Taxi-App vom Gewerbe fürs Gewerbe

Der Hamburger Taxiunternehmer Clemens Grün will eine App programmieren lassen, bei der kein Investor das Sagen hat, sondern die Taxiunternehmer selbst
Dietmar Fund

Noch im Mai möchte der Hamburger Taxiunternehmer Clemens Grün einen Dachverein gründen, der sich um die Entwicklung und die Vermarktung einer gewerbeeigenen Vermittlungs-App kümmert. Derzeit arbeiten die Gründungsmitglieder noch letzte Rückmeldungen in den Satzungsentwurf ein. Den Verein sollen ein Förderverein, der Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet offensteht, und die ordentlichen Mitglieder finanzieren.

Clemens Grün, der nach eigenen Angaben „eine IT-Vergangenheit hat“, möchte nach der Gründung des Vereins aus drei Anbietern denjenigen aussuchen, der das Pflichtenheft der Vermittlungs-App bis September 2014 am besten umsetzen kann. Von den Umfängen her werde sich die App kaum von gängigen Konzepten wie etwa mytaxi unterscheiden. Grün möchte auf jeden Fall gute Kollegen stärken, vergleichbar den Stammfahrern von mytaxi. Der Taxiunternehmer, der auch Vorstand des Hamburger Taxenverbands ist, sieht die App als Instrument, mit dessen Hilfe aktive Unternehmer mehr Eigengeschäfte aufbauen können.

Taxiunternehmer sollen monatlich 2,50 Euro für jeden Fahrer als Mitgliedsbeitrag entrichten. Hinzu kommt eine Vermittlungsgebühr von 0,69 Euro für jede erfolgreich vermittelte Tour. Mit den Einnahmen sollen die Entwicklung und der Betrieb der Vermittlungstechnik sowie die Werbung und das Marketing finanziert werden. Ein attraktives Start-Angebot soll Taxiunternehmern zugutekommen, die schon früh einsteigen.

Um mit niedrigen Werbemitteln auszukommen, ist geplant, zunächst über die Taxifahrer selbst Privatkunden auf die neue App anzusprechen. Als nächster Schritt soll im Frühjahr oder Sommer 2015 eine zusätzliche Zentralen-Software folgen. Interessierte Taxiunternehmer können sich gerne per Mail bei Clemens Grün melden (clemens.gruen@web.de).

Außer dem Landesverband Hamburger Taxiunternehmer (LHT) sieht der App-Vordenker auch Partner in Berlin und in München. Damit an die Öffentlichkeit zu gehen, möchte er ihnen selbst überlassen. Namentlich mochte er sie daher noch nicht erwähnen.

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