Premiere für autonome Fahrzeuge: Pilotprojekt „Kira“ im ÖPNV gestartet

(dpa/lhe) Autonom fahren per App – das Pilotprojekt „Kira“ bringt erstmals selbstfahrende Autos in den Linienverkehr. Südhessen testet, was bald überall Alltag werden könnte.

Das autonomes Testfahrzeug steht bereit für den Einsatz im Pilotprojekt Kira in Südhessen. | Foto: Oliver Lang via dpa
Das autonomes Testfahrzeug steht bereit für den Einsatz im Pilotprojekt Kira in Südhessen. | Foto: Oliver Lang via dpa

In Langen (Landkreis Offenbach) startet am Montag das Pilotprojekt „Kira“, das den Einsatz autonomer Autos im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erprobt. An dem Projekt sind die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) beteiligt. Es ist das erste Mal bundesweit, dass Fahrgäste im ÖPNV in selbstfahrenden Fahrzeugen befördert werden.

Einsatzgebiet und Fahrzeuge 

Die Testfahrzeuge werden zunächst in Langen und Egelsbach eingesetzt. Geplant ist, das Projekt später auch auf Darmstadt auszudehnen. Zwei Autos sind aktiv im Einsatz, ein weiteres steht als Reserve bereit. Das Angebot wird zunächst nur für eine festgelegte Gruppe von Testpersonen verfügbar sein.

Sicherheitsmaßnahmen und Geschwindigkeit 

Die autonomen Fahrzeuge sind mit einem Sicherheitsfahrer ausgestattet, der bei Bedarf eingreifen kann. Sämtliche Fahrentscheidungen trifft jedoch das Fahrzeug selbst. In der Stadt fahren die Autos mit bis zu 50 Kilometern pro Stunde, auf Landstraßen sind bis zu 100 Kilometer pro Stunde möglich.

On-Demand-Verkehr per App 

Das Projekt „Kira“ steht für „KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre“. Fahrgäste können die Fahrzeuge per App auf Abruf bestellen, ähnlich wie bei bekannten Fahrdienst-Plattformen. Die Deutsche Bahn verfolgt mit dem Projekt das Ziel, den ÖPNV durch flexible und bedarfsgerechte Angebote zu ergänzen.

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