Bolt: Erstes autonomes Pilotprojekt startet mit Pony.ai und Stellantis

Drei Unternehmen starten ein Pilotprogramm, das autonome Fahrzeuge im lokalen Verkehrsumfeld prüfen soll.

Autonome Mobilität rückt in Europa weiter in den Praxistest: Luxemburg dient als Erprobungsraum für neue Betriebsmodelle. | Foto: Stellantis
Autonome Mobilität rückt in Europa weiter in den Praxistest: Luxemburg dient als Erprobungsraum für neue Betriebsmodelle. | Foto: Stellantis
(erschienen bei VISION mobility von Alina Venediktova)

Bolt, Pony.ai und Stellantis starten ein Pilotprogramm für autonome Mobilität in Luxemburg. Nach Angaben der Unternehmen soll das Projekt prüfen, wie sicher, leistungsfähig und regulatorisch belastbar autonome Fahrzeuge im lokalen Verkehrsumfeld eingesetzt werden können. Ziel ist es, bis zum Ende des Programms die Voraussetzungen für einen vollautomatisierten Betrieb ohne Fahrer zu erreichen.

Test mit Gen-7-Technik von Pony.ai

Im Mittelpunkt stehen autonome Fahrzeuge der siebten Generation von Pony.ai. Das Unternehmen bringt seine Technologie für autonomes Fahren sowie operative Erfahrung in das Projekt ein. Luxemburg unterstützt das Vorhaben den Angaben zufolge mit einem auf Tests zur autonomen Mobilität ausgerichteten regulatorischen Umfeld.

Stellantis liefert Fahrzeugbasis

Stellantis beteiligt sich mit Fahrzeugtechnik, Fertigungskompetenz und einem mittelgroßen Van auf Basis der „L4-Ready Platform“. Die Plattform soll eine skalierbare Bereitstellung für fahrerlose Mobilität auf Level vier unterstützen. Damit richtet sich das Projekt auf automatisierte Fahrfunktionen, die ohne dauerhafte Übernahme durch einen Fahrer auskommen sollen.

Bolt bereitet Living Lab vor

Bolt will das Projekt als sogenanntes „Living Lab“ nutzen. Dabei sollen Technologien und Betriebsprozesse für autonome Mobilität in Städten getestet werden. Dazu zählen der Fahrzeugeinsatz, die Integration in eine Ride-Hailing-Plattform, der Flottenbetrieb und die Abstimmung regulatorischer Anforderungen.

Für Bolt ist es das erste Pilotprojekt für autonome Mobilität. Das Programm baut auf bereits angekündigten Kooperationen zwischen Stellantis, Pony.ai und Bolt auf, mit denen autonome Mobilitätslösungen in Europa weiterentwickelt und eingesetzt werden sollen.

Markus Villig, Gründer und CEO von Bolt, sagte: „Die Technologie der autonomen Mobilität verändert bereits heute den Verkehr weltweit, und als einzige unabhängige, in Europa gegründete Ride-Hailing-Plattform, die weltweit im Wettbewerb steht, wollen wir bei der Skalierung dieser revolutionären Technologie in Europa an der Spitze stehen. Wir begrüßen den fortschrittlichen Ansatz Luxemburgs, diese Technologie zu testen, und freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit unserem europäischen Partner Stellantis und dem globalen Softwareführer Pony.ai, um in Zukunft weitere Pilotprojekte zu starten.“

Was bedeutet das?

Das Pilotprojekt unterstreicht die wachsende Dynamik autonomer Mobilitätsangebote in Europa. Durch die Zusammenarbeit von Plattformanbieter, Fahrzeughersteller und Technologieentwickler entsteht ein praxisnaher Testansatz, der alle wesentlichen Bereiche von der Fahrzeugtechnik bis zum Flottenbetrieb abdeckt. Gelingt der Nachweis von Sicherheit und Alltagstauglichkeit unter realen Bedingungen, könnte dies den Weg für weitere autonome Mobilitätsdienste in europäischen Städten ebnen. (Quelle: Stellantis)

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