Ranking der weltweiten Taxi-Kosten 2026: In welchen Städten ist das Taxi am teuersten?

Bereits im zehnten Jahr veröffentlicht das Deutsche Bank Research Institute die Studie „Mapping the World’s Prices“. Auch im Jahr 2026 werden unter anderem die weltweiten Taxi-Preise verschiedener Hauptstädte verglichen.

Symbolbild: Winterliche Straßenszene mit Taxis in Manhattan. New York liegt 2026 mit 13,90 US-Dollar auf Platz 22 der internationalen Taxipreis-Rangliste. Bild: KI-generiert
Symbolbild: Winterliche Straßenszene mit Taxis in Manhattan. New York liegt 2026 mit 13,90 US-Dollar auf Platz 22 der internationalen Taxipreis-Rangliste. Bild: KI-generiert

Insgesamt werden in der Auflistung 69 internationale Städte auf sechs Kontinenten betrachtet. Für die Taxikosten wurde jeweils eine Taxifahrt im Normaltarif mit initialen Kosten plus fünf Kilometer Fahrtstrecke zu Grunde gelegt, wobei die Analyse alle Kosten in US-Dollar (USD) ausweist (1 USD entspricht aktuell 0,87 Euro). Umso teurer eine Stadt ist, umso höher steigt sie im Ranking.

Deutschland: Frankfurt verteuert sich, München bleibt teuer

Für Deutschland zeigt die Studie ein gemischtes Bild. München bleibt mit 22,2 US-Dollar für eine Standardfahrt über fünf Kilometer die teuerste deutsche Stadt und belegt weltweit Rang sieben. Gegenüber 2025 verliert die bayerische Landeshauptstadt einen Platz, obwohl der Fahrpreis leicht um 0,1 US-Dollar steigt. Berlin bleibt auf Rang acht des globalen Rankings trotz eines Preisrückgangs um 0,4 US-Dollar.

Am stärksten fällt die Entwicklung in Frankfurt aus. Dort steigen die Kosten um einen US-Dollar auf 16,0 US-Dollar. Dadurch steigt die Mainmetropole im weltweiten Vergleich um vier Plätze auf Rang 15. Für Fahrgäste bedeutet das allerdings vor allem eines: Taxifahren ist in Frankfurt um circa sieben Prozent teurer geworden als im Vorjahr.

Die drei deutschen Städte stehen wie folgt im Ranking (in Klammern sind jeweils die Veränderungen zum Vorjahr angegeben):

  • München – 7. Platz mit 22,2 USD (-1 Platz | +0,1 USD)
  • Berlin – 8. Platz mit 20,9 USD (+0 Plätze | -0,4 USD)
  • Frankfurt – 15. Platz mit 16,0 USD (+4 Plätze | +1,0 USD)

Europa: Hohe Preise bleiben die Regel

Europa bleibt auch 2026 die mit Abstand teuerste Taxiregion der Welt. Die ersten zehn Plätze des weltweiten Rankings werden ausschließlich von europäischen Städten belegt. Erst auf Rang elf folgt mit Tokio die erste außereuropäische Metropole. An der Spitze des weltweiten und europäischen Rankings bleibt Zürich vor Genf und Luxemburg.

Innerhalb Europas kommt es jedoch auch zu Verschiebungen. Besonders deutlich fällt der Aufstieg Helsinkis aus. Die finnische Hauptstadt steigt um fünf Plätze auf Rang vier und verzeichnet mit einem Plus von 2,8 US-Dollar zugleich den stärksten Kostenanstieg unter den Spitzenreitern. Wien rückt um zwei Plätze auf Rang 14 hoch, die Kosten steigen hier um 0,5 US-Dollar auf 16,3 US-Dollar.

Ein besserer Rang ist allerdings nicht automatisch das Ergebnis höherer Fahrpreise. Mehrere Städte gewinnen Plätze, obwohl Taxifahrten dort günstiger geworden sind. Luxemburg verbessert sich trotz eines Preisrückgangs um 0,4 US-Dollar um zwei Positionen. Ähnlich entwickelt sich San Francisco, das ebenfalls zwei Plätze gewinnt, obwohl der Fahrpreis leicht sinkt. Hintergrund sind noch stärkere Preisrückgänge in anderen Städten.

    Zu den größten Gewinnern zählt außerdem Barcelona. Die spanische Metropole steigt um acht Plätze und gehört inzwischen zu den 20 teuersten Taxistädten weltweit. Dagegen fallen London, Amsterdam und Oslo im internationalen Kostneranking.

     Top 10 teuerste Städte Europas (Taxikosten 2026)

    • Zürich – 1. Platz mit 32,0 USD (+0 Plätze | +0,7 USD)
    • Genf – 2. Platz mit 27,6 USD (+0 Plätze | +0,6 USD)
    • Luxemburg – 3. Platz mit 25,2 USD (+2 Plätze | -0,4 USD)
    • Helsinki – 4. Platz mit 23,0 USD (+5 Plätze | +2,8 USD)
    • London – 5. Platz mit 22,2 USD (-1 Platz | -0,2 USD)
    • Amsterdam – 6. Platz mit 22,2 USD (-1 Platz | +0,1 USD)
    • München – 7. Platz mit 22,2 USD (-1 Platz | +0,1 USD)
    • Berlin – 8. Platz mit 20,9 USD (+0 Plätze | -0,4 USD)
    • Oslo – 9. Platz mit 20,6 USD (-2 Plätze | -0,8 USD)
    • Mailand – 10. Platz mit 19,5 USD (+1 Platz | +1,0 USD)

    Am anderen Ende der Tabelle bleibt das Bild weitgehend unverändert. Die günstigsten Taxistädte Europas liegen weiterhin in Süd- und Osteuropa. Warschau, Lissabon und Athen bilden erneut das Schlusslicht des europäischen Preisvergleichs. Gleichzeitig holen Städte wie Budapest und Prag spürbar auf, was auf überdurchschnittliche Tarifsteigerungen im Vergleich zu vielen anderen europäischen Metropolen hindeutet.

    Top 10 günstigste Städte Europas (Taxikosten 2026, günstigste Stadt zuerst)

    • Warschau – 44. Platz mit 9,3 USD (+0 Plätze | +0,1 USD)
    • Lissabon – 43. Platz mit 9,6 USD (+1 Platz | -0,5 USD)
    • Athen – 42. Platz mit 10,0 USD (-3 Plätze | -0,1 USD)
    • Budapest – 37. Platz mit 10,7 USD (+6 Plätze | +1,4 USD)
    • Vilnius – 35. Platz mit 11,0 USD (-2 Plätze | -0,2 USD)
    • Prag – 34. Platz mit 11,2 USD (+7 Plätze | +0,2 USD)
    • Madrid – 30. Platz mit 11,6 USD (+0 Plätze | +0,4 USD)
    • Dublin – 25. Platz mit 13,0 USD (+1 Platz | -0,2 USD)
    • Brüssel – 23. Platz mit 13,2 USD (-9 Plätze | -3,1 USD)
    • Barcelona – 20. Platz mit 13,9 USD (+8 Plätze | +1,4 USD)

    Weltweit: Preisentwicklung driftet auseinander

    Während sich an der Weltspitze kaum etwas verändert, nimmt die Dynamik im übrigen Ranking deutlich zu. Besonders im Mittelfeld verschieben sich die Platzierungen teils erheblich – ein Zeichen dafür, dass sich die Taxitarife international sehr unterschiedlich entwickeln. Außerhalb Europas zeigen sich die größten Preisbewegungen vor allem in Asien, Afrika und Südamerika.

    Kapstadt verbessert sich um sieben Plätze (+1,9 USD), Kuala Lumpur gewinnt sechs Ränge hinzu (+1,0 USD), während Melbourne vier Plätze (+1,0 USD) und Riad zwei Plätze (+0,2 USD) zulegen. Trotz weiterhin vergleichsweise hoher Taxikosten verliert Seoul zehn Plätze (-1,6 USD). Ebenfalls deutlich nach unten geht es für Buenos Aires (-7 Plätze, -2,5 USD), Doha (+3 Plätze, -1,3 USD) und Los Angeles (-1 Platz, -0,3 USD).

    Insgesamt zeigt das Ranking, dass sich die weltweiten Taxitarife zunehmend auseinanderentwickeln. Für Fahrgäste bedeutet ein Aufstieg im Ranking in der Regel höhere Fahrtkosten, aus Sicht des Taxigewerbes spiegelt die Entwicklung häufig den wachsenden Kosten- aber auch Preisdruck wider.

    Top 10 höchste Taxikosten weltweit (Taxikosten 2026 ohne Europa)

    • Tokio – 11. Platz mit 18,5 USD (-1 Platz | -1,6 USD)
    • San Francisco – 19. Platz mit 14,3 USD (+2 Plätze | -0,2 USD)
    • Doha – 26. Platz mit 12,9 USD (+3 Plätze | -1,3 USD)
    • Riad – 27. Platz mit 12,5 USD (+2 Plätze | +0,2 USD)
    • Los Angeles – 28. Platz mit 12,4 USD (-1 Platz | -0,3 USD)
    • Sydney – 31. Platz mit 11,4 USD (+1 Platz | +0,1 USD)
    • Melbourne – 32. Platz mit 11,4 USD (+4 Plätze | +1,0 USD)
    • Boston – 33. Platz mit 11,4 USD (-2 Plätze | ±0,0 USD)
    • Vancouver – 35. Platz mit 10,8 USD (-2 Plätze | -0,1 USD)
    • Hongkong – 38. Platz mit 10,4 USD (+0 Plätze | +0,2 USD)

    Top 10 niedrigste Taxikosten weltweit (Taxikosten 2026 ohne Europa, günstigste Stadt zuerst)

    • Kairo – 69. Platz mit 1,4 USD (+0 Plätze | +0,0 USD)
    • Mumbai – 68. Platz mit 1,9 USD (+0 Plätze | +0,1 USD)
    • Manila – 67. Platz mit 1,9 USD (-2 Plätze | -0,4 USD)
    • Jakarta – 66. Platz mit 2,2 USD (+1 Platz | -0,1 USD)
    • Delhi – 65. Platz mit 2,4 USD (+1 Platz | +0,1 USD)
    • Bangalore – 64. Platz mit 2,4 USD (+0 Plätze | -0,4 USD)
    • Peking – 63. Platz mit 3,6 USD (+0 Plätze | -0,1 USD)
    • Shanghai – 62. Platz mit 4,4 USD (-1 Platz | +0,2 USD)
    • Mexiko-Stadt – 61. Platz mit 4,8 USD (+1 Platz | +1,0 USD)
    • Santiago – 60. Platz mit 5,0 USD (+0 Plätze | +0,4 USD)

    Der Preisunterschied zwischen der teuersten und der günstigsten Stadt der Studie ist enorm: Während eine Standardfahrt über fünf Kilometer in Zürich durchschnittlich 32,0 US-Dollar kostet, werden in Kairo dafür lediglich 1,4 US-Dollar fällig. Damit ist dieselbe Taxifahrt in der Schweizer Metropole fast 23-mal so teuer wie in der ägyptischen Hauptstadt.

    (Quelle: Mapping the World's Prices - 2026, Page 61, Deutsche Bank Research Institute (Jim Reid, Global Head of Macro and Thematic Research and Galina Pozdnyakova, Research Analyst), 13 July 2026)

    Ranking der weltweiten Taxi-Kosten 2025: In welchen Städten ist das Taxi am teuersten?

    News vom 12.05.2026 von Kathrin Köstner

    Das Deutsche Bank Research Institute veröffentlichte Mitte des Jahres die Studie „Mapping the World’s Prices – 2025“. Darin werden unter anderem die weltweiten Taxi-Preise verschiedener Hauptstädte verglichen.

    Die Untersuchungen zeigen, dass eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in den Städten Zürich, Paris, Luxemburg und Genf zu den teuersten weltweit zählt. In den USA liegen New York und San Francisco zwar ebenfalls im oberen Bereich, aber deutlich weiter hinten im Ranking. Dies wird in der Studie als möglicher Hinweis auf einen bereits stärker etablierten, app-basierten Ride-Hailing-Markt gewertet.

    Vollständiges Top 25 Hauptstädte-Ranking globaler Taxi-Kosten 2025

    Das Ranking bezieht sich auf eine Taxifahrt bestehend aus Grundgebühr plus fünf Kilometern Fahrstrecke im Normaltarif (Preise in der Studie ursprünglich in US-Dollar).

    1. Zürich ~24,22 €
    2. Paris ~23,36 €
    3. Luxemburg ~22,49 €
    4. Genf ~22,49 €
    5. London ~20,76 €
    6. Mailand ~19,03 €
    7. Brüssel ~19,03 €
    8. Amsterdam ~18,17 €
    9. München ~18,17 €
    10. Kopenhagen ~17,30 €
    11. Tokio ~16,44 €
    12. Stockholm ~15,57 €
    13. Berlin ~15,57 €
    14. Sydney ~15,57 €
    15. Edinburgh ~14,71 €
    16. Barcelona ~14,71 €
    17. Oslo ~13,84 €
    18. Dublin ~13,84 €
    19. Frankfurt ~13,84 €
    20. New York ~12,98 €
    21. Birmingham ~12,98 €
    22. Helsinki ~12,11 €
    23. Wien ~12,11 €
    24. San Francisco ~12,11 €
    25. Rom ~12,11 €

    Preisveränderungen in den vergangenen Jahren

    Zwischen 2012 und 2025 sind die Taxipreise in mehreren Städten deutlich gesunken. Vergleichsweise stark ist der Rückgang in Genf, gefolgt von Tokyo und Oslo, die 2025 sogar unter ihrem Preisniveau von 2012 liegen. Genf führte das Ranking 2012 noch an und liegt nun auf den vierten Platz. In anderen Städten kam es hingegen zu sehr deutlichen Preissteigerungen. Am stärksten erhöhten sich die Preise etwa in Paris, Mailand, Brüssel und Barcelona. London, München, Stockholm und viele weitere Städte verzeichnen ebenfalls steigende Kosten. Langfristig dominieren in der Breite deutlich Preissteigerungen das Geschehen.

    Deutschland: Teure Städte im Mittelfeld der Top 25

    Die genannten drei deutschen Städte – Berlin, München und Frankfurt – liegen im internationalen Vergleich im mittleren Bereich der Top 25 der teuersten Städte. Auch hier zeigen sich teils deutliche Preissteigerungen gegenüber 2012. München und Berlin bewegen sich etwas näher am oberen Mittelfeld, bleiben aber bei den Taxi-Preisen deutlich unter den Spitzenwerten etwa von Zürich, Paris, Luxenburg oder Genf.

    Weitere Auffälligkeiten im Datenvergleich

    Zürich, Genf, Wien, San Francisco und Rom zeigen in der Gesamtbetrachtung verhältnismäßig geringe Preis-Schwankungen zwischen 2012 und 2025. Deutlich volatilere Veränderungen finden sich bspw. in London, Stockholm, Edinburgh und Birmingham, die teils kräftige Preisrückgänge und danach Anstiege aufweisen.

    Mailand und Brüssel zählen zu den größten Aufsteigern: Beide Städte lagen 2012 noch im Mittelfeld und gehören 2025 mit zu den teuersten Taxi-Standorten. Bemerkenswert ist zudem die Preisspanne innerhalb Europas: Zwischen der teuersten Stadt (Zürich, ~24 EUR) und der günstigsten (Rom, ~12 EUR) der Top 25-Städte besteht 2025 ein Taxipreisunterschied von rund 100 Prozent.

    Studienergebnisse mit Vorsicht interpretieren

    Die ausgewerteten Taxidaten sind laut Deutscher Bank besonders volatil. Gründe dafür werden in den starken Marktveränderungen der vergangenen Jahre vermutet, in denen traditionelle Taxiunternehmen verstärkt mit digitalen Fahrdienstvermittlern wie Ride Hailing-Diensten bis hin zu Robotaxi-Betreibern konkurrieren müssen. Aufgrund der auffälligen Preisschwankungen empfehlen die Autoren der Studie, bei der Einordnung der Ergbnisse zu dieser Thematik entsprechende Vorsicht walten zu lassen. (Quelle: Deutsche Bank Research Institute, Mapping the World's Prices - 2025, Seite 19)

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