Keine Bewegung bei der Fachkunde-Prüfung: TMV kritisiert die Politik scharf

In einem offenen Brief äußert der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland deutliche Kritik an Verkehrsminister Wissing und seinem NRW-Länder-Kollegen Krischer.

Thomas Kroker (li.) und Patrick Meinhardt beklagen das Mangelnde Interesse der Verkehrsministerkonferenz für die Belange der Taxi-Branche.| Foto: TMV
Thomas Kroker (li.) und Patrick Meinhardt beklagen das Mangelnde Interesse der Verkehrsministerkonferenz für die Belange der Taxi-Branche.| Foto: TMV
Thomas Kanzler

Mittlerweile sei das Thema „Kleine Fachkunde“ sogar von der umfangreichen Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz gestrichen worden.

„Wir haben als Taxi- und Mietwagenverband vor über drei Jahren unsere Vorschläge eingebracht, fast vor einem Jahr gab es dann die letzte Runde unter anderem mit den Verbänden und seither ist absolute Funkstille“ erklärt der Präsident des TMV, Thomas Kroker. „Wir halten dieses Vorgehen für unverantwortlich und unfair gegenüber allen mittelständischen Unternehmen der Taxi- und Mietwagenbranche.“

Nach dem Ende der Ortskundeprüfung vor drei Jahren schwinde die Unterstützung für die kleine Fachkunde immer weiter. Kroker und TMV-Geschäftsführer Patrick Meinhardt beklagen, dass die Verkehrsministerkonferenz es versäumt habe, Beschlüsse, die seit Frühjahr letzten Jahres, mindestens jedoch seit der Herbstkonferenz des vergangenen Jahres überfällig gewesen seien, weiter auf die lange Bank schiebe. Zudem zweifle der TMV mittlerweile am Interesse der Verkehrsministerkonferenz an den Taxi-Themen.

„Unsere Geduld als TMV ist auch am Ende“, betont Meinhardt. „Wir erwarten von Ihnen (der Verkehrsministerkonferenz – Anmerkung der Red.) jetzt, dass Sie baldmöglichst die Verbände zusammenrufen und verbindlich erklären, wohin aus Ihrer Sicht eigentlich die Reise hingehen soll. Ob dies dann deckungsgleich mit dem ist, was wir als Verbände noch gutheißen und unterstützen können, sei dahingestellt.“

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