Xpeng: Erstes Serien-Robotaxi läuft in Guangzhou vom Band

Xpeng startet die Produktion eines Level-4-Robotaxi auf GX-Basis. Pilotbetriebe sollen im zweiten Halbjahr 2026 folgen.

Xpeng will das Fahrzeug zunächst in Pilotbetrieben einsetzen und die Technik im öffentlichen Straßenverkehr weiter validieren. | Foto: Xpeng
Xpeng will das Fahrzeug zunächst in Pilotbetrieben einsetzen und die Technik im öffentlichen Straßenverkehr weiter validieren. | Foto: Xpeng
(erschienen bei VISION mobility von Alina Venediktova)

Xpeng hat in Guangzhou sein erstes in Serie gefertigtes Robotaxi vorgestellt. Das Fahrzeug basiert auf der GX-Plattform und wurde vollständig intern entwickelt. Es ist für autonomes Fahren nach Level 4 ausgelegt und soll im zweiten Halbjahr 2026 in Pilotbetrieben eingesetzt werden.

Vier Chips und kamerabasierter Ansatz

Das Robotaxi nutzt vier selbst entwickelte Turing-AI-Chips. Sie liefern zusammen eine Rechenleistung von 3.000 TOPS. Auf Lidar und hochauflösende Karten verzichtet Xpeng . Stattdessen setzt das Unternehmen auf ein rein kamerabasiertes System.

Die Entscheidungen im Fahrzeug steuert dem Anbieter zufolge das End-to-End-Modell VLA 2.0. Xpeng gibt an, dass dieses Modell den sonst üblichen Übersetzungsschritt klassischer Vision-Language-Action-Architekturen auslasse. Dadurch soll die Reaktionszeit des Systems auf unter 80 Millisekunden sinken.

Pilotbetrieb im zweiten Halbjahr 2026

Im Januar 2026 erhielt Xpeng eine Testgenehmigung für intelligente vernetzte Fahrzeuge in Guangzhou. Damit begann der Anbieter mit regelmäßigen Level-4-Tests auf öffentlichen Straßen. Im März 2026 richtete das Unternehmen zusätzlich eine Robotaxi-Geschäftseinheit ein.

Diese Einheit soll Produktdefinition, Entwicklungstests und Betrieb bündeln. Im zweiten Halbjahr 2026 will Xpeng Pilotbetriebe starten. Dabei sollen technische Machbarkeit, Nutzerakzeptanz und Geschäftsmodell geprüft werden.

Betrieb ohne Sicherheitsfahrer geplant

Anfang 2027 strebt Xpeng vollautonome Einsätze ohne Sicherheitsfahrer vor Ort an. Für die Einbindung weiterer Dienste will das Unternehmen ein Robotaxi-Software-Development-Kit öffnen. Amap soll erster globaler Ökosystempartner werden.

Der Innenraum des Fahrzeugs ist auf Fahrgäste ausgerichtet. Genannt werden unter anderem Sichtschutzglas, Komfortsitze, Bildschirme im Fond und eine Sprachassistenz zur Bedienung von Medien und Fahrzeugeinstellungen.

Was bedeutet das?

Das Serien-Robotaxi bleibt zunächst ein technologischer Schritt, aber noch kein unmittelbar belastbares Betriebsmodell. Entscheidend wird sein, ob Xpeng die angekündigten Pilotbetriebe stabil, sicher und ohne Sicherheitsfahrer skalieren kann. Bis dahin ist das Fahrzeug vor allem ein Signal: Die Robotaxi-Entwicklung rückt von der Erprobung näher an den industriellen Betrieb heran.(Quelle: Xpeng)

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