Hamburg: Flyer weist Taxi-Fahrgäste auf ihre Rechte hin

Die Hamburger Behörde für Mobilität und Verkehrswende und die Polizei haben wegen unsauber arbeitenden Taxifahrern einen Flyer entwickelt, der Fahrgäste in Deutsch und in Englisch auf ihre Rechte hinweist.

An manchen Brennpunkten Hamburgs nimmt die Qualität der Taxifahrenden nach Meinung der Verkehrsgewerbeaufsicht derzeit merklich ab. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
An manchen Brennpunkten Hamburgs nimmt die Qualität der Taxifahrenden nach Meinung der Verkehrsgewerbeaufsicht derzeit merklich ab. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Dirk Ritter, Leiter des Sachgebiets Aufsicht und Genehmigungen bei der Hamburger Behörde für Mobilität und Verkehrswende, hat in den letzten Monaten wieder verstärkt „Qualitätsdefizite“ bei einem Teil der Hamburger Taxiunternehmen und ihrem Fahrpersonal festgestellt. Als Schwerpunkte wurden dabei der Flughafen, das Vergnügungsviertel Reeperbahn und das Volksparkstadion ausgemacht. Dort würden verstärkt Fahrten abgelehnt oder es werde nicht nach Tarif gefahren. Deshalb werde man sich nun wieder schwerpunktmäßig mit der Qualität des Gewerbes beschäftigen müssen, schrieb Ritter den Vertretern des Taxigewerbes in der Hansestadt.

Ritters Behörde hat als erste Maßnahme zusammen mit der Polizei einen Flyer entwickelt, der Taxi-Fahrgäste über ihre Rechte informiert. In Deutsch und in Englisch weist er sie unter anderem darauf hin, dass sie sich ihr Taxi selbst aussuchen können und dass das Fahrpersonal sie zu jedem Ziel in Hamburg fahren muss, egal, wie kurz oder lang der Weg sei. Das Taxameter müsse dabei eingeschaltet werden. Auf dem Flyer ist auch vermerkt, dass man bei Regelverstößen das Kennzeichen und die Uhrzeit notieren oder ein Foto an die Verkehrsbehörde mailen solle.

Die Flyer stellt die Behörde Taxiverbänden und Vermittlern in Papierform oder als Datei bereit. Eine pdf-Datei können interessierte Leserinnen und Leser im Downloadbereich dieser Meldung herunterladen.

Reagieren wollen die Genehmigungsbehörde und die Polizei auch mit verstärkten Kontrollen insbesondere auf der Reeperbahn. Im weiteren Verlauf werde man Ordnungswidrigkeiten-Verfahren durchführen und bei besonders auffälligen Unternehmen prüfen, ob die erforderliche Zuverlässigkeit für den Betrieb eines Taxiunternehmens noch gegeben sei, schreibt Dirk Ritter.

„Es darf einfach nicht sein, dass ein offensichtlich größer werdender Anteil von Unternehmen und deren Fahrpersonal das in den letzten Jahren erarbeitete Standing wieder kaputt macht und der Ruf nach Wettbewerbern wieder lauter wird“, mahnt der engagierte Behördenvertreter. „Daran müssen wir gemeinsam arbeiten.“

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