Konzertierte Aktion führt zu Impf-Taxis in Halle

Die Taxigenossenschaft und der Ostdeutsche Sparkassenverband haben mit Unterstützung der Stadt Halle, der Stadtwerke und der Saalesparkasse vereinbart, dass zunächst ab 90 Jahre alte Impflinge für die Taxi-Fahrt zum Impfzentrum und zurück insgesamt 20 Euro ersetzt bekommen.

Die Taxizentrale hat für die Taxifahrer in Halle an der Saale ein Projekt namens Impf-Taxi mit ins Leben gerufen. (Foto: Dietmar Fund)
Die Taxizentrale hat für die Taxifahrer in Halle an der Saale ein Projekt namens Impf-Taxi mit ins Leben gerufen. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Nach Vorgesprächen zwischen der Taxi & Mietwagengenossenschaft Halle/S. e.G.  und Ostdeutschen Sparkassenverband Mitte 2020 haben die beiden Initiatoren zusammen mit der Stadt Halle an der Saale, deren Stadtwerken und der Saalesparkasse zum 25. Januar 2021 das Projekt „Impf-Taxi“ umgesetzt. Es sieht vor, dass Sponsoren für ältere Bürgerinnen und Bürger, die per Taxi zum Corona-Impfzentrum fahren, von der Hin- und der Rückfahrt je 10 Euro übernehmen, zusammen also 20 Euro. Diese Regelung gilt zunächst für über 90-Jährige. Das schrieb der Vorstandsvorsitzende der Taxi-Genossenschaft, Winfried Bahr, auf Anfrage von taxi heute.

Wie Bahr berichtet, hat er zunächst über seinen Ansprechpartner Daniel Hennig beim Ostdeutschen Sparkassenverband die Zusage von dessen Geschäftsführendem Präsidenten Dr. Michael Ermrich erhalten, das Projekt zu unterstützen. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Matthias Lux, Geschäftsführer der Stadtwerke Halle, hätten ebenfalls kurzfristig ihre Unterstützung zugesagt. Bahr geht davon aus, dass der Saalekreis nachzieht.

Der Landrat des Saaleskreises hat am 21. Januar 2021 mitgeteilt, dass die Gemeinden bei der Organisation von Impffahrten unterstützen und sie organisieren sollen. Sie könnten dabei eigenständig über das Transportmittel entscheiden. Dafür stellte die Saalesparkasse dem Landkreis 37.500 Euro zur Verfügung. Alle Gemeinden im Landkreis erhielten jeweils 2.500 Euro.

„Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist derzeit ein Risiko für ältere Menschen, nicht jeder kann auf einen eigenen Pkw zurückgreifen“, schreibt der Zentralen-Chef. „Es ist einfach nur lächerlich, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sich in dieser Richtung nicht mit dem Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. in Verbindung setzt, um alle Mitbürger über 65 Jahren zum Impfzentrum zu befördern. Hier sollten alle Bundesländer, nicht nur einzelne, den Schritt nach vorne machen, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.“

Eine Verordnung einer Krankenbeförderung könnten zwar viele ältere Mitbürger bekommen, doch müsse man dazu erst den Hausarzt besuchen und eine Zusage der Krankenkasse für die sitzende Krankenbeförderung einholen.

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