Taxi trifft Nahverkehr – BVTM trifft Martin Körber
Auch wenn Kröber künftig nicht mehr für das Personenbeförderungsgesetz zuständig ist, bleibt das Taxigewerbe auf seiner Agenda: Es fällt unter das Thema öffentlicher Nahverkehr, für das der Abgeordnete künftig im Bundestag Verantwortung trägt.
Das Gespräch mit dem Geschäftsführer des Bundesverbands, Michael Oppermann, und dem Referenten für Regierungsbeziehungen, Floris Cooijmans, drehte sich um genau jene Schnittstelle – zwischen dem klassischen Linienbus und der flexibel buchbaren Fahrt. Gemeint ist das sogenannte „ÖPNV-Taxi“, ein Konzept, das nicht neu ist, aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Besonders im ländlichen Raum, wo Linienverkehr oft ausgedünnt oder gar nicht vorhanden ist, kann das Taxi Lücken schließen – vorausgesetzt, es wird in den öffentlichen Verkehr eingebunden.
Taxi ist Teil des ÖPNV
Kröber, der seinen Wahlkreis in Sachsen-Anhalt gut kennt, zeigte sich offen für diese Perspektive.
„Wir brauchen vor allem auf dem Land neue Lösungen“, so sein Tenor.
Das Taxi könne dort mehr sein als nur eine individuelle Dienstleistung – nämlich Teil einer öffentlichen Daseinsvorsorge. Der Bundesverband sieht das ähnlich und wirbt seit Jahren für eine stärkere Integration des Taxigewerbes in kommunale Verkehrsplanungen.
Doch nicht nur die Rolle des Taxis im ländlichen Raum stand im Mittelpunkt. Auch das Thema Inklusion kam zur Sprache: Wie kann sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderung jederzeit und überall ein passendes Mobilitätsangebot finden? Der Ausbau sogenannter Inklusionstaxis – also Fahrzeuge mit spezieller Ausstattung – steht auf der Agenda. Der Verband fordert dafür mehr Unterstützung, auch über die Städte hinaus.
Kleine Fachkunde kommt
Ein weiteres Thema war die Einführung der sogenannten „Kleinen Fachkunde“. Sie soll noch in diesem Jahr kommen und künftig für Fahrerinnen und Fahrer verpflichtend sein, die im Gelegenheitsverkehr – etwa mit Mietwagen oder Ridepooling-Angeboten – unterwegs sind. Ziel ist es, Qualitätsstandards zu sichern, gerade im Bereich Kundenservice und Rechtssicherheit.
Dass Kröber nun nicht mehr für das PBefG zuständig ist, schmälert aus Sicht des Verbands die Bedeutung des Austauschs nicht. Man setzt weiterhin auf die SPD – und auf den erfahrenen Abgeordneten, der sich mit Verkehrsfragen nicht nur in Berlin, sondern auch vor Ort auskennt.
Der Dialog ist also wiedereröffnet, der Bundesverband freut sich nach eigenen Angaben daher auf die Fortsetzung der bereits langjährigen Zusammenarbeit mit Martin Kröber und seiner Partei.
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