Mannheim macht eigenen On-Demand-Verkehr

Unter dem Namen fips sollen elektrisch angetriebene Transporter das Bus- und Straßenbahn-Netz ergänzen.

Mit elektrischen Vans mit elektrischen Schiebetüren und Trittstufen möchten die beiden RNV-Geschäftsführer Martin in der Beek (v.l.) und Christian Volz sowie Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, bei Bürgerinnen und Bürgern punkten. (Foto: RNV)
Mit elektrischen Vans mit elektrischen Schiebetüren und Trittstufen möchten die beiden RNV-Geschäftsführer Martin in der Beek (v.l.) und Christian Volz sowie Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, bei Bürgerinnen und Bürgern punkten. (Foto: RNV)
Dietmar Fund

Am 1. März 2021 startet die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH in Mannheim ihr On-Demand-Angebot namens fips. Dafür hat sie 15 eVito beschafft und 25 neue Mitarbeiter eingestellt und selbst ausgebildet.

Die Fahrzeuge verkehren zunächst in vier Mannheimer Stadtteilen tagsüber und in einem fünften abends. Sie sollen auf ihren Sammelfahrten das Bus- und Straßenbahn-Netz um rund 1.700 virtuelle Haltestellen ergänzen.

Gebucht werden die Fahrten über die gleichnamige App oder mit geringeren Möglichkeiten auch telefonisch über eine Mobilitätszentrale. Für die Fahrt ist entweder ein ÖPNV-Ticket oder ein über die App buchbares E-Ticket erforderlich. Nach der Einführungsphase soll ein „Qualitätszuschlag“ von ein bis zwei Euro hinzukommen, der über die App abgerechnet wird.

Normalerweise sollen die Fahrzeuge mit bis zu fünf Fahrgästen besetzt werden. Wegen der Corona-Pandemie ist die Fahrgastzahl auf zwei Personen begrenzt. Einzelne Fahrzeuge möchte das Unternehmen noch im ersten Halbjahr 2021 rollstuhlgerecht umrüsten.

Das Projekt wird in den Jahren 2021 bis Ende 2023 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 3,6 Millionen Euro und vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg mit weiteren 2,8 Millionen Euro gefördert. Die restlichen Kosten tragen der Betreiber und die Stadt Mannheim.

Welcher Technologiepartner die App fips beigesteuert hat, verrät die Pressemitteilung der RVN vom 24. Februar 2021 nicht.

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