Mercedes-Benz startet den Verkauf des elektrischen VLE - der Van wird zur Limousine

Mercedes-Benz verschiebt die Grenzen eines vertrauten Segments. Mit dem Verkaufsstart des Mercedes-Benz VLE versucht Mercedes-Benz genau das: den klassischen Großraumvan neu zu definieren – als eine Art elektrische Limousine im XXL-Format.

Laut Mercedes ist der VLE nichts weniger als eine neue Fahrzeugkategorie - eine Limousine im XXL-Format.| Foto: Mercedes Benz
Laut Mercedes ist der VLE nichts weniger als eine neue Fahrzeugkategorie - eine Limousine im XXL-Format.| Foto: Mercedes Benz

Rund einen Monat nach der Premiere ist das Modell nun in Deutschland bestellbar. Zum Auftakt beschränkt sich das Angebot auf zwei Varianten des VLE 300, beide bereits umfangreich ausgestattet. Dazu gehören eine 115-kWh-Batterie, Luftfederung, Hinterachslenkung und ein großflächiges Panoramadach. In der gehobenen Version kommen Systeme wie Head-up-Display und das großflächige Infotainment-Panel hinzu.

Der Anspruch ist klar formuliert

 „Der brandneue VLE definiert neu, was unsere Kundinnen und Kunden an Mercedes-Benz schätzen – und hebt das Erlebnis auf ein außergewöhnliches Niveau. Sein ausdrucksstarkes Design trifft auf ein beeindruckendes Raumgefühl und vermittelt dieses vertraute ‚Willkommen-zu-Hause‘-Gefühl auf eine ganz neue Art. Mit unserer gestaffelten Markteinführung bringen wir die neue Grand Limousine zunächst in zwei sorgfältig konfigurierten Varianten auf den Markt, die die Erwartungen unserer Kunden nicht nur erfüllen, sondern übertreffen werden“, sagt Sagree Sardien, Vertriebs- und Marketingchefin der Vans-Sparte.

Technisch positioniert sich der VLE im oberen Bereich dessen, was derzeit im Elektrosegment möglich ist. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 713 Kilometern nach WLTP. Gleichzeitig soll sich in kurzer Zeit Energie nachladen lassen: Bis zu 355 Kilometer Reichweite in 15 Minuten stellt die 800-Volt-Architektur in Aussicht. Das ist eine Kennziffer, die weniger den Stadtverkehr adressiert als vielmehr die Langstrecke.

Im Innenraum setzt das Fahrzeug auf Variabilität

Sitze lassen sich nicht nur manuell verschieben und ausbauen, sondern auch per Software konfigurieren. Über das bordeigene System oder eine App können Nutzer vordefinierte Szenarien abrufen: mehr Stauraum, maximale Beinfreiheit oder eine Mischform aus beidem. Der Hersteller spricht von einem „variablen Fond“, der unterschiedliche Nutzungsprofile abdecken soll – vom Familienalltag bis zum Shuttle-Dienst.

Auch preislich tastet sich Mercedes in ein neues Feld vor. Die aktuell verfügbaren Varianten starten bei gut 82.000 Euro. Im Laufe des Jahres sollen weitere Versionen folgen, darunter günstigere Einstiegsmodelle sowie zusätzliche Ausstattungslinien. Perspektivisch ist auch eine Allradversion vorgesehen.

„Grand Limousine“

Interessant ist weniger die einzelne Zahl als die strategische Stoßrichtung. Der VLE soll nicht nur ein weiteres Elektromodell sein, sondern ein Baustein in einer neuen Fahrzeugkategorie. Zwischen Van, Limousine und Shuttle entsteht ein Segment, das sich bewusst nicht festlegen will.

Die nächsten Schritte sind bereits angekündigt. Für 2027 plant Mercedes eine verlängerte Version mit mehr Innenraum sowie eine Variante mit kleinerer Batterie, die den Einstiegspreis senken soll. Der VLE ist dabei, vertraute Fahrzeugkonzepte neu zu justieren – elektrisch, variabel und mit einem klaren Fokus auf Komfort.

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