Taxler können Überbrückungshilfe II beantragen

Über die Antragsplattform und nur mit Hilfe von Steuer-Fachleuten können auch Taxi- und Mietwagenunternehmer die Bundes-Zuschüsse für die Monate September bis Dezember 2020 beantragen.

Wie bei diesem Taxiunternehmen an einem Sonntag im Mai 2020 sind noch immer viele Taxifahrer ohne ausreichende Beschäftigung. (Foto: Dietmar Fund)
Wie bei diesem Taxiunternehmen an einem Sonntag im Mai 2020 sind noch immer viele Taxifahrer ohne ausreichende Beschäftigung. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Seit dem 21. Oktober 2020 und bis zum 31. Dezember 2020 können kleine und mittelständische Unternehmer sowie Soloselbstständige und Freiberufler Zuschüsse für die betrieblichen Fixkosten als Überbrückungshilfe II für die Monate September bis Dezember 2020 beantragen. Sie müssen nicht zurückgezahlt werden. Darauf weist der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hin.

Wie bei der Überbrückungshilfe I muss der Antrag über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden. Einige Bedingungen haben sich aber geändert. Die Antragsteller müssen nun entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten zwischen April und August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten nachweisen oder einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 30 Prozent zwischen April und August 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Gestrichen wurde die bisherige Deckelung auf 9.000 beziehungsweise 15.000 Euro. Die Förderung wird jetzt schon bei etwas niedrigeren Umsatzeinbrüchen gezahlt. So gibt es 90 Prozent der Fixkosten jetzt schon ab einem Umsatzeinbruch von 70 statt 80 Prozent und 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent. Den Zuschuss von 40 Prozent der Fixkosten gibt es ab 30 Prozent Umsatzeinbruch und nicht erst ab 40 Prozent Umsatzeinbruch. Die Personalkostenpauschale von 10 Prozent der förderfähigen Kosten wird auf 20 Prozent erhöht.

Laut dem Taxi-Bundesverband setzt sich die Bundesregierung dafür ein, die Hilfen über den Jahreswechsel hinaus zu verlängern. Der Verband findet die Überbrückungshilfe II zwar begrüßenswert, doch greife auch das neue Programm bei Taxi- und Mietwagenunternehmern nicht ausreichend. Ihre hohen Personalkosten, Versicherungsprämien und Fahrzeug-Finanzierungskosten würden weiterhin nicht angemessen berücksichtigt.

Die Antragsplattform für die verlängerte „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ ist auf der Internetseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de zu finden. Dort findet man nicht nur den Antrag, sondern auch viele Vorinformationen, die für die Antragstellung wichtig sind.

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