und bezahlt werden können, hätten sich zirka 260.000 Personen registriert.
Das Unternehmen verkündet auch, dass die Kunden in den App-Stores von Google und von Apple die App mit jeweils 4,8 von 5 Sternen bewertet hätten. In seinem Papier bezeichnet sich MOIA als „Partner der Städte und des öffentlichen Personennahverkehrs“, der Stadtbewohner dazu animieren wolle, ihr Auto stehen zu lassen.
Führungswechsel bei Moia - eine Million Fahrgäste als Ziel
News vom 09.09.2019 von Redaktion (allg.)
Bereits in diesem Jahr will der Ridesharing-Anbieter unter neuer Führung von Robert Henrich, der den Gründer Ole Harms als CEO ablöst, die Millionenmarke bei den Fahrgästen in Hamburg erreichen.
Die Mobilitätstochter von Volkswagen Moia hat den Umbau der Führungsspitze bekannt gegeben. Im Zuge dessen verlässt der Gründer und bisherige CEO Ole Harms den Ride-Sharing-Anbieter. Er soll eine neue, "verantwortungsvolle" Aufgabe im Konzern übernehmen, heißt es. Als neuer CEO übernimmt Robert Henrich, der bislang als Chief Operating Officer maßgeblich für die Entwicklung des Ridesharing-Dienstes verantwortlich. Er bildet gemeinsam mit dem CFO Frank Dilger die neue Geschäftsleitung. Vor seiner Tätigkeit bei Moia war Robert Henrich bereits CEO verschiedener Mobilitätsunternehmen wie moovel und car2go. Bei der VW-Tochter ist er seit Januar 2017. Der 50-Jährige leitete zunächst den Pilotbetrieb in Hannover und dann den Start des Dienstes in Hamburg im April 2019.
„Unser Betrieb in Hamburg steht im Hinblick auf Kunden, Fahrer, Flotte und Infrastruktur vor einem starken Wachstum“, erklärte Henrich.
Ziel ist es, bereits im vierten Quartal dieses Jahres eine Million Fahrgäste zu bewegen, was mehr als 10.000 Kunden pro Tag entspräche. Man sei als größtes europäisches Ridesharing-Projekt innerhalb weniger Monate in Hamburg und Hannover sichtbarer Teil der Alltagsmobilität geworden, befand der Anbieter.
MOIA darf in Hamburg doch mehr Fahrzeuge einsetzen
News vom 03.07.2019 von Dietmar Fund
Das Oberverwaltungsgericht der Hansestadt hat einen Eilantrag eines Taxiunternehmers gegen die Genehmigung von bis zu 1.000 Fahrzeugen endgültig abgelehnt.
Die Volkswagen-Tochter MOIA darf in Hamburg nun doch bis zum 31. Dezember 2022 bis zu 1.000 Fahrzeuge einsetzen. Die am 24. April 2019 verfügte Begrenzung auf 200 Fahrzeuge ist damit „vom Tisch“. Mit einem entsprechenden Beschluss hat das Oberverwaltungsgericht Hamburg am 2. Juli 2019 auf die Beschwerde von MOIA und der Freien und Hansestadt Hamburg hin den Eilantrag eines Taxiunternehmers abgelehnt.
Der Taxiunternehmer hatte sich durch die Genehmigung in seinen eigenen Rechten verletzt gesehen (taxi heute berichtete), was das Gericht nun verneinte. Die MOIA zu Erprobungszwecken erteilte Genehmigung könne den Antragsteller nicht in seinen eigenen Rechten verletzen. Weder die „Erprobungsklausel“ des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) noch die Grundrechte vermitteltem dem Antragsteller eine Rechtsposition, die ihn in die Lage versetze, gegen die einem Dritten erteilten Erprobungsgenehmigung gerichtlich vorzugehen, schreibt das Gericht in seiner Pressemitteilung.
„Bei der behördlichen Entscheidung über die Erteilung einer Erprobungsgenehmigung sind zwar die öffentlichen Verkehrsinteressen zu berücksichtigen. Der Antragsteller kann als Taxenunternehmer aber nicht quasi als Sachwalter öffentlicher Verkehrsinteressen gerichtlichen Rechtsschutz zur Überprüfung der Erprobungsgenehmigung beanspruchen“, heißt es darin wörtlich. Die Berufsfreiheit gewähre grundsätzlich keinen Schutz vor Konkurrenz. Außerdem habe der Antragsteller nicht dargelegt, dass sich seine wirtschaftliche Position seit dem Markteintritt von MOIA unzumutbar verschlechtert habe oder durch den Markteintritt in Zukunft unzumutbar verschlechtern werde.
Mit dem unanfechtbaren Beschluss ist das Eilverfahren abgeschlossen. Die Klage des Taxiunternehmers ist aber weiterhin beim Verwaltungsgericht Hamburg anhängig. Über sie wurde noch nicht entschieden.
Hamburger Verwaltungsgericht setzt MOIA Grenzen
News vom 25.04.2019 von Dietmar Fund
Auf die Klage eines Hamburger Taxiunternehmers darf die Volkswagen-Tochter ihr Ridesharing vorerst nur mit maximal 200 Fahrzeugen erproben.
Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg wird beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts einlegen, die Erprobungsgenehmigung für das Ridesharing von MOIA auf 200 Fahrzeuge zu begrenzen. Das teilte die Behörde am 24. April 2019 mit, an dem der Beschluss getroffen worden war. Die Begrenzung auf 200 Fahrzeuge zwinge zur Reduzierung des Erprobungsgebiets auf die innere Stadt. Dadurch werde eine sinnvolle Erprobung unmöglich, erklärt die Behörde.
Nach Berichten von Tageszeitungen und Magazinen wie dem „Spiegel“ hatte der Taxiunternehmer Ivica Krijan gegen den von der Behörde angeordneten sofortigen Vollzug der Genehmigung geklagt, die eine größere Anzahl von Fahrzeugen zugelassen hätte. Das Verwaltungsgericht hatte demnach den Beschluss gefasst, die Rechte des Taxiunternehmers seien bei nicht mehr als 200 Fahrzeugen bis zur Klärung im Hauptsacheverfahren nicht gefährdet und MOIA könne zugemutet werden, mit dem Ausbau der Flotte bis zu einer weiteren Klärung der Sach- und Rechtslage zu warten.
MOIA hat zu der Entscheidung noch keine Pressemitteilung herausgegeben. Laut dem „Spiegel“ will das Unternehmen ebenfalls Beschwerde gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht Hamburg einlegen. Nach einem Bericht des Handelsblatts hatte die Volkswagen-Tochter in den ersten 10 Tagen 15.000 Buchungen.
MOIA ist in Hamburg mit 100 E-Craftern gestartet
News vom 15.04.2019 von Dietmar Fund
Die Volkswagen-Tochter hat 400 Fahrerinnen und Fahrer ausgebildet, die nun durch den größten Teil Hamburgs kurven und behaupten, umweltfreundliche Mobilität zu bieten.
Nachdem die Volkswagen-Tochter MOIA nach dem Muster von mytaxi 5.000 Gutscheine für Freifahrten unter den ersten Usern ihrer App verteilt hat, sind ihre Sammelfahrten am 15. April 2019 in den Regelbetrieb gestartet. Von einem Betriebshof in der Nähe des Flughafens schwärmen nun die ersten 100 Elektrotransporter auf der Basis des VW E-Crafter aus, die Volkswagen Nutzfahrzeuge zumindest bislang nur für MOIA baut.
Bewegt werden sie von zunächst 400 Fahrerinnen und Fahrern, die das Unternehmen bereits ausgebildet hat. Bis zum Jahresende soll die Belegschaft inklusive 150 Personen „im Bereich der IT-Entwicklung“ auf 1.000 Köpfe anwachsen.
Auf dem ersten Betriebshof sind 100 Ladepunkte installiert, an denen die Fahrzeuge während des Schichtwechsels sowie in der Nacht geladen werden sollen. Ein zweiter Betriebshof im Stadtteil Horn ist bereits in Planung. Weitere Betriebshöfe sollen in den nächsten zwölf Monaten hinzukommen, während die Flotte erweitert wird. Wie viele es sein werden, hat MOIA nicht mitgeteilt. Nötig sind sie, weil die Zulassungsbehörde auf die Rückkehrpflicht für Mietwagen verwiesen hat.
Bedient wird zunächst ein 200 Quadratmeter großes Gebiet der Hansestadt inklusive des Flughafens und des Hafengebiets, über das ein Netz von mehreren Tausend virtuellen Haltepunkten gespannt worden ist. In den nächsten zwölf Monaten soll das Bediengebiet auf 300 Quadratmeter anwachsen und von 500 Fahrzeugen bedient werden. Mittelfristig soll das ganze Stadtgebiet abgedeckt werden.
MOIA wirbt mit Festpreis bei Pendlern
News vom 05.02.2019 von Dietmar Fund
Die Mobilitätstochter von Volkswagen hat ihren Service auf ganz Hannover ausgedehnt und will dort gezielt Pendler als Kunden gewinnen.
Nach der Ausdehnung ihres Ridesharing-Konzepts auf ganz Hannover am 1. Februar 2019 hat die Volkswagen-Tochter MOIA am 4. Februar damit begonnen, gezielt Pendler für ihre Dienste zu begeistern. Bis zum 15. Februar läuft eine Marketing-Aktion, die in Zeiten des Berufsverkehrs Fahrten für maximal fünf Euro anbietet. Dieser Preis gilt von Montag bis Donnerstag zwischen 6 und 19 Uhr und am Freitag von 6 bis 17 Uhr.
Diese Zielgruppenansprache begründet das Unternehmen damit, dass Berufstätige, die von den Rändern Hannovers in die Innenstadt pendelten, einen großen Teil zur Entstehung innerstädtischer Staus beitragen würden. MOIA ergänze den öffentlichen Nahverkehr und ermögliche Berufstätigen, ohne privaten Pkw bequem und umweltfreundlich alle Ziele der Stadt anzusteuern, schreibt das Unternehmen.
Für die Ausdehnung seiner Dienstleistung auf das ganze Stadtgebiet Hannovers hat MOIA seine Flotte von 35 auf 76 Fahrzeuge erhöht. Die bei Politikern gern gesehenen Elektrofahrzeuge sollen noch 2019 auch in Hannover eingeführt werden.
Taxi-Konkurrenz MOIA startet Testphase in Hamburg
News vom 09.01.2019 von Dietmar Fund
Voraussichtlich im April soll der Ridesharing-Dienst mit 100 Fahrzeugen regulär an den Start gehen.
Am 9. Januar 2019 hat die Volkswagen-Tochter MOIA in Hamburg die letzte Testphase ihres Ridesharing-Dienstes mit einem elektrisch angetriebenen VW Crafter gestartet. Nun sollen mehrere Hundert Fahrer geschult werden, die das Unternehmen derzeit unter anderem über seine Homepage sucht.
Anschließend soll voraussichtlich im April 2019 mit 100 Fahrzeugen der Regelbetrieb starten, für den der Fuhrpark in den nächsten zwölf Monaten schrittweise auf 500 Fahrzeuge erweitert werden soll. In einer späteren Ausbaustufe sollen es bis zu 1.000 Fahrzeuge werden.
Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen, sagte anlässlich der Premierenfahrt, das neue Angebot schließe eine Lücke zwischen Taxi und öffentlichem Nahverkehr, reduziere Einzelfahrten und entlaste so den Stadtverkehr. Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG, will mit MOIA eine vertriebliche Partnerschaft anstreben und das Ridesharing-Angebot in seine Mobilitäts-App switchh integrieren.
MOIA wirbt mit niedrigem Festpreis
News vom 14.11.2018 von Dietmar Fund
Während des Aktionszeitraums kann man für maximal fünf Euro quer durch Hannover fahren.
Mit dem Slogan „Mit Preislimit durch Hannover“ bewirbt die VW-Mobilitätstochter MOIA Fahrten für maximal fünf Euro. Dieser Höchstbetrag gilt für Fahrten im gesamten Geschäftsgebiet in Hannover im Aktionszeitraum bis zum 25. November 2018.
Zusätzlich können Fahrgäste, die dieses Sonderangebot in Anspruch nehmen, für je einen Euro weitere Fahrgäste auf ihre Fahrt mitnehmen. „Lass Dein Auto stehen und steige ein“, heißt es in Werbebotschaften. Das deutet darauf hin, dass MOIA die von den Stadtvätern erwünschte Abkehr vom eigenen Auto fördern möchte.
Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) kritisiert die MOIA-Aktion scharf. Das Unternehmen wolle sich mit vielen Millionen des Mutterkonzerns VW im Rücken Marktanteile am öffentlichen Verkehr der Stadt Hannover erkaufen, schreibt Gunther Zimmermann, Geschäftsführer der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen im GVN. Kleine und mittlere Unternehmen hätten nicht die Finanzkraft, in solch einem Wettbewerb mitzuhalten.
Zimmermann wertet die Billigpreisaktion als einen Versuch, die schlecht ausgelasteten Fahrzeuge voll zu bekommen. Es werde höchste Zeit, dem marktverdrängenden Verhalten eines Großkonzerns ein Ende zu setzen.
Taxi-Klage gegen MOIA in Hannover ist noch nicht entschieden
News vom 26.10.2018 von Dietmar Fund
Der Einspruch der Taxizentrale Hallo Taxi 3811 wurde lediglich an das Verwaltungsgericht Hannover weiter verwiesen.
Nachdem die Hannoveraner Taxizentrale Hallo Taxi 3811 gegen einen Entscheid der Vergabekammer Lüneburg über Genehmigungen für die Volkswagen-Tochter Rechtsmittel eingelegt hatte, hat der Senat des Oberlandesgerichts (OLG) Celle am 16. Oktober 2018 entschieden, dass diese Sache nicht vor die Vergabekammer gehört. Das Gericht hat die Verhandlung an das Verwaltungsgericht Hannover verwiesen.
Das berichtete der Pressesprecher des OLG Celle auf Anfrage von taxi heute. Wie er erläuterte, war der Senat der Meinung, dass die Beschwerde falsch platziert worden sei, da es nicht um ein Vergabeverfahren gegangen sei. In der Sache sei also noch gar nichts entschieden
MOIA startet in Hannover regulären Betrieb
News vom 31.07.2018 von Dietmar Fund
Seit dem 30. Juli 2018 können Hannovers Bürgerinnen und Bürger die App für das Ridesharing herunterladen und sollen sukzessive freigeschaltet werden.
Mit 35 Fahrzeugen und 140 Fahrern hat die Mobilitätstochter der Volkswagen AG am 30. Juli 2018 den regulären Betrieb ihres Ridesharing-Dienstes gestartet. Seit diesem Zeitpunkt können außer den bereits am Testbetrieb beteiligten 3.500 Personen und rund 15.000, die seit Oktober 2017 Interesse am Testbetrieb bekundet haben, alle Interessierten die App herunterladen. Sie sollen dann sukzessive für deren Nutzung freigeschaltet werden. Anschließend können sie in einem gegenüber dem Testbetrieb um weitere Stadtteile erweiterten Gebiet Sammelfahrten buchen.
Wie MOIA mitteilt, soll der Fahrpreis zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Taxi liegen. Er richte sich nach der Entfernung, dem Wochentag und der Uhrzeit und könne je nach Nachfrage variieren. Die Nutzer bekämen ihn vor der Buchung auf dem Smartphone angezeigt. Nach der Buchung ändere er sich nicht mehr.
Laut MOIA wurde schon im Testbetrieb mit 35 Fahrzeugen und 3.500 Nutzern die Hälfte der Fahrten geteilt. Die App und die dahinter stehenden Pooling-Algorithmen sollten weiter verfeinert werden, um den Bündelungseffekt weiter zu erhöhen und den Verkehr zu entlasten.
Der Service soll mit wachsender Flottengröße bis Ende des Jahres 2018 allen Hannoveranern zur Verfügung stehen. Insgesamt will das Unternehmen seine Flotte auf die genehmigten 150 Fahrzeuge erweitern. Bis Ende 2020 soll die Hälfte von ihnen elektrisch betrieben sein, bis 2022 die ganze Flotte.
Stadt Hannover: MOIA darf im Juli 2018 starten
News vom 27.06.2018 von Dietmar Fund
Die Genehmigung für das Ridepooling der Mobilitätstochter von Volkswagen gilt zunächst für 150 Fahrzeuge.
Die Landeshauptstadt Hannover hat der MOIA Operations Germany GmbH die Genehmigung erteilt, ab Juli 2018 ihren Pooling-Shuttle-Service mit zunächst 150 Fahrzeugen zu erproben. Die Genehmigung gilt sowohl für die Buchung von Sammelfahrten über die Pooling-App als auch für den Mietwagenverkehr, bei dem auch einzelne Fahrgäste befördert werden dürfen.
Die Genehmigung ist an einige Auflagen geknüpft. Das Halten an den vorgesehenen virtuellen Haltepunkten muss nach der Straßenverkehrsordnung zulässig sein. Taxihalteplätze und Bushaltestellen sind dabei tabu. MOIA muss ausreichend Stellplätze auf einem Betriebshof nachweisen. Das Fahrtentgelt, das beim Pooling pro Person und Strecke ermittelt wird, muss über dem Tarif des Verkehrsverbundes für eine Einzelfahrt in einer Zone liegen und darf diese Grenze nur bei einer Gruppenbuchung unterschreiten. Der Anteil emissionsfreier Fahrzeuge muss bis 2020 auf die Hälfte des Fuhrparks steigen. Zum Ende des Genehmigungszeitraums sollen alle emissionsfrei sein.
Ursprünglich hatte MOIA die Genehmigung für 250 Fahrzeuge beantragt. Mehr als die zunächst genehmigten 150 darf das Unternehmen später aber nur einsetzen, nachdem die Stadt festgestellt hat, dass dem keine öffentlichen Verkehrsinteressen entgegenstehen. „Insbesondere darf das örtliche Taxigewerbe nicht in seiner Funktionsfähigkeit bedroht werden“, erklärt die Stadt dazu.
Die Vergabekammer Lüneburg hatte zuletzt die Genehmigung geprüft, was den ursprünglich geplanten Starttermin verzögert hat (taxi heute berichtete). Die Überprüfung habe keine vergaberechtlichen Bedenken ergeben, schreibt die Stadtverwaltung dazu.
Vergabekammer Lüneburg weist MOIA-Antrag erst einmal zurück
News vom 01.06.2018 von Dietmar Fund
Die Stadt Hannover muss erst den Ausgang eines Nachprüfungsverfahrens abwarten, bevor sie Konzessionen an die Mobilitätstochter von Volkswagen vergeben darf.
Die Vergabekammer in Lüneburg hat den Nachprüfungsantrag im Vergabeverfahren für die Volkswagen-Mobilitätstochter MOIA angenommen. Damit muss die Stadt Hannover erst den Ausgang des Nachprüfungsverfahrens abwarten, bevor sie MOIA Konzessionen erteilt. Darauf weist der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hin.
Bei einer Informationsveranstaltung für rund 100 Taxiunternehmer, die der Hannoveraner Volkswagen-Taxi-Schwerpunkthändler Heinrich Jacobi am 22. Mai mit MOIA-Geschäftsführer Robert Henrich und GVN-Vertretern organisiert hatte (Foto), hatten sowohl Henrich als auch der für die Vergabe zuständige Kämmerer Dr. Axel von der Ohe den Eindruck erweckt, die Erteilung der Konzessionen stehe kurz bevor (taxi heute berichtete). Wie dort und zuvor in der Anhörung bekräftigt Gunther Zimmermann, Geschäftsführer der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des GVN, in einer Pressemitteilung zur Entscheidung der Vergabekammer, der Verband habe sich nicht nur gegen die Erteilung von 250 Konzessionen gewandt. Vielmehr wolle MOIA die längst bekannten Verkehrsformen Mietwagenverkehr und Sammelverkehr miteinander verknüpfen.
Beide Verkehrsformen seien seit Jahrzehnten üblich und es sei daher nicht nachvollziehbar, was da noch als Experiment im Rahmen der Experimentierklausel des Personenbeförderungsgesetzes gelten solle. Der Einsatz von über Algorithmen gesteuerter Apps könne wohl kaum als Begründung taugen.
Zimmermann erneuerte auch seinen Vorwurf, die neuen Mobilitätskonzepte neigten nicht nur zur Monopolbildung, sondern benötigten sie sogar, um Erfolg zu haben.
Hannover will MOIA-Pooling mit Auflagen genehmigen
News vom 23.05.2018 von Dietmar Fund
Die Hamburger sind mit ihren Auflagen ganz offensichtlich das Vorbild der Hannoveraner Verwaltung.
Die Stadt Hannover wird in den nächsten Tagen einen Genehmigungsbescheid für den Testbetrieb der Volkswagen-Tochter MOIA für das Ridepooling erstellen. Er wird sich in Vielem an die Genehmigung anlehnen, die die Hamburger Senatsverwaltung für den dortigen Testbetrieb erteilt hat. Man könne davon ausgehen, dass es eine Genehmigung mit dem Vorbehalt gebe, erst einmal weniger als die beantragten 250 Fahrzeuge einzusetzen. Es werde auch eine Reihe weiterer Vorgaben geben. Das sagte Kämmerer Dr. Axel von der Ohe von der Stadtverwaltung Hannover am 22. Mai 2018 bei einer Informationsveranstaltung im Nutzfahrzeugzentrum West des Taxi-Schwerpunkthändlers von Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge, Gessner & Jacobi in Hannover.
Heinrich Jacobi und der Taxi-Ansprechpartner der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge, Joachim Flämig, hatten ins Autohaus rund 100 Taxiunternehmer aus Hannover eingeladen, die zurzeit in großer Sorge wegen des Testbetriebs sind, in dem sie eine starke, mit Geldern des Volkswagen-Konzerns gestützte Konkurrenz sehen. Das kam auch in der Diskussionsrunde deutlich zum Ausdruck, die Jacobi selbst moderierte.
Bei dieser Diskussion erklärte von der Ohe, der von MOIA vorgesehene Exklusivshuttle sei auch für ihn ein Mietwagenverkehr, während das Pooling über die Experimentierklausel des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) genehmigt werde. Der Verwaltungs-Vertreter betonte, seine Verwaltung würde alle Antragsteller gleich behandeln und die Volkswagen-Tochter nicht bevorzugen. Derzeit habe außer MOIA kein anderer Anbieter einen solchen Antrag gestellt. Jeder weitere Antrag für etwas sehr Ähnliches hätte auch tendenziell weniger Chancen.
Im weiteren Verlauf der Diskussion sagte von der Ohe, die Genehmigung werde auch zu den Entgelten Stellung nehmen, die ganz anders aussähen als die, die während der derzeit laufenden Testphase mit einem geschlossenen Nutzerbereich verlangt würden. „Nicht 250 Fahrzeuge werden ab dem 1. Juni genehmigt“, sagte er. „Sie können davon ausgehen, dass es signifikant weniger sind.“
Einige Teilnehmer hatten hartnäckig missverstanden, dass MOIA im Testbetrieb derzeit nur deshalb nur sechs Cent pro Kilometer verlangt, weil so keine Genehmigung nach PBefG nötig ist. Sie waren offenbar der Meinung, es handle sich dabei um einen vom Volkswagen-Konzern subventionierten Dumpingpreis.
MOIA-Geschäftsführer stellt sich dem Kreuzfeuer der Taxler
News vom 23.05.2018 von Dietmar Fund
Robert Henrich erläuterte bei der Informationsveranstaltung eines Taxi-Schwerpunkthändlers in Hannover das Konzept seines Ridepooling-Ansatzes und stellte sich der Kritik von Taxiunternehmern.
Viele Städte möchten, dass die Autohersteller neue Antworten auf ihre Verkehrsprobleme finden. Sie sehen eine Lösung im Poolen von Fahrten, über das man Fahrzeuge und den Verkehrsraum viel effizienter nutzen könnte. Ihr Ziel ist es, dass viele Bürger ihren Privatwagen stehen lassen. Diese Wünsche habe MOIA beispielsweise in Hamburg aufgenommen, wo zusätzlich die Anforderung erhoben worden sei, auf jeden Fall Elektrofahrzeuge einzusetzen. So erklärte sinngemäß Robert Henrich, Geschäftsführer von MOIA, den Hintergrund der beiden Testbetriebe, mit der die Mobilitätstochter von Volkswagen in Hamburg und in Hannover weitere Erkenntnisse über das Ridepooling gewinnen möchte. Henrich sprach am 22. Mai 2018 bei einer Informationsveranstaltung des Hannoveraner Taxi-Schwerpunkthändlers Gessner & Jacobi.
Henrich bezeichnete das „auf Innovationen nicht vorbereitete“ Personenbeförderungsgesetz (PBefG) als „Riesen-Herausforderung“, die eine Rechtsunsicherheit mit sich bringe und zu vielen Gesprächen zwinge. Jede Stadt sehe das anders. In Hamburg habe der Testbetrieb inzwischen eine Genehmigung, in Hannover noch nicht. Die Hamburger Genehmigung sei mit einer langen Liste an Auflagen verknüpft, die MOIA als „extrem strikt“ empfinde. „Wir haben alles andere als einen Freibrief“, sagte Henrich.
Der Geschäftsführer appellierte an die Taxiunternehmer und an andere Verkehrsunternehmen, nicht gegeneinander zu spielen, sondern miteinander, denn der Mobilitätsmarkt wachse. Henrich wörtlich: „Wenn die Leute ihr Auto stehen lassen, profitiert davon auch das Taxi.“
Das bezweifelten einige Diskussionsteilnehmer, vor allem Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP), und Gunther Zimmermann, Geschäftsführer der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN). Sie bezichtigten MOIA erneut der „Rosinenpickerei“. Gegen diesen Vorwurf wehrte sich Robert Henrich mit dem Argument, dass sein Unternehmen als ein Projekt gesehen werde, das nur privat bezahlt wird und bei dem alle Kosten und Risiken privatwirtschaftlich getragen würden. Dafür gebe es dann auch weniger Auflagen zum Beispiel für das Bediengebiet, denn der Gesetzgeber wolle immer eine Balance zwischen Rechten und Pflichten herstellen.
„Wir sollten uns als Einheit verstehen. Die Zusammenarbeit mit den Öffis funktioniert inzwischen trotz anfänglicher Vorbehalte gut. Sie haben begriffen, dass sich die Mobilitätsnachfrage ändern wird und dass On-Demand-Verkehre kommen“, erklärte Henrich. „Die Mitnahme von Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist eine Herausforderung, die uns beide verbindet.“ Die Diskussion nach dem Muster „Wir gegen die Anderen“ brächte keinen Fortschritt, ebenso wenig die Diskussion um Genehmigungsverfahren. Über sie entschieden die Behörden und eventuell die Gerichte.
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung und die dort laut gewordenen Meinungen der Taxiunternehmer bringt taxi heute in der Ausgabe 6-7/2018. Als einziges Branchen-Fachblatt war taxi heute dort vertreten.
Hamburger Verkehrsbehörde genehmigt MOIA 500 Fahrzeuge
News vom 27.04.2018 von Dietmar Fund
Die Volkswagen-Tochter darf das Ridesharing testen und bekommt auch Mietwagenverkehre genehmigt.
Die Mobilitätstochter von Volkswagen namens MOIA darf im vierten Quartal 2018 in Hamburg ihren Shuttleservice als „neue Verkehrsform“ mit einem ausgewählten Personenkreis testen und dafür zunächst höchstens 30 Cent pro Fahrgast und Kilometer verlangen. Ab 2019 darf sie dann den Probebetrieb mit zunächst maximal 500 Fahrzeugen starten. Das hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg am 26. April 2018 mitgeteilt.
Wie die Behörde mitteilt, können die Sammelfahrten der MOIA-Shuttles ausschließlich per App gebucht werden. Dies gilt auch für den Mietwagenverkehr, der MOIA ebenfalls genehmigt worden ist. Über diesen Teil der Genehmigung könnten die Fahrzeuge auch von einzelnen Fahrgästen per App gebucht werden, ohne dass ein weiterer Fahrgast zusteige, schreibt das Amt.
Die Fahrzeuge von MOIA dürften nur zwischen virtuellen Haltestellen verkehren, an denen das Halten erlaubt sei, aber nicht an Bushaltestellen oder Taxiständen. Pro Quadratkilometer Bediengebiet seien durchschnittlich drei Fahrzeuge zulässig, hat die Verkehrsgewerbeaufsicht festgelegt. Mehr als 500 Fahrzeuge dürfe MOIA höchstens einsetzen, wenn die Behörde feststelle, dass die öffentlichen Verkehrsinteressen nicht beeinträchtigt würden. Insbesondere dürfe das Taxigewerbe nach dem Personenbeförderungsgesetz nicht in seiner Funktionsfähigkeit beeinträchtigt werden. Ursprünglich hatte MOIA die Genehmigung für 1.000 Fahrzeuge beantragt.
Die Behörde sieht offenbar die ausschließliche Bestellbarkeit per App als Vorteil für das Taxigewerbe an, das ja auch andere Bestellformen anbietet. „Die lückenlose Bedienung von Kundenaufträgen rund um die Uhr von jedem Ort zu jedem Fahrziel in Hamburg ist und bleibt weiterhin ein unverzichtbarer Vorteil von Taxis“, heißt es in ihrer Pressemitteilung.
MOIA gibt seinem Elektrotransporter einen Namen
News vom 25.04.2018 von Dietmar Fund
Die Volkswagen-Tochter möchte mit einem elektrischen Sechssitzer auf Kundenfang gehen, der so gar keinen kreativen Namen bekommen hat.
Auf der Hannover Messe hat Volkswagen Nutzfahrzeuge den neuen Elektrotransporter MOIA+6 vorgestellt. Er basiert auf der Elektro-Variante des großen Transporters Crafter. Er soll rein elektrisch bis zu 300 Kilometer weit kommen und in nur 30 Minuten bis zu 80 Prozent seiner Akku-Kapazität nachtanken können. Der Namenzusatz deutet schon an, dass das Fahrzeug sechs einzelne Fahrgastsitze bieten wird. Stolz sind die Hannoveraner darauf, dass sie das neue Fahrzeug zusammen mit der Mobilitätstochter MOIA und mit Volkswagen Osnabrück in nur zehn Monaten entwickelt haben.
Schon vor mehreren Wochen wollte taxi heute wissen, ob das neue Fahrzeug – eventuell in abgespeckter Form – auch an Taxi- und Mietwagenunternehmer verkauft werden soll oder tatsächlich nur für MOIA entwickelt worden ist. Die Antwort geriet zur Lachnummer: Der Pressemann von MOIA verwies dazu an die Presseabteilung von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Deren Vertreter wiederum verwies auf seinen Pressekollegen von MOIA. Letzten Endes hat sich keiner der beiden für eine Antwort zuständig gefühlt.
MOIA-Pläne: Hamburger Taxivertreter fordern Runden Tisch
News vom 17.04.2018 von Dietmar Fund
Die Taxen-Union Hamburg Hansa e.V. forderte der Schlusskundgebung einer Taxi-Demo, über die Zulassung von höchstens 50 bis 100 Fahrzeugen der VW-Tochter MOIA zu reden.
Die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation solle den Antrag der Volkswagen-Tochter MOIA, einen Probebetrieb mit bis zu 1.000 Fahrzeugen ab 2019 zu starten, nicht genehmigen. Für einen Test würden auch 50 bis 100 Fahrzeuge genügen. Das erklärte Christian Brüggmann, 1. Vorsitzender der Taxen-Union Hamburg Hansa e.V., am 17. April 2018 bei der Schlusskundgebung einer Taxi-Demonstration gegen die Pläne von MOIA in der Hansestadt.
Brüggmann forderte die Wirtschaftsbehörde dazu auf, vor der Genehmigung alle Beteiligten zu einem Runden Tisch einzuladen und dabei zu klären, welche Rechte und Pflichten MOIA bekäme. Bei zirka 3.000 Taxis in der Stadt dürfe kein neuer Wettbewerber mit bis zu 1.000 Fahrzeugen zugelassen werden, der keine Pflichten habe. Der Verband habe nichts gegen einen fairen Wettbewerb. Er dürfe aber nicht zulassen, dass für MOIA die Beförderungs-, die Tarif- und die Betriebspflicht nicht gelte, die den Taxiunternehmern auferlegt seien.
Die Taxen-Union Hamburg Hansa e.V ist nach eigenen Angaben mit knapp 300 Mitgliedern die führende Gewerbevertretung der Hansestadt. Bei ihr könne jeder der rund 2.000 Unternehmer Mitglied werden, die zusammen etwa 3.000 Taxen einsetzen.
Gegen die Zulassung einer großen Anzahl von Konzessionen für MOIA in Hannover haben sich kürzlich auch der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) und die Hannoveraner Taxizentrale Hallo Taxi 3811 mit scharfen Worten und ähnlichen Argumenten ausgesprochen.
GVN und Taxizentrale wenden sich gegen VW-Tochter MOIA
News vom 12.03.2018 von Dietmar Fund
Der niedersächsische Verband und Hallo Taxi 3811 verlangen von der Stadt Hannover und dem niedersächsischen Wirtschaftsminister, einen Antrag auf 250 Mietwagenkonzessionen für einen Test abzulehnen.
Die Mobilitäts-Tochter des Volkswagen-Konzerns namens MOIA hat in Hannover den Antrag gestellt, ihr im Rahmen der Experimentierklausel des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) bis zu 250 Mietwagenkonzessionen für vier Jahre zu genehmigen. Auf dieser Basis soll ein neues Mobilitätskonzept erprobt werden, das Elemente des Poolings mit klassischen Mietwagenfahrten verknüpft. Das schreiben und kritisieren der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) und die Hannoveraner Taxizentrale Hallo Taxi 3811 GmbH in zwei Pressemitteilungen.
Laut Gunther Zimmermann, Geschäftsführer der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des GVN, handelt es sich bei den beabsichtigten Mietwagenverkehren um ganz klassische Fahrten. Auch die Poolingverkehre seien in Hannover nichts Neues, denn die TaxiBus als gemeinsame Gesellschaft der Hannoveraner Verkehrsgesellschaft üstra und der Hallo Taxi 3811 GmbH biete seit langem das Teil-Taxi an. Bei den derzeit knapp 600 Taxi-Konzessionen in Hannover sehe das aktuelle Gutachten zur Funktionsfähigkeit des Taxi-Marktes bereits jetzt die Notwendigkeit einer Verringerung der Flotte. Durch die Erteilung so vieler Konzessionen an MOIA würde der Mobilitätsmarkt mit Kapazität überschwemmt. Das würde einen großen Teil der kleinen Taxiunternehmen in die Pleite treiben.
Auch Sven-Marcus Fürst und Wolfgang Pettau, die beiden Geschäftsführer der Taxizentrale, halten den Antrag von MOIA als Mischung von so genannten Exklusivverkehren und einem Pooling-Modell für nicht genehmigungsfähig. Sie bezeichnen es als „Rosinenpickerei“.
Die beiden Geschäftsführer kritisieren auch, dass sich das Preismodell von MOIA an Angebot und Nachfrage, Zuschlägen und weitere Faktoren orientieren solle, die sich aus dem Betrieb ergäben. Das erlaube der VW-Tochter eine betriebswirtschaftliche Optimierung, die Taxibetrieben wegen der Tarifpflicht nicht offenstehe. Fürst und Pettau schreiben außerdem, dass MOIA nur Kreditkarten und keine Barzahlung akzeptiere und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste nicht berücksichtige.
„Es ist bedauerlich, dass sich der niedersächsische Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann, zugleich Mitglied des VW-Aufsichtsrates, in einer Veranstaltung des GVN am 28. Februar trotz Nachfrage zu den zweifelhaften Methoden von MOIA nicht geäußert hat“, schreibt Pettau. Es bestehe die Gefahr, dass nach dem „Dieselgate“ auch ein „Taxigate“ entstehe. Pettau wörtlich: „Wir fordern den Wirtschaftsminister auf, nicht die Interessen Berliner Firmen zu vertreten, sondern die niedersächsischen mittelständischen Firmen zu stärken.“
GVN: Großer Ärger über Volkswagen-Tochter
News vom 01.03.2018 von Dietmar Fund
Beim traditionellen GVN-Currywurstabend kritisierte Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic die Pläne von MOIA in Hamburg und in Hannover.
Die Volkswagen-Tochter MOIA versucht in Hannover nicht nur über die Experimentierklausel des Personenbeförderungsgesetzes, einen linienähnlichen Sammelverkehr aufzuziehen, den es mit einer Steuerung per App längst auch im Taxi-Gewerbe gibt. Vielmehr will sie damit auch klassische Mietwagenverkehre mit besonderen Kundengruppen wie Flughäfen oder Hotels abwickeln. Das ist nicht nur ein Rechtsbruch, sondern auch Rosinenpickerei. Das kritisierte Benjamin Sokolovic, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), am 28. Februar 2018 in seiner Begrüßungsansprache zum traditionellen GVN-Currywurstabend in Hannover.
Vor dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann, vor Landtagsabgeordneten und dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann forderte Sokolovic, dass die Volkswagen-Tochter ganz normale Mietwagengenehmigungen beantragen und alle dafür vorgeschriebenen Bedingungen einhalten solle. Direkt an den Minister wandte er sich mit der Äußerung, er empfinde den Antrag von MOIA an die Stadt Hannover als „Provokation unseres Rechtsstaates“. Das Unternehmen fordere nämlich gegebenenfalls eine Anpassung der Verwaltungsprozesse, um die von ihm beschriebene Variante des Personenbeförderungsscheins für eine große Anzahl von Fahrern zu genehmigen. Es erschließe sich ihm nicht, weshalb für ein einzelnes gewinnorientiertes Unternehmen Sonderregelungen geschaffen werden sollten.
Der Jurist kündigte an, dass der GVN in den nächsten Wochen das Gespräch mit den Verantwortlichen im Land Niedersachsen und in Hannover suchen werde. Er setze dabei auch auf die Hilfe des Ministers.
VW-Tochter MOIA beantragt in Hamburg viele Konzessionen
News vom 29.01.2018 von Dietmar Fund
Nach einem Probebetrieb soll der kommerzielle Shuttlebetrieb 2019 mit 100 Fahrzeugen starten. Die Flotte könnte innerhalb von vier Jahren auf 1.000 Fahrzeuge ausgebaut werden.
Im vierten Quartal möchte die Volkswagen-Mobilitätstochter MOIA in Hamburg einen nicht genehmigungspflichtigen Probebetrieb mit Shuttlefahrzeugen starten. Den kommerziellen Betrieb möchte sie zum 1. Januar 2019 mit zunächst 100 Fahrzeugen aufnehmen. Dieser Fuhrpark soll schrittweise auf bis zu 1.000 Fahrzeuge aufgestockt werden. Dafür hat MOIA ab dem 1. Januar 2019 eine auf vier Jahre befristete Genehmigung für das Pooling Shuttle gemäß Paragraf 2 Absatz 7 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) und für denselben Zeitraum eine Genehmigung für ein Exklusiv-Shuttle gemäß Paragraf 49 Absatz 4 PBefG beantragt. Das teilte Dirk Ritter auf Anfrage von taxi heute mit. Er leitet die Verkehrsgewerbeaufsicht in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg.
Wie Christian Brüggmann von der Taxen-Union Hamburg Hansa e.V. berichtet, wurden zu diesem Vorhaben alle Vertreter des Hamburger Taxigewerbes sowie Clever Shuttle und mytaxi angehört. Brüggmann sagte, er habe eine Stellungnahme erarbeitet und mit dem Deutschen Taxi- und Mietwagenverband (BZP) abgestimmt. Sie sei allen anderen Hamburger Gewerbevertretern zur Verfügung gestellt und von allen Verbänden so verschickt worden.
Laut der taxi heute vorliegenden Stellungnahme vertritt der Verband die Meinung, dass der Antrag so nicht genehmigt werden sollte. Seine wichtigsten Gegenargumente: Erstens trenne MOIA die für das Pooling oder den Exlusiv Shuttle vorgesehenen Fahrzeuge nicht voneinander. Das erschwere der Behörde die Kontrolle über die Einhaltung der Rückkehrpflicht. Zweitens widerspreche ein Markteintritt mit bis zu 1.000 Fahrzeugen in einer Experimentierphase vollkommen dem Sinn der Experimentierklausel des PBefG. Drittens werde es zu existenzbedrohenden Umsatzeinbußen im Taxibereich kommen, weil das Projekt zwangsläufig auch zahlreiche Taxikunden abwerben werde. Viertens erachte der Verband den Effekt der Abwerbung von Fahrern als noch bedrohlicher als diesen Auftragsrückgang.
Laut dem Verband wolle MOIA außerdem nur zu lukrativen Betriebszeiten fahren, was er als „Rosinenpickerei“ ansieht. Im Übrigen sieht die Taxen-Union Hamburg Hansa e.V. einen für das vierte Quartal 2018 vorgesehenen Probebetrieb nicht als genehmigungsfrei an, obwohl bei ihm nicht einmal die Betriebskosten abgedeckt werden sollten. Es ergebe sich aus dem Probebetrieb nämlich ein mittelbarer Vorteil für den Betreiber, weil er Erkenntnisse erwerbe und einen ersten Kundenstamm aufbaue.
Eine weitere Stellungnahme hat Clemens Grün abgegeben, 1. Vorstand des HTV Hamburger Taxenverbands e.V. Er bemängelt eine mangelnde Rücksichtnahme auf die „Mobilitäts-Grundversorger ÖPNV und Taxi“. Außerdem führt er ins Feld, dass die Standardfahrzeuge von MOIA keine mobilitätseingeschränkten Menschen mitnehmen könnten. Senioren ohne Smartphone, die nicht App-affin seien, könnten das Angebot ebenso wenig nutzen wie Minderjährige ohne Kreditkarte und Bankkonto.
Michael Fischer, Pressesprecher von MOIA, erklärte gegenüber taxi heute, in der Startphase 2018/2019 gehe das Unternehmen von zunächst 200 Fahrzeugen aus. Wie und wann sich deren Zahl danach steigere, sei noch nicht klar. Die Zahl von 1.000 Fahrzeugen über den Gültigkeitszeitraum der Konzession hinweg sei ebenso perspektivisch zu sehen wie die Möglichkeit, zusätzlich zum Pooling auch ein Exklusiv-Shuttle einzuführen. Auch für dessen Einführung sei noch kein Zeitpunkt festgelegt.
VW-Tochter testet elektrischen Siebensitzer
News vom 06.12.2017 von Dietmar Fund
Für App-gesteuerte Sammelfahrten hat MOIA den großen VW-Transporter Crafter mit Elektroantrieb für sechs Fahrgäste eingerichtet.
Schon vor Monaten hat die Volkswagen-Tochter MOIA angekündigt, ab Ende 2018 in Hamburg ein App-gesteuertes Ridesharing mit größeren Elektrofahrzeugen anzubieten. Anfang Dezember 2017 hat das Unternehmen jetzt das zugehörige Fahrzeug vorgestellt. Es ist ein umgebauter Elektro-Crafter, also einer der neuen großen Transporter der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Das batterieelektrisch fahrende Shuttlefahrzeug wurde im ehemaligen Karmann-Werk in Osnabrück, das jetzt als Volkswagen Osnabrück firmiert, in nur zehn Monaten entwickelt. Es soll nach dem gültigen Mess-Standard WLTP über 300 Kilometer Reichweite erzielen. Im schmucken Innenraum bietet es sechs Einzelsitze, die über eine automatische Schiebetüre und breite Durchgänge gut zugänglich sein sollen. Wie bei manchen Kleinbussen für Linienverkehre gibt es neben dem Fahrer einen Abstellplatz für das Gepäck.
Laut MOIA wird an weiteren Versionen gearbeitet. Ob das noch namenlose Modell dereinst auch für die Taxi- und Mietwagenbranche zu kaufen sein wird, haben weder MOIA noch Volkswagen Nutzfahrzeuge mitgeteilt.
VW-Tochter MOIA erprobt Ridesharing-Konzept
News vom 12.09.2017 von Dietmar Fund
Im Oktober soll ein Versuch mit einer geschlossenen Benutzergruppe in Hannover starten.
Mehrere Monate lang möchte das Mobilitätstöchterchen des Volkswagen-Konzerns erproben, wie sich die Hard- und die Software ihres Konzepts zum „Ridepooling“ bewährt. So nennt das in Berlin angesiedelte Unternehmen seine Fahrtenbündelung, die von Wettbewerbern als „Ridesharing“ bezeichnet wird.
MOIA erprobt seinen Ansatz im Großraum Hannover zunächst mit 20 VW T6 Multivan. Sie werden in einem 90 Quadratkilometer großen Testgebiet eingesetzt und stehen erst einmal nur einem geschlossenen Benutzerkreis von bis zu 3.500 Personen zur Verfügung. Sie werden weniger als die Betriebskosten bezahlen müssen, daher sei eine Genehmigung der Stadt für den Probebetrieb nicht erforderlich, schreibt das Unternehmen.
Gebucht werden die Fahrten über ein App. Der dahinterstehende Algorithmus soll nun ebenso einem Belastungstest unterzogen werden wie die Bedienung. Der Praxistest soll als Vorbereitung für den für 2018 geplanten Start des Angebotes in Hamburg dienen.
VW-Tochter will Ridesharing in großem Stil erproben
News vom 11.06.2017 von Dietmar Fund
In Hamburg sollen 2018 nach einem Testvorlauf noch 200 Elektro-Shuttle-Fahrzeuge von MOIA gemeinsam genutzt werden können.
Die für neue Mobilitätsangebote zuständige Volkswagen-Tochter MOIA und die Hamburger Hochbahn AG möchten 2018 einen „Shuttle-on-Demand-Service“ mit sechssitzigen Elektrofahrzeugen starten. Das Neudeutsch bedeutet dasselbe wie Ridesharing: Über eine App sollen die Bürgerinnen und Bürger ihren Standort und ihr Fahrziel eingeben können und dann rasch erfahren, wann das nächste Shuttlefahrzeug auftaucht. Die Projektpartner möchten mit diesem Konzept den dichten öffentlichen Nahverkehr der Hansestadt ergänzen.
MOIA erklärt, es werde das neue Angebot vollständig finanzieren und mit eigenen Fahrzeugen und eigenen Fahrern betreiben. Nach dem Abschluss eines Testvorlaufs soll das Projekt 2018 mit rund 200 Fahrzeugen starten. Diese Fahrzeugflotte solle 2019 weiter ausgebaut werden. Wenn das Projekt Erfolg hat, soll es auch auf andere Städte ausgedehnt werden.
Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, schreibt in der gemeinsamen Presseerklärung, der Service reihe sich ein „in eine ganze Serie neuer Ansätze der öffentlichen Verkehrsunternehmen, des Taxengewerbes und weiterer Anbieter, durch Nutzung intelligenter Möglichkeiten on demand mehr Fahrgäste zu gewinnen“. Auf das Taxigewerbe geht die Erklärung nicht näher ein.
Keinerlei Informationen gibt es bisher auch über die Elektrofahrzeuge. Bislang hat Volkswagen gerade mal einen E-Golf zu bieten.
Volkswagen-Tochter MOIA will Fahrten vermitteln
News vom 06.12.2016 von Dietmar Fund
Das neue Unternehmen MOIA soll sich vor allem um die Fahrtenvermittlung und um gemeinsame Fahrten kümmern. Damit wird es sich auch auf das Taxi-Geschäft auswirken.
Am 5. Dezember 2016 hat der Volkswagen-Konzern sein neues Tochterunternehmen für nachhaltige Mobilitätsdienste offiziell vorgestellt. Es trägt den Kunstnamen MOIA und ist in Berlin angesiedelt. Dort solle ein zunächst 50köpfiges Team eigene Mobilitätsdienstleistungen „selbständig oder partnerschaftlich mit Städten und den bestehenden Verkehrssystemen“ entwickeln und vermarkten, ließen die Wolfsburger verlauten. Parallel dazu sollten die Konzernmarken ihre markenspezifischen Dienste vorantreiben.
Das Ziel von MOIA soll es sein, individuelle Mobilität auf Knopfdruck zu bezahlbaren Preisen zu bieten. Im ersten Schritt soll das Geschäftsfeld „Fahrtenvermittlung via App“ aufgebaut werden. Dabei arbeitet das Team mit dem Unternehmen GETT zusammen, an dem sich der Konzern beteiligt hat (taxi heute berichtete).
Als zweites großes Geschäftsfeld haben die Konzernstrategen das „Pooling“ ausgemacht. Damit sollen unnötige Einzelfahrten im Individualverkehr vermieden werden. Dieser Ansatz soll sich auf Verkehre konzentrieren, die Stadtgrenzen überschreiten. Erste Pilotprojekte in diesem Bereich sollen noch 2017 starten.
Ab Januar 2017 soll die Geschäftsführung komplett sein. Sie besteht aus Ole Harms, Dr. Frank Dilger und Robert Henrich. Ein Beirat soll diesem Trio beratend zur Seite stehen. Er wird von Thomas Sedran geleitet, dem Leiter Konzernstrategie der Volkswagen AG.
Wie die Süddeutsche Zeitung am 6. Dezember 2016 schrieb, will MOIA Ende 2017 sogar eigens entwickelte Fahrzeuge mit Elektroantrieb vorstellen. MOIA wolle GETT beim Einstieg in den deutschen Markt helfen. Um die Zusammenarbeit für die Taxibranche attraktiver zu machen, wolle Volkswagen Vergünstigungen anbieten, etwa bei der Finanzierung von Modellen des Konzerns. Zu diesen Punkten schweigt sich die offizielle Pressemitteilung des Konzerns aus.
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