Plug-in-Hybride waren als Taxi wohl doch zu teuer

Die neueste Taxi-Preisliste von Mercedes-Benz birgt Preissenkungen für die Plug-in-Hybride der E-Klasse sowie Preiserhöhungen für andere Modelle.

Wer unbedingt viel Geld für einen Plug-in-Hybriden ausgeben möchte, kann beim E 300de jetzt immerhin 2.000 Euro sparen. Ein Taxi-Foto von der aktuellen E-Klasse hat sich der Mercedes-Benz  Cars Vertrieb Deutschland bisher gespart. (Foto: Dietmar Fund)
Wer unbedingt viel Geld für einen Plug-in-Hybriden ausgeben möchte, kann beim E 300de jetzt immerhin 2.000 Euro sparen. Ein Taxi-Foto von der aktuellen E-Klasse hat sich der Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland bisher gespart. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Mit der Taxi-Preisliste vom 23. Oktober 2020 hat Mercedes-Benz die Preise für die mit einem Dieselmotor ausgestatteten Plug-in-Hybride der E-Klasse namens E 300de um 2.000 Euro netto gesenkt. Dies gilt sowohl für die Limousine als auch für den T-Modell genannten Kombi.

Als Sondermodell „Das Taxi“ kostet die Hybrid-Limousine seither 46.395 Euro (Preise ohne MwSt.), während der Kombi auf 48.495 Euro kommt. Auch unter Berücksichtigung der staatlichen Förderung für die Plug-in-Hybride, die eine Systemleistung von 225 kW/306 PS bieten, bleibt also noch ein stattlicher Preisunterschied zum E 220d und erst recht zum E 200d.

Taxi- und Mietwagenunternehmer sollten bedenken, dass die in der Anschaffung noch immer teuren Kurzzeit-Stromer allenfalls in einem Betrieb Sinn machen, der sie zwischendurch oder über Nacht stundenlang laden kann. Eine Schnellladung ist nämlich wie bei anderen Plug-in-Hybriden nicht vorgesehen. In Kauf nehmen müssen die Käufer der Plug-in-Hybriden auch, dass der Kofferraum durch das hoch aufragende Akku-Paket nicht nur deutlich kleiner wird, sondern auch schwerer voll geladen werden kann.

Bei den Brot-und-Butter-Taxis der B-Klasse ist neu, dass der B 180 d als Sondermodell „Das Taxi“ nun das 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe als Automatik bekommt, das der B 200 d schon bisher hatte. Das macht das kompakte Taxi-Modell 100 Euro teurer. Jeweils um 400 Euro wurden alle sechs Varianten des Großraumtaxis Vito Tourer teurer, während der Preis der vier V-Klasse-Varianten um jeweils 500 Euro gestiegen ist.

Die Taxi- und Mietwagen-Individualausstattungen für die S-Klasse sind sang- und klanglos entfallen. Laut dem Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. ist nach dem Modellwechsel keine Vorrüstung für den Einsatz als Taxi oder Mietwagen mehr vorgesehen. Obwohl der Verband die Zulassung von Mietwagen ohne Wegstreckenzähler und Notalarmanlage per Ausnahmegenehmigung politisch bekämpft, sieht der Hersteller dafür noch einen 15prozentigen Nachlass auf den Kaufpreis vor und der Verband weist auch brav auf ihn hin.

Für die Elektro-Variante der V-Klasse namens EQV werden bereits bescheidene drei Prozent Nachlass ausgelobt, obwohl er noch nicht als Mietwagen verfügbar ist. Nachlass-Angaben zum Neunsitzer eVito Tourer gibt es noch nicht.

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