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Pilotprojekt: Taxis induktiv laden

Gemeinsam mit sechs weiteren Partnern hat der Lehrstuhl für „Internationales Automobilmanagement“ an der Uni Duisburg-Essen (UDE) das kabellose „Taxi-Lade-Konzept für den öffentlichen Raum“ – kurz: TALAKO aus der Taufe gehoben.

Neue Kombi: LEVC-Taxis werden in Deutschland induktiv geladen. | Foto: LEVC
Neue Kombi: LEVC-Taxis werden in Deutschland induktiv geladen. | Foto: LEVC
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Martina Weyh
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Auf der Emove 360° in München hat Intis das Projekt schon angekündigt: Ein induktiver Ladestreifen soll Ladesäulen an einer Taxistation ersetzen. Das „Talako“-Projekt läuft drei Jahre und wird durch das Bundeswirtschaftsministerium mit zwei Millionen Euro gefördert. Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Heike Proff erklärt dazu:

„Unser Konzept funktioniert mittels induktivem Ladestreifen. Dieser ist unterirdisch in die Taxi-Warteschlange integriert.“

Getestet wird das System zunächst in den kommenden sechs Monaten bei einem Taxiunternehmen in Mülheim/Ruhr. Hier entsteht eine Prototyp-Anlage, anschließend wird eine Pilotanlage in Köln aufgebaut. Auf dieser können bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Neben der Universität Wuppertal, der Stadt Köln, dem Ingenieurdienstleister INTIS, der RheinEnergie AG und dem TaxiRuf (Köln) gehört auch der englische Fahrzeughersteller LEVC, Hersteller der „London Cabs“ zum Konsortium.

Projektkoordinator Gregor Szybisty erklärt dazu:

„In Mülheim betreibt Taxi Stephany bereits einen LEVC. Dieser hat eine elektrische Reichweite von 130 KIlometern und kann sie bei Bedarf um 500 Kilometer verlängern, da ein Verbrenner-Range-Extender an Bord ist.“

Die Kooperation mit den Engländern soll aber nicht die einzige bleiben, wie Szybisty hofft: „Wir sind gerade dabei, weitere Autobauer für das Projekt zu gewinnen.“

Was bedeutet das?

Endlich kommt auch in Deutschland Fahrt ins Thema „induktives Laden“ – mal wieder nicht mit deutschen Autoherstellern, aber immerhin. Laut Insidern bei Intis besteht seitens LEVC großes Interesse, das Konzept, so es funktioniert, auch in UK und anderen Märkten auszurollen. Warten und Vorziehen ist so auch in Hitze und Kälte möglich.

 

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