Deutschlandticket plus: Streitpunkt Taxi
Patrick Meinhardt, sieht darin einen Schritt hin zu mehr Mobilitätsgerechtigkeit. Vor allem Menschen außerhalb der Ballungsräume und Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität könnten profitieren.
„Nur so lässt sich das Ziel der Mobilitätsgerechtigkeit für alle Verkehrsteilnehmer und in allen Regionen Deutschlands erreichen“, erklärte Meinhardt vor der Konferenz.
Finanzieren ließe sich ein erweitertes Ticket nach Vorstellung des Verbands aus dem Sondervermögen Infrastruktur. Die Milliardenmittel sollen ohnehin in den Ausbau und die Modernisierung des Verkehrs fließen. Der Verband sieht hier die Chance, nicht nur den klassischen Nahverkehr zu stärken, sondern auch Lücken in der Erreichbarkeit kleinerer Orte zu schließen.
Ob die Minister sich auf ein solches Modell einlassen, ist offen. Bislang steht das Deutschlandticket vor allem wegen seiner Finanzierung in der Diskussion. Bund und Länder ringen darum, wie die dauerhaft steigenden Kosten für das Deutschlandticket aufgeteilt werden sollen. Eine Einbeziehung von Taxifahrten würde die Rechnung zusätzlich verändern.
Die Debatte berührt eine Grundsatzfrage: Soll das Ticket in erster Linie den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn fördern – oder soll es ein Instrument sein, das die Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen sichert? Auf der Sonderkonferenz dürfte es dazu erste Antworten geben.
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