Berliner Taxler demonstrieren Einigkeit

Gut einen Monat vor der Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens hat das Berliner Taxigewerbe seiner Drohung Taten folgen lassen und am Montag die Flughäfen Tegel und Schönefeld sowie den Hauptbahnhof boykottiert.
[node:title]

Zum Streik aufgerufen hatten in seltener Einigkeit alle Berliner Taxiverbände (wir berichteten). Sie fordern einen einheitlichen Taxitarif für Fahrten von und zum neuen Hauptstadt-Airport sowie eine Abschaffung der vom dort künftig tätigen Taxi-Koordinator APCOA anberaumten Service-Gebühr in Höhe von 1,50 Euro pro Anfahrt, die auf die Fahrgäste umgelegt werden soll.

Verlässliche Infos darüber, wie viele Fahrer und Unternehmer sich genau an den Protestaktionen am Montag beteiligten, gibt es nicht. Die Schätzungen reichen von rund 600 bis hin zu 3.000 Taxis.

Für Aufmerksamkeit haben die Kollegen in der Hauptstadt mit ihrer Aktion auf jeden Fall gesorgt. Ob der Senat und der Flughafenbetreiber nun aber tatsächlich einlenken werden, ist unklar.

Verkehrssenator Michael Müller (SPD) versprach am Montag nach Angaben der Berliner Zeitung, mit dem Land Brandenburg über einen einheitlichen Tarif zu verhandeln.

An der Zusatz-Gebühr für Taxler am neuen Airport will der Betreiber aber festhalten. Die Taxiverbände haben weitere Streiks angekündigt, sollten ihre Forderungen nicht umgesetzt werden.

(sk)
Logobanner Liste (Views)