Alexander Sixt bekennt sich zum Taxigewerbe

Das Vorstandsmitglied des Mobilitätsdienstleisters Sixt betonte, dass er bei seinem Dienst Ride bewusst mit Taxizentralen zusammenarbeite und nicht gegen sie.

Alexander Sixt betonte, dass Sixt Ride bewusst Taxizentralen und damit Unternehmer einschließe und nicht an ihnen vorbei die Fahrer anspreche. (Foto: Dietmar Fund)
Alexander Sixt betonte, dass Sixt Ride bewusst Taxizentralen und damit Unternehmer einschließe und nicht an ihnen vorbei die Fahrer anspreche. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Der Großvater des heutigen Vorstandsmitglieds Alexander Sixt hat in der Nachkriegszeit als Taxiunternehmer für die Besatzungsmächte angefangen und den Funk ins Taxi gebracht. Dennoch versteht der Vermieter und Mobilitätsdienstleister Sixt nichts vom Taxigeschäft und wird es auch nicht verstehen. Deshalb arbeitet er bei seinem „gefahren-werden-Produkt“ Sixt Ride auch mit Taxizentralen zusammen und baut kein „Parallel-Netzwerk“ auf. Dieses überraschend klare Bekenntnis zur Taxi-Branche legte Alexander Sixt am 26. September 2019 bei der Veranstaltung Taxi Driving Innovation in Berlin ab. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen hatte sie in einer Event-Location nahe des zentralen Potsdamer Platzes organisiert.

Sixt junior sagte den versammelten Branchenvertretern und ihren Gästen, die im Februar 2019 auf den Markt gekommene App für die Autovermietung, das Carsharing und die Mobilität sorge nach sechs Monaten schon für eine Million Euro Umsatz pro Tag. Sie habe dem Taxi-Gewerbe Kunden vorwiegend aus dem Ausland und aus Übersee zugeführt, die es sonst nicht bekommen hätte.

Den partnerschaftlichen Ansatz der Zusammenarbeit mit dem Taxigewerbe wolle Sixt Ride fortführen, weil Sixt wisse, dass das Unternehmen das Taxigeschäft selbst nicht profitabel betreiben könne. An der Vermittlung der Taxifahrten verdiene man nichts, es würden lediglich die Unkosten für die Annahme von Kreditkarten weitergereicht, antwortete Alexander Sixt auf eine Frage aus dem Publikum.

Er rundete sein Bekenntnis zur Taxibranche mit einem Ratschlag ab: „Sehen Sie es mit einer gewissen Grundgelassenheit. Lassen Sie sich in punkto Digitalisierung und Partnerschaften nicht verrückt machen von den Idioten da draußen.“

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