Warum Hamburgs Sechs-Euro-Taxis noch nicht ausgelastet sind
Hamburgs Verkehrsversuch „Huus – Na Huus, to de Bahn“ wird bislang noch nicht vollständig ausgeschöpft. Wie die Hamburger Verkehrsbehörde sowie die beteiligten Unternehmen Hansa-Taxi und Freenow by Lyft nach mehr als 100 Tagen Projektlaufzeit mitteilten, bleibe die Nachfrage derzeit hinter den verfügbaren Kapazitäten zurück. Dennoch bewerten die Beteiligten den Start des Angebots als erfolgreich und rechnen insbesondere im Herbst und Winter mit einer steigenden Nutzung.
Seit dem 14. April können Fahrgäste in ausgewählten Hamburger Randgebieten Taxifahrten zum Festpreis von sechs Euro buchen. Das Angebot ermöglicht Fahrten zur nächstgelegenen Bahnstation oder von dort nach Hause. Die Buchung erfolgt über die Apps von Hansa-Taxi und Freenow by Lyft.
Nachfrage soll saisonal steigen
Nach Angaben der Verkehrsbehörde sei das Projekt erfolgreich angelaufen, auch wenn die verfügbaren Fahrten bislang nicht vollständig ausgelastet seien.
Hansa-Taxi erwartet nach Unternehmensangaben spätestens ab Herbst eine deutliche Zunahme der Nachfrage auf mehr als 1.000 Fahrten pro Monat. Auch Freenow by Lyft verweist auf ein vorhandenes Interesse am Angebot. Dem Unternehmen zufolge zeigen Suchanfragen innerhalb der App insbesondere im Norden Hamburgs einen erhöhten Bedarf an einer verlässlichen Anbindung an den Schienenverkehr.
Angebot zunächst auf ausgewählte Gebiete begrenzt
Das Angebot steht sonntags bis donnerstags in der Regel zwischen 21.00 und 0.30 Uhr zur Verfügung. Freitags, samstags sowie an Abenden vor Feiertagen können Fahrten zwischen 21.00 und 5.00 Uhr gebucht werden.
Mit dem Verkehrsversuch soll die Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs in Hamburger Randgebieten verbessert werden. Das Angebot beschränkt sich zunächst auf Gebiete im Westen, Nordosten und Südosten der Hansestadt. Dazu zählen unter anderem die Bahnstationen Blankenese, Rissen, Poppenbüttel und Bergedorf. Über eine mögliche Ausweitung des Projekts will die Verkehrsbehörde zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. (Quelle: dpa)
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