Taxi-Eichrecht: Bayerische Konformitätsbewertungsstelle zeigt Augenmaß

Die Bayerische Eichverwaltung bietet noch bis Ende Juni 2016 die Konformitätsbewertung von Taxis mit einem CAN-Bus-Adapter an.
Günther Kurrer hat nach eigenen Angaben fast alle deutschen Tesla-Taxis umgerüstet und ist dabei auf die CAN-Bus-Problematik gestoßen. (Foto: Erwin Fleischmann)
Günther Kurrer hat nach eigenen Angaben fast alle deutschen Tesla-Taxis umgerüstet und ist dabei auf die CAN-Bus-Problematik gestoßen. (Foto: Erwin Fleischmann)

Die Konformitätsbewertungsstelle der Bayerischen Eichverwaltung bietet bis zum 30.06.2016 die Bewertung von CAN-Bus-Adaptern an. Da zu diesem Zeitpunkt die Anforderungen des „neuen“ Eichrechts den Herstellern 18 Monate lang bekannt seien, könne davon ausgegangen werden, dass in dieser Zeitspanne eine zugelassene Lösung erarbeitet wurde. Man könne damit nicht mehr von Härtefällen sprechen. Das erklärte Lilia Bachmeier von der Geschäftsstelle der bayerischen Konformitätsbewertungsstelle (KBS)  beim Landesamt für Maße und Gewichte auf Anfrage von taxi heute.

Die Anfrage ging auf eine Information von Günther Kurrer zurück, geschäftsführender Gesellschafter des Münchener Taxiausrüsters ER-TAX GmbH. Er hatte berichtet, dass es bei der Konformitätsbewertung von Fahrzeugen mit analogem Wegstreckensignal in der Regel keine Probleme gebe, wohl aber bei Typen, die mit CAN-Bus-Adaptern arbeiteten. Diese Bauteile seien wegen der niedrigen Stückzahlen nicht zertifiziert. Das Bayerische Eichamt akzeptiere aber solche Lösungen, die in den letzten Jahren schon anerkannt worden seien.

Kurrer hat bereits einen gewissen „Eichtourismus“ beobachtet, der aber bereits abgeebbt sei. Vorsorglich erklärte die Vertreterin der bayerischen KBS in ihrem Schreiben, ihr Ansatz solle nicht dazu beitragen, einen „Konformitätsbewertungstourismus“ zu erzeugen.

Einen ausführlichen Bericht über den Stand der Umsetzung des neuen Eichrechts bringt taxi heute in der Ausgabe 1-2/2016.
 

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