Elektrisch, inklusiv, einsatznah: Der Kia PV5 mit Umbau von AMF-Bruns
Der PV5 ist Kias bislang leichtestes vollelektrisches Nutzfahrzeug. Das zahlt sich aus, denn geringes Gewicht verbessert Reichweite und Handling gleichermaßen. Mit bis zu 412 Kilometern Aktionsradius je nach Batteriegröße bleibt der Van auch für längere Schichten oder den ländlichen Raum interessant. Der Elektromotor leistet 89 kW, der Energieverbrauch liegt bei 19,2 kWh pro 100 Kilometer.
AMF Bruns schafft einen modularen Innenraum
Mit dem PV5 hat Kia schon den Titel „Van of the Year“ erhalten, der stylische Van kam bei den Juroren gut an. Der PV5 wird sicherlich auch manchen Taxi-Unternehmer überzeugen. Für Taxler, die ein Inklusionstaxi suchen, ist aber weniger das futuristische Design entscheidend als vielmehr das, was AMF-Bruns aus dem Fahrzeug macht: Ein Universalfahrzeug, das auf Flexibilität und Alltagstauglichkeit zielt.
AMF-Bruns setzt beim Umbau auf ein modulares Konzept. Die Basis bildet ein Heckausschnitt mit rutschfester Auffahrrampe, die sich dank EasyUse-Funktion ohne Kraftaufwand bedienen lässt. Schon hier zeigt sich der Anspruch, Technik nicht auszustellen, sondern nutzbar zu machen. Der Rollstuhlplatz kann wahlweise in der dritten Reihe im Heck oder in der zweiten Reihe angeordnet werden. Letztere Variante integriert den Fahrgast mitten ins Geschehen.
Der Zugang zur dritten Reihe bleibt dabei unkompliziert. Ein Sitz am Seiteneinstieg lässt sich nach vorn kippen, was den Weg freimacht. Für Taxiunternehmen, die zwischen Rollstuhl- und Mehrpersonenbetrieb wechseln, spielt die optionale EasyFlex-Rampe eine zentrale Rolle. Sie klappt nach dem Einfahren des Rollstuhls ins Fahrzeuginnere und gibt den Kofferraum vollständig frei. In Kombination mit optionalen Dreh-Klappsitzen in der dritten Reihe entsteht ein Innenraum, der sich situativ anpassen lässt: mal XXL-Rollstuhlbereich, mal Platz für bis zu sieben Personen.
DIN- und ISO-Norm erfüllt
Sicherheit ist dabei kein nachträglicher Gedanke. AMF-Bruns verbaut ein geprüftes Personen- und Rollstuhlrückhaltesystem, das DIN- und ISO-Normen erfüllt. Extra lange elektrische Gurte erleichtern die vordere Rollstuhlbefestigung, ohne den Ablauf zu verlangsamen. Optional ergänzt eine Kopf- und Rückenstütze das System.
Für den Taximarkt ist der umgebaute PV5 vor allem deshalb interessant, weil er mehrere Anforderungen zugleich bedient. Er fährt lokal emissionsfrei, erfüllt wachsende kommunale Vorgaben und bietet zugleich eine Lösung für barrierefreie Mobilität, die nicht nach Sonderfahrzeug aussieht. Der großzügige Fahrgastraum und die variable Sitzanordnung erleichtern die Disposition. Ein Fahrzeug, mehrere Einsatzzwecke – das bleibt ein zentrales Argument in Zeiten knapper Margen.
Für Taxiunternehmer eröffnet der Kia PV5 neue Spielräume. Für Fahrgäste bedeutet es vor allem eines: mitgenommen zu werden, ohne Umstände.
Wir werden Mitte Januar die Gelegenheit haben, den Kia PV5 ausgiebig zu testen – ein Testbericht zum stylischen und praktischen E-Van folgt.
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